Istvan Koteczki

Reise nach Szeged als Lifestyle Event, ist in Ungarn Mode

Hallo, liebe ReiseTravel User: Herzlich willkommen in Szeged in Ungarn, hier bin ich Ihr Reiseleiter. Hello, Travel Utazási User: Welcome to Szeged Magyarországon, itt vagyok, én titeket. Sehen wir uns ein bisschen in der Stadt um. Ihr Koteczki, István

István Koteczki

Szeged ist eine junge Stadt: Es ist die viergrößte in Stadt Ungarn, nach Budapest, Miskolc, Debrecen und hat 163.000 Einwohner. Hier steht auch die größte Universität außer den Unis in Budapest.

Im Jahre 1879 hatte ein riesiges Hochwasser die mittelalterliche Stadt fast völlig zerstört. Etwa 95 Prozent der Häuser waren zusammengestürzt, ca. 150 Personen sind gestorben. Drei Jahre später ist Szeged wiedergeboren: Dank den vielen ausländischen, meistens finanziellen Hilfen (aus 33 Staaten, auch aus Deutschland und Österreich, Danke sehr noch ein Mal) die Stadt wurde wiederaufgebaut.

Die heutigen Bauten stammen meistens aus 1883: Das neue Rathaus, das Theater, oder das Hauptpostamt zum Beispiel. Wir können unseren Spaziergang auf dem Széchenyi Platz beginnen, hier stehen zwei von dem oben erwähnten Gebäuden – Rathaus und Hauptpostamt – und das ist auch Ungarns größter Platz.

Hier auf dem Platz bieten die verschiedenen Bäume und Blumen einen wunderschönen Augenblick. Die Statuen hier sind lieber in der Geschichte von Szeged: z. B. Graf Lajos Tisza, er war für den Neubau nach dem Hochwasser verantwortlich, oder Pál Vásárhelyi der Wasserbauingenieur, der die Pläne für die Theiß Regulierung gemacht hat, oder Graf Kúnó Klebelsberg, Minister zu Religion und Bildung zwischen 1922 bis 1931: Er hat unter anderen die sommerlichen Freilichtspiele in Szeged verwirklicht.

Aber wir sehen hier natürlich die Statue unseres ersten Königs István und seiner Frau Gizella, und István Széchenyi der große Reformer aus dem 19. Jh. In der Mitte des Platzes ist das Rathaus zu sehen. Daneben befindet sich das so genannte „Mietshaus“ und zwischen diesen unsere Seufzerbrücke.

Im heutigen Mietshaus hat das Königliche Ehepaar – Franz Josef und Sissi – eine Unterkunft bekommen. 1883 gab es ein drei Tage langes Festival – die Königstage – die neugeborene Stadt zu feiern. Dann wurde diese Passage gebaut, um zum Rathaus einfacher zu gelangen. Nach den Festtagen hat die Selbstverwaltung das Haus vermietet (so Mietshaus) und das Steueramt zog hier ein. So ist die Brücke Seufzerbrücke geworden.

Nach dem Széchenyi Platz können wir zur Kárászstraße spazieren. Das ist die Fußgängerzone. Die Straße und der nähere Klauzál Platz zusammen hat im Jahre 2004 (zum 125. Geburtstag der Stadt) den Europa Nostra Preis bekommen. Es ist übrigens die erste ungarische Stadt, die solchen Preis für ein ganzes Stadtviertel gewonnen hat.

In Szeged befindet sich das erste Gebäude aus Stahlbeton in Ungarn (Szent. István Platz, Wasserturm aus dem Jahre 1903), die größte, im 20. Jh. gebaute katholische Kirche Votivkirche/Dom, Domplatz 1913 bis 1930, die drittgrößte Synagoge der Welt (Neue Synagoge, 1900 bis 1903), der größte ungarische Platz (Széchenyi Platz, ca. 5.0000 m2), die zweitlängste ungarische Brücke (Bertalan-Brücke, 1970 fast 1 km lang).

Meiner Meinung nach findet man auf dem Klauzál Platz die Besten Konditoreien in der Stadt. Eis, Strudeln, Kuchen, Cocktails, jede Menge von Kaffee erwartet sie. Kein Grund hier sich zu beeilen.

