Bad Düben

Wo einst die wilden Slawen hausten …

… liegt heute ein verträumter Kurort im Herzen Deutschlands: Bad Düben im Dreieck von Leipzig, Torgau und Lutherstadt Wittenberg. Der Naturpark Dübener Heide direkt vor der Haustür bietet beste Voraussetzungen für einen erholsamen (Kur-) Urlaub.

Die intakte Natur der Gegend um Bad Düben wussten schon die ersten Siedler vom slawischen Stamm der Siusler etwa im 6. Jahrhundert nach Christus für Viehzucht und Imkerei zu schätzen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Burg Dibin“ dann 981 n. Chr. Von alten Zeiten zu erzählen weiß bis heute das Wahrzeichen der Stadt, die über 1000-jährige Burg. Im Landschaftsmuseum lässt sich die Geschichte von Stadt und Region erkunden, besonders die des Naturparks Dübener Heide. Einen guten Überblick über die waldreiche Moorlandschaft verschaffen sich Besucher dann vom Aussichtsturm „Lug ins Land“.
Es ist eben dieses Moor mit seiner wohltuenden und heilsamen Erde, das Bad Düben zu seinem Kurort-Status verholfen hat. Seit 1947 ist die Stadt staatlich anerkanntes Moorheilbad. Ein Rundweg durch den Moorerlebnisgarten vermittelt allerhand Wissenswertes über das „braune Gold“, aber auch die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt in diesem Lebensraum kann man hier beobachten – dank Holzstegen trockenen Fußes. Das ändert sich dann nur zum krönenden Abschluss beim Selbstversuch im Moortretbecken.

Natur erleben – darum geht es bei einem Aufenthalt in Bad Düben, auch genannt „Tor zur Dübener Heide“. Zwischen dem Flüsschen Mulde und der Mittelelbe liegt der Naturpark mit seinen ausgedehnten Waldflächen, der sich am besten auf Wanderungen oder Radtouren entdecken lässt. Die Routen sind gut ausgeschildert und führen an so geheimnisvolle Plätze wie das „Rote Ufer“, einen Steilhang über der Mulde, der beim Abbau von Alaunerde entstand. Dabei erfreuen seltene Pflanzenarten und Tiere wie Kraniche, Seeadler oder Biber das Auge der Beobachter. Zurück im Stadtkern locken auch hier Natur und Historie: Der wunderschön gestaltete Kurpark von Bad Düben begeistert bereits seit über 150 Jahren seine Besucher. Weitere Anziehungspunkte sind die historische Innenstadt mit ihren Bürgerhäusern sowie die jahrhundertealten Mühlen, von denen man zwei im Museumsdorf Dübener Heide besichtigen kann.

Naturverbundenheit hört auch bei der Übernachtung in Bad Düben nicht auf. Erste Adresse für Ruhe, Erholung und Wellness ist das HEIDE SPA Hotel und Resort, naturnah am Stadtrand gelegen. Seine modern und stilvoll eingerichteten Zimmer sind farblich nach den Jahreszeiten gestaltet, was für eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre sorgt. Dürfen es frühlingshaft grüne, warm orange und rote oder doch lieber kühle blau-lilane Akzente sein? Im Außenbereich lockt der Garten der Sinne zu einem Spaziergang der besonderen Art durch ein Labyrinth, über Gleichgewichtsinseln bis zum Platz der Monolithe, auf dem der Tastsinn zum Einsatz kommt, um die unterschiedlichen Oberflächen der Granitsäulen wahrzunehmen. Vom Hotel aus lässt sich das angegliederte HEIDE SPA bequem über einen Bademantelgang erreichen und dann kann das Wellnessvergnügen losgehen: Schwimmen drinnen und draußen im 32 Grad warmen Wasser der großzügigen Badelandschaft, schwitzen und entspannen in der abwechslungsreichen Saunawelt mit vier Saunen, Dampfbad und Erlebnisduschen. Und ausgerechnet hier, im Wellnessbereich, trifft, wer will, wieder auf die wilden Urväter der Region, die slawischen Siusler – denn schon die wussten, was Körper und Seele guttut. So sorgen heute Verwöhnarrangements wie das Bad der Liebesgöttin Siewa mit Milch, Honig, Sahne und würzigen Kräutern der Heide oder die Perun-Lebensenergie-Massage mit Kräuterstempeln, benannt nach dem Gott des Lichts und Schöpfer der Welt, für absolutes Wohlbefinden.
Genüsse der kulinarischen Art bietet die Gastronomie im HEIDE SPA. Bei der Zubereitung und Auswahl der Speisen achtet das Küchenteam auf frische, saisonale und regionale Produkte, die Zulieferer sind auch auf der Internet-Seite ersichtlich. Heideforst-Wildgulasch, Wermsdorfer Forelle oder Dreiheide-Sauerbraten sind die leckeren Ergebnisse. Und ebenso haben die Siusler auf der Speisekarte wieder ihre Spuren hinterlassen: beim Zanderfilet, gegart in Schwarzbier mit Honig. Also – nichts wie hin, wo einst die wilden Slawen hausten.  

Von Julia Siegers, www.bfs-presse.de

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