Schwedt Oder

Gemeinsames deutsch polnisches Projekt zur Förderung des Wassertourismus

Wassertouristisches Zentrum und innerstädtisches Bollwerk: Die Brandenburgische Stadt Schwedt und Polens Gryfino, beide Städte liegen an der Oder, sind noch enger zusammengerückt. „Ausbau der Infrastruktur des wassertouristischen Zentrums Schwedt und Bau des innerstädtischen Teils des Bollwerks in Gryfino zur stärkeren Entwicklung des grenzüberschreitenden Wassertourismus“, ist ein relevantes Ziel, betonte der Bürgermeister von Schwedt Oder, Jürgen Polzehl, gegenüber ReiseTravel.

Wassersportzentrum Schwedt Oder: Das Projekt wird aus Mitteln der EU, im Rahmen des operationellen Programms 3 „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ – „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit“ der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Republik Polen, mit der Wojewodschaft Zachodniopomorski, in den Jahren 2007 bis 2014 gefördert.

Historisches Slawenboot „Siwa Sweeti“- Der Kinder- und Jugendsport ist die tragende Säule des Vereins „Wassersport PCK Schwedt e.V.“ und hier trainieren regelmäßig 150 Kinder sowie Jugendliche. Bisher wurden zahlreiche Weltmeistertitel errungen. Der Verein unterhält intensive Verbindung zu den Partnern in Polen und unterstützt Schulen und Vereine bei der Durchführung von Sport- und Freizeitprojekten.

Die Hafenanlage bietet Platz für Motorboote, Camper und Radfahrer. Eine „Hafenbar“ empfängt täglich ab 16 Uhr Gäste, die auch hier übernachten können. Besondere Wünsche wie Betankung, Reparaturen sowie jegliche Entsorgung können realisiert werden. www.wassersport-schwedt.de

Schwedt ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort im Land Brandenburg, hier ist die Mineralölverarbeitung und Papierindustrie angesiedelt, aber auch Tabak wird angebaut.  Die PCK-Raffinerie gehört zu den besten in Europa. Sie verarbeitet jährlich 10 Millionen Tonnen Erdöl. Übrigens: Jeder zehnte Liter Benzin in Deutschland wird in Schwedt Oder produziert. www.schwedt.eu

Direkt vor den Toren der Stadt beginnt der Nationalpark „Unteres Odertal“, eine liebliche Landschaft an der Oder und diese bildet die Grenze zu Polen. Oberhalb des Flusses, quasi vor den Toren von Stettin, liegt Gryfino, das frühere Greifenhagen.

Gryfino an der Oder: Gryfino ist polnischer Partner, der die Verantwortung für die Umsetzung seiner Projektteile und ihre Nachhaltigkeit gewährleistet. „Der Schwerpunkt liegt in der Schaffung von Voraussetzungen zur Nutzung der Potenziale, verbunden mit einem gezielten Ausbau des grenzüberschreitenden Wassertourismus“, betont Henryk Pilat, Bürgermeister Gryfino.

Ein innerstädtisches Bollwerk mit einer Kaianlage wurde gebaut. Motorboote und Kanus können hier Anlegen. Aktuell erfolgt eine Sanierung der näheren Umgebung mit einer Straßenanbindung. Grünanlagen, Fußwege und Sitzgelegenheiten wurden geschaffen. Das Hafenmeisterbüro und ein Sanitärgebäude steht kurz vor seiner Eröffnung.

Motorboote und Kanus werden erwartet: Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des operationellen Programms Ziel 3 mitfinanziert. Projektpartner sind die Stadt Schwedt Oder als Lead-Partner, der die Verantwortung für das gesamte Projekt und für die Entwicklung des Wassertourismus Center in Schwedt Oder. Das finanzielle Volumenumfasst rund 6 Millionen Euro.

Die Stadt Gryfino wurde 1254 als Greifenhagen von Herzog „Barnim I.“ gegründet und gehört seit Juni 1945 zu Polen. Direkt an der Oder liegt das Sport- und Erholungszentrum „OSIR“, ein Hotel, im Verbund mit mehreren Bungalows.

„Wir verfügen über 110 Betten und bieten jede Menge Sportaktivitäten“.

Das Haus ist besonders für Gruppen gut geeignet. Am Abend wird gegrillt und polnisches Bier ist süffig. Ul. Sportowa 3, PL-74-100 Gryfino. Im Restaurant wir gute nationale Küche „Typisch Polen“ offeriert.

Das Projekt INTERREG IV A verbindet zwei Städte an der Oder. Die Stadt Gryfino, hier wohnen 31.000 Einwohner, stellt sich auf Touristen ein. www.nabrzeze.gryfino.pl

Zur noch besseren Einstimmung auf die Stadt ein Blick in das laufende TV-Programm: www.gryf.tv Ein paar Wort polnisch lernen, kann nicht schaden!

Natürlich kann die Reise nach Gryfino auch mit dem Auto erfolgen, auf der Autobahn in Richtung Stettin und oder über Mescherin, ein Dorf im Nationalpark „“Unteres Odertal“.   

Gute Reise - Szczesliwej podrózy

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ReiseTravel News: Neue Fischart im Nationalpark Unteres Odertal entdeckt

Der Schwedter Fischer Helmut Zahn fing in der vergangenen Woche einen ungewöhnlichen Fisch in der Stromoder. Es handelt sich dabei um die Schwarzmund-Grundel (Neogobius melanostomus), eine Art, die ursprünglich an den Küsten des Schwarzen Meeres zu Hause ist.

Damit hat sich die Anzahl der in der Oder registrierten Fischarten um eine weitere erhöht, die bei Experten jedoch keine Freude auslöst. Bei der Schwarzmund-Grundel handelt es sich um einen Neozoen, also um eine Art, die heute zahlreiche mitteleuropäische und nordamerikanische Gewässer besiedelt, in denen sie eigentlich nicht heimisch ist. Die Art wurde in die Liste der 100 „schlimmsten“ gebietsfremden Arten Europas aufgenommen, deren Ausbreitung mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt wird.

Die Ausbreitung der ursprünglich in der Region des Schwarzen, des Asowschen und des Kaspischen Meeres beheimateten kleinen Fischart erfolgte über das Ballastwasser der Schiffe und durch den Bau des Main-Donau Kanals. Von dort besiedelte sie unter anderem den Main, den Rhein, die Mosel und auch den Nord-Ostsee-Kanal. Nach 2010 wurde sie an der Elbe gesichtet. Auch entlang der Ostseeküste ist die Art schon weit verbreitet, sodass ein Vordringen der invasiven Art in die Oder zu erwarten war.

Welche Auswirkungen diese neu eingewanderte Art auf die heimische Fischfauna haben wird, bleibt abzuwarten. Bekannt ist, dass die stark expandierenden Osteuropäischen Grundeln als Laichräuber und Nahrungskonkurrenten aktuell erhebliche Auswirkungen auf die Ökologie des Rheins haben. Die dortigen Massenvorkommen, zu denen auch vier weitere nicht heimische Grundelarten beitragen, bringen auch die Angler um ihr Vergnügen. Wegen der zu erwartenden gewässerökologischen Auswirkungen sind die Nationalparkverwaltung (Tel. 03332 26770) und das Institut für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow (Tel. 033201 4060) für jede Fangmeldung dieser Art dankbar.

Die in der Oder gefangene Schwarzmund-Grundel ist derzeit in einem der Aquarien im Nationalparkhaus zu besichtigen. Bis zum 31. Oktober hat das Besucherzentrum täglich in der Zeit von 9 bis 18 Uhr, danach von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

 

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