Berlin

Fußballspiel der Prominenten

Fußball entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Großbritannien: Heute ist diese Sportart weltweit verbreitet und immer spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Das weiß doch jedes Kind. Fußball ist beliebt und fast jedes Kind möchte „Fußball-Star“ werden.

Wenn eine Mannschaft spielt – so oder so – reden fast alle Zuschauer rein: Haben eine andere Meinung und jeder ist der bessere Trainer.

Spielen wir gegen die Prominenz: Unter Prominenten oder auch Promis verstehen wir Menschen, wie Entertainer, Schauspieler, auch Spitzensportler sowie Personen aus Politik und Wirtschaft.

Oft steht ein Prominenten-Fußballspiel auf dem Plan, mit einem oder mehreren Stars und die spielen dann in aller Regel gegen eine ganz „normale“ Mannschaft. Ja, das kann man machen! 

Action pur und Tor - Fußballspiel der Prominenten im Stadion Weißwasser mit 20.000 Zuschauern

Fußballspiel der Prominenten im Stadion Weißwasser mit 20.000 Zuschauern

Mike von MTS, Herbert Küttner Sportreporter, Waldemar Cierpinski 2fache Marathon Olympiasieger, Lothar Thoms Rad Olympiasieger, Norbert Haupt UEFA Schiedsrichter (v.l.n.r. - Foto Wolfgang Behrendt Olympiasieger Boxen)

Historie & Memories hat nachgefragt, in Archiven gestöbert und wurde fündig zum Thema: Fußballspiel mit Prominenten 

Am Beginn: Bericht aus der Lausitzer Rundschau vom 2. Juni 1986:

Zehntausend erlebten gestern im Stadion der Freundschaft: Eine spritzige Mischung aus Sport und Musik

„LR-Sportarena ´86“ feierte erfolgreiche Pressefest-Premiere - Live-Übertragung von der Fußball-WM nach Cottbus - Schlagersänger Achim Mentzel entpuppte sich als gefürchteter Torjäger

Das hat es im Cottbuser „Stadion der Freundschaft“ noch nicht gege­ben: Drei Stunden lang ein Feuer­werk von sportlichen und kulturellen Darbietungen mit einer großen Schar Prominenter aus beiden Me­tiers vor zehntausend Zuschau­ern, die das Gebotene mit viel Bei­fall honorierten.

Die Sportschau des DTSB aus Leipzig zeigte Ausschnitte aus ihrem Programm,  Fallschirmspringer schwebten ins Stadion, Oldtimer und Motorradkunstfahrer drehten ihre Runden. Die Sportreporter-Mannschaft des Rundfunks der DDR, Herbert Küttner, Klaus-Jürgen Alde und Wolfgang Hanff, hatte viele prominente Gesprächspartner wie beispielsweise Christine Trettin-Errath, die die Zuschauer mit einer zünftigen Popgymnastik unterhielt, Vater Klaus Ampler und seinen erfolgreichen Sohn Uwe sowie die Cottbuser Ex-Weltmeister Volker Winkler, Bernd Drogan und Lothar Thoms.

Riesenjubel empfing im Stadion den Doppel-Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski, der mit drei­hundert Meilenläufern der Stadt Cottbus zur Sportarena gekommen war.

Ein Höhepunkt war ein Fußballspiel zwischen einer LR-Auswahl und einer Künstlermannschaft in der u. a. Frank Schöbel, Achim Mentzel, Lippi, Beppo Küster und Herbert Käfer standen. 3 : 3 stand es nach regulärer Spielzeit von 2 mal 10 Minuten und 11 : 11 nach einem zünftigen Elfmeterschießen.

Live von der Fußball-WM in Mexiko wünschte Sportreporter Wolfgang Hempel der Energie-Mannschaft toi, toi, toi für das letzte Liga-Punktspiel. Alles in allem eine bunte Schau, die Zu­schauern und Mitwirkenden viel Spaß gemacht hat.

Wolfgang von der Burg 

Fußballspiel mit ProminentenUnd wie war das nun im Detail, wer wirkte damals mit, wer spielte Fußball? 

Gerald H. Ueberscher (l.) mit "Fußball Doktor" Wolfgang Hempel: Tor!

„LR Sportarena ´86“

Sonntag, 1. Juni 1986 von 10 bis 13 Uhr Stadion der Freundschaft Energie Cottbus

Mitwirkende:

Herbert Küttner                          Sportreporter Radio DDR

Klaus-Jürgen Alde                        Sportreporter Radio DDR

Wolfgang Hanff                           Sportreporter Radio DDR

Mannschaft Künstler:

Peter Skodowski                         Opernsänger

Achim Mentzel                            Entertainer

Herbert Köfer                             TV Schauspieler

Lippi Wolfgang Lippert                  Sänger

Beppo Küster                              Entertainer

Frank Schöbel                            Entertainer

Rolf Henning                               Music Manager

Dieter Wallenberg                        Band-Leader Report Cottbus

Eberhard Henn                            GES Gesang Cottbus

Lutz Hoff                                    Moderator „Schätzen Sie mal?“

Peter Niedziella                           Moderator „Musikalische Luftfracht“

Arnulf Wenning                           Pop Sänger

Trainer: Dieter Frenzel                Kapitän der Nationalmannschaft Eishockey

Mannschaft Redakteure               Lausitzer Rundschau und die Sportler:

Lothar Thoms                             Rad Weltmeister

Bernd Drogan                             Rad Weltmeister

Volker Winkler                            Rad Weltmeister      

Schiedsrichter:

