Käsmark

Geschichte von Käsmark

Sehr geehrte ReiseTravel User, Willkommen in Kezmarok oder Käsmark meiner Heimatstadt. Diese liegt im Norden der Slowakei, in der malerischen Umgebung der Zips, unter den Hochgebirgsgipfeln der Hohen Tatra. Die Stadt entstand durch den Zusammenschluss mehrerer Ortschaften mit ursprünglich slawischer Bevölkerung und einer Ortschaft mit deutschen Einwanderern. Hier arbeite ich als Reiseleiter und ich möchte Sie mit meiner Stadt vertraut machen. Ein kleiner Rundgang zum Thema: Geschichte der Käsmarker Burg. Ihr

„Die ursprünglich gotische Burg aus dem 15. Jh. entstand bereits im Jahre 1251. 1787 brannte die Burg ab. Die Erneuerung begann Anfang des 20. Jh. Jetzt ist fast alles wieder geöffnet“

Die Burg in Kezmarok oder Käsmark gehört zum Typ der Stadtburgen. Sie wurde direkt in der freien königlichen Stadt Kezmarok erbaut und ihre wichtigste Rolle war die Stadt gegen eventuelle Feinde zu verteidigen. An der Stelle der zukünftigen Burg stand die Kirche der Heiligen Elisabeth aus der Hälfte des 13. Jahrhunderts sowie benachbarte Gebäude, die den nördlichen Teil der Stadtbefestigung berührten.

Kezmarok - Käsmark

Kezmarok Hohe Tatra

Die erste Erwähnung dieser Burg stammt aus dem Jahre 1463 und ist mit den Namen des ungarischen adligen Emmerich und Stephan Zapolya verbunden. Wegen des Baues der Burg wurden die St. Elisabethkirche und einige Wohnhäuser auseinandergenommen und das Material wurde zum Aufbau der Burg verwendet. Die gotische Festung wurde direkt an den nördlichen Teil der Stadtbefestigung angebaut. Der spätere Besitzer Albert Lasky (1528 bis 1571), der unter ständigen finanziellen Schwierigkeiten litt, unterhielt in der Burg auch Alchimisten. Dann verpfändete er die Burg an den Kapitän von Oberungarn, Jan Rueber (1571) und dieser übergab 1577 das Verpfändungsrecht an Stanislav Thurzo. Die Verschuldung zahlte er rechtzeitig aus, aber schon im Jahre 1579 verpfändete er wieder die Burg erneut, ebenso weitere Güter und auch die Stadt Kezmarok, an dem Trnavaer Händler Sebastian Thököly. Weil er die Anleihe nicht rechtzeitig auszahlte, wurden für mehr als hundert Jahre vier Generationen der Familie Thököly (1579 bis 1684) nun Besitzer der Burg und der Stadt. Während der Herrschaft der Thökölys erreichten die Zwistigkeiten zwischen der Burg und der Stadt ihren Höhepunkt. Die Besitzer der Burg bemühten sich erfolglos die Stadt von ihren Privilegien zu erlösen. Zuletzt erklärte der Herrscher 1655 die Stadt Kezmarok wieder zur freien königlichen Stadt. Die letzten Besitzer der Burg waren der Kaiser Leopold (1684 bis 1687) und Ferdinand Rueber (1687 bis 1702). Im Jahre 1702 kaufte die Stadt Kezmarok die Burg.

Liebe ReiseTravel User, ganz schön viel Geschichte. Aber ohne Vergangenheit gibt es auch keine Zukunft: Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem jähre 1251 und Stadtrecht erhielt Kerzmarok 1269. Im 15. Jahrhundert kamen weitere Privilegien dazu - das Recht, zwei Jahrmärkte abzuhalten, das Schwertrecht, das Recht ein Stadtwappen zu benutzen und weitere.

