Bad Herrenalb

Zum Adventsmarkt kommt Besuch aus Ungarn

900 Kilometer Anreise zum Adventsmarkt: Strahlender Sonnenschein und viele Besucher prägen zum ersten Adventswochenende den Adventsmarkt auf dem Dobel. „Wir sind hier jedes Jahr zur Jugendfreizeit und dann ist der Adventsmarkt ein absolutes Muss“, erklärt Elisa Held aus dem Südschwarzwald, die mit Gleichgesinnten die süßen Köstlichkeiten am Stand von Tótvázsony, der ungarischen Partnergemeinde des Höhenortes genießt. Denn eigens zu diesem Anlass haben es sich nun bereits zum wiederholten Mal die Freunde aus der ungarischen Partnerstadt nicht nehmen lassen ihre Spezialitäten vor Ort einem interessierten Publikum zu kredenzen. Und in der Tat, die angebotenen „Versucherle“ wie die aromatische ungarische Wurst, der Kolbász, die aus reinem Schweinefleisch besteht und zu vielen aromatischen Gewürzen mit scharfem ungarischen Paprika gefertigt wird, ist eine Spezialität, der selten einer widersteht. Denn nach Wurst gibt es einen ungarischen Schnaps – den Pálinka – und danach noch einen Marille Strudel mit Walmüssen, gefertigt nach Großmutter Rezept.

Besuch aus Ungarn präsentiert im Nordschwarzwald seine Köstlichkeiten

Besuch aus Ungarn Nordschwarzwald

Daher ist es kein Wunder, dass viele Besucher das Angebot nutzen und nicht nur hier mit Leckereien versorgen. Neben Spezialitäten aus der Region wie Pralinen, Honig, Nudeln, Schinken und Käse gab es zudem viel Kunsthandwerk und attraktive Geschenke zu kaufen. Neben Mützen, Schals und Handschuhen lockten Stände im Kurhaus mit Schmuck, Seifen, Kunsthandwerk aus Holz und Hufeisen, Marmeladen, Liköre, sowie eine große Anzahl an Adventsgestecken.   

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Sabine Zoller

Adventsmarkt mit Pasta und italienischem Wein

Nach einer Corona bedingten Zwangspause bot der 31. Loffenauer Weihnachtsmarkt endlich wieder Einheimischen und Gästen ein Forum zum Austausch und Zusammensein.

Schon vor der Kirche hat der Weltladen Loffenau seine Pforten geöffnet, wo viele Ehrenamtliche im Einsatz sind und nicht nur Windlichter, Kerzen, Kunsthandwerk, Schmuck und Getöpfertes anbieten. „Wir haben hier auch eine große Ecke für Naschkatzen eingerichtet“, so Iris Lach, die auf viele Fairtrade Schokoladensorten verweist. Gleich neben der Kirche sind Schafe vor der fast lebensgroßen Weihnachtskrippe zu sehen und dann eröffnet sich dem Betrachter ein buntes Treiben auf dem Weihnachtsmarkt.