Norbert Haupt                            FIFA Internationaler Schiedsrichter

Peter Slabke                              Verdienter Meister des Sports  

Anstoß des Spieles:                    Helga Hahnemann Entertainerin  

In der Halbzeitpause: Schaltung nach Mexiko zur Fußball WM - Interview mit Wolfgang Hampel Sportreporter Radio DDR und Bernd Stange Trainer der DDR Nationalmannschaft 

Weitere Mitwirkende:

Waldemar Czierpinski                  2maliger Marathon Olympiasieger

+ 300 Meilenläufer                       Amateursportler aus Cottbus

Reinhard Mirmseker                     Moderator Radio DDR

Wolfgang Behrendt                      1. Olympiasieger der DDR Boxen

Uli Schwinge                               Sänger

Barbara Harzbecker                     Weltmeister im Fallschirmspringer

Bernd Wiesner                            Weltmeister im Fallschirmspringer

Christine Errath-Trettin                Welt und Europa Meisterin Eiskunstlauf

Rüdiger Helm                              Kanu Olympiasieger

Klaus Ampler                              Friedensfahrtsieger 1985

Uwe Ampler                               Friedensfahrtsieger 1963

Sportensemble DDR Sportschau  Akrobatik

Oxygen 3                                   Showtanz

Berlin Sextett                             Band

K Wagen                                    Auto

Oldtimer Autos Cottbus               Autoparade

Joachim Schröpfer                      Cottbuser Postkutscher

GST Flugsport                            Fallschirmspringer 1x 6 + 1x 10 Springer  

Alle Mitwirkende vereinten sich zum Finale als LR-Chor und interpretierten den neuen Song von Wilhelm Hampel Text und Musik Ulli Kaden:

Richt'ge Männer wie wir

Fußballspiel mit ProminentenRicht’ge Männer wie wir,

hab'n das Spiel fest im Griff!

Und kaum sehn wir ein Foul,

schon ertönt unser Pfiff. 

Richt’ge Männer wie wir

trotzen Regen und Wind.

Wir sind fair bis zum Schluss –

ganz egal, wer gewinnt! 

A Mit dem Ball läuft man mit.

Das stählt die Waden und das hält uns fit! 

B  Wir gestehen es ein:

Nichts ist so schön,

wie ein "Schieri" zu sein. 

Fehlt im Ausland auch mal

uns das passende Wort,

zieh'n wir GELB oder ROT,

das versteht man sofort. 

Doch zu Hause, da ist

unser Pfiff nicht gefragt.

Denn zu Hause geschieht

nur was Mutti uns sagt!

(Orchester)

Richt’ge Männer wie wir,

hab'n das Spiel fest im Griff.

Und kaum sehn wir ein Foul,

schon ertönt unser Pfiff. 

Ist das Spiel dann vorbei,

das verraten wir hier:

Trinken Männer wie wir,

richt'ge Männer wie wir,

auch mal ein, zwei, drei, vier Bier ...l 

Fußballspiel der Prominenten

Fußballspiel mit Prominenten

Bitte ein Tor: Gerhard Vontra, Wolfgang Hanff, Waldemar Czierpinski, Beppo Küster, Achim Menzel (l.) - Regisseur Gerald H. Ueberscher, „Sport Doktor“ Wolfgang Hempel (Foto Wolfgang Behrendt)   

„LR Sportarena ´86“ War ein super Spektakel und ein riesiger Erfolg: Zu einem Spiel gehören 22 Spieler, plus Schiedsrichter, Trainer und noch ein paar weitere Akteure und die sind dann für 90 Minuten auf dem Grünen Rasen. Bei diversen Spitzenmannschaften kommt Jubel auf und bei jedem gefallenen Tor: Bravorufe! 

„Beim Fußballspiel der Prominenten wollten wir dies alles exorbitant steigern und übertreffen“, erinnert sich Gerald H. Ueberscher im ReiseTravel Gespräch.

Er muss es wissen, war er doch Redakteur und Regisseur zahlreicher Events und dies in facettenreicher Form. Das Fußballspiel der Prominenten war nur ein Thema: „Neptunfest“ in Landsberg oder Weißenfels, „Sport-Arena“ in Dessau, „Eis-Gala Dresden“ und zahlreiche weitere Themen standen auf seinen Programmen. 

Wie erfolgte der Start?

Anfangs im Jahre 1975 gab es noch enorme Probleme mit den Sportfunktionären. So wurde der Titel „Eis-Gala Dresden“ abgelehnt, daraus wurde: „Wo sich Sport und Kunst die Hände reichen“. Damals gab es bei so manchem Funktionär noch kein Verständnis: Bei uns gibt es keinen Profisport!“

Am 25. Mai 1975 wurde diese „Premiere“ in der Eissporthalle Dresden ein enormer Erfolg. Die inhaltliche Palette reichte von einer Pelzmodenschau auf dem Eis, über Artisten bis hin zum Höhepunkt: Eissterne Dresden - mit zahlreichen Spitzen Eiskunstläufern und natürlich dem Nachwuchs. Im Finale sangen alle Mitwirkenden den extra geschaffenen Titel: Pentacon! Blende auf zum zwölften Mal. 

Wie ging es weiter?

In den folgenden Jahren änderte sich diese sportpolitische Meinung etwas und ich konnte dann in die Offensive gehen. Dennoch wollte ich keinen Profi-Sport. Ich kannte persönlich sehr viele aktive Sportler und das waren immer und jederzeit normale Menschen, die auch Freude am Leben hatten und Spaß verstanden.