Die günstige geografische Lage der Stadt, direkt an der Handelsstraße vom Orient nach Nordeuropa, trug zur dynamischen Entfaltung von Handwerk und Handel bei. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert waren in der Stadt über 40 Zechen tätig, wodurch sie zu den ersten vier Städten in der Slowakei gehörte. Eine Nachricht aus dem Jahre 1715 gibt an, dass es in der Stadt 263 Werkstätten gibt. Viele in ganz Europa bekannte Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler studierten hier. Die erste Erwäh­nung einer Schule in Verbindung mit dem Beginn der musikalischen, bildenden und Theaterkunst stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Über sieben Jahrhunderte des Bestehens der Stadt fanden ihren Niederschlag auch in ihrer Architektur, die wahrscheinlich jeden Baustil von der Romanik über die Gotik, die Renaissance, das Barock bis zum Klassizismus enthält. Eine Besonderheit ist die urbanistische Gestaltung des Markt­platzes, in Gabelform mit dem Rathaus in der Mitte und der Stadtburg am Ende. Diese wird erstmalig im Jahre 1463 erwähnt. Im 16. Jahrhundert befand sie sich im Besitz der Familie Laskä, danach ging sie in die Hände derer von Thököly über, als angeblich die gotische Burg in eine Renaissance-Burg umgebaut wurde.

Käsmark liegt am Rande der Hohen Tatra - Ski und Rodel gut – im Sommer steht Wandern auf dem Programm

Kezmarok ist eine bedeutende städtische Denkmalsreservation der Slowakei und kann sich einer Vielzahl historischer Andenken rühmen, unter denen die beiden Nationaldenkmäler die bedeutendsten sind. Es handelt sich um die hölzerne evangelische Artikularkirche aus dem Jahre 1717 und das evangelische Lyzeum aus den Jahren 1774. Eine Dominante der Stadt ist auch die gotische römisch-katholische Kreuzkirche mit einem wertvollen Altar aus dem Jahre 1498, die Papst Johannes Paul II. 1998 zur Basilika Minor erhob.

Auf der Grundlage der Volkskunsthandwerke findet alljährlich im Sommer eine bedeutende Aktion statt - die ELRO - das europäische Volkskunsthandwerk - mit der Präsentation handwerkli­cher Geschicklichkeit einheimischer und ausländischer Volkskünstler. Damit wollen die Einwohner der Stadt an die reiche Geschichte und die Bedeutung der königlichen Stadt in ihrer langen Existenz erinnern.

„Käsmark erhielt 1269 Stadtrecht“ Alexander Bircak vor dem Rathaus

Sehr geehrte ReiseTravel User, nochmals Willkommen in Kezmarok oder Käsmark. Ich hoffe, mein Exkurs durch meine Heimatstadt fand Anklang. Über Ihren Besuch würde ich mich sehr freuen. Ihr

Alexander Bircak 

Alexander Bircak, Zahradna 9, SK-06001 Kezmarok, albisa@nextra.sk

Stadt Kezmarok, www.kezmarok.sk  – www.royaltowns.sk  

Anreise: Die Gäste buchen in aller Regel drei bis vier Nächte. So mancher verbindet den Strbske Pleso Aufenthalt mit einer Rundreise, zahlreiche davon fahren noch weiter hinein in die Slowakei oder über die Grenze in die Ukraine. Ein Visum ist nicht erforderlich. Übrigens die Pkw Anreise zum Hotel von Hamburg dauert rund zehn Stunden. Auch per Zug, via Prag und Zilina oder über Wien und Bratislava ist möglich. Es wird eine Maut fällig. Man sollte sich unbedingt an das Tempo-Limit halten und Alkohol ist null Promille. Zur Reise wird ein gültiger Personalausweis benötigt. Geldumtausch ist nicht erforderlich, die Slowakei gehört zur Eurozone.

Grand Hotel Kempinski High Tatras - Kupelna 6, SK-059 85 Strba – Strbske Pleso, www.kempinski.com/hightatras    

Von Alexander Bircak, Fotos Gerald H. Ueberscher, mit freundlicher Unterstützung rausch communications & pr, www.rauschpr.com 

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