Zu Gast aus Italien 

Stella Portante, Partnergemeinde Montefelcino und Elisabetha Romangoli

Stella Portante, Partnergemeinde Montefelcino und Elisabetha Romangoli

„Hier treffen sich einmal im Jahr alle Leute“, so Julie Seitz, die mittlerweile zwar in Mannheim wohnt, aber als gebürtige Loffenauerin den Weihnachtsmarkt zum Besuch des Heimatortes nutz. „Man kennt sich. Das ist für uns ein Event wo man einfach hingehen muss“, so ihre Schwester Lore Merkle, die sich zudem darüber freut, dass auch für die Kinder einiges geboten ist. Und tatsächlich füllt sich der Adventsmarkt zur langsam anbrechenden Dämmerung zusehends mit Menschen. Bürgermeister Markus Burger begrüßt nicht nur seine Bürger, sondern auch die 20 Gäste und fleißigen Unterstützer des Marktes die auch aus der Partnergemeinde Montefelcino angereist sind und rät dazu, „an jedem Stand etwas zu essen und zu trinken, denn dann sind alle den ganzen Abend beschäftigt.“ Neben Glühwein und Kinderpunsch, Anja´s gebrannten Mandeln, Pulled Burger von Marco Zapf, Honig, Met und heiße Waffeln vom Imker Ebner, sind es vor allem die italienischen Weine, Würste und Pasta Gerichte, die den Gästen munden. „Unsere Italiener kennen wir schon lange“, berichtet Lore Merkle (81), die mit ihrer Schwester Gertrud Luft (80) gekommen ist, um „wieder einmal die Spezialitäten der Partnergemeinde zu verkosten und „vor allem das Olivenöl einzukaufen, das direkt vom Erzeuger kommt.“ Das Organisationsteam der Interessensgemeinschaft (IG) Weihnachtsmarkt, bestehend aus Peter Loch und Regina und Roland Ebner hat erneut einen attraktiven Markt geschaffen, der mit live Musik der beiden Akustik Duos Soraya und Sven und Eva und Sebastian, sowie dem Besuch des Weihnachtsmannes alias Pfarrer Florian Lampadius lockt. Die Kinder der Kinderkirche und Jungschar haben fleißig gebacken und gebastelt, um mit dem Erlös ihrer Produkte eine neue Tischtennisplatte zu finanzieren und wer einen gemütlichen Plausch im Warmen haben wollte, den zog es zu den Ausstellern ins Gemeindehaus, wo auch die Loffenauer Künstlerin Kerstin Farken eine Auswahl aus ihren Arbeiten rund um das Thema Heimat und Schwarzwald zeigt.

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Sabine Zoller

Viehtrieb im Nordschwarzwald

Angenehme Herbsttemperaturen und strahlender Sonnenschein lockten viele Menschen zum Viehtrieb auf den Schwalbenhof in den Nordschwarzwald: Viele schauen begeistert der Limousinherde zu, die den saftig grünen Weideflächen neben dem Schwalbenhof in Neusatz zusteuern. „Wir haben uns hier schon den Bauernhof angeschaut, denn meine Tochter liebt Tiere“, so ein Vater,  der schmunzelnd hinzufügt: „Von den Traktoren und großen Maschinen war sie ebenfalls begeistert.“ Es ist ein Tag wie in einem Bilderbuch, doch statt bunten Bildern gibt es auf dem Hof der Familien Dreßler und Duss alles live zu erleben. „Wir haben heute schon die Kälber gestreichelt und die großen Truthähne bewundert“, erklärt der Vater von Emily (7) und Lia (11), der eigens gekommen ist, um seinen Kindern einen lebendigen Bauernhof zu zeigen. Und tatsächlich strömen Menschen aus allen Himmelsrichtungen nach Neusatz und  schon zur Mittagszeit sind alle verfügbaren Parkplätze am Ort besetzt. Unter dem Motto „Gläserne Produktion“ hatten die Betreiberfamilien zum Hoffest mit Viehtrieb eingeladen, um nicht nur Schweine, Gänse und mobile Hühnerställe für den Freilauf der gackernden Legehennen zu zeigen. Geboten war eine große Vielfalt an Erlebnissen, bei denen auch viele Vereine und damit rund vierzig freiwillige Helfer aus, der Umgebung unterstützend tätig waren. Traktoren aus der Region, eine Hüpfburg, Kinderschminken sowie der Musikverein aus Langenalb und die Völkersbacher Dorfmusikanten sorgten zudem für eine volksfestähnliche Stimmung.

Viehtrieb im Nordschwarzwald

Viehtrieb im Nordschwarzwald

In der voll besetzten Scheune gab es Brathähnchen,  Maultaschen und Bratwürste, alles aus eigener Produktion und daher auch großes Lob von Dagmar Hämmerle. Die Leiterin des Amtes für Landwirtschaft und Naturschutz im Landratsamt Calw war eigens vor Ort, „da es uns wichtig ist, dass die landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Calw erhalten bleiben, weil sie nicht nur hochwertige Lebensmittel erzeugen, sondern zudem unserer Kulturlandschaft erhalten.“ Hämmerle betont bei ihrer Ansprache die Bedeutung der Bauernhöfe, die „mit ihrer Gläsernen Produktion immer wieder ihre Türen und Tore öffnen, um den Verbrauchern zu erklären, wie Landwirtschaft funktioniert.“ Auch Heiko Duss ist davon überzeugt, dass ich die Verbraucherinnen und Verbraucher immer weiter von der Landwirtschaft wegentwickeln. „Alle wollen es regional, aber es darf vor der Haustüre nicht stinken“, so der Landwirt, der aufzeigt, dass er mit seinen Produkten auch Geld verdienen muss. „Wir wollen an solchen Tagen den Gästen unseren Betrieb nahebringen und damit die Akzeptanz in der Bevölkerung stärken“, so Duss, der zudem betont, dass sein Hof an 365 Tagen für alle offen steht und Gäste stets willkommen sind.“ 

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Sabine Zoller

Halloween auf dem Dobel

Ganz schön schaurig schaut der Totenkopf aus seinem Grab heraus: Gut, dass die aufwendige Dekoration auf dem Dobel für Halloween lediglich Attrappen zeigt.