Im März 1981 wurde in Berlin das SEZ – Sport- und Erholungs-Zentrum eröffnet. Hier konnte ich unterschiedliche Programme mit den damaligen Spitzensportlern, auf dem Eis, in der Halle und im Wasser, inszenieren. Noch später, 1986, erarbeitete ich zur Eröffnung der „größten Eislaufhalle der Welt“, in Berlin Hohenschönhausen, mit den damals „populärsten Spitzensportlern auf dem Eis“ ein Show-Programm. Alle „Eis-Stars“ traten im Programm auf, auch Katharina Witt. Die gesammelten Erfahrungen aus diesen „Shows“ bildeten für mich dann auch den Übergang zu den Fußballspielen.

Wesentlichste Grundlage einer solch enorm großen Sport-Show ist immer eine entsprechend geeignete Idee und diese muss auch realistisch umsetzbar sein. Zuerst einen Produzenten finden und dann die vorgesehenen Stars von der Notwendigkeit ihrer Mitwirkung überzeugen.

In aller Regel bildete ein kulturelles Ereignis vor Ort den geeigneten Background. Diese „Festveranstaltungen“ oft über mehrere Tage gaben den Weg frei, für solch ein Sport-Event. Dazu wurden diverse Volksfeste, Betriebsfestspiele oder die populären Heimatfeste genutzt. Hier traten ja, bei einer guten Planung, viele Mitwirkende aus allen Genres auf. Daraus sollten beispielsweise „Prominenten-Fußballer“ akquiriert werden. Diese Mitwirkenden mussten vom Veranstalter auch bezahlt werden, das war natürlich nicht überall in allen Orten jederzeit möglich. Natürlich spielten deshalb die Finanzen eine nicht unwesentliche Rolle. Da zu solchem Event in aller Regel das örtliche Stadion als „Bühne“ genutzt wurde, fanden hier immer weit über zehntausend Zuschauer Platz und die bezahlten Eintritt. 

Bei einem Fußballspiel der Prominenten lautete mein Ziel: Nicht nur elf Prominente gegen eine örtliche Mannschaft. Ich wollte gleich 22 Künstler, Sportler und Prominente vereinen und diese unter den damals populärsten Schiedsrichter auf das Spielfeld einlaufen zu lassen. Es hat sehr gut funktioniert!  

Welche „Probleme“ ergaben sich?

Vor dem ersten Fußballspiel der Prominenten gab es jede Menge Diskussionsbedarf. Dies betraf weniger die örtlichen Produzenten, die wollten immer so ein Event. Facettenreiche Mitwirkende, populäre Stars aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Ja das war es, man konnte sich schmücken. Und vor allem, das kam beim Zuschauer super an. Nicht zu vergessen, die anschließende Autogrammstunde.

Vor dem allerersten Promi-Spiel ergaben sich mit den von mir vorgesehenen Akteuren intensive Gespräche. Diese populären Künstler, Pop-Stars oder solche aus der Rock-Szene, bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Menschen aus Kunst, Wissenschaft, Politik und auch der 1. Kosmonaut war darunter. Personen mit Erfolgen in ihrer beruflichen Tätigkeit, alle hatten einen guten Job, es waren gestandene Persönlichkeiten. Sie standen ihren Mann oder Frau, hatten Erfolg, waren bekannt und geachtet. Aber es waren keine Fußballer!

Wer noch nie in seinem Leben, rein ganz persönlich, auf dem „Grünen Rasen“ eines so enorm großen Stadions gestanden hat, geschweige eingelaufen ist, nun ja, hat logischer Weise auch etwas Bammel: „Ich bin kein Fußballer“, „So ein riesiges Stadion. Nein“, „Das habe ich noch nie gemacht!“ Diese Antworten waren und sind völlig normal: Manche hatten auch Sorge, sich zu blamieren.

Hier setzte meine Arbeit ein: Als Redakteur, um alle inhaltlichen Belange, die im Rahmen einer solchen Mitwirkung relevant sind abzuklären, und als Regisseur - wie wir diesen Auftritt gemeinsam und mit Erfolg in Szene setzen.

Künstler oder Sportler wünschen sich, ihre Spur zu hinterlassen. Seht, was ich vollbracht habe. Dies war auch mein Ansatz im ersten Gespräch. Übrigens auch später während des aktiven Spiels, um seine enormen sportlichen Aktivitäten etwas abzubremsen. Von den auf den Rasen agierenden Prominenten war so mancher bereits über 70 Jahre alt. Aber alle waren immer sehr agil!

Probleme gibt es im Leben immer und auch in einer solchen Show. So setzten wir mehrfach Fugzeuge ein und auch Fallschirmspringer landeten punktgenau im Stadion. Die Springer sollten während des Falles das Geschehen kommentieren. Das war nicht nur ein technisches Problem: Exakte Absprachen und genaues Timing waren erforderlich. Ebenso beim Einsatz von Feuerwehren oder Autos, selbst mit Pferdekutschen wurde gearbeitet. Alles lösbare Aufgaben, dafür ist man ja Redakteur und Regisseur und verfügt über ein Team.  

Wie war der „interne“ Ablauf?

