Rust

Europa-Park Eagles Charity Golfcup: Erinnerung an Franz Beckenbauer und 20.000 Euro für den guten Zweck

Herbolzheim/Rust. Schon frühzeitig wurde auf dem Europa-Park-Golf-Platz deutlich, dass dieser Termin mehr war als ein sportlicher Treffpunkt prominenter Gäste. Beim Europa-Park Eagles Charity Golfcup zugunsten der Franz Beckenbauer Stiftung standen Begegnung, Erinnerung und konkrete Hilfe im Mittelpunkt.

Am Abend setzte sich dieser Gedanke bei der Gala im “Hotel Colosseo” fort. Dort versammelten sich zahlreiche prominente Gäste, darunter Wolfgang Niersbach, Michael Schanze, Sven Ottke und Ireen Sheer. Schnell war spürbar: Dieser Charity-Cup ist längst ein fester Termin geworden. Nicht wegen des gesellschaftlichen Glanzes, sondern wegen seiner Haltung.

Ein sichtbares Zeichen setzte die Europa-Park-Betreiberfamilie Mack. Bei der Gala überreichte sie einen Spendenscheck über 20.000 Euro zugunsten der Franz Beckenbauer Stiftung.

Die Stiftung geht auf das Jahr 1982 zurück. Franz Beckenbauer hatte damals den Erlös seines Abschiedsspiels beim Hamburger SV eingebracht. Bis heute hilft sie Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind.Oft dort, wo Hilfe unmittelbar gebraucht wird.

Bei der Gala sprach Heidrun Beckenbauer sehr persönlich über die Arbeit der Stiftung. “Die Stiftung war schon immer eine Herzensangelegenheit von Franz”, sagte sie. “Franz war immer viel unterwegs für die Stiftung und er hat es sehr gerne gemacht, Geld einzusammeln. Er war dabei ganz leise.” Und weiter: “Ich musste ihm versprechen, dass ich ihm folge, dass wir die Stiftung weiterführen. Und das mache ich sehr gerne zusammen mit Joel.”

Worum es konkret geht, machte sie ebenfalls deutlich. Es gehe um Menschen, “die sich keine Matratze, keine Waschmaschine oder einen behindertengerechten Baderaum leisten können”. Es seien viele Einzelfälle. Und genau dort wolle die Stiftung helfen.

Auch die Verbindung zum Europa-Park ist seit vielen Jahren eng. Heidrun Beckenbauer sagte: “Wir sind Fans des Europa-Parks und wir sind schon viele Jahre mit Franz hierhergekommen.” Mit einem Lächeln ergänzte sie: “Franz hat, wenn es um den Europa-Park ging, nie nein gesagt, weil er ihn geliebt hat. Vor allem das Raclette-Essen.”

Am Rande des Turniers sprach auch Joel Beckenbauer über die Erinnerung an seinen Vater und über dessen zweite große Leidenschaft neben dem Fußball. Auf die Frage, ob bei ihm eher Fußball oder Golf im Vordergrund stehe, antwortete er schmunzelnd: „Ich habe eher das Talent im Golfen übernommen.“

Dann wurde er konkreter. “So viel Talent, wie er im Fußball hatte, ist für die nächsten fünf Generationen bestimmt schon aufgebraucht.” Die sportlichen Zahlen hatte er genau im Kopf: “Das niedrigste Handicap, das er beim Golf mal hatte, war 4. Zum Schluss hat er dann so um die 7 bis 9 gespielt. Das war immer noch bewundernswert.”

Und wie sieht es bei ihm selber aus? “Ich spiele im Moment 19 und komme damit gut über den Platz.” Auch über seine Mutter wusste er Auskunft: “Die spielt relativ selten, kommt aber auch gut über den Platz. Ich glaube, so Mitte 20.” 

Für die Zukunft, so Joel Beckenbauer, werde bereits wieder geplant. Die Stiftung wolle ihren Horizont erweitern und noch mehr Menschen ansprechen. Als Beispiele nannte er den Bastian Schweinsteiger Cup sowie weitere Charity-Formate. “Natürlich ist Golf eine wichtige Sportart bei uns. Aber nicht jeder spielt Golf. Wir wollen so viele Menschen wie möglich ansprechen und mitnehmen.”

Zu den Gästen gehörte auch Ireen Sheer. Im Gespräch erinnerte sie sich an ihre langjährige Verbindung zur Familie Beckenbauer. „Franz habe ich hervorragend gekannt. Golf gespielt habe ich aber mit ihm nie. Da war ich nicht gut genug.“

Dann wurde ihre Stimme ernst. “Er war ganz ein Lieber. Wir vermissen ihn sehr.” Besonders in Erinnerung geblieben sei ihr seine Verlässlichkeit. “Franz war ein wunderbarer Mensch. Er hat sich um Menschen gekümmert. Hatte er etwas versprochen, hat er es auch gehalten. Das fand ich so toll an ihm. Er war so bodenständig. Er hatte keine Starallüren, obwohl er ein Megastar war.” Und noch einen persönlichen Satz fügte sie an: “Wir waren auch privat sehr eng und haben gemeinsame Geburtstage gefeiert.”

Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Helmut Kunz

Helmut KunzUnser Autor wohnt in Weiden.

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