Belgrad

Reisen und Speisen in Serbien

Auf der Straße: Immer häufiger sind Fahrzeuge mit dem Länderkennzeichen SRB zu sehen, diese kommen aus Serbien. 

Serbien kann unkompliziert besucht werden. Ein Visum ist nicht erforderlich, nur ein gültiger Personalausweis oder Reisepass wird benötigt. Im aktuellen Angebot sind Flug- und Busreisen sowie Schiffsreisen auf der Donau, auch eine Tour mit dem Rad - auf dem Donauradweg, der an der Donauquelle in Donaueschingen beginnt, ist möglich.

Eine Reise im Pkw ist lohnenswert, kann man dabei doch vieles kombinieren. Via Österreich, Slowenien und Kroatien oder über Ungarn, zum Reiseziel Belgrad und danach weiter zum „Eisernen Tor“ an der Donau im dortigem Nationalpark.

Belgrad Serbien

Reisen und Speisen in Serbien 

Essen und Trinken wird in Serbien groß geschrieben: Dies gehört zum kulturellen Leben. Die serbische Küche wird zur so genannten Balkan-Küche gezählt. Beeinflusst wurde diese von der österreichischen, ungarischen sowie der türkischen Küche. Hausmannskost steht im Vordergrund der ländlich geprägten Mahlzeiten, Fleischgerichte vor allem vom Grill und an der Donau diverse Fischgerichte, bilden ein markantes Merkmal.

Rustikale Hausmannskost

Belgrad Serbien

Feine Gourmetküche

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Unbedingt probieren sollte man eine „Serbische Bohnensuppe“ – „Pasulj ?orba“ und Cevapcici, die auf den Balkan in vielen Varianten offeriert werden, natürlich auch in Serbien. Die Cevapcici gehören zur Genusskultur, seit dem vergangenem Jahrhundert. Leben wie Gott in Frankreich

Der Weinanbau in Serbien spielt ebenfalls eine Rolle, ist er doch eng mit dem Leben und der Kultur der ländlichen Bevölkerung verbunden. (In der deutschsprachigen Broschüre „Weinstrassen Serbiens“ www.serbien.travel/multimedia-de/broschuren werden zahlreiche Wein-Reise-Ziele beschrieben.)

Fruska Gora: Bekannt sind die Weinsorten Bermet und Ausbruch. Bermet gibt es als Rot- aber auch Weiswein, lediglich in kleinen Serien in privaten Weinkellern. Das Besondere: dem Wein wurde eine gewisse Anzahl von Heilpflanzen beigefügt, allerdings wird das „Rezept“ geheim gehalten. In Österreich und Ungarn konnte man sich früher kein Fest oder Festtafel ohne Bermet vorstellen. Der „Ausbruch“ wird aus ausgedrückten Weinbeeren (das heißt ohne Beerenhülse) gepresst. Das gibt den Wein eine ganz besonders feine und milde Note im Geschmack und ausgesprochen gutes Aroma.

Im Herzen des Srems, auf 538 Meter Höhe, liegen die Berge von Fruska Gora und bereits die „Alten Römer“ kannten diese Region und nannten diese „Alma Mons“ - zahmer Berg. Auf dessen Südhängen und auf 230 Meter Höhe steht auf 10 Hektar das Weingut Kovavevic. Das Weingut hat eine lange Tradition, es ist über 100 Jahre alt und der Weinbau und die Abfüllung der Weine befinden sich im Ort Irig. Im Weingut Kovavevic, mit seinem völlig neu gestalteten Kellern, wird vor allem Rajnski Riesling (trockener Weißwein), Sauvignon und Chardonnay abgefüllt. Alle Weine können im Restaurant „A La Carte“ degustiert werden. Wer nach solcher Verkostung nicht mehr weiter fahren möchte, kein Problem: es stehen Zweibettzimmer zur Verfügung. 

Der Weinkeller Kovacevic mit angeschlossenem Restaurant ist ein kulinarisches Highlight.

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In dieser Gegend befinden sich die Weinberge am Hang der Fruska Gora, fast direkt an der Donau, in der Nähe der Stadt Novi Sad. Das dortige kontinentale Klima bildet einen positiven Faktor für Qualität des Rebsaftes. Über 60 Weinkeller, aller Couleur und Preislagen, bieten hier viel Gutes. www.vinarijakovacevic.co.rs

Im Weinkeller Kovacevic ist nicht nur ein edler Topfen zu Verkosten. Auch die Küchenbrigade zelebriert köstliche Spezialitäten.

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Das Team ist Klasse: „Wir möchten die internationale Spitze erreichen“, betont der Küchenchef. Deshalb hat das Haus einen Coach engagiert: Alfred Schäfer aus Bad Brückenau, www.ses-bonn.de ein erfahrener Hotelier und Küchenmeister. 

„Meine Devise lautet: Der Gast ist nicht nur König – sondern ein Mensch“. Alfred Schäfer ist beim coachen optimistisch: „Mit dieser serbischen Küchenbrigade werden wir die Spitze erreichen“. Ein relevanter Beitrag. Deutschland ist immerhin der wichtigste Handelspartner Serbiens. Ein Besuch des Restaurants ist lohnenswert und köstlich zugleich. Ein edler Tropen Wein wird immer gereicht.

Frische Produkte aus eigener Erzeugung: Der Besuch auf einen der Wochenmärkte sollte unbedingt auf dem Programm der Reise stehen. Facettenreiche Offerten an Mehlspeisen stehen auf den Menü-Karten: Palatschinken mit Schokolade und „Schlag“ Schlagsahne als Beispiel.  