Ein Fußballspiel der Prominenten oder eine ähnlich geartete „Sport-Show“ im Wasser, auf dem Eis oder einer Radrennbahn wurde in Absprache mit den Produzenten auf rund drei Stunden Dauer festgelegt. Dies ist auch ein geeigneter Zeitrahmen für den Zuschauer und hinterher soll es ja auch noch Autogramme geben. Das eigentliche Fußballspiel wurde auf zwei mal 15 Minuten, mit einer Pause und anschließenden Elfmeter-Schießen, fixiert. Obwohl diese Zeit, bei so vielen Mitwirkenden, doch recht kurz war, hätten wir eigentlich immer länger machen sollen. Zum längeren Spiel fehlte einfach die Zeit.

Jeder einzelne „Spieler“ wurde zu seiner Person und Genre allseitig vorgestellt. Bereits hier zeigte sich, wie gut der jeweilige Akteur war. Wer zum Beispiel als allererster vorgestellt wurde, musste dann aber auch in den folgenden Stunden aktiv bleiben.

In solcher Art öffentlicher Veranstaltung sieht der Zuschauer alles, kann er doch das komplette Areal überblicken. Kein mitwirkender Akteur kann sich drücken oder eine Pause machen. Alle machten mit, waren voller Eifer dabei. 

Bitte ein paar Details?

Wichtiger Aspekt sind immer die Moderatoren oder eben Ansager. Diese Reporter kamen vom Radio oder TV und waren beim Publikum – zumindest immer von der Stimme her – sehr populär. Sie mussten alle Akteure intensiv kennen und kommentierten Nonstop das Geschehen. Dabei wurde auch das Publikum einbezogen: Mitten an der Traverse eine Umfrage unter den Zuschauern und vieles andere mehr. Auch hatten die Zuschauer solch ein Sport-Spektakel in aller Regel noch nie selbst erlebt. Sie waren fasziniert!

Dann trat ein, was in jedem Fußballspiel völlig normal ist: der agierende Prominente fühlt sich angespornt, er will selbst an die Spitze und ein eigenes Tor schießen, von den Zuschauern bejubelt werden. Tor! Alles normal.

Aber mein Ziel lautete: Eine Spitzen-Veranstaltung, ein Event und ein Erlebnis für die Zuschauer gestalten: Wir wollten ein Happening!

Tore, ja, auf alle Fälle und möglichst viele davon. Aber keine Sieger: Ein unentschieden sollte immer der Endstand sein. Das hätte sonst jede Menge „interne“ Probleme gegeben. So konnte nach dem Spiel einfach jeder Akteur diskutieren: „Wenn ich gedurft hätte, nicht vom Regisseur gebremst wurden wäre!“

The Show must go on: Wir wollten ein Elfmeter schießen. Dann war der Endstand nicht relevant. Nur das Publikum sollte erfreut werden.

Oft spielte der Entertainer Achim Mentzel mit. Wir hatten immer vereinbart, er soll sich den Ball in die Hand nehmen, ausreißen und eine Stadion-Runde laufen. Das war jedes Mal ein Gaudi und die Zuschauer waren über dessen sportlichen Laufleistungen erstaunt.

Wolfgang Behrendt, 1. Olympiasieger im Boxen, war Fotograf. Er spielte natürlich mit und rief dann plötzlich Stopp: Für ein Foto, mit enormen Lachern verbunden. Tore schossen auch Klaus Ampler Friedensfahrtsieger 1963 sowie sein Sohn Uwe Ampler Friedensfahrtsieger 1985 – plötzlich mit dem Rad. Ja das kam an. Ebenso die zahlreichen anderen Spitzensportler. Alle waren in ihrem Fußball-Element!  

Emotional stark war immer der Auftritt von Waldemar Czierpinski. Als zweimaliger Marathon Olympiasieger war er der absolute Mega-Star und wurde bei jeder Ballberührung angefeuert: Waldemar, nennen Sie ihre Kinder Waldemar!

Überhaupt: Alle mitwirkenden Akteure waren immer einsame Spitze. Jeder wollte ein eigenes Tor machen: Aber als „Macher“ musste ich oft eingreifen. Es sollte ja in der normalen Spielzeit ein Unentschieden werden. Wir wollten ein Elfmeterschießen erreichen. Solche Art direkte „Eingriffe“ führten natürlich auch zu Beifall und Lachern. Man sollte auch über sich selbst lachen können.

So mancher Produzent hatte für die Akteure extra ein Shirt anfertigen lassen, das waren natürlich sehr begehrte Souvenirs und immer wurden Fotos geschossen. Bei so manchen Beteiligten hängen diese Motive noch heute an der Wand.

Der Textautor Wilhelm Hampel schrieb einen Titel und dieser Song wurde von Ulli Kaden vertont. Diese Sport-Shows boten jedem Mitwirkenden breit gefächerte Möglichkeiten zur Präsentation und Erkundung der eigenen, persönlichen kreativen Entfaltung. Viele haben diese Chance für sich genutzt.  

Hat jeder Star mitgespielt?

Ja. Mein Ziel lautete immer: Perfektion in der Show, Erfolge beim Publikum. Zum direkten Spiel setzte ich nicht alle Mitwirkende ein. Gab es doch noch andere Aufgaben: Selbst zum Anstoß des Spieles fand sich ein Promi!

Riesigen Erfolg erntete Helga Hahnemann, die damals populärste Entertainerin. In Cottbus spielte sie doch tatsächlich mit dem Fußball und lief damit ein paar Meter. Sigmund Jähn, Kosmonaut und Erster Deutscher im All, gab den Anstoß in Landsberg und das als General in voller Uniform: „Gerald, warum hast Du mir das nicht vorher gesagt. Ich hätte hier sehr gern selbst mit gespielt“. Oder in Weißwasser, da war es Beata Karda, eine beliebte Pop-Sängerin aus Ungarn.

