Piemont

Trüffel – Delikatessen und Köstlichkeiten

Hallo, sehr geehrte ReiseTravel User,  

gern möchte ich Sie alle zu einer „Trüffel-Reise“ nach Italien in das Piemont einladen.  

Trüffel gehören zu den teuersten Spezialitäten in der Welt. Zu den markantesten Merkmalen dieser verführerischen Kostbarkeit gehört der Duft. Dieses unvergleichliche Aroma macht sie zum „Juwel der Nahrungsmittel“. Die weißen Piemont-Trüffel gehören zu den Schlauchpilzen, deren Rinde glatt und hellbeige ist und das Innere ist weiß bis bräunlich marmoriert. Weiße Trüffel haben von Oktober bis Weihnachten Saison. Eine große Trüffel ist eine Sensation. In Italien sind zehn Trüffel-Sorten gesetzlich anerkannt und dürfen nur auf dem offiziellen Markt verkauft werden.  

Unterwegs im Piemont mit:Cristina Molino - Fremdenführerin im Piemont 

Im Südosten von Turin gibt es einen sehr lieblichen Landstrich, in dem nicht nur „Weiße Trüffel“ sondern auch einer der größten italienischen Rotweine, der Barolo, zu Hause ist. Die Langhe, so nennt sich dieses Schlaraffenland, dessen sanfte Hügellandschaft von Weinbergen, mittelalterlichen Dörfern und Schlössern aus rotem Backstein geprägt wird, waren auch für den Schriftsteller Cesare Pavese der Inbegriff des verlorenen Paradieses.

Touristen finden in den Langhe einen schönen Cocktail aus beschaulicher Landschaft, interessanten Bauwerken, vielerlei Genüssen und der heiteren Gastlichkeit der Weinkeller und Restaurants. Besonders begehrt sind „Weiße Trüffel“, die in der Nähe von Eichen, Pappeln, Weiden, Linden oder Hainbuchen ihr zu Hause haben. Trüffeln wachsen etwa 20 bis 50 Zentimeter tief im Boden und unter Bäumen. 

Trüffel werden im Piemont mit Hunden gesucht, nicht mit Schweinen, wie in Frankreich. Unsere italienischen Schweine sind vielleicht zu intelligent und sie würden die Trüffel selbst fressen!

Junge Hunde werden als „Trüffel-Sucher“ dressiert und ausgebildet. Beim Aufstöbern und Finden einer Trüffel werden die Tiere sofort belohnt, sie erhalten ein Stück Brot. Das spornt erneut mächtig an und die Suche geht weiter. Diese Trüffel-Suche erfolgt immer in der Nacht und ganz individuell. Denn, ein perfekter Trüffel-Sucher hat Angst vor der Konkurrenz.

Für einen professionellen Trüffel-Sucher ist ein kleines „Büchlein“ für Notizen sehr wichtig. Nach jedem Fund, wird darin der exakte Fundort eingetragen. Im nächsten Jahr werden die alten Orte, die ja sehr verstreut im Wald liegen, erneut aufgesucht und eben schneller wieder aufgefunden. Das Büchlein ist streng „Geheim“ und wird nur bei einer Erkrankung an die Familienmitglieder heraus gegeben. Solch relevantes „Erbstück“ geht vom Vater auf den Sohn. Rund 1 500 Hunde, ebenso viele Männer und fünf Frauen der Region Piemont, mit der Lizenz zur Trüffeljagd, gehen auf die Suche. 

Touristen sehen im Piemont den Trüffel höchst selten auf dem Teller, sind sie doch recht teuer. Der größte Teil der gefundenen Exemplare wird nach Frankreich verkauft. Die bedeutendsten Märkte finden in Asti und Alba statt. Japaner ersteigern auf den Herbstauktionen gewichtige Anteile. Steigende Nachfrage und ein schrumpfendes Angebot bestimmen den Preis. Allein das Abholzen eines von einem Trüffelplatz entfernt stehenden Baumes kann das Mikroklima negativ beeinflussen.  

Rezepte gibt es viele: Weise Trüffel soll man roh essen und nicht kochen, nur Schwarze Trüffel sollten man kochen. Der frische Trüffel wird hauchdünn auf den milden Ziegenkäse gerieben. Man sollte Trüffel als ganz einfaches Gericht kosten, am besten piemontesischen Speisen, wie dei “carne cruda all’albese” Carpaccio aus Alba Art. Das wäre den ganz dünn geschnittene Carpaccio mit der Fleisch der piemontesischen Kuhrasse - Eine weiße Kuh, die spezieller Fleisch hat - mit Olivenöl, Salz, Zitrone und Parmesan Käse, am Ende serviert man alles mit ganz dünnen Scheiben von Trüffel. Es passt sehr gut auch mit Spiegeleier oder Eierbandnudeln und Reis mit Butter. 

Frische Weiße Trüffel: Im Piemont ist es üblich, mit viel Butter und Speck zu kochen. Es wird viel rohes Gemüse verwendet. Eine besondere Spezialität ist Sanato, das Fleisch des nur mit Milch ernährten Kalbs. Eine große Käsevielfalt spiegelt die würzige Qualität des Weidelandes. In der Po-Ebene um Vercelli, erstreckt sich ein großer künstlicher Sumpf, in dem der Reis gedeiht. Eine breite Palette von Obst und Gemüse, Wein und Nüssen komplettieren das Angebot. 

Die Aufbewahrungstemperatur im Kühlschrank sollte zwischen 3° und 5° Celsius liegen. Verpackt in Folie, die man täglich wechseln sollte. Da Trüffeln stark aromatisch sind, empfiehlt es sich, sie zusätzlich in einen geschlossenen Behälter, in einem Glas mit Schraubverschluss zu verwahren. Dadurch vermeiden Sie, das andere Lebensmittel in Ihrem Kühlschrank Geruch annehmen. Sollte die Trüffel etwas Schimmel ansetzen, ist das ganz normal. Vor dem Gebrauch müssen Sie sie nur unter kaltem fließendem Wasser abbürsten. Die Trüffel anschließend trocknen lassen und wieder in gewohnter Weise im Kühlschrank lagern. So hält sich die Trüffel bis zu 10 Tage. 

Liebe ReiseTravel User,

ich hoffe, mein kleiner Exkurs in Fragen Genuss hat Ihnen gefallen. Auch wenn dies ein etwas teures Vergnügen ist.

Im Piemont, meiner Heimat, gibt zahlreiche Delikatessen, alles wahre Köstlichkeiten.  

Am bekanntesten ist wohl die „Piemont-Kirsche“ oder Mon-Cherry“ aber auch Grissini“ – unser Brot, kennen Sie bestimmt schon, zumindest von Ihren letzten Besuch beim „Italiener“. Doch darüber werde ich noch berichten. 

Das Piemont ist eine liebliche Landschaft und zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Ob Aktivurlaub oder Gourmet-Tour. Ich freue mich auf Sie und gern begleite ich Sie bei Ihrer Reise durch das schöne Piemont. 

Herzliche Grüsse

Ihre

Cristina Molino

 

Unsere ReiseTravel Autorin arbeitet als Fremdenführerin im Piemont

 

Cristina Molino c/o prosit

e-Mail info@prositpiemonte.it - www.prositpiemonte.it

Sviluppo Piemonte Turismo - Via Avogadro 30, I-10121 Turin

Fon 0039 – 011 - 4326210 - www.torinopiemonte.com - www.piemontefeel.org - www.torinopiemonte.it

  

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Ein Beitrag für ReiseTravel von Cristina Molino.

  

 

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