Christoph Zürcher

Der Autor ist ein neuer Karl May und er schreibt einfach gut

Die letzten wahren Abenteuer: Ferien bei den Kannibalen. Skirennen in Afghanistan. Neandertaler-Diät in West Virginia. Zu Fuß durch Mexiko City. Marathon im Dschungel des Amazonas. Auf der Suche nach Bin Laden in Pakistan. Stelldichein mit Riesenechsen und Piraten. Flucht vor den stärksten Frauen der Welt.

Wie ich Kannibalen, Taliban und die stärksten Frauen der Welt überlebteProbleme sind Programm: Was passiert, wenn man dorthin reist, wo man besser nicht hingehen sollte? Christoph Zürcher lässt nichts aus. Er überschreitet Grenzen, dass jedem Mallorca-Touristen das Blut in den Adern gefriert. Ganz nach dem Motto: „Probleme lassen sich zuweilen auch dadurch lösen, dass man sich noch größere Probleme aufhalst“. Dabei ist der Autor ein „Don Quijote der Moderne“, der schnell an die Grenzen seiner mentalen und körperlichen Möglichkeiten gelangt. Bei all diesen Dramen leidet der Leser qualvoll mit und stellt immer wieder fassungslos fest, dass man auch bei den härtesten Bewährungsproben über sich selbst lachen kann.

Christoph Zürcher, Jahrgang 1965, hat an der Universität Zürich allgemeine Geschichte, Soziologie und politische Wissenschaften studiert. Er leitet das Ressort Gesellschaft/Stil der NZZ am Sonntag und lebt in Zürich.

ReiseTravel Fact: Der Autor ist ein neuer Karl May, und der behauptet: alles Selbst erlebt. Wir begegnen einer Figur, die bereit ist, etwas Besonderes zu erleben. Ein amüsanter Reiseführer unserer Zeit, allerdings für unternehmungsfreudige Menschen.

Wie ich Kan­ni­ba­len, Ta­li­ban und die stärks­ten Frau­en der Welt über­leb­te, die letzten wahren Abenteuer von Christoph Zürcher, 218 Seiten, ISBN 978-3-280-05493-2,  Orell Füssli Verlag, www.ofv.ch

Das Buch kostet im Buchhandel 19,95 Euro.

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