War es doch für alle Agierenden – auch die nicht aktiv mitspielten – eine Erlebnis, verbunden mit nachhaltigen Eindrücken.  

Ihr Fazit?

Jedes einzelne Fußballspiel der Prominenten und jede folgende Sport-Show wurde noch perfekter. Die Synthese zwischen agierenden Pop-Stars, Künstlern, prominenten Spitzensportlern sowie bekannten Vertretern aus unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Lebens wurden von den vielen tausenden Zuschauern sehr gut aufgenommen. Wir hatten immer Erfolg!  

Vielen Dank - Nun blättern wir weiter im Archiv:  

Berlin gilt als die Geburtsstadt des deutschen Eishockey: Als die Ka­nadi­er 1985 mit dem Bau ihrer Olympia-Halle in Cal­gary be­gan­nen, waren die Ar­beit­en an der „Größten Eissporthalle“ in Ber­lin Hohenschönhausen fast beendet. Dank der großen Er­folge der DDR-Eissportler ent­s­tand diese Halle in Berlin. Diese Halle wurde von einer Firma aus Prag gebaut. Lange galt die Halle als der „größte Kühlschrank Europas”. Nach erfolgter „Einweihung“ folgte im November 1986 der erste Weltcup.

Diese Halle dient zur Nutzung für alle Eissportarten und verfügt über Plätze für tausende von Zuschauern. Das Publikum sitzt und kann das Geschehen nur passiv verfolgen. Zwei große Eisbahnen und eine Innenfläche für Eishockey galt es zu bespielen. Kurz vor der Eröffnung standen noch zwei flexible Baukräne auf dem Eisareal, auch diese Technik wurde in das Programm integriert. Ein Höhepunkt wurde ein gemeinsamer Auftritt: Gleichzeitig agierten Eiskunstläufer, Eishockeyspieler, Eisschnellläufer, Artisten und Entertainer. Ein super Erfolg!

Inszeniert wurde eine Show auf dem Eis:

Wir gratulieren – Festliches Sportprogramm zur Eröffnung der Eissporthalle

Donnerstag 2. Oktober 1986 15.00 Uhr, Berlin, Konrad Wolf Straße

Mitwirkende:

Christine Trettin-Errath                Conference – Weltmeisterin Eiskunstlauf

Reinhard Mirmseker                      Conference – Juror Eiskunstlauf

Sportler:

Uwe-Jens May                            Olympia Sieger

Katharina Witt                            Olympiasiegerin Eiskunstlauf

Dieter Frenzel                             Kapitän DDR Eishockey Nationalmannschaft

Sabine Becker                            Olympiasiegerin

Angelika Stahnke                        Eisschnellläufer

André Hofmann                           Eisschnellläufer

Eiskunst-Nachwuchs                    8 Paare

Kathrin Kanitz + Tobias Schröder    Meisterpaare Eiskunstlauf

Mandy Hannebauer + Marne Kreft

Peggy Schwarz + Alexander König

Nils Köpp                                   Eiskunstlauf-Meister

Künstler:

Beppo Küster                              Entertainer

Modeexpress Berlin                      Mode-Show

Manea ben Abdul                        Feuerspiele

Sandos & Co                              Kraftjongleure

Frank Cerry                               Tanzende Teller und Ein-Rad

Kaskadeure der DEFA                   Stunt-Show

Eginhard Fiebig                           Berliner Drehorgelspieler

Motorrad Artisten                        Show aus Cottbus  

In die Programmgestaltung wurde die komplette Halle einbezogen, einschließlich der Baukräne. Die Einweihung der neuen Eissporthalle erfolgte im kleinen Rahmen, vor 800 geladenen Zuschauern.  

Dieter Frenzel – Ein begnadeter Eishockeyspieler, spielte als Verteidiger von 1972 bis 1989 beim SC Dynamo Berlin und mit dieser Mannschaft wurde er zwölf mal DDR Meister. Für die Eishockey-Nationalmannschaft der DDR, in der er zehn Jahre lang als Mannschaftskapitän fungierte, absolvierte er insgesamt 296 Länderspiele. Er nahm an 13 Eishockey-Weltmeisterschaften teil.

Dieter Frenzel Eishockey by ReiseTravel.eu  

Dieter Frenzel – Immer aktiv rund um den „Puck“, ein international geachteter Spitzensportler. Aktuell in Dresden. www.grazie-schuhe-dresden.de

Dieter Frenzel Eishockey by ReiseTravel.eu

Dieter Frenzel mit seiner Frau Uta: „Gern erinnere ich mich auch an die Veranstaltungen „Heiratsmarkt“ in Dessau oder Bautzen“.

Ein absoluter Höhepunkt war die Eröffnung der Eissporthalle 1986 in der Konrad Wolf Straße Berlin. Gleichzeitig agierten Eiskunstläufer, Eishockeyspieler, Eisschnellläufer, Artisten und Entertainer.  

Dieter Frenzel war oft ein gern gesehener Gast in den Shows unter der Regie von Gerald H. Ueberscher, und natürlich war er immer dabei, bei den populären „Fußballspiel mit Prominenten“ oder "Heiratsmarkt".

Eishockey ist eine Mannschaftssportart, die mit fünf Feldspielern und einem Torwart auf einer etwa 60 m langen und 30 m breiten Eisfläche gespielt wird. Die Spielzeit beträgt üblicherweise dreimal 20 Minuten netto. Die Tore haben eine Höhe von 1,22 m und eine Breite von 1,83 m: Pfosten und Latte sind rot gefärbt. Berlin gilt als die Geburtsstadt des deutschen Eishockey.

