Berlin

„Mensch ärgere Dich nicht“ (MäDn) wird 2021 schon 114 (!) alt

2015 entbrannte unter den Pädagogen eine Diskussion zum Thema, in welchem Verhältnis Spielen und Lernen stehen. Die einen meinten, „Spielen statt Lernen", wählend die anderen der Auffassung waren, „Spielen ist Lernen!".

Spätestens seit Ausbruch der Corona-Krise erleben wir aufrecht dramatische Weise, wie Kinder das Spiel als Königsweg des Lernens begreifen. Wann je sind sie ausdauernder, konzentrierter und ideenreicher bei der Sache. D i e Spiele (welcher Art auch immer) haben einen unersetzlichen Wert für Kinder in ihrer Entwicklung und Bildung. Wenn sie spielen, tun das natürlich nicht, weil sie dabei etwas lernen wollen, sondern weil es ihnen Spaß macht. Die Erkenntnis des Erlernens kommt ihnen erst später. Ergo: Spielend lernen.

In diesem Jahr hätte Josef Friedrich Schmidt, der 1907 das MäDn erfunden hat, seinen 150. Geburtstag gefeiert. Später gründete er den Verlag Schmidt Spiele. „Mensch ärgere Dich nicht" hat inzwischen einen unvergleichlichen Siegeszug angetreten. Auch ich bin während der Kriegszeiten mit dem Spiel groß geworden.

Übrigens: Der Verlag verkauft jährlich 400.000 (!) allein dieses Spiel. Aber nicht nur das. „Im vergangenen Jahr hatten wir einen Umsatz von 63 Millionen Euro, davon allein 50 Millionen in Deutschland. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 40 Prozent1“, so Axel Kaldenhoven, seit 24 Jahren Geschäftsführer der Berliner Firma Spiele Schmidt.

Natürlich weiß niemand, ob der Ur-Vater des Verlages die Vermittlung einer Lernabsicht mit „Mensch ärgere Dich nicht" hatte. Aber das allseits beliebte Original des Spieles (zum 100-jährigen Geburtstag aufgelegt) hat über Generationen jung und alt in Bewegung versetzt. Was den einen ärgert, freut den anderen. Dieser gelungene Mix macht das pfiffige Konzept aus kinderleichter Spielregel und unwägbaren Würfelglück zum großem Spielspaß für die ganze Familie.  Ich kann das auch heute noch bestätigen. MäDn gibt es auch im Original-Vergleich in vielen anderen Varianten, zugleich auch als App verfügbar.

Und noch eines muss noch niedergeschrieben werden: Leute, spielt Euch gesund! Aktuelle Untersuchungen zeigen: Grundsätzlich fördern analoge Spiele jeglicher Form das Gedächtnis und die kognitiven Fähigkeilen (Wahrnehmung, Lernen, Erinnern und Denken): Wer regelmäßig spielt, verfügt nach einer gewissen Zeit über ein größeres lokales Hirnvolumen, über mehr Hirnrinde und eine deutlichere Ausprägung des vorderen Kortex. Dieser Bereich ist u. a. zuständig für strategisches Planen, Aufmerksamkeit und Konzentration. Ein Kernsatz zum obig Gesagtem: Spiele sind immer dann ineffektiv, wenn das Lernen vom Spielen getrennt wird und keine Spielherausforderung bieten. In diesem Sinne vor dem nächsten Spiel mal neu nachdenken.   

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Günter Meißner.

Unser Autor arbeitet als Journalist & Pressefotograf beim MEDIENINFO-BERLIN - www.medieninfoberlin.de

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