Volker Tschapke

Man könnte ja mal wieder in die Kirche gehen oder die Bibel zur Hand nehmen

Sehr geehrte ReiseTravel User, verehrte Freunde der Preußischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg: Die Zeichen der oft zerfransten und doch immer wieder obsiegenden Natur und der prall gefüllten Kaufhäuser sind untrüglich: Das Weihnachtsfest naht und mit ihm der Jahreswechsel. Man wünschte sich, dass in der Advents- und Vorweihnachtszeit das eigentlich Wichtige im Leben wieder ein Stückchen aus den Tiefen der Alltagssorgen hervorgehoben wird. Man könnte ja mal wieder in die Kirche gehen oder die Bibel zur Hand nehmen. In der Bergpredigt steht so manches, was bedenkens- und vor allem erstrebenswert ist. Leider nicht für alle, wie wir wissen.

Von einem Politiker, der mitunter als ein Vordenker der CDU bezeichnet wurde, hörte ich einmal: Die Bergpredigt taugt nicht für die Politik. Ich war erschrocken und dachte: Na, da können wir den Laden ja zumachen, wenn hehres Gedankengut und annehmbare Visionen politikfremd sind. Andererseits wundert mich bei einer solchen Einstellung nicht mehr, was von der Politik geboten wird. In der von ihr zu verantwortenden Wirklichkeit frage ich mich so manches traurige Mal, wie oft Jesus heute ans Kreuz geschlagen würde.

Und: Wann endlich werden die Elenden aus dem Tempel vertrieben?

Die Krieger, Menschenquäler, Schacherer, Mammonanbeter, Verleumder und andere nicht genannte. Vorweihnacht und Weihnacht spricht jeden von uns hat – auch wenn er nicht zuhört.

Der Dichter Johann Gottfried Seume fand dafür vor 205 Jahren die irdischen Worte: „Für das Allgemeine ist unsere Ehrlichkeit und für das Einzelne unsere Hingebung und Liebe. Der letzte Monat im Jahr wird traditionsgemäß von Rückblicken und Bilanzen überhäuft.

„Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen Freistaat Preußen errichten müssen.“

Volker Tschapke Präsident Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg

Volker Tschapke  

Die rückblickende Bundeskanzlerin wird sagen, wie wir das ablaufende Jahr zu sehen haben. Hoffentlich weist ihr Rede-Konzept nicht die Qualität des geschönten Armutsberichtes ihrer Regierung aus; dann nutzt ihr Rückblick nichts, dann bringt er uns nicht weiter. Seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise geht Angst bei den Bürgern um. Nicht nur in Griechenland, wo nicht Bürger, sondern Banken gerettet werden (Max Otte), sondern auch bei uns.

Viele Fragen sich, wie es zusammengeht, dass die Steuerzahler immer mehr blechen müssen, aber immer weniger die schließlich von ihnen finanzierte Fürsorgepflicht des Staates spüren: Straßen verrotten, Kultureinrichtungen schließen, Kindergärten fehlen etc. pp. Dafür bauen deutsche Soldaten in Afghanistan die Polizei auf und sorgen sich um die Infrastruktur, verschenkt die Merkel-Regierung Hunderte Millionen an Steuergeldern für Kriegsschiffe, die in das gegenwärtig heißeste Krisen- und Kriegsgebiet der Welt geliefert werden. Im kommenden Jahr finden Bundestagswahlen statt. Wir dürfen gespannt sein, wie sie verlaufen.

Obwohl - viel an inhaltlichen Alternativen zur jetzigen Regierungskoalition sehe ich nicht. Selbst die Linken versuchen, die beste SPD zu sein. Und diese einstige Arbeiterpartei unterscheidet sich kaum noch von der CDU…

Apropos Wahl: Ich bin es unendlich leid, jedes Mal vor Bundestagswahlen mit hohlen Versprechungen schamlos hinters Licht geführt zu werden. Sie sind hoffähig geworden. Müntefering beklagte sich, als er darauf angesprochen wurde: Es sei unfair, auf die Aussagen der Partei vor den Wahlen hingewiesen zu werden.

Als Preuße bin ich es gewohnt, die Dinge klipp und klar beim Namen zu nennen. Friedrich der Große nannte das Gute und sprach über das Schlechte. Seine Preußen wussten Bescheid, was und wie es im Staate Preußen lief. Sie erwiderten die Offenheit mit der Praktizierung jener Werte und Tugenden, die heute so bitter vermisst werden.

Friedrich der Große kannte das alte Sprichwort: Wie der Herr, so das Gescherr. Diese Elle lege man mal an unser Heute an!

Sehr geehrte ReiseTravel User, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Den Geburtstagskindern preußisches Fortune und alles Gute im neuen Lebensjahr, den Erkrankten baldige Genesung

Pro Gloria et Patria

Gott befohlen

Volker Tschapke

Präsident Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg 

Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V. c/o Hilton Berlin

Mohrenstraße 30, D-10117 Berlin, Telefon: 030 – 2023 2941, www.preussen.org

Sehr geehrte ReiseTravel User, bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema: Preußen – in unserer heutigen Zeit. Senden uns Ihre Fragen oder Wünsche. Vielen Dank. Ihr ReiseTravel Team: feedback@reisetravel.eu

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