„Fußballspiel mit Prominenten“ - Promis & VIPs - 125 Jahre Uhren aus Ruhla

"Sport-Show-Musik - Stars in Ruhla”

Samstag 26. September 1987 von 15.30 bis 17.30 Uhr

Mitwirkende:

Wolfgang Hanff                           Sportreporter Radio DDR

Manea ben Abdul                        Fakir

Motoradrodeo Cottbus                 Stuntshow

Mannschaft A:

Reinhard Mirmseker                    Eiskunstlauf + Moderator Radio DDR

Klaus Ampler                              Radsportler – Sieger der Friedensfahrt

Uwe Ampler                                Radsportler – Sieger der Friedensfahrt

Hans-Ulrich Grapenthin                Fußball Nationaltorwart

Waldemar Czierpinski                  2maliger Marathon Olympiasieger

Bernd Walter                              Humorist und Sänger

Jochen Dannenberg                     Skisprung Olympiasieger

Margit Schumann                        Rennschlitten Weltmeisterin

Meinhard Nehmer                        Bobfahrer

Mathias Köhler                            Berliner Dampferband

Sperentini                                  Artist

Mannschaft B:

Lutz Hoff                                    Moderator TV „Schätzen Sie mal?“

Beppo Küster                              Entertainer

Thomas Schmitt                          Gruppe MTS

Herbert Köfer                             Schauspieler TV Star

Wolfgang Behrendt                      1. Olympiasieger der DDR Boxen

Gerhard Vontra                           Pressezeichner

Achim Mentzel                            Sänger

Hans-Peter Gaul                          Redakteur FF Dabei

Norbert Hahn                              Rennschlitten Olympiasieger

Arnulf Wenning                            Entertainer

Gerhard Grimmer                        Wintersportler

Schiedsrichter:  Norbert Haupt Internationaler Schiedsrichter der DDR 

Was schrieben die Medien zum Event: NBI 49/87 – Neue Berliner Illustrierte

Jubiläumsspiel - Stelldichein von Prominenten

Jeder, der dabei war, hätte die Tage mit den Veranstaltungen zum Jubiläum „125 Jahre Uhren aus Ruhla“ gern angehalten. Denn das, was sich in und rund um die thüringische Stadt an prominenten Gästen ein Stelldichein gaben, war hochkarätig: namhafte Musiker, Artisten, Sportler, Sänger und Fernsehlieblinge eilten von Veranstaltung zu Veranstaltung.

An einem Nachmittag wurde der Sportplatz in Thal bei Ruhla ihre gemeinsame Bühne: ein Fußballspiel, das alles übertraf. Zweimal zehn Minuten sollte es dauern. Doch mit der Vorstellung der Aktiven, den gewollten Unterbrechungen und einen Elfmeterschießen erlebten die begeisterten Zuschauer reichlich eineinhalb Stunden Sport und Humor.

Da hielt Klaus Ampler seinen Strafraum sauber, da „zauberten“ Jochen Dannenberg, Herbert Köfer, Reinhard Mirmseker, Musiker von MTS und der Berliner Dampferband mit den Ball, da spielte das einst so erfolgreiche Rennschlittenduo Rinn/Hahn Doppelpass. Da gab es Spaß, als der zweifache Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski dribbelte, Meinhard Nehmer gekonnt flankte oder Gerhard Grimmer die Ecken schlug.

Unser erster Olympiasieger, Wolfgang Behrendt, betätigte sich zwischendurch als Fotograf, Achim Mentzel gab mal kurz Autogramme, Beppo Küster foulte Hans-Ullrich Grapenthin einfach so aus Jux.

Zeichner Gerhard Vontra hatte zwar seinen Zeichnblock nicht dabei, dafür aber noch das Preisschild an seiner Sporthose. Beim Elfmeterschießen schließlich erwiesen sich Leierkastenmann Eginhard Fiebig und Friedensfahrtsieger Uwe Ampler als Meister. Gag zum Schluss: Spielmeister Lutz Hoff bat Margit Schumann zum Trikotwechsel. Unsere mehrfache Rennschlittenolympiasiegerin und Weltmeisterin tat ihm auch den Gefallen. Aber sie hatte wohl den Braten gerochen, unter ihrem Spielerjersey kam ein ALK-Trikot zum Vorschein. Schätzen sie mal, wie Lutz Hoff da geguckt hat,

Von Wolfgang Hanff Sportreporter bei Radio DDR 

Anlässlich des 775jährigen Jubiläum der Stadt Dessau fanden unterschiedliche Sportaktivitäten statt und ein Fußballspiel der Prominenten:

Anstoß zum Fußballspiel der Prominenten zur 775 Jahrfeier Dessau 1988

Alter Dessauer und Miss Dessau mit FIFA Schiedsrichter Norbert Haupt

Dessauer Sport Spectacel - 775 Jahre Dessau

  1. Juni 1988 Dessau Paul Greifzu Stadion

Mitwirkenden:

Wolfgang Hanff                                    Sportreporter Radio DDR

Spieler 1:

Wolfgang Hanff                                    Sportreporter Radio DDR

Gerd Christian                                     Sänger „Sag Ihr auch“

Wolfgang Behrendt                               Reporter 1. Olympiasieger der DDR Boxen

Herbert Köfer                                       TV Star vom DDR TV

Hans-Ullrich Grapenthin                         Fußball Nationaltorwart

Lothar Thoms                                       Radsport Weltmeister

Thomas Schmitt                                   Gruppe MTS

Mike Schafmeier                                  Gruppe MTS

Eginhard Fiebig                                    Berliner Leierkastenmann 

IMMO                                                  Magier und Zauberer

Herbert Küttner                                    Sportreporter Radio DDR

Spieler 2:

Klaus-Jürgen Alde                                 Sportreporter Radio DDR

Lutz Hoff                                             Moderator TV Schätzen Sie mal?