Hier rechts können wir zur neuen Synagoge spazieren. Also das ist die dritt größte Synagoge der Welt (New York 5th avenue, Budapest Dohánystraße, und Szeged). Im Gebäude – das ist eine reformierte, oder neologische Synagoge – gibt es 1.340 Sitzplätze ein wunderbares Kuppelgemälde und noch schönere Fensterbilder. Man kann die Synagoge jeden Tag außer am Sabeth und anderen Judenfeste besuchen; Kippa oder Hut zu tragen für die Männer ist obligatorisch (Kippas bekommen wir beim Eingang)

Weiter von Klauzál Platz an erreichen wir am Ende der Straße das erste Unigebäude. Ursprünglich war es die geisteswissenschaftliche Fakultät, heute das Rektorat. Vor dem Gebäude sieht man einen Springbrunnen. Das ähnelt ein bisschen zu den römischen Amphitheatern, stammt aus dem Jahre 1979. Er wurde für 100 jähriges Jubiläum des Hochwassers gefertigt. Hinter dem Brunnen steht die Statue von András Dugonics. Das ist die erste Statue in Szeged aus dem Jahre 1876.

Dugonics war ein Autor, er hat den ersten ungarischen Roman, Etelka geschrieben. Daneben war er ein Sprachreformer, er hat die ungarische mathematische Fachsprache entwickelt.

In einigen Minuten erreichen wir den Aradi Platz. Offiziell nennt man den Platz der Martyrer von Arad, aber in Alltagssprache nennen wir diesen nur Aradi Platz. Der Name kommt von den 13 Offizieren, die nach dem Freiheitskrieg 1848 bis 1849 hinrichtet wurden. An der südlichen Seite sehen wir das Heldentor. Das ist ein ehemaliges Stadttor, der Name kommt nach einem Gemälde; unter deren Arkaden ist ein Fresko für die Szegeder Opfer des Ersten Weltkrieges. Die Stadt hat ungefähr 20.000 Leuten verloren.

Links, Richtung Ost sehen wir das zweite Hochwasserdenkmal, wieder aus dem Jahre 1979. Man sieht eine riesige Säule – menschlicher Willen, der die Stadt wiederaufgebaut hat – mit Wellenformen herum – Naturkräfte, die Theiß, was Szeged zerstört hat. In dem Vordergrund sind kleine Marmorsäulen zu sehen. Diese Gedenken allen helfenden Staaten.

Zurückspazierend geraten wir zur Votivkirche, das ist das reale Symbol Szeged. Ein 91 Meter hohes und 81 Meter langes Gebäude, mit Europas drittgrößter Orgel und mit Ungarns zweitgrößter Glocke. Der Dom steht auf dem Dom Platz. Hier ist unter den Arkaden die nationale Gedenkhalle. Es ist eine Sammlung von mehr als 100 Statuen, Brüsten über die wichtigen ungarischen Künstler, Maler, Schriftsteller, Wissenschaftler, Politiker, Architekten, usw.

Beim Tor Nr. 8 sehen wir die Gedenktafel von Albert Szentgyörgyi. Im Jahre 1937 hat er als erster ungarischer Wissenschaftler den Nobel Preis für die Entwicklung Vitamin C gewonnen.

Vom Platz können wir zwei verschiedene Wege zum Széchenyi Platz zurückspazieren. Entweder entlang auf der Oskola Straße – eine der ältesten Straßen in Szeged, mit in romantischem Stil gebauten Häuser –, oder entlang den Kai am Theißufer.

Am Ende sehen wir das Ferenc Móra Museum (Steinhardt und Lang, 1896), die Burgreste (nach dem Hochwasser abgebaut) und das Nationaltheater. Es gibt noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten in Szeged und in der nahen Umgebung. So zum Beispiel der botanische Garten, Tiergarten (der größte in Ungarn, die Tiere sind nach Kontinenten „sortiert“ und vorgestellt), Schifffahrt, Franziskanerkirche (älteste funktionierende Kirche in Szeged), Salamifabrik und Museum Pick, Rotunde in Kiszombor (Rundkirche aus dem 13. Jh.), oder der nationale historische Gedenkpark in Ópusztaszer www.opusztaszer.hu  

Ungarn und meine Heimatstadt Szeged erwartet Sie. Gern begleite ich Sie auf einer Erkundungstour und zeige alle Details. Wir erwarten Sie!
Ihr István Koteczki

István Koteczki ist seit 2002 Fremdenführer in englischer und deutscher Sprache. Tel. +36-30/400-8898 (Handy), koteczki@hotmail.com - www.szegedguide.hu

Anreise:

Szeged Ungarn

Viele Wege führen nach Szeged in Ungarn

Ein Beitrag für ReiseTravel von István Koteczki und Gerald H. Ueberscher.

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