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Werktag – Marktag

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Zum Thema: Lebensmittel, Getränke und Wein – findet jährlich im November die „Ethno Belgrad“, eine internationale Messe, statt. Der Besucher findet hier alle Arten von Lebensmittel- und Getränkeprodukten, aber auch die passenden Produktions- und Verpackungsmaschinen. Eine gleichzeitig stattfindende Weinmesse, mit einer großen Auswahl, bereichert und informiert zugleich.

Hotels in Belgrad  

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Mitten im Stadtzentrum ein komfortables Haus

Idylle an der Donau

 

Das Hotelangebot ist breit gefächert und für jeden Geldbeutel ist etwas dabei. Von einfach bis Luxus ist immer ein Haus zu finden und man muss nicht unbedingt lange suchen. Mit den Hotel-Sternen ist das so eine Sache, wie in vielen Ländern. Die Preise sind (fast) immer an der Rezeption ersichtlich, natürlich kann man auch verhandeln, wie überall in der Welt.

Das Wellness Hotel Izvor http://www.a-hotel-izvor.com im Ort SRB-34300 Arandelovac ist ein gerade eröffneter Neubau, mit vielen Raffinessen und vor allem guter Küche. Empfehlenswert!

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Wer es etwas spartanischer möchte, auch kein Problem

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Serbien ist ein attraktives Reiseziel auf dem Balkan und kann zu jeder Zeit besucht werden. Natürlich ist es in der wärmeren Jahreszeit, so zwischen April bis Oktober, gemütlicher und man kann dann in den zahlreichen Restaurants außen Platz nehmen. Das Personal ist meist freundlich und hin und wider wird Deutsch gesprochen, aber auch Englisch.

Fazit: Dobar dan in Serbien – Herzlich Willkommen. Darauf ein Prosit, mit Original Sliwowitz.

Anreise: Mit dem Auto reist man von Deutschland durch Österreich via Salzburg und Villach. Weiter durch den Karawanken Tunnel und rund 180 km durch Slowenien. Weitere 300 km geht es durch Kroatien. Vom Grenzübergang Serbien bis Belgrad und weiter zum Eisernen Tor sind es weitere 400 km. Die Fahrt erfolgt auf Autobahnen. Es werden Maut und Tunnelgebühren fällig. Bei der Anreise via Tschechien, Slowakei, Ungarn werden ebenfalls Mautgebühren fällig, Vignetten können an der jeweiligen Grenze erworben werden. Jedes dieser Länder verfügt über ausreichend Tankstellen mit breit gefächerten Sortimenten. Raststätten locken mit landestypischen Restaurants und Motels zur Übernachtung.  

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt  

Titos Kochbuch  

Könige, Schahs, Magnaten, Regisseure, Schauspielerinnen: alle Stars der damaligen Zeit waren zu Gast bei Josip Broz Tito. In seinen zahlreichen Villen und Gästehäusern hielt er Hof und empfing seine Gäste. Jetzt ist über diese damalige Zeit ein „Kochbuch“ erschienen: „Gutes Essen, Wein, Digestif und eine Zigarre am Ende: was für eine spektakuläre Kombination und, natürlich jeder Gang der Mahlzeit ging direkt in die Geschichte ein“, schreibt die Autorin.

Belgrad Serbien 

Josip Broz Tito wurde am 7. Mai 1892 in Kumrovec – heute an der Grenze zwischen Kroatien und Slowenien gelegen – geboren. Über 35 Jahre lenkte er „sein Jugoslawien“ mit eiserner Hand.

Nach Titos Tod im Jahre 1980 entstanden Spannungen zwischen den jugoslawischen Republiken und ab 1991 zerfiel das Land, leider, mit all seinen bekannten negativen Folgen. Tito war und bleibt eine umstrittene Persönlichkeit. Doch noch immer bekunden zahlreiche alte und neue „Freunde“ an seinem Geburts- und Sterbetag ihre Sympathie, in Belgrad, vor seinem Museum. Zahlreiche Souvenirs sind im Angebot. Jetzt erschien „Titos Kochbuch“.

Ein Menü mit Stalin: Im Jahr 1944, kurz vor dem Ende des II. Weltkrieges, Stalin ist zuversichtlich und fühlt sich als „Herr der Welt“ in seine kommunistischen Welt. Stalin beeindruckt, mit Kaviar und Wodka. Tito ist seine Figur im Spiel. Tito schreitet durch den Saal, er inszeniert und plant, nicht nur zu diesem Mittagessen. Innerhalb der nächsten Jahre steigerte sich Tito mit seinen „kulinarischen“ Offerten: Ein Leben wie Gott in Frankreich.

Das gut gestaltete attraktive Kochbuch ist nicht nur eine faszinierende gastronomische Lektüre, sondern zugleich ein Buch über die damalige Zeitgeschichte und das Auftreten eines Diktators seiner Epoche. Tito beeindruckte seine Gäste, er spielte sein Spiel.

Das Buch (in Englisch) beschreibt auf 255 lesenswerten Seiten nicht nur die taktischen „Schachzüge“ eines mächtigen Staatsmannes, es bietet auch jede Menge an authentischen Rezepten der kulinarischen Gala Menüs für die Großen der Zeit. Jedes einzelne Gericht davon könnte auch noch Heute zu Hause am eigenem Herd nachgekocht werden.

Titos Kochbuch – Ein Marschall und seine Speisen, Laguna Verlag Belgrad, www.laguna.co.rs

Das Buch kostet vor Ort 26 Euro.  

 

Nationale Tourismus Organisation Serbiens (NTOS) Cika Ljubina 8, 11000 Belgrad, Serbien, Telefon: 00381/11/6557134, office@serbia.travel - www.serbia.travel  

Von Gerald H. Ueberscher mit freundlicher Unterstützung von www.mascontour.de/serbien-pr

 

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