Leipheim

Der Vogel Strauß steckt seinen Kopf in der Straußenfarm Donaumoos nicht in den Sand

Den Kopf in den Sand stecken: Ein weitverbreitetes Gerücht besagt, dass der Vogel Strauß bei Bedrohung durch Feinde seinen Kopf in den Sandboden steckt. Dieses Fazit kann man beim Besuch der Straußenfarm Donaumoos nicht ziehen, nicht nur deshalb sind um die Gatter hohe Drahtzäune gezogen. Das ist zugleich auch eine Frage der Sicherheit für die zahlreichen Besucher: „Der Strauss ist in der Lage sich mit einem gezielten Tritt zu verteidigen, der in der Wildnis einen angreifenden Löwen oder auch einen Menschen töten kann“, berichtet Horst Engelhardt, Inhaber der Straußenfarm, ausgebildeter Landwirtschaftsmeister und Fachmann zur Frage „Vogel Strauß.

Straußenfarm Donaumoos 

Der Strauß ist ein Laufvogel und gehört zu den größtem Vogel unserer Erde. Diese Tiere leben in der offenen Landschaft, also Natur mit kurzem Gras und möglichst ohne Bäume, Weiden oder Buschland sind der natürliche Lebensraum. Bäume und Gestrüpp hindern die Tiere bei ihrer schnellen Fortbewegung. Weil Strauße ihren Flüssigkeitsbedarf aus der Nahrung beziehen, benötigen sie nur wenig Wasser.

Straußenfarm Donaumoos

Strauße leben besonders in der Savanne von Afrika, doch wurde dieser „Struthio camelus“ von den Menschen in anderen Kontinenten unserer Welt angesiedelt. Besonders nach Australien aber auch nach Deutschland.

Mit über 600 Küken und Jungstraußen sowie etwa 40 Zuchtstraußen ist die Straußenfarm Donaumoos eine der größten Straußenfarmen Deutschlands. Auf großzügigen Weiden, mit angrenzenden Stallungen genießen die Tiere auf über 130.000 m² eine artgerechte Haltung. Auch bietet der Hofladen eine Fülle von Straußenfleisch und Wurstprodukten sowie ein umfangreiches Sortiment an Eier, Feder, Leder und Dekoartikeln aus eigener Produktion zum Verkauf an.

In früheren Jahren waren die Straußenfedern ein begehrtes Souvenir. „Heute spielen die Federn in der Straußenzucht kaum noch eine Rolle. Wir züchten vor allem wegen des Fleisches und aus der graublauen Haut wird Leder hergestellt wird“, betont Susanne Engelhardt.

Im „Straußenlädle Donaumoos“, den die „Chefin“ leitet, können alle Produkte verkostet und gekauft werden. Ausgezeichnet mit dem Ehrenpreis „Bäuerin als Unternehmerin des Jahres 2008“ hat sie das Ruder fest in der Hand. Unlängst erfolgte eine Erweiterung um beim „Besucherrundgang mit Schaubereich und Zutrittskontrolle“ somit erfolgt für die Besucher eine optimale Ausschilderung.

Übrigens: Die Straußenfarm Donaumoos ist seit 2009 ein „EU zugelassener Schlacht- und Zerlegebetrieb“. Im Hofladen werden alle Produkte rund um den Vogel Strauß angeboten. Vom Ei, Fleisch, Feder, Fett und Leder des Nutztieres Strauß. „Begehrt sind Veredelungsprodukte wie Straußeneinudeln, Straußenwurst, Staubwedel sowie exclusive Lederwaren aus Straußenleder“, informiert die Verkäuferin.

Alles Frischeprodukte vom Strauß

Straußenfarm Donaumoos

Das Fleisch des Straußes hat einen ganz eigenen Geschmack, der in etwa mit Rindfleisch verglichen werden kann. Der Bedarf ist groß und die kaufinteressierten Kunden nehmen zu. Aus den Schalen der Eier, die von so manchen gesammelt werden, fertigt man Lampenschirme und Schmuckgegenstände. Derzeit kann das Straußenlädle rund 15.000 Besucher pro Jahr verzeichnen. Der Begriff „Mitbewerber“ ist der Straußenfarm Donaumoos fremd. Es gibt innerhalb Deutschlands kaum ähnliche Anbieter von Abenteuer, geschmacklichem Erlebnis und Exklusivität.

ReiseTravel Fact: Die Straußenfarm Donaumoos ist ein „landwirtschaftlicher Vollerwerbsbetrieb und anerkannter Ausbildungsbetrieb“ am Rande der Stadt Leipheim, Kreis Günzburg und „Leipheim - Stadt an der Donau“ ist immer eine Reise wert. Dass traditionsreiches Unternehmen ist seit 1898 ein „Familienbetrieb“. Im April 1993 erfolgte die Ausrichtung auf die Straußenhaltung und verfügt heute über ein eigenes Schlachthaus. Aktuell werden Strauße in allen Altersklassen aufgezogen und der Betrieb verfügt über rund 12 ha Auslauffläche. Großzügig dimensionierte Stallungen stehen den flugunfähigen Flachbrustvögeln zur Verfügung. Nicht nur für Kinder ist der Besuch auf der Straußenfarm ein besonderes Erlebnis, neben den Straußen gibt es noch einige weitere Tiere wie Pferde, Ponys, Hasen, Hunde und Katzen zum Anfassen und Streicheln. Die Straußenfarm Donaumoos ist ein moderner Erlebnisbauerhof. Von der Brut, über die Aufzucht sowie die Vermarktung, wird so manches Detail zum Thema: Strauß für den Besucher, gut sichtbar.

Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 16 Uhr. Führungen für angemeldete Gruppen ab 10 Personen mit einer Dauer von etwa 2 Stunden. Eintritt ab 2.50 Euro, Kinder ab 4 Jahre 2 Euro.

Anreise: Die Straußenfarm Donaumoos liegt außerhalb der Stadt Leipheim, eine Anreise mit dem Auto ist empfehlenswert. Leipheim offeriert mehrere Hotels und Pensionen sowie Restaurants mit vorzüglicher Küche.

Straußenfarm Donaumoos - Horst und Susanne Engelhardt, Herdweg 2, D-89340 Leipheim, Fon 08221-273209, www.straussenfarm-donaumoos.de

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Donau, Neue Straße 45, D-89073 Ulm, www.deutsche-donau.de - www.die-junge-donau.de

Die Donau: Von der Quelle in Donaueschingen bis zur Drei-Flüsse-Stadt Passau fließt die Donau durch Deutschland. Ein Besuch der Straußenfarm Donaumoos lohnt ebenso wie der in der Albert Magnus Stadt Lauingen. Ulm oder Neu Ulm auf alle Fälle schippert hier die Ulmer Schachtel. Ein Juwel an der jungen Donau ist bereits in Fridingen zu Finden und beim Leben am Fluss finden sich Hotels aller Couleur: Die Gastronomie bietet „gute Hausmannskost“. Donau so Blau.

Von Gerald H. Ueberscher mit freundlicher Unterstützung der Arge Deutsche Donau, www.deutsche-donau.de

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