München

Für jedes Promikostüm die passende Musik: Die „Altneihauser Feierkapelln“ zur „Fastnacht in Franken“ begleitet!

Fastnacht: Welches Lied, zu welchem Faschingskostüm passt ist eine knifflige Frage. Nicht aber für die „Altneihauser Feierwehrkapelln“. Die lösten das Problem binnen Sekunden. „Quetschn“-Spieler Ludwig Schieder konnte es sich am Roten Teppich nicht verkneifen, mal ganz sachte die berühmte Mundharmonika-Melodie aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu spielen, just in dem Moment als der ewige Faschings-Sheriff Joachim Herrmann den Roten Teppich betrat. Dann huldigte man Herrmann aber doch mit dem traditionellen „Bonanza“-Lied.

Nicht nur Kabinettsmitglieder, auch regionale Promis, wurden auf dem Roten Teppich von den Altneihausern kostümbezogen begrüßt. Für Ministerpräsident Horst Seehofer gab’s die „Star Wars“-Hymne auf Ohren, für dessen Amtsvorgänger Günther Beckstein „Drei Chinesen auf dem Kontrabass“. Seit Jahren sorgt das Ensemble schon am Eingang der „Mainfrankensäle“ für fetzige Stimmung.

5,4 Millionen Zuschauer

Fastnacht in Franken: Die erfolgreichste Sendung des BR seit 1991. 4,47 Millionen Zuschauer im Schnitt. 5,4 Millionen nach 22 Uhr. Deutschlandweit. Das war die Zeit, als Michl Müller und die „Altneihauser“ auftraten. „Was 2006 als einmaliger Versuch angedacht war, hat sich bis heute gehalten“, sagte Neugirg. „Die Latte liegt hoch.“

Man stehe schon unter Strom, wenn man auf die Bühne gehe und sich bewusst darüber sei, dass sich Millionen Augenpaare auf einen richteten. „Wenn man dann draußen steht und die ersten Sätze gesprochen, die ersten Takte gespielt hat, weiß man: Jetzt läuft’s.“ Und gut vorbereitet sei man ja auch. Aber Lampenfieber sei immer mit dabei.

Für Neugirg war’s eine lange Nacht auf den Freitag. Denn bei der Generalprobe am Donnerstag hatte die Regie beschlossen, das Programm zu straffen. Das sei aber immer so. „Bis um halb Zwei haben wir gestrichen.“ Anderen Künstlern sei’s ähnlich ergangen. „Die Sendung ist schon recht lang.“ Aber die Leute hätten wieder Sitzfleisch bewiesen, egal ob die im Saal oder die daheim vorm Fernseher. „Hut ab!“

Die „Altneihauser Feierwehrkapelln“ aus der Oberpfalz nahmen die Franken aufs Korn:  

Altneihauser Feierwehrkapelln Oberpfalz by ReiseTravel.eu

30-jähriges Jubiläum

Die Truppe war schon am Vortag angereist. Pünktlich zur Generalprobe. Ohne ihren Kommandanten. Neugirg war schon seit Montag in Veitshöchheim, weil Seehofer und Landtagspräsidentin Barbara Stamm das 30-jährige Jubiläum der „Fastnacht in Franken“-Sendung mit einem Staatsempfang ehrten.

Obwohl die Altneihauser aus der Zoigl-Hochburg kommen, bringen sie niemals Zoigl zu den Franken mit, berichtete Neugirg in Nachspann. „Ich sag immer, der Zoigl ist so ein empfindliches Produkt. Den kann man nur bei uns in der Oberpfalz genießen. Der muss im Kommunbrauhaus gebraut, im Keller vergoren und dann vor Ort ausgeschenkt werden.“ 

Was gab’s also alternativ? „Wir versuchen uns immer mit Würzburger Hofbräu anzufreunden, was etwas schwerfällt.“ Neugirg, der Spitzbube frotzelte: „Gezwungenermaßen vergreifen wir uns dann am Frankenwein.“ Den hatte er seinem Bühnenauftritt vor einem Millionenpublikum als „Möbelbeize“ bezeichnet.  

Markus Söder als Homer Simpson

Eine Maske bewunderte Neugirg ganz besonders: Die von Markus Söder. Für seine Rolle als Homer Simpson hatte sich der Heimatminister in ein „Ganzkörperkondom“ gezwängt. „Wer sich in so einem Ding den ganzen Abend reinsetzt, dem müssen Schweißbäche runter laufen.“ Aber einen Vorteil hatte das Kostüm: „Man konnte Söders Gesichtszüge nicht sehen“ und damit auch nicht, wie er auf die jeweiligen Anspielungen reagierte. „Der konnte ein Gesicht drunter machen, wie er wollte.“ 

Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Helmut Kunz.

Helmut Kunz ReiseTravel.euUnser Autor wohnt in Weiden.

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