Berlin

1867-2017: Schweiz feiert 150 Jahre diplomatische Vertretung in Berlin!

Jubiläumsjahr: Vor 150 Jahren beschloss die Schweiz, eine diplomatische Vertretung in Berlin zu schaffen. Im Mai 1867 traf der erste Schweizer Gesandte in Berlin ein. Seither pflegen die Schweiz und Deutschland ununterbrochen diplomatische Beziehungen. Die Geschichte der diplomatischen Vertretungen der Schweiz an den verschiedenen Standorten in Deutschland und in Berlin ist eine bewegte Geschichte.

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Die Schweizer Regierung hatte im April 1867 beschlossen, eine diplomatische Vertretung in Berlin zu schaffen. Der erste Gesandte der Eidgenossenschaft in Berlin war Joachim Heer. Als Vertreter der Schweiz sollte er sich nicht nur beim preußischen Königshof, sondern auch beim König von Bayern, dem König von Württemberg und dem Großherzog von Baden akkreditieren. Es war die erste Mehrfachakkreditierung der Schweiz überhaupt.

Nachdem der preußische König Wilhelm I. Joachim Heer am 6. Mai 1867 das Agrément erteilt und diesen zur „persona grata“ erklärt hatte, traf Heer am 15. Mai 1867 in Berlin ein und überreichte drei Tage darauf dem König das Beglaubigungsschreiben. Dieser war erfreut, weil er sich schon lange gewünscht hatte, dass die Schweiz endlich Gegenrecht üben würde. Preußen war seit dem Jahre 1805 mit einer offiziellen Gesandtschaft in der Schweiz vertreten, auch wenn die zuständigen preußischen Diplomaten zumeist keinen Wohnsitz in der Schweiz hatten. Auch die Königreiche Bayern und Württemberg hatten bereits vor 1867 diplomatische Vertretungen in der Schweiz. Zwischen 1859 und 1871 war dann ein Bevollmächtigter Minister Preußens und des Norddeutschen Bundes in Bern akkreditiert.

Tradition: Die Geschichte der Schweizer Vertretung in Deutschland ist eine bewegte Geschichte. Die Gesandtschaft in Berlin bestand bis 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg kümmerte sich die Heimschaffungsdelegation um rückkehrwillige Schweizer und die in Berlin ansässigen Landsleute. Die diplomatische Vertretung wurde 1949 in Bonn (Vertretung in der BRD) eingerichtet und war von 1951-1977 zwischenzeitlich in Köln angesiedelt, danach bis 1999 wieder in Bonn. Die Schweiz errichtete 1973 auch in der DDR eine Botschaft.

Seit 1999 ist die Schweizerische Botschaft am Spreebogen in Berlin zu Hause. Die Schweiz kaufte das Gebäude vor knapp 100 Jahren (1919). Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das im Spreebogen gelegene Alsenviertel praktisch vollständig zerstört, das Gebäude der Schweizer Vertretung überstand diese Zeit bemerkenswerterweise nahezu unbeschadet. Nach dem Krieg stand es in unmittelbarer Nähe zur Mauer und damit als einsamer Monolith im Niemandsland. In dieser Zeit versuchte die Schweiz mehrmals erfolglos, das Gebäude an dem damals unattraktiven Standort zu verkaufen. Erst nach der Wiedervereinigung und dem Entscheid der Bundesregierung, Berlin wieder zur Hauptstadt zu machen, kam wieder Leben in das Umfeld der Botschaft.

Über konsularische Vertretungen verfügte die Schweiz in Bremen, Hamburg und Leipzig bereits vor 1867. Als der moderne Bundesstaat 1848 entstand, verfügte die Schweiz über zwei diplomatische Vertretungen: In Paris und in Wien, danach folgten Turin und Florenz. Zum 150-jährigen Jubiläum der Vertretung in Berlin veröffentlicht die Botschaft in Deutschland eine Broschüre.

Schweizerische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Otto-von-Bismarck-Allee 4 A, D-10557 Berlin, www.eda.admin.ch/berlin

Von Esther Neuhaus.

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