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Nach genau 70 Jahren beschreibt eine historische Dokumentation alle Details der CIA-Geheim Aktion „Operation Gold“
So nannten die Amerikaner das Abhören aller Telefone der sowjetischen Streitkräfte in Berlin bis zur Entdeckung im April 1956. Vorgestellt haben das sensationelle Sachbuch die beiden Autoren, Helmut Müller-Enbergs, Spionageexperte und Dietmar Arnold, Chef des Vereins Berliner Unterwelten. www.berliner-unterwelten.de
US-Amerikanische Nachrichtendienste gruben von West-Berlin aus einen Tunnel, der rund 330 Meter in die DDR hineinragte. Von dort konnten sie ab Mai 1955 hunderttausende Telefongespräche der sowjetischen Militärs abhören. Vorbild der Geheimdienstoperation war eine ähnliche Abhöraktion des britischen Geheimdienstes in Wien.
Es nimmt auch nicht Wunder, dass die Amerikaner ihre Telefonmitschnitte gänzlich in England auswerten ließen. Die Spione konnten jedoch nicht wissen, dass der KGB schon von Planungsbeginn an im Bilde war und das Projekt laufen ließ, weil er Potenzial für die Verbreitung von Falschinformation sah.
Außerdem wollten die Sowjets ihren Doppelagenten Georg Blake in London nicht gefährden.
Im April 1956 dann sorgte die vermeintlich zufällige Entdeckung des Tunnels durch eine Fernmeldesondereinheit der sowjetischen Streitkräfte weltweit für Aufsehen. Der Zeitpunkt war jedoch bewusst gewählt. Erst mit der Verhaftung von Blake 1961 wurde den westlichen Nachrichtendiensten der Verrat bewusst. Die Geschichte wurde mehrfach verfilmt.
Das Buch „Operation Gold“ rekonstruiert die dramatischen Ereignisse und fügt ein fehlendes Puzzleteil hinzu, das jahrzehntelang unentdeckt in den Archiven des Vereins Berliner Unterwelten schlummerte: Eine umfassende DDR-Dokumentation enthält bislang unbekannte Fotos und verrät Details darüber, wie der Spionagetunnel funktionierte und wie die Sowjets ihn aufspürten.
Die Publikation zeigt zudem auf, wie nach der Entdeckung und dem Fall der Mauer mit den Überresten des Abhörstollens umgegangen wurde. So sind 1995 auf ehemaligen West-Berliner Gebiet über 100 Meter des Tunnels achtlos entsorgt worden. Einige Originalteile des Spionagetunnels kann jedoch jeder Interessierte im Allierten-Museum in Berlin besichtigen.
Operation Gold von Dietmar Arnold und Helmut Müller-Enbergs. Edition Berliner Unterwelten im BeBra Verlag. ISBN 978-3-8148-0348-7. 1. Auflage, März 2026. 224 Seiten, 181 Abbildungen, Softcover. Sprache deutsch + englisch. Das Buch kostet im Buchhandel 24,00 Euro.
Ein Beitrag von Günter Knackfuß
Unser Autor ist Freier Journalist.
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