Spandau

Garde Fußartillerie Regiment Spandau mit originalen Uniformen

Berlin liegt bei Spandau: Spandau verfügt über eine lange Geschichte, viele Traditionen und ist heute ein pulsierender Stadtbezirk von Berlin. ReiseTravel blätterte im Geschichtsbuch und wir fanden die Spandauer Bumsköpfe.

„Fangen wir mit unserer Heimatstadt Spandau an, Spandau war schon immer eine Garnisonstadt. Hier gab es Geschützfabriken, Konservenfabriken für das Heer, alles, was eine Armee so braucht. So kam uns der Gedanke man kann doch unseren Stadtbezirk „Historisch gesehen“ ein wenig aufpeppen. Aber was soll es sein – Wilhelminisch – gesagt getan. Im Herbst 2007 begann eine Idee Gestalt anzunehmen, die zwei „Kerls“ waren zum Zeitpunkt noch in einer friderizianischen Uniform gekleidet.

Doch welches Regiment sollte es sein?

Es sollte auf jeden Fall ein Bezug zu Spandau haben. Nach einigen Hin und Her fiel die Wahl schließlich auf das Garde Fußartillerie Regiment. Dieses 1865 aufgestellte Regiment, übrigens dass einzige Garde Regiment der Fußartillerie, war in Spandau, auf die Kasernen Lindenufer, Zitadelle und Stresow verteilt.

Der nächste Schritt war die Festlegung der Dienstgrade für die beiden Kerls. Man einigte sich auf Feldwebel und Vizefeldwebel. Nach langer Recherche fand sich eine Gewandmeisterei, die auf die Fertigung historischer Umformen spezialisiert ist. Noch weitere Zulieferer wurden ausfindig gemacht, denn eine komplette Montur besteht nicht nur aus Waffenrock und Hose, ganz schön zeitaufwendig.

Nachdem auch die Finanzierung geregelt war, konnte es an das Bestellen sämtlicher Zubehörteile gehen. Bis Mai 2008 waren die Uniformen soweit vollständig, dass erstmalig zwei authentisch gekleidete kaiserliche Garde Fußartilleristen an die Öffentlichkeit treten konnten. Das Echo darauf war und ist ausnahmslos positiv. Verschiedene Anzugsarten stehen zur Disposition: Dienst-, Parade-, oder Ausgehanzug.

Übrigens, der Berliner Volksmund war schon immer einfallsreich, was das Erfinden von „Kosenamen“ angeht. Die Soldaten des Garde Fußartillerie Regiments wurden „Spandauer Bumsköppe“ genannt. Lautmalerisch nach dem Geräusch beim Schießen mit schwerem Kaliber“.

Pro Gloria et Patria und Gott befohlen: Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg.

Spandauer Bumsköpfe,

Kurt Hoffmann Spandauer Bumsköpfe (l.) Präsident Volker Tschapke (m.) mit Militär Attachés.

Spandau verfügt über eine lange Geschichte, 1157 geriet der Burgwall in den Besitz von „Albrecht dem Bären“ und dieser baute den Burgwall intensiv aus. Mit dem „Reichsfestungsgesetz“ vom 30. Mai 1873 wurde Spandau zur „Festungsstadt“ erklärt und intensiv ausgebaut. Am 1. Oktober 1920 verlor Spandau seine Selbstständigkeit und wurde ein Teil von Berlin und ist heute ein pulsierender Stadtbezirk, mit seiner Nähe zum Bundesland Brandenburg.

Spandauer Bumsköpfe, Freudenberger Weg 15, D-13583 Berlin,

Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V. www.preussen.org

Ein Beitrag für ReiseTravel von Kurt Hoffmann. 

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