Waldemar Czierpinski                          2maliger Marathon Olympiasieger

Beppo Küster                                       Entertainer

Frank Schöbel                                      Entertainer

Reinhard Mirmseker                              Eiskunstläufer + Radio Moderator 

Uwe Ampler                                         Friedensfahrtsieger 1963

Klaus Ampler                                       Friedensfahrtsieger 1985

Eveline Sellert                                     Handball DDR Nationalmannschaft

Dieter Frenzel                                      Kapitän Eishockey Nationalmannschaft

Uli Schwinge                                        Sänger 

Anstoß des Spieles: Ali Schill als „Der Alte Dessauer“

Schiedsrichter: 3 Oberliga Schiedsrichter

Live Reporter des Spiels: Wolfgang Hempel Radio DDR

Fußballspiel der Prominenten Dessau 775 Jahre 1988

Tor!

Fußballspiel mit Prominenten

Herbert Köfer Schauspieler TV Star, Hans-Ulrich Grapenthin DDR Fußball-Nationaltorwart, Gerd Christian „Sag ihr auch“, Wolfgang Hanff Sportreporter Radio DDR, IMMO Magier und Zauberer (v.l.n.r.) (Foto Wolfgang Behrendt)  

Hier die Meinung der Sportpresse: Fuwo 14-88 Berlin Die Fußballwoche

Ein Show-Spiel mit Traumtoren

Dessau lebt in Jubel-Stimmung. Die Stadt an der Mulde feiert die­ser Tage ihren 775. Geburtstag. Und wie! Eine Veranstaltung jagt die andere. Alles sehen kann man beim besten Willen nicht. Man muss sich halt entscheiden. Rund 10 000 Schaulustige entschieden sich für das „Dessauer Sport-Spektakel". Und — wir sind einmal so vermes­sen das zu behaupten — niemand bereute den Weg ins Paul-Greifzu-Stadion.

Sport, Musik und jede Menge bekannter Leute waren „Zutaten“ eines bunten Programms, dessen Höhepunkt im Regieplan unter „15.“ ausgewiesen war: Prominenten Fußball. Die Moderatoren Klaus-Jürgen Alde und Wolfgang Hanff über­gaben ihr Mikrofon an live- Kommentator Wolfgang Hempel, der dann Kicker wie Schlager-Star Frank Schöbel, Marathon-Doppel-Olympiasieger Waldemar Cierpinski, Schauspieler-Altmeister Her­bert Köfer, Conferencier und Eiskunstlauf-Preisrichter  Reinhard Mirmseker, Sänger Beppo Küster, den Olympiasieger und vierfachen Weltmeister im 1000-m-Zeitfahren Lothar Thoms oder Ulknudel Maike Schafmeier von der Gruppe MTS präsentierte.

Geleitet wurde die Partie der Gelb-Roten gegen die Weißen von FIFA-Referee Adolf Prokop. Und der hatte dann auch einige Traum­tore zu pfeifen. Das schönste des Tages gewiss, als alle noch bei Puste waren und der Sport noch über den Showteil dominierte. Pass von Frank Schöbel auf den kreuz­gefährlichen Rechtsaußen der Wei­ßen Klaus Ampler (Friedensfahrt­sieger von 1963), dessen Maßflanke von Handball-Ex-Nationalspielerin Eveline Sellert (TSC Berlin) - der einzigen gebürtigen Dessauerin in beiden Aufgeboten - per Flugkopf­ball verwandelt wurde. Dem 2:2 folgte noch ein brüderliches 6:6 im Elfmeterschießen, bei dem Waldemar Cierpinski für sein Tor mit halber Drehung und erfolgreichem Hackenschuss in die Ecke den größ­ten Jubel erntete.

J. S. 

Ein 3 stündiges NON-STOP-SPORT-SPECTACEL im Rahmen der „5. Festspiele der Berg- Energie- Glasarbeiter“ in Raum Boxberg Weißwasser.

Dieses Spiel wurde vom DDR-TV aufgezeichnet und am 3. Juli 1988 ausgestrahlt:

Glück Auf! – Stars in Weißwasser

Freitag 1. Juli 1988 ab 17.00 Uhr

Mitwirkende

Herbert Küttner                 Sportreporter Radio DDR

Wolfgang Hanff                 Sportreporter Radio DDT

Waldemar Cierpinski           Marathon Olympiasieger

Adi                                 DDR TV Mach mit – mach nach – mach’s besser

Beppo Küster                    Sänger

Achim Mentzel                  Sänger

Peter Skodowski                Sänger

Gerhard Vontra                 Pressezeichner

Lothar Thoms                   Rad Olympiasieger

Eginhard Fiebig                 Drehorgelspieler

MTS                                Sänger

Beata Karda                     Sängerin Ungarn

Gerd Christian                  Sänger

Hans die Geige                  Geiger

Gaby Rückert                    Sängerin

Mode Schaufenster            Mode aus Dresden

Jutta und Andy                 Gesang

Gegen eine Mannschaft – ältere Herren – Kraftwerk Boxberg

Danach erfolgte eine „echtes“ Spiel der Damen: KWO Berlin gegen Turbine Potsdam

Auch Boxberg war ein voller Erfolg. 