Jedes Jahr wird am 31. Oktober Halloween gefeiert. Der Begriff, der sich vom englischen „All Hallows´Eve“ ableitet bedeutet so viel wie am „Vorabend des Allerheiligen“, also dem christlichen Feiertag, der am ersten November stattfindet. Durch den Sprachgebrauch hat sich der Begriff mittlerweile als „Halloween“ etabliert und Kinder freuen sich darauf sich zu verkleiden.

Das Brauchtum, das aus der Keltenzeit stammt, hat seine Heimat im katholischen Irland. Als eines der vier wichtigsten Feste im Jahr fand das „Samhain“ am 1. November statt, um damit den Sommer zu verabschieden. Mit dem Dank für eine erfolgreiche Ernte wurde zeitgleich der Winter begrüßt und ein neues Kalenderjahr begonnen. Zudem war der Glaube weit verbreitet, dass die Toten in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November die Tore der Unterwelt öffnen, um zu ausgewählten Lebenden zu gehen, die dann im darauffolgenden Jahr sterben. Um sich und die seinen zu verschonen, verkleideten sich die Kelten in gruselige Gesellen, damit die Toten glaubten, sie seien nicht mehr unter den Lebenden. 

Gruselfaktor Halloween auf dem Dobel

Gruselfaktor Halloween auf dem Dobel

 

 

 

Als nun im 19. Jahrhundert viele Iren in die USA auswanderten, nahmen sie auch ihre Bräuche in die neue Heimat mit. Das ursprünglich irische Fest vermischte sich mit den Gepflogenheiten der amerikanischen Einwohner und so entstand das heute bekannte Halloween, für das Fratzen in Kürbisse geritzt werden, um sie mit einer Kerze vor die Haustüre zu stellen. Kinder verkleiden sich und laufen von Haus zu Haus, um „Süßes oder Saures“ zu erhalten, und große Veranstaltungen feiern mit dem „Festival of Fear“ die Stunden des Gruselns mit professionell verkleidet und geschminkten Darstellern. 

Was nun die dekorative Gestaltung auf dem Höhenort Dobel betrifft, so ist nicht nur ein überdimensionales Spinnennetz mit Spinne in den Vorgarten integriert, sondern auch ein Grabstein mit der Aufschrift R.I.P. zu finden. Das Kürzel, das „Rest in Peace“ heißt bedeutet übersetzt „Ruhe in Frieden“. Da unheimliche Friedhöfe bekannter Maßen zu den gruseligsten Orten zählen, eignet sich zu Halloween der Vorgarten bestens, um diesen in eine realistisch aussehende Grabstätte zu verwandeln.

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Sabine Zoller

Spenden Wander Marathon ausgebucht

Trotz Dauerregen und nasskaltem Herbstwetter war der Spenden-Wander-Marathon zugunsten krebskranker Kinder ausgebucht. Auf insgesamt 15.000 km bewältigten 600 Wanderer die zertifizierten Wanderwege im Nordschwarzwald. Ein Mammutprojekt, das die drei Gemeinden Bad Teinach/Zavelstein, Neubulach und Neuweiler durch den ehrenamtlichen Einsatz von 150 freiwilligen Helfern stemmen und damit einen Erlös von über 10.000 Euro erwirtschaften konnten.

Gewandert wurde auf vier unterschiedlichen Wanderstrecken. Die Marathonstrecke von 42,2 km verlief auf zertifizierten Wegen und auch die Strecken für die Wanderung mit 27,2 km, den Spaziergang mit 16,7 km und die Familientour mit 7,8 km lockten. Schon vor sechs Uhr in der Früh standen die ersten Wanderer vor der Tür und bis zur offiziellen Eröffnung der Bürgermeister um neun Uhr, war bereits ein Großteil der Startnummern inclusive „Vesperdäschle“ an die Wanderer ausgegeben. 

