Volker Tschapke

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen Freistaat Preußen errichten müssen

Sehr geehrte ReiseTravel User, verehrte Freunde der Preußischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg: auf einer Vortragsveranstaltung vermittelte uns Dr. Rolf Sauerzapf als Vorsitzender des Preußeninstituts zahlreiche Informationen, Gedanken und Einschätzungen darüber, „Warum Deutschland ohne Preußen ärmer ist!", wie der Titel seines anregenden Beitrages lautete. Damit setzte er die lebendige Diskussion über das von unserer Gesellschaft aufgeworfene, weil aktuelle Thema Länderfusion mit dem Ziel eines Freistaates Preußen fort. Dr. Rolf Sauerzapf engagiert sich für die Evangelisch-lutherischen Kirchen in Rumänien, Polen, Russland und ehemaligen Sowjetrepubliken.

Er war als erster Grenzschutzpfarrer für den Raum Bonn verantwortlich und damit auch für die seelsorgliche Betreuung der GSG 9 zuständig. Als „Garant und Motor einer überzeugenden Bundesgrenzschutzseelsorge“ erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Aus NATO-Kreisen in Brüssel erhielt ich als Diskussionsbeitrag Zustimmung zu unserem für Deutschland förderlichen Vorhaben und für den Vorschlag, zunächst preußische Verhältnisse im breiten gesellschaftlichen Leben schaffen zu helfen, um dann auf diesem Fundament die notwendigen strukturellen Veränderungen im föderalen System anzugehen. Ich denke, dass unsere Tätigkeit ganz in diesem Sinne vonstatten geht.

Volker Tschapke Präsident Preußische Gesellschaft Berlin-BrandenburgVolker Tschapke Präsident Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg 

 

Meinen Ohren und Augen wollte ich nicht trauen, als ich jüngste Äußerungen der CDU-Vorsitzenden und gegenwärtigen Bundeskanzlerin zur Lage der deutschen Einheit zu hören und zu lesen bekam. Auf einem Ost-Kongress der CDU in Dresden sagte sie: „Wenn wir den 40. Jahrestag des Mauerfalls begehen… dann möchte ich, dass die Chancengleichheit zwischen Ost und West in wesentlichen Elementen hergestellt ist." Unglaublich: In noch einmal zwanzig Jahren sei die Einheit nicht in toto hergestellt, sondern nur „in wesentlichen Elementen“!

Deutlicher kann eine politische Bankrott-Erklärung kaum ausfallen. Haben eigentlich nach Kriegsende die ausgebluteten und schwer zerstörten Bundesländer bis 1985 gebraucht, um die Lebensbedingungen dem Vorkriegsstand anzugleichen bzw. sie zu überbieten? Bismarck wäre für obsolet erklärt worden, hätte er nach 1871 den Deutschen aller vereinten Länder erklärt: Nun habt mal schön Geduld, im Jahre 1911 werden wir die Einheit gepackt haben.

Nach dem Debakel der Union in Bayern werden die neuen Bundesländer eine entscheidende Rolle für Wahlausgänge bundesweit spielen, erkannte Merkel in Dresden. Ihre Politik dürfte für ihre Partei zu bayerischen und hessischen Wahlausgängen führen.  

In wenigen Tagen wird in Gottesdiensten, Gesprächen oder im Stillen des Thesenanschlages von Martin Luther vor 491 Jahren gedacht. Wie unsinnig das Getrenntsein von Berlin und Brandenburg ist, wird nicht zuletzt am Reformationstag deutlich: In Brandenburg gilt er – wie in den anderen neuen Bundesländern und in Baden-Württemberg sowie in Chile und Slowenien – als gesetzlicher Feiertag, in Berlin nicht. Ein Freistaat Preußen würde diesen fatalen Unterschied zugunsten Luthers bereinigen. Immer mal wieder werde ich gefragt, ob der Reformator seine 95 Thesen am 31. Oktober 1517 tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen hat oder ob dies eine Legende sei. Nun, Augenzeugen habe ich nicht gesprochen, Videos oder Fotografien liegen mir nicht vor (nicht einmal welche von Geheimdiensten), wohl aber hörte ich von einem Aufsehen erregenden Fund. Dr. Martin Treu von der Stiftung Luthergedenkstätten in Wittenberg entdeckte in der Thüringischen Universitäts- und Landesbibliothek Jena einen wahrscheinlich zu Luthers Lebzeiten verfassten Hinweis auf den Thesenanschlag. Er stammt aus dem Nachlass von Georg Rörer, einem der engsten Mitarbeiter Luthers, gilt nunmehr als die früheste bekannte Quelle zu dem epochalen Ereignis und hat folgenden ins heutige Deutsch übertragenen Wortlaut:

„Am Vorabend des Allerheiligenfestes im Jahre des Herren 1517 sind von Doktor Martin Luther Thesen über den Ablass an die Türen der Wittenberger Kirchen angeschlagen worden.“

Leider Gottes macht sich seit einigen Jahren in deutschen Landen ausgerechnet am Reformationstag das aus den USA über den großen Teich geschwappte Halloween aus vornehmlich kommerziellen Gründen breit. Man muss ja seine Kinder und Enkel dazu nicht ermuntern damit ich nun nicht wieder von den politisch Korrektesten meiner Leser wegen eines unamerikanischen Verhaltens kritisiert werde, zitiere ich Kirchen aus den USA zu einem aktuellen Thema.