Klaus Jürgen Alde Sportreporter ReiseTravel.eu 

Klaus-Jürgen Alde ist Sportreporter, er zählt zu den Dienst ältesten Sportreportern Deutschlands und er berichtet über Fußballspiel der Prominenten: 

Kristin Otto wirkte 1986 im Fußballspiel der Prominenten mit, im Felsenbad von Landsberg bei Halle.

Am 24. März 1990 moderierte sie erstmals eine Fernsehsendung. Eine Internationale TV Show im Programm von DFF 2 – „Sport Party“ unter der Redaktion von Gerald H. Ueberscher.

Neuer Start in Kuppenheim bei Rastatt: Zum 50. Geburtstag von Impressario Herbert Nold:

Stars gratulieren

Samstag 7. April 1990 Stadion Kuppenheim

Mitwirkende

Herbert Nold                     Manager

Jack White                       Komponist und Ex-Fußballer

Tony Marshall                   Entertainer

Fritz Walter                      Kapitän Deutschen Nationalmannschaft 1954

Erich Weber                      Unternehmer Weber-Haus

Walter Scholz                   Solo Star-Trompeter

Barbara  Liebig                  Moderatorin Europa Park

Heinz Fütterer                   Leichtathlet

Dr. Didi Hinkelmann             Stadionsprecher

Marinechor Odessa             Chor aus der Ukraine

Oberst Iwan                     Sowjetische Militärmission Baden Baden 

Die Meinung der Presse: Badische Neueste Nachrichten vom 9. April 1990

Elfmeterschießen mit Prominenz

Leichte Beute für Torsteher

Stars zum Anfassen im Kuppenheimer Wörtelstadion

Kuppenheim (phs) Bei eisigen Temperaturen im Wörtelstadion konnten sich die Zuschauer in der ersten Halbzeit am Spielgeschehen nicht erwärmen. Dafür wurde man zur Halbzeitpause mit einem Elfmeterschießen der Prominenz entschädigt. Herbert Nold: seines Zeichens Manager bekannter Künstler und Fan vom SV Kuppenheim, hatte tags zuvor sein 50. Wiegenfest gefeiert. Groß war der Kreis bekannter Persönlichkeiten, die zur Geburtstagsfeier angereist und gleich zum Heimspiel des SV Kuppenheim gegen den SV Lörrach die Heimmannschaft des „Geburtstagskindes“ unterstützten. „Fußball spiele ich heute nicht mehr“, versicherte Herbert Nold im Gespräch auf der Zuschauertribüne.

Mit dabei beim Geburtstagsschießen war Bürgermeister Werner Trauthwein und Gemeinderäte der Knöpflestadt. Zwei Schussversuche standen jeden Elfmeterschützen zu.

Jack White zeigte hier, dass er dem Fußballsport noch immer verbunden ist und setzte zwei unhaltbare „Dinger“ zwischen die Maschen. Hein Fütterer sprintete zum Ball, als wollte er nochmals an alte Zeiten anknüpfen. Als Zuschauer, doch diesmal ohne Trompete, griff Walter Scholz nicht in das aktive Geschehen ein, sondern überlies dies seinen Freunden aus dem Showgeschäft.

Da war der Leiter des russischen Marinechors schon mutiger. Nach einem Fehlversuch zog sich Oleg Scherstyuck seine Schuhe aus und zeigte dem applaudiert Publikum einen „Sockenschuss“ ins rechte Toreck. Gemütliche Schuss trat Tony Marshall an diesem Tag, die eine leichte Beute des jungen Torstehers wurden. Als „Fünfziger“ hatte Manager Herbert Nold Treffsicherheit zu zeigen, derweilen der Ehrenspielführer der Fußballnationalmannschaft Fritz Walter mit Autogrammstunde ausgelastet war.

Gerald H. Ueberscher, ein Gast vom neuen DDR-Fernsehen, verhalf mit seiner Anwesenheit und als Regisseur des Spiels, zur ersten gemeinsamen deutschen „Elfmeter-Fußballmannschaft“, vielleicht der Anfang einer richtigen Fußballelf für spätere Zeiten in einem vereinten Deutschland.

Dr. Didi Hinkelmann sagte der Stadionsprecher als Prominentenschützen an, doch auch er konnte den Ball nicht im Gehäuse unterbringen.

Insgesamt war es sicher eine interessante Vorstellung für zahlreiche Fußballfans, die der SV Kuppenheim in der Halbzeit seinen Anhängern bot. 

Nachtrag: „Ein Fußballspiel der Prominenten ist immer aktuell und vom Zuschauer gefragt. Aber solch Event ist rar und selten. Allein die Kosten sind enorm“, betont Gerald H. Ueberscher. „Da diese Events am Ende immer ein voller Erfolg waren lauteten die Fragen aller Beteiligten an mich: Wann ist das nächste Spiel? Ich bin wieder dabei!“  

Idee, Redaktion & Regie aller Fußballspiele der Prominenten sowie der Sport-Shows Gerald H. Ueberscher

Interview und eine Auflistung aus den Archiven von Su Kramer

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Natürlich verbunden mit der Bitte: Historie & Memories – Erinnern Sie sich?

Wenn ja, so hoffen wir, schreiben Sie uns: Ihre eigenen Erinnerungen.

Gern werden wir diese hier ebenfalls online veröffentlichen.

Vielen Dank.

Ihre Su Kramer. 

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