Tirana

Land im Wandel

Albanien hat eine wechselhafte Geschichte, geprägt von Fremdherrschaft und Selbständigkeit, von Freiheit und Unterdrückung, von Wohlstand und Armut. Mit dem Zusammenbruch des Kommunismus hat sich auch für Albanien wieder die Zeit neuer Perspektiven eröffnet. Albanien ist wieder in Europa angekommen.

Der Name Albanien leitet sich vom lateinischen Begriff „albus“ (weiß) ab - Land der weißen Berge. Nach der heimischen Bezeichnung nennt sich das Land „Shqiperia - Land der Adler“ (Skiftereve, Skipetareve). Sein heutiger offizieller Name lautet „Republika e Shqiperise“ (Republik von Albanien). Offizielle Sprache ist albanisch. Rund 3,2 Millionen Einwohner zählt Albanien. Die Landesfläche von Albanien beträgt 28.748 km². Dies entspricht in etwa der Größe Nordrhein-Westfalens.

Bis etwa 1.200 v. Chr. war das Land unter byzantinischer Herrschaft. In der Zeit von 1100 – 450 v. Chr. siedelten sich im heutigen Albanien die ersten illyrischen Stämme an, Griechen kolonisierten das Land im 7. Jahrhundert v. Chr., 350 v. Chr. wird das unabhängige Königreich Illyrien erwähnt. Ab 30 v. Chr. haben die Römer das Land besetzt und später die Provinz Illyricum geschaffen. Ab 1347 n. Chr. wird Albanien Teil des serbischen Reichs unter Zar Dusan. Von 1443 an war das Land für 35 Jahre unabhängig. Eine besondere Rolle spielte dabei der albanische Nationalheld Skanderbeg (verstorben 1468). Ab 1478 befand sich Albanien unter osmanischer Herrschaft.

Im Jahre 1912 erhielt Albanien seine Unabhängigkeit in der neuesten europäischen Geschichte. Allerdings verbleiben viele Gebiete mit albanischer Bevölkerung bei Serbien, dem Kosovo, Makedonien und bei Griechenland.

1920 wird Tirana die Hauptstadt Albaniens. Das Land wird im Völkerbund aufgenommen. 1939 wird das Land von Italien besetzt und völkerrechtlich vom italienischen König vertreten. Im Jahre 1942 entsteht die albanische Befreiungsfront. Deutsche Truppen besetzen das Land 1943 nach der Kapitulation Italiens.

Enver Hoxha proklamiert 1946 die Volksrepublik Albanien, zunächst stalinistisch geprägt und ab 1961 an der Politik der Volksrepublik China orientiert. Nach dem Bruch mit der VR China gerät Albanien ab 1978 in völlige Isolierung. Erst mit dem Sturz des Regimes 1992 beginnt eine Politik der Öffnung. Diese wird jedoch bis 2002 von Bürgerkrieg und wirtschaftlichem Zusammenbruch wegen betrügerischer Investmentfonds („Pilotenspiel“) geprägt.

Ab 2002 wird die erste demokratisch legitimierte Regierung gebildet. Albanien ist nach der Verfassung eine parlamentarische Republik, ein demokratischer Rechtsstaat auf der Grundlage von Pluralismus und Gewaltenteilung. Die Verfassung garantiert u. a. die Presse- und Religionsfreiheit, die Gleichberechtigung ethnischer Minderheiten, den Schutz der Menschenrechte sowie die Marktwirtschaft. Höchstes Gesetzgebungsorgan ist die Volksversammlung (Kuvendi Popullor), der die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz zusteht. Die Volksversammlung ist ein Ein-Kammer-Parlament. Das Parlament umfasst 140 Abgeordnete. Die Legislaturperiode beträgt vier Jahre. Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident. Er wird vom Parlament in geheimer Wahl mit Dreifünftelmehrheit auf fünf Jahre gewählt. Zwei Amtszeiten sind möglich. Er ist Oberkommandierender der Armee und beruft den Ministerpräsidenten. Die Minister werden vom Staatspräsidenten auf Empfehlung des Ministerpräsidenten berufen. Die Berufung der Ministerpräsidenten und die Zusammensetzung der Regierung müssen vom Parlament gebilligt werden.

Albanien ist seit dem 01. April 2009 Mitglied der NATO. Seit Weihnachten 2010 können Bürger Albaniens ohne einen Antrag auf Erteilung eines Visums in die Mitgliedsländer der Europäischen Union reisen. EU-Bürger benötigen für Reisen nach Albanien lediglich einen gültigen Personalausweis.

Wirtschaft: Der Regierung ist es gelungen, die politische Lage zu stabilisieren, die öffentlichen Institutionen zu stärken und auf einen Weg des schnellen wirtschaftlichen Wachstums einzuschwenken. Seit Beginn des Transformationsprozesses Anfang der 1990er Jahre ist die Mitgliedschaft Albaniens in der EU das ausdrückliche Ziel der Bevölkerung und das politische Ziel der Regierung. Die erfolgreiche Umsetzung der Reformen in Wirtschaft und Verwaltung bringt solide staatliche Institutionen hervor. Albanien ist eine funktionierende Demokratie mit einer freiheitlichen und demokratischen Verfassung. Das 2007 unterzeichnete Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen ist am 1. April 2009 in Kraft getreten. Im März 2009 hat die albanische Regierung in Brüssel den Beitrittsantrag zur Europäischen Union eingereicht. Der Evaluierungsprozess dient der Feststellung der Eignung Albaniens in Mitgliedschaftsverhandlungen eintreten zu können. Das Bruttoinlandsprodukt ist in den vergangenen Jahren mit beachtlichen Wachstumsraten gestiegen. Bis 2008 stieg das Bruttoinlandsprodukt jahresdurchschnittlich um rund 5 bis 6 Prozent. Auch in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise steigt das Bruttoinlandsprodukt 2009 um wenigstens 0,4 Prozent nach Prognose des Internationalen Währungsfonds. Für 2009 wird ein Anstieg von rund 2 Prozent erwartet. Der Wechselkurs beträgt rund 132 Lek für 1 Euro.

Tourismus: Lieben Sie Geheimnisse und Abenteuer, das besondere Kribbeln auf der Haut? Wollen Sie Außer-gewöhnliches erleben, Neues ausprobieren und sich dennoch erholen und Spaß haben? Dann sind Sie hier genau richtig! Berge, Strand, Kultur, Herzlichkeit, Abenteuer und schmackhaftes Essen warten auf Sie – das letzte Geheimnis Europas gilt es zu entdecken! Ein Basisprogramm macht Sie mit diesem wundervollen Land in Europa vertraut. Zusatzmodule ergänzen dann das Angebot; diese können jedoch auch als Einzelprogramme ohne das Basisprogramm gebucht werden. Im modernen Jets von Deutschland, Österreich oder der Schweiz aus in die albanische Hauptstadt Tirana fliegen. Dort wird der Gast dann von fachkundigen Servicemitarbeitern erwartet und während des Aufenthalts betreut.

Von Sven Genschow, Olaf Wiehle.

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