In einem Aufruf fordern führende Kirchenvertreter die beiden Präsidentschaftskandidaten auf, sich nicht nur für angeschlagene Banken einzusetzen, sondern auch für die ärmsten Bürger und für die Sorgen der Mittelklasse. Sie erklärten: Christen müssen sich besonders um die Armen kümmern. Die Armen gehören ins Zentrum der Politik. Es ist an der Zeit, „den Armen gute Nachrichten zu bringen“.

30 Millionen der 300 Millionen Einwohner der USA leben unter der offiziellen Armutsgrenze. In fast der Hälfte der 50 Bundesstaaten sind die Sozialprogramme gekürzt worden. Fühlt sich die aus einem christlichen Elternhaus stammende und die Christlich-Demokratischen Union führende Angela Merkel angesprochen?

Sie sollte es. Vielleicht auch gelegentlich erklären, woher plötzlich Hunderte Milliarden Euro herkommen, wo doch gegenüber dem Volk die Kassen immer als leer bezeichnet wurden, und wie der Sinneswandel zu erklären ist: Wer gestern erklärte, Banken und Wirtschaft müssten als Teil des Staates und der Gesellschaft wie alle Bereiche reguliert werden, konnte mit dem Verfassungsschutz wegen Umsturz des Systems rechnen. Wer es heute sagt, spricht der Kanzlerin aus dem Mund…

Ganz, ganz nebenbei: Die USA haben nach dem weltweiten Desaster von 1929 auch das Weltdebakel 2008 vom Zaun gebrochen. Die mitschuldige Bush-Administration setzt 550 Milliarden Euro (700 Milliarden Dollar) Steuergelder als „Rettungspaket“ ein, die Merkel-Regierung satte 500 Milliarden an Steuergeldern. Lässt das krasse Unverhältnis nicht stutzen und nachdenken? Haben wir’s wirklich so dicke?

Geradezu unfassbar ist, dass die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung ausgerechnet Hans Tietmeyer, den ehemaligen Bundesbank-Präsidenten, zum Finanzberater zu befördern und als Leiter einer Finanz-Expertengruppe in der Angelegenheit Banken- und Finanz-Debakel zu installieren gedachte.

Das Parlament stöhnte auf, weil Hans Tietmeyer dem Aufsichtsrat der Hypo Real Estate Bank (HRE) angehört, also jener Bank, die in Deutschland den Beginn der Finanzkrise markierte. Dem Aufstöhnen folgte prompt der Rückzieher: Tietmeyer wird’s nicht. Frau Merkel wirbt um Vertrauen in die Banken – sie sollte den auch von ihr zu verantwortenden allgemeinen Vertrauensschwund zu Politikern nicht weniger beachten.

Sehr geehrte ReiseTravel User, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Den Geburtstagskindern preußisches Fortune und alles Gute im neuen Lebensjahr, den Erkrankten baldige Genesung

Pro Gloria et Patria

Gott befohlen

Volker Tschapke

Präsident Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg

Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V. c/o Hilton Berlin

Mohrenstrasse 30, D-10117 Berlin, Telefon: 030 – 2023 2015, www.preussen.org

Sehr geehrte ReiseTravel User. Bbitte schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema: Preußen – in unserer heutigen Zeit. Senden uns Ihre Fragen oder Wünsche. Vielen Dank. 

Ihr ReiseTravel Team: feedback@reisetravel.eu 

News:

ReiseTravel erhält regelmäßig Zuschriften der User, zu den redaktionellen Themen. Hier eine Zuschrift zum Thema: Preußen!

Wertes ReiseTravel Team, Ich habe heute Ihren Beitrag über Preußen gelesen und den Gedanken, Preußen wieder herzustellen.
Nun, ich habe eine gute Nachricht für Sie:
Der Freistaat Preußen befindet sich seit dem 19. Oktober 2012 in völkerrechtlich konformer Reorganisation gemäß § 185 Völkerrecht. Die Staatsangehörigen des Freistaat Preußen haben lückenlos ihre Abstammung  gemäß Reichs-und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913 nachgewiesen und ihre preußische Staatsangehörigkeit wieder angenommen.
Damit haben sie sich entnazifiziert.
Alle Informationen finden Sie auf unserer Internetseite: http://freistaat-preussen.world/5/startseite

Mit freundlichen Grüßen
Ada Cornelia a. d. F.  R e i c h h e l m

ReiseTravel bedankt sich für die Zuschrift. Wir haben aber keine redaktionelle oder inhaltliche Überprüfung vorgenommen.

 

 

 

 

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