Berlin

Organisationen stellten Projekte und Angebote im Rahmen eines Straßenfestes vor

Kiezrunde in Reinickendorf: Einmal jährlich findet das Kiezfest „Rund um die Auguste“ in der Auguste Victoria Allee statt. Diese Kiezrunde ist eine Arbeitsgemeinschaft der Jugendhilfe, in der alle im Sozialraum „Rund um die Auguste“ tätigen Träger und Institutionen der Jugendhilfe zusammengeschlossen sind. Im Rahmen gemeinsamer Sitzungen wird über Förderungs- und Unterstützungsangebote beraten, diese werden dann auch durchgeführt.

Das Fest wurde von Andreas Höhne, stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Jugend, Familie und Soziales, eröffnet. Kinder und Jugendliche aus dem Wohngebiet gestalteten ein aus Musik- und Tanzeinlagen bestehendes Bühnenprogramm. Alle in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Einrichtungen stellten an Informationsständen ihre Projekte den Besuchern vor. Zusätzlich rundete ein Fußballturnier das Fest ab. Neben sozialen Trägern und Vereinen stellten auch Einrichtungen des Bezirks, die an der Auguste Victoria Allee angesiedelt sind, ihre  Dienstleistungen vor. Dazu gehörte die Stadtteilbibliothek von Reinickendorf West, die von Karl-Heinz Schulze geleitet wird.

Kiezfest ReinickendorfAn einem Infostand hatten die Mitarbeiter dieser öffentlichen Lesestube auf ihre vielfältigen Ausleihmöglichkeiten aufmerksam gemacht, neben dem klassischen Ausleiher, dem Buch, können Gesellschaftsspiele, Zeitschriften, Tonträger und hochmoderne X-Box Spiele ausgeliehen werden.

Karl-Heinz Schulze betonte: „Alle Mitarbeiter der Stadtteilbibliothek nehmen immer gerne an diesem Kiezfest teil, uns geht es darum, auf die große Wichtigkeit des Lesens aufmerksam zu machen. Die Fähigkeit, zu lesen, eröffnet alle Möglichkeiten im Schulalltag, besonders an weiterführenden Schulen und später im Berufsleben. Es ist eine traurige Tatsache: Wer nicht oder sehr schlecht lesen kann, ist für sein ganzes Leben benachteiligt. Diese Person muss schlecht bezahlte Berufe annehmen, kann im Supermarkt die Schilder der Sonderangebote nicht wahrnehmen und gibt dadurch mehr Geld aus. Wir fördern hier an unserem Informationsstand die Lesefähigkeit. Mittlerweile bin ich schon über 30 Jahre im Dienst und kann sogar mit Stolz darauf verweisen, dass unsere Stadtteilbibliothek einigen Leseratten Tipps gegeben hat, was zu tun ist, wenn jemand ein Buch schreiben und verlegen möchte. Es ist uns sogar gelungen, für diese Spezialfälle Verlage zu finden, die die Werke auf den Buchmarkt gebracht haben. Es ist doch ein schönes Gefühl für mich als Bibliothekar zu wissen, ein Bücherfreund, der als Jugendlicher zu mir kam und sich Bücher auslieh, hat mittlerweile ein Werk verfasst das ich an neue Bücherfreunde ausleihen darf. Natürlich sind diese betreffenden „Schriftsteller“ noch nicht sonderlich reich geworden durch die Tätigkeit als Autor und betreiben das nebenberuflich oder als Hobby, aber immerhin, allein schon die Tatsache, dass ein Buch in allen Buchhandlungen zu bestellen ist und sich in Bibliotheken befindet, ist als Erfolg anzusehen“.  

Natürlich waren auch „Lokalpolitiker“ beim „Augustefest“ anwesend, so Kerstin Köppen (CDU), stellvertretende Jugendhilfe Ausschussvorsitze: „Hier können wir Bezirksverordneten uns erkundigen, was jeder einzelne Verein und jede Organisation, die uns bereits bekannt und vertraut ist, leistet. Ebenso lernen wir hier neue Vereine und Einrichtungen kennen, die uns ihre Tätigkeitsfelder vorstellen. Daher nutze ich das Fest „Rund um die Auguste“ auch zur Verfestigung der bestehenden Kontakte und zum Aufbau von neuen Kontakten.“

Das Fest besuchte auch Lisa Bubert (19), die sich über das erfolgreiche „frische“ Abiturzeugnis freut und ein Medizinstudium plant. Die Reinickendorferin sagte: „Viele Kulturen stellen sich hier vor, das gefällt mir besonders, zeigt es doch den Zusammenhalt aller Reinickendorferinnen und Reinickendorfer“. www.berlin.de/ba-reinickendorf

Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Volker-T. Neef.   

Volker T. Neef ReiseTravelUnser Autor berichtet aus der Bundeshauptstadt und ist in Berlin wohnhaft.

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