Berlin

Der dritte Mann mit der Zitter Musik von Anton Karas und Harry Lime

Im Prenzlauer Berg rockt und kocht die Szene: Wer kennt ihn nicht? Den weltberühmten schwarz-weiß Film „Der dritte Mann“, der 1949 in der österreichischen Hauptstadt gedreht wurde. Der britische Film von Carol Reed wurde sogar teilweise in der Wiener Kanalisation gedreht und gilt bei internationalen Cineasten als einer der Filme, der zu den „Top 10“ bis heute zählt.

In dem Werk wirken Joseph Cotten, Orson Welles und Paul Hörbiger mit. Weltberühmt wurde dieser Streifen auch durch das vom Wiener Musiker, Komponisten und Gastwirt Anton Karas (1906 bis 1985) komponierte und auf der Zither gespielte Lied zum Film. Es trägt den Titel „Harry - Lime - Thema“.

Erklingen die ersten Takte der Zither, weiß jeder: Das ist die Filmmelodie des erfolgreichen Streifens „Der dritte Mann.“ Man kann folgende Frage stellen und die führt garantiert zu langen Expertendiskussionen: Was ist erfolgreicher - der Film von Carol Reed oder die Filmmelodie von Anton Karas? Filmkritiker und Filmkomponisten haben da ihre eigenen Ansichten auf der Zunge!

Da wir gerade die Zunge erwähnt haben, wenden wir uns nunmehr den Dingen zu, die einem auf der Zunge zergehen! Das sind bekanntermaßen gute Speisen und erlesene Getränke.

Im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg ist auch ein Wiener „Dritter Mann“ beheimatet. Ganz genau bezeichnet er sich „Zum dritten Mann.“

Seit knapp 5 Jahren bieten dort Geschäftsführer Björn Nitz und sein Team gehobene österreichische Küche in gediegenem, modernen und doch sehr gemütlichem Ambiente an. Er und zwei Freunde hatten die Idee zu dieser kulinarischen Einrichtung aus Felix Austria inmitten des Berliner Prenzelberg. Die „drei Mann“ stammen aber keineswegs aus der Alpenrepublik. So kommt beispielsweise Geschäftsführer Björn Nitz aus der Stadt von Otto Lilienthal, dem Namenspatron des Flughafens Tegel: Aus Anklam.

Björn Nitz sagte scherzhaft gegenüber ReiseTravel: „Obwohl ich aus der Fliegerstadt Anklam stamme, kann ich nicht fliegen. Nicht einmal aus einer Gaststätte bin ich geflogen.“

Die Liebe zur schmackhaften Küche Wiens hat die drei Freunde in Berlin zusammengebracht. Das österreichisch geprägte Restaurant in Berlin verwöhnt seine Gäste mit einem Frühstück a la Carte. Ein schmackhafter Mittagstisch gehört ebenso zur breiten Angebotspalette wie ein kunstvoll angerichtetes Mahl zur Abendzeit.

Wer als Gast die Augen und Ohren gut aufsperrt, hat vielleicht Gelegenheit ein Tier im „Zum dritten Mann“ zu sehen.

Auf dieses Tier weist ein Schild am Tresen hin! Da ist zu lesen: „Mein Lieblingstier heißt Schnitzel. Es lebt in Wien. Das ist in Österreich.“

Seien Sie gewiss, liebe Leser: Selbst wenn man das Tier nicht leibhaftig erblicken sollte, das köstliche Schnitzel ist auf jeden Fall auf dem Tisch des Gastes zu erhalten!

Bei den Vorspeisen beeindruckte uns besonders der „Gebrannte Ziegenkäse.“ Hier wird der Gast mit einem Ziegenkäse mit gepfefferter Feigenmarmelade und feinem Kerbel – Friseesalat verwöhnt.

Selbstredend können sich auch die Getränke- und Weinkarte sehen lassen und erfüllen auch die anspruchsvollsten Wünsche der Gäste.

ReiseTravel Fact: Wer einmal eingekehrt ist, kehrt garantiert wieder. Das ist kein Wiener Schmäh nur in Worten! „Zum dritten Mann“ hält, was es verspricht! Gute kulinarische Küche aus Österreich mitten in der Hauptstadt Preußens!

Zum dritten Mann, Kollwitzstraße 87, D-10437 Berlin, Tel.: 030–40505018, info@zumdrittenmann.de - www.zumdrittenmann.de

Zu erreichen mit: M 10 Prenzlauer Allee/Danziger Straße, M 2 Marienburger Straße, U 2 Eberswalder Straße.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12 bis 01.00 Uhr, Samstag und Sonntag ab 10 Uhr. Montag ist Ruhetag.

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt zur Einstimmung auf dem Restaurantbesuch:

Wiener Küche Pichler VerlagAuthentisches aus der k. u. k. Hofküche: Wien – das ist seit jeher die Stadt der Genießer und Feinschmecker, gutes Essen steht im Mittelpunkt von Wiener Lebenslust und Lebensfreude. Wien bleibt Wien und Wien ist immer eine Reise wert.

Die besten Rezepte zum Nachkochen: Gewachsen und verfeinert unter dem Schutz des habsburgischen Doppeladlers, ist uns die Wiener Küche zu einem reichen kulinarischen Erbe geworden. Sie versammelt das Beste, was das weite Reich einst zu bieten hatte: Knödel und Nockerl aus Böhmen, von der ungarischen Puszta inspiriertes Gulasch und natürlich die Höhepunkte der k. u. k. Hofküche: Tafelspitz und Sachertorte, Apfelstrudel und Wiener Schnitzel. Die Autorin ist eine ausgezeichnete Kennerin der Wiener Kochtraditionen, sie verrät, wie Wiener Küche auch heute leicht und einfach nachzukochen ist, und präsentiert alle legendären Klassiker. Die Kochanleitungen sind klar und übersichtlich abgefasst und daher auch für Hobbyköche leicht nachzuvollziehen. Zahlreiche Tipps und Hinweise für den modernen Küchenalltag machen das Buch zu einem praktischen Ratgeber, hilfreich in jedem Haushalt.

Renate Wagner-Wittula, geboren in Addis Abeba, studierte Germanistik, Anglistik und Kulturelles Management. Sie verfasste zahlreiche Kochbuch-Bestseller, zuletzt erschienen von ihr „Die Wiener Küche“ (gemeinsam mit Adi Bittermann), „Das große Mehlspeisen- Kochbuch“, die „Strudelküche“ und „Die traditionelle österreichische Küche“.

ReiseTravel Fact: Wien ist anders, das Buch „Wiener Küche“ ist anders, einfach super, mit seiner multikulturell angehauchten Küche. Einfach selbst einmal Nachkochen oder eine kulinarische Reise in die Donau Metropole Wien als Lifestyle Event einplanen.

Wiener Küche von Renate Wagner-Wittula, Pichler Verlag Wien, ISBN 978-3-85431-629-9, www.styriabooks.at

Das Buch kostet im Buchhandel 14.99 Euro.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Volker-T. Neef.  

Volker T. Neef
 

Unser Autor berichtet aus der Bundeshauptstadt und ist in Berlin wohnhaft.

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