"Der eine oder andere hat es mitbekommen, dass Lara Schwämmle mit vier Jahren an Leukämie erkrankt ist“, so Bürgermeister Markus Wendel bei seiner Ansprache. „Sie wohnt bei uns im Stadtgebiet Bad Teinach-Zavelstein. Diese schreckliche Nachricht hat einen Ruck durch die Bevölkerung ergeben und die Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen. Uns war es daher ein Herzensanliegen, dem Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V. unter die Arme zu greifen.“ Mit Herz und Hand wurde das Projekt gefördert und entwickelte sich zu einer Veranstaltung, die nun alle Erwartungen übertroffen hat. „Bei den Planungen wurden Gespräche zu Profis gesucht - wie geht man einen Marathon eigentlich an? Unser Ziel waren 500 angemeldete Läufer“, so Wendel, der über wichtige Infos berichtet und erklärt: „Dann erhielten wir einen kleinen Dämpfer in Bezug auf die Teilnehmerzahl. Zitat: Wenn sich 300 Wanderer anmelden, dann ist das richtig gut für Ihre Erstveranstaltung! Wir aber haben auf Anhieb die Zahl verdoppelt und sind überwältigt und sehr, sehr stolz komplett ausgebucht zu sein mit 600 Teilnehmern.“ Doch die große Anzahl von Wanderern, bei der der jüngste drei Jahre und der älteste 78 Jahre ist, stellt die Organisatoren auch vor kleinere und größere Herausforderungen.

Spenden Wander Marathon ausgebucht

Spenden Wander Marathon ausgebucht

„600 Starterbags, wovon jeder Läufer eines bekommt, müssen zusammengestellt und gepackt werden“, so Bürgermeisterin Petra Schupp aus Neubulach, die sich bei Verena Schwämmle, der Mutter von Lara, und Horst und Susanne Ammann vom Förderverein für krebskranke Kinder aus Calw für die tatkräftige Unterstützung bedankt. Bürgermeister Martin Buchwald Neuweiler verweist auf die Verpflegung entlang der Strecken und den Shuttle-Bus, der die Teilnehmer von Neubulach bzw. Neuweiler zurück zum Start ans Ziel bringt. „Für die sportlich Ambitionierten gibt es eine professionelle Zeitmessung und für den Fall der Fälle das DRK und die Freiwillige Feuerwehr vor Ort.“ 

Unter Applaus ist es dann die Aufgabe der kleinen Lara das rote Band zum offiziellen Auftakt der Veranstaltung zu durchtrennen, um danach mit ihren Eltern und dem zwei Jahre älteren Bruder Bastian selbst an der Wanderung teilzunehmen. „Lara hat die Familientour mit acht Kilometern prima bewältigt, lediglich der letzte Kilometer war etwas anstrengend“, berichtet Verena Schwämmle, die zudem betont: „Ich hoffe, dass mit dieser Wanderung viel Solidarität für die Kinderkrebsforschung aufkommt, um viele Kinder und Erwachsene zu heilen.“ 

Auch Anton Hofmann, Vorsitzender der Geschäftsführung vom Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen ist überwältigt von der großen Resonanz des Wander-Marathons. „So etwas habe ich noch nicht erlebt! Dass drei Gemeinden sich e für unseren Verein engagieren und die gesamten Spendenerlöse für krebskranke Kinder Spenden ist enorm. Wir können nur helfen, wenn auch wir unterstützt werden.“  

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Sabine Zoller

Traumberuf Schäfer - Jule Bauer präsentiert Schafe in Bad Cannstatt

Jule Bauer ist elf Jahre alt und will Schäfer werden. Als Jungzüchterin präsentiert sie nun erstmals ihre Schafe auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart.

Traumberuf Schaefer Jule Bauer

Jule stammt aus Wildberg und ist mit der Tradition der Schafzucht eng verbunden

Wer kennt sie nicht?

Jule ist das blonde Mädchen, das in seiner Heimatgemeinde Wildberg seit vielen Jahren mit seinem Lieblingsschaf Rila nicht nur das überdimensionale große Werbeplakat für den Schäferlauf, sondern auch die Prospekte ziert. „Damals war ich noch klein“, so die Aussage der heute Elfjährigen, die sich daran erinnert, „dass Vater mich und mein Lieblingsschaf in den Wagen gepackt hat, um im Kloster von Wildberg Fotoaufnahmen zu machen.“ Das war vor sechs Jahren.

