![]() | ![]() | ![]() | Rust | Traumatica - Marc Terenzi kehrt zum Horror zurück | ![]() |
Bei der Vorpremiere von „Traumatica“ im Europa-Park wird der Sänger zum Rückkehrer und erlebt eine Horrorwelt, die größer und spektakulärer ist als je zuvor
Dunkelheit, Nebel und plötzlich ein Schrei: Ein Schatten huscht vorbei, irgendwo knarrt eine Tür. Dann ist da dieses Gesicht, das eben noch nicht da war. Der Europa-Park Rust ist wieder im Halloween-Modus. Bei „Traumatica“ ist die Grenze zwischen Zuschauer und Darsteller schnell verschwunden. Einer, der den Horror in Rust von Anfang an kennt, ist Marc Terenzi. Bei der Vorpremiere zur neuen Saison kehrt er an einen Ort zurück, mit dem ein wichtiges Kapitel seiner eigenen Geschichte verbunden ist.
Terenzi war einst gemeinsam mit Europa-Park-Gesellschafter Michael Mack an der Entwicklung der „Terenzi Horror Nights“ beteiligt. Aus der damaligen Idee ist über die Jahre „Traumatica“ entstanden. Eine aufwendig inszenierte Horrorwelt, die heute fest zur Halloween-Saison des Europa-Parks gehört.
Nun steht Terenzi wieder mittendrin. Zum Zehnjährigen. Nicht als einer der Künstler auf einer klassischen Bühne – oder doch auch - sondern als Besucher und Kenner der Szene. Er schaut genau hin. Und er weiß, wie viel Arbeit hinter einem überzeugenden Horror-Erlebnis steckt.
Sein Urteil nach dem Rundgang durch die Horrorensembles fällt entsprechend deutlich aus: „Sehr gut gemacht.“ Kurz darauf legt er nach: „Perfekt. Jede Attraktion ist einzigartig.“
Tatsächlich wartet hinter jeder Ecke eine andere Welt. In „Wakala’s Wonderland“ kippt eine zunächst bunte Umgebung ins Unheimliche. „Day 1“ führt in eine Welt nach dem Ausbruch einer Apokalypse. „THE HOTEL“ macht die Besucher selbst zu einem Teil der Geschichte. Dazu kommen Irrgärten und weitere Bereiche, in denen man schnell die Orientierung verliert.
Besonders beeindruckt Terenzi die Arbeit der Darsteller. Sie lauern in der Dunkelheit, tauchen unvermittelt auf und bleiben nicht einfach auf einer Bühne stehen. Sie bewegen sich mitten durch das Geschehen und machen die Besucher zu Beteiligten. Auch beim Make-up wird nichts dem Zufall überlassen. Aus den Typen werden Monster, Zombies und andere düstere Gestalten.
Doch „Traumatica“ lebt nicht allein von seinen Horrorhäusern. Kulissen, Licht, Musik, Laser und Spezialeffekte schaffen eine Atmosphäre, in der ständig etwas passieren kann. Nebel zieht über das Gelände, Stroboskopblitze schneiden durch die Dunkelheit. Geräusche kommen aus verschiedenen Richtungen. Ein Moment scheint ruhig. Bis plötzlich wieder etwas geschieht.
Gerade diese Mischung macht den Reiz aus. Wer durch die Horrorwelt läuft, kann sich nicht einfach zurücklehnen. Man weiß nie, ob hinter der nächsten Ecke ein Darsteller wartet, ob ein Geräusch nur Teil der Inszenierung ist oder ob gleich der nächste Schreckmoment folgt.
Auch die Shows gehören zum Gesamterlebnis. Bühne, Musik, Akrobatik, Licht und düstere Inszenierungen verschmelzen zu einem großen Halloween-Spektakel. „Traumatica“ will nicht nur erschrecken, sondern eine eigene Welt schaffen. Und das möglichst intensiv.
Für Terenzi ist die Rückkehr deshalb auch eine Reise zurück zu den Anfängen. Er hat erlebt, wie aus einer Idee ein großes Halloween-Erlebnis wurde. Heute präsentiert sich „Traumatica“ technisch aufwendiger und größer als damals.
Und Terenzi selbst ist der Unterhaltungsbranche treu geblieben. Seine Karriere begann mit der Boyband „Natural“, später folgten eine Solokarriere, Auftritte im Fernsehen und zahlreiche weitere Projekte. Inzwischen lebt der Musiker überwiegend auf Mallorca und betreibt dort unter anderem eine Eisdiele. Ganz verabschiedet hat er sich von der Bühne allerdings nicht.
Bei der Jubiläumssaison von „Traumatica“ ist er nun erneut in Rust zu erleben. Im „Vampire’s Club“ wird Terenzi an den ersten beiden Veranstaltungswochenenden auftreten: Passend zu einer Nacht, in der selbst ein alter Horror-Hase noch einmal staunen kann.
Denn wer „Traumatica“ besucht, sollte sich auf eines einstellen: Der Abend endet nicht mit dem Betreten des ersten Horrorhauses. Er beginnt dort erst richtig. Und irgendwo in der Dunkelheit wartet garantiert schon das nächste Monster.
Das abendliche Spektakel, nebst Horror auf dem Eis, dauert noch bis 7. November. Ein Ticket kostet 49 Euro. Für alle, die keine Zeit verlieren möchten, gibt es den Shoxter Pass. Der kostet dann allerdings 96 Euro. Dafür geht’s schnurstracks an den Warteschlangen vorbei.
Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Helmut Kunz
Unser Autor wohnt in Weiden.
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