Lichtenstein

Im Daetz Centrum Lichtenstein werden Meisterwerke aus Holz lebendig

Lichtenstein bei Zwickau: Seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 entwickelte sich das Daetz-Centrum Lichtenstein mit seinen rund 500.000 Besuchern zu einem Magnet für Kultur- und Holzkunstinteressierte aus Nah und Fern. In seiner Art deutschlandweit einzigartig präsentiert sich das Daetz-Centrum Lichtenstein als ein Ort, „wo Holz lebendig wird“.        

1996 fand in Lichtenstein die 1. Sächsische Landesgartenschau statt. Als eines der nachhaltigen Ergebnisse dieses Großereignisses wurde die gemeinsame Idee von Daetz Stiftung und Stadt Lichtenstein geboren, im Lichtensteiner Schlosspalais eine weltweit einmalige Sammlung internationaler Holzbildhauerkunst zu präsentieren – die faszinierende Dauerausstellung „Meisterwerke in Holz“.

Diese Dauerausstellung bildet das Kernprodukt und ist im Zentrum der Arbeit als museumsähnliche Einrichtung. Als Teil des Internationalen Demonstrations-, Bildungs- und Begegnungszentrums für das Schnitzhandwerk mit ihren mehr als 550 Kunstwerken der Holzbildhauer- und Holzschnitzkunst aus fünf Kontinenten ermöglicht diese Dauerausstellung hervorragende Einblicke in die Vielfalt der Kulturen der Welt und eröffnet dem Besucher bei seiner Entdeckungstour „neue Welten“. Der Besucher gerät in ein Spannungsfeld zwischen eigener Lebensweise und der anderer Kulturen. Faszinierend und atemberaubend zugleich – oftmals von meisterlicher Hand – ziehen die Exponate dank ihrer vielfältigen künstlerischen Handschriften den Besucher in ihren Bann und zeugen von der Balance zwischen Moderne und Tradition. Ergänzt durch Filme, Bilder und Musik sowie über den Audioguide (in deutscher und englischer Sprache) kommunizierte Informationen gleicht der Besuch im Daetz-Centrum einer Weltreise. Geschichten, Legenden und Mythen der Völker aus allen Teilen der Welt lassen den „Reisenden“ in die unterschiedlichsten Kulturen eintauchen.

Ergänzt wird dieses von einem musealen Charakter bestimmte Ausstellungserlebnis durch regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen in den Kompetenzfeldern Holz, Holzbildhauerkunst, Kunsthandwerk sowie zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Höhepunkt im Jahr 2016 wird die Ausstellung der vorab von einer Jury ausgewählten Exponate zum Thema „Der Akt in der Kunst“ sein. Zu einem wahren Klassiker hat sich mittlerweile auch die traditionelle internationale Weihnachtsausstellung „Andere Länder, andere Krippen“ entwickelt, die 2016 bereits zum 15. Mal die Weihnachtsgeschichte im Spiegel der Kulturen der Welt präsentieren wird.

Beide Ausstellungskonzepte dienen der Präsentation, Pflege und Förderung der in erster Linie sächsischen, wie auch nationalen und internationalen Holzbildhauerkunst. 

Das Daetz-Centrum Lichtenstein bietet mit seinen Sonder- und Themenführungen, Projekttagen, Sitzschulen, Workshops, Fortbildungsangeboten, fächerübergreifenden Angeboten und museumspädagogischen Angeboten eine ganzheitliche Plattform für die heimischen Gewerbe– und Kunsteinrichtungen, für Kindertagesstätten, Schulen und Berufsakademien. 

Gemeinsam mit der Holzbildhauerinnung Baden-Württemberg und Hessen sowie der Gruppe exponaRt wird das Daetz-Centrum Lichtenstein zu einem Zentrum europäischer Holzbildhauerkunst- und Holzschnitzkunst entwickelt mit dem Ziel des gedanklichen und handwerklich-künstlerischen Austauschs. 

Über das Medium Holzbildhauerkunst hinaus wollen wir einen Beitrag leisten, die Unterschiede zwischen den Kulturen nachvollziehbar zu machen, damit Wissen vermitteln und Achtung, Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Kulturen ausprägen helfen. 

Die Organisation und Durchführung gewerblicher, künstlerischer und kultureller Veranstaltungen in Eigenregie wie auch für Dritte sowie die Vermietung von Räumlichkeiten für Veranstaltungen (Tagungen, Konferenzen, Workshops, Firmen-Events) tragen zu einer wesentlichen Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Handwerk, die Tourismuswirtschaft, die Weiterbildung, die Kunst und Kultur sowie für das Gastronomie- und Hotelleriegewerbe bei.  Während die Stadt Lichtenstein mit dem Schlosspalaiskomplex ideale Räumlichkeiten und das Equipment zur Verfügung stellt, bringt sich die Daetz Stiftung, Träger des deutschen Stifterpreises 2004, mit ihrer Sammlung von Kunstwerken aus zahlreichen Teilen der Welt ein. Laut „Fortsetzungsvertrag“ zwischen der Daetz Stiftung und der Stadt Lichtenstein sowie gemäß der Stiftungssatzung gehen zum 01.01.2076 die Exponate in das Eigentum der Stadt Lichtenstein über.

Die in Chemnitz geborene Künstlerin Ruth Leibnitz hat der Stadt Lichtenstein einen großen Teil ihrer Kunstsammlung, zusammengetragen in Asien, Afrika, Nordamerika und Europa vermacht. Ein Teil der Sammlung, die von Ruth Leibnitz selbst geschaffenen Bronzeplastiken, ist bereits im Foyer des Daetz-Centrum Lichtenstein ausgestellt.  Die weiteren Kunstwerke und Musikinstrumente werden künftig einen würdigen Platz im Hause finden. Im Sinne ihres Vermächtnisses hat die Stadt Lichtenstein im Jahr 2013 den Ruth-Leibnitz-Preis anlässlich des Europäischen Gestaltungspreises der Holzbildhauerinnung Baden-Württemberg ausgelobt. Der Schweizer Künstler Peter Bissig ist der diesjährige Preisträger. Seine Skulptur „Meistens sind es Engel“ wird nach Beendigung der Ausstellung „Weibsbilder“ dauerhaft im Daetz-Centrum Lichtenstein zu sehen sein.     

Die zertifizierte Familienfreundlichkeit und Barrierefreiheit macht das Daetz-Centrum Lichtenstein, das im Juni 2012 als gutes Praxisbeispiel vom Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen in die Inklusionslandkarte aufgenommen wurde, zu einem wirklichen Ort der Begegnung.

2014 übernahm die Stadt Lichtenstein die organisatorische und wirtschaftliche Verantwortung für die Betreibung des Daetz-Centrum Lichtenstein. Das Daetz-Centrum wird seither als nachgeordnete Einrichtung in der Fachgruppe Kultur geführt.

Peter Daetz ist Gründer und Stifter des Daetz Centrum Lichtenstein und das ist ein erfolgreiches Museum im Bundesland Sachsen:

Peter Daetz hat als Manager eines großen deutschen Industrieunternehmens 17 Jahre mit seiner Familie durchgehend in asiatischen Ländern gelebt. Weitere 10 Jahre hat er Großkunden und Partner in vielen Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika betreut. Ob in Jakarta, Teheran, Tokio oder anderenorts – überall hat er die Erfahrung gemacht, dass es für eine gute, effektive und erfolgreiche Kommunikation mit anderen Völkern nicht im Wesentlichen auf Sprachkenntnisse ankommt. „Wichtig ist es zu wissen, wie andere denken und fühlen, welche Traditionen und Glaubensformen sie pflegen und welche Erwartungen sie an ihr ausländisches Gegenüber haben“, lautet sein Credo.

Das Daetz-Centrum Lichtenstein hat täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Eine Cafeteria lädt zum Verweilen ein, in der Galerie können Holzbildhauerarbeiten erworben bzw. bestellt werden und ein Spaziergang durch den Französischen  oder Englischen Garten bzw. entlang des Skulpturenpfades bis in die Lichtensteiner Innenstadt lassen den Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis werden.       

Daetz Centrum Lichtenstein, Schlossallee 2, D-09350 Lichtenstein, Telefon: 037204-585831, www.daetz-centrum.de - Täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Das Zeitspung Land www.zeitsprungland.de

Anreise: Der Weg nach Lichtenstein bei Zwickau ist recht einfach, nächster Flughafen ist Leipzig, ab hier mit der Deutschen Bahn bis zum Hauptbahnhof Zwickau. Mit dem Auto via Autobahn A4 oder A72 und auch verbindende Buslinien führen mitten in die Stadt.

Das Zeitsprung Land: Die Tourismusregion Zwickau ist jederzeit einen Besuch wert. Das Zeitsprung Land lädt ein, im Daetz Centrum Lichtenstein wird Holz lebendig und dieses liegt quasi vor den Toren der Stadt, ebenso das Hotel Schwanefeld, am Rande der kleinen Stadt Meerane, mit seiner Schokoladen Manufaktur. Reisen & Speisen nach Zwickau oder „Zwigge“ lohnt zu jeder Jahreszeit.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher.

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