Und der Grund dafür war einfach: „Die Stadt hat nach über 40 Jahren ein neues Motiv für den Schäferlauf gesucht“, so die Aussage von Vater Karl-Martin Bauer. Der Landwirtschaftsmeister führt zusammen mit seiner Frau Nina, der ausgebildeten Tierwirtin, bereits in achter Generation eine Schäferei, deren Fokus auf der Zucht von Merinolandschafe liegt.

Und das hat einen ganz besonderen Grund: Denn der württembergische Herzog Ulrich verbot die Haltung von Zaupelschafen, die krankheitsanfällig waren und nur geringe Wollerträge lieferten. Mit der Einfuhr von insgesamt 104 spanischen und französischen Merinoschafen im Herbst 1786 wurde der Grundstein für den Aufbau einer eigenständigen Schafsrasse, dem Württembergischen Schaf, gelegt. Im Jahr 1915 wird dafür der Rassename „Württembergisch veredeltes Landschaf“ festgelegt, das sich durch „einen gut geformten Körper und einen hohen Wollertrag“ auszeichnet und mittlerweile als „Württemberger Lamm“ zu einer geschützten Marke zählt. Mit seiner Zucht achtet Karl-Martin Bauer akribisch auf die markanten Merkmale seiner Schafe, was durch zahlreiche Auszeichnungen zu belegen ist. Zudem ist der Schäfer rund um Wildberg unterwegs, um als Natur- und Landschaftspfleger die Hänge mit seinen Schafen freizuhalten. Wohlgemerkt – mit seinen Schafen. Denn es gibt auch klassische „Ausreißer“, die mittlerweile durch die Pflege und Fürsorge seiner Tochter Jule einen Sonderstatus tragen.

„Mit Rila bin ich aufgewachsen“, erklärt Jule voller Stolz und streichelt ihr Lieblingstier, das sich durch ein besonders weiches Fell auszeichnet. „Rila hat ganz gerade Beine und könnte im Zuchtbuch ganz oben stehen“, so die fachmännische Auskunft der Teenager, die sich lieber im Stall und Hof aufhält, als sich um Hausarbeit zu kümmern. „Könnte“ ist das Zauberwort, das ihren lieb gewonnenen Vierbeiner von der Zucht abhält, aber gibt es etwas schöneres, als dafür eine der besten Freundinnen für´s Leben gewonnen zu haben? „Ich habe Rila mit der Flasche großgezogen“, berichtet Jule, die sich voll und ganz auf ihren Liebling konzentriert. „Damals war Jule knapp vier Jahre alt und fast nicht mehr aus dem Stall zu bringen“, sagt der Vater und ergänzt mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht: „Und daran hat sich bis heute eigentlich fast nichts geändert.“ Nach wie vor spielt sich neben der Schule in Neubulach der Lebensmittelpunkt von Jule auf dem Hof und im Stall der Schafe ab. „Ich möchte Schäfer werden“, so der klare Tenor der Wildbergerin, die in diesem Jahr sogar zum ersten Mal beim Schäferlauf teilgenommen hat der die Tradition des Brauchtums- und Heimatfestes ebenso am Herzen liegen wie der Zuchtbetrieb der Familie. Von klein auf ist sie mit Tieren aufgewachsen und durfte schon früh in ihrem Leben Verantwortung für ein kleines Lamm übernehmen, das von der Mutter keine Milch annehmen wollte. Mittlerweile ist der Aufgabenbereich gewachsen, denn neben Rila zählen auch Sindy, Nila und Fenja zu „Ihren“ Schafen. „Die werden von mir versorgt und hören sogar auf´s Wort“. 

Nicht ohne Stolz berichtet Vater Bauer über das feine Gespür seiner Tochter, die sich mit viel Geduld, Liebe und Zuneigung den Tieren widmet. „Jule hat alle vier Schafe mit dem Schoppele aufgezogen, und daher sind es nun ihre Tiere.“  Diese dürfen im Vergleich zu vier anderen Schafen im Stall frei auf dem Hof umherlaufen. „Die vier hier werden von mir auf die Hauptprüfung zum Cannstatter Wasen vorbereitet“, berichtet Jule und zeigt auf ein Halfter, mit dem sie die Schafe zum Wettbewerb in Stuttgart führen wird. Zum Schaftag am 26.09.2022 dreht sich für den Teenager alles um die Württembergischen Vierbeiner, doch damit beweist das junge Mädchen auch Courage und Leidenschaft für einen Beruf, den sie in Zukunft auch in der neunten Generation ausführen möchte.

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Sabine Zoller

Schlösser und Gärten

Deutschland ist das Land der Burgen und Schlösser. In zahlreichen Städten und Dörfern findet sich ein entsprechendes historisches Monument. Doch da hört die Gemeinsamkeit oftmals schon auf. Für die Burgen und Schlösser bestehen unterschiedlichste Trägerschaften und Eigentumsverhältnisse. Dazu kommen die föderalistische Struktur der Bundesrepublik und die Kulturhoheit der Länder. Das Ergebnis sind oftmals Kommunikationsbarrieren der Verantwortlichen, die für den Erhalt und die Pflege der historischen Monumente zuständig sind.

Der Verein „Schlösser und Gärten Deutschland e. V.“, der 2012 in Berlin gegründet wurde, will Kommunikation, Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit privater und öffentlicher Träger fördern. Er setzt sich aus mittlerweile 73 Mitgliedern mit 365 Monumenten zusammen. Zu dem Zusammenschluss gehören neben zahlreichen Eigentümern und Betreibern von Burgen, Schlösser, Klöstern und Gärten auch Organisationen wie die Deutsche Burgenvereinigung, die Aktionsgemeinschaft privates Denkmaleigentum, die Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, die Deutsche Burgenstraße oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. 18 Millionen Gäste besuchen jedes Jahr die dem Verein angeschlossenen Schlösser, Klöster, Burgen und Gärten. 

Den Vorsitz führte seit nunmehr vier Jahren Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Sein Stellvertreter, Fürst Alexander zu Sayn-Wittgenstein, Ehrenpräsident der Deutschen Burgenvereinigung, ist bereits seit dem Gründungsjahr als Vorstand des Vereins aktiv. Auf der zurückliegenden Jahrestagung des Vereins am 28. und 29. September im einstigen Residenzschloss Heidelberg haben beide nun ihre Ämter altershalber aufgegeben.

An ihre Stelle tritt der auf der Jahrestagung neugewählte Vorsitzende Jens Spanjer, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schloss Dyck, und Dr. Anja Hoppe, Leiterin des Betriebs Burg Hohenzollern, als seine Stellvertreterin.

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Sabine Zoller

Endlich online Tablets, Monitore und flächendeckendes WLAN für die Schule

Fünf interaktive 76-Zoll-Monitore, 20 iPads für die Schüler, zehn iPads für die Lehrer, eine schulweite Verkabelung sowie zahlreiche WLAN-Zugriffspunkte, die für mobiles Internet im gesamten Gebäude sorgen – die Falkensteinschule wurde pünktlich zum neuen Schuljahr fit für das digitale Lernen gemacht.

Ermöglicht wurde dies durch den Digital Pakt Schule, mit dem die Bundesregierung und die Landesregierungen „den flächendeckenden Aufbau einer zeitgemäßen digitalen Bildungsinfrastruktur unter dem Primat der Pädagogik“ fördern wollen. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür rund fünf Milliarden Euro zur Verfügung. In der Herrenalber Falkensteinschule wurden davon rund 60.000 Euro benötigt, von denen das Land als Schulträger 50.000 Euro trägt, die restlichen 10.000 Euro übernimmt die Stadtverwaltung.

Um die Förderung zu beantragen, musste zuvor ein Medienaktionsplan erstellt und eingereicht werden. Dieser verlangte nicht nur die Angabe der benötigten Hardware, sondern auch eine Planung der Verkabelungsstruktur, damit ein Zugriff auf das Internet von jedem Punkt im Schulgebäude gewährleistet ist. Verantwortlich dafür war Andreas Göhring, in der Verwaltung zuständig für die IT, der in enger Zusammenarbeit mit Rektorin Patricia Fischer und dem Lehrkörper außerdem die Hardware-Angebote, speziell der Monitor-Hersteller, verglichen hat.

Denn moderne Monitore für den Schulgebrauch müssen weitaus mehr als reine Wiedergabegeräte leisten, wie Göhring erläuterte. „Die Monitore sind mit einer Festplatte und einem Android-Betriebssystem ausgestattet und haben selben den Funktionsumfang wie Computer, Laptops oder Smartphones. Genau wie diese verfügen die Monitore über einen Touchscreen und können von den Lehrern interaktiv, beispielsweise als Tafel genutzt werden.“ Zudem gibt es einen App-Store mit Lern-Apps der unterschiedlichsten Kategorien und auch Lernfilme der Kreismedienanstalt können online abgerufen werden. Die kabellose Kopplung der iPads mit den Monitoren ist ebenfalls problemlos möglich. Außerdem sind die Monitore durch Rollen an den Ständern mobil und können dort eingesetzt werden, wo sie benötigt werden.

Endlich online

Rektorin Fischer zeigte sich erfreut über ihre neue digitale Schule. „Den Kindern werden damit außerordentlich vielfältige Lernangebote zur Verfügung gestellt. Wir sind alle sehr glücklich darüber, dass das punktgenau zum Beginn des neuen Schuljahres geklappt hat.“ Herrenalb Bürgermeister Klaus Hoffmann betonte bei seinem Besuch in der Falkensteinschule den zukunftsweisenden Aspekt der digitalen Ausstattung. „Die Welt wird zunehmend digitaler und die Anforderungen an Schüler und Lehrer, damit Schritt zu halten, werden nicht weniger. Wir haben nun einen großen und wichtigen Schritt hin zu einer modernen Grundschule getan.“

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Sabine Zoller

Herbstmarkt im Nordschwarzwald

50 Aussteller bestätigten für den Herbstmarkt in Bad Herrenalb eine durchweg positive Resonanz und trotz trüber Wetterlage sind auch die Einzelhändler mit der Besucherfrequenz dem verkaufsoffenen Sonntag zufrieden.

Gemütlich schlendert Maria Schorb vom Kurhaus in den Kurpark, um auch dort die Marktbeschicker zu besuchen. „Wir haben heute eine kleine Genussreise gemacht und Essig und Öle eingekauft“, so die Besucherin aus Marxzell, die zudem attraktive Präsente für die bevorstehenden Geburtstage gefunden hat. Zum Schauen und Staunen lockten zwischen Kurpark, Rathausplatz und Klosterviertel nicht nur kulinarische Besonderheiten, sondern zudem ein musikalisches Begleitprogramm im Kurhaus, das mit einer bunten Mischung aus Oldies, Mitmachsongs und Schlagern einen gelungenen Zeitvertreib für weitere Gäste bot. „Ich wusste gar nicht, dass es einen so schönen Markt in Bad Herrenalb gibt“, erklärt Helena Schey aus Freiburg, die mit ihren Kindern Philipp und Elias eine Reise in den Nördlichen Schwarzwald unternommen hat. „Wir sind zuerst mit dem Zug von Freiburg nach Karlsruhe und von dort mit dem Dampfzug nach Bad Herrenalb gefahren. Und jetzt haben wir genügend Zeit, um uns ganz in Ruhe den schönen Produkten auf dem Markt zu widmen“, so der Tenor der Mutter, die das Holzspielzeug und dekorativen Accessoires aus heimischen Hölzern wie Tanne, Buche, Ahorn und Nussbaum von Autodidakt Stefano Cinquegrani aus dem Kinzigtal bewundert.

Tannenhonig von Imker Torsten Schiebenes

Tannenhonig von Imker Torsten Schiebenes

Handgefertigte Besonderheiten wie herbstliche Gestecke und Kränze aus Trockenblumen und Naturmaterialien bei Regina und Michael Bräuer aus Kürnbach bei Bretten sind ebenso zu finden wie selbst gemachte Seifen, filigraner Silberschmuck, Pudelmützen und Handschuhe. „Nach zwei Coronajahren merken viele, dass sie nicht mehr in ihre Trachten passen“, berichtet Alexander Knipp, der in seinem Trachtengeschäft eine große Nachfrage nach Lederhosen verzeichnet, während Karin Ehl in ihrer Boutique mit Mode in italienischem Design für Glücksmomente bei Damen sorgt. Neben Federweißer, Quitten- und Traubensaft aus dem Bühlertal sind zum Herbstmarkt zudem regionale Erzeugnisse gefragt. 

„Wir haben einen großen Zulauf an Stammkunden“, so unisono die Aussage der Marktbeschicker, die aus der näheren Umgebung von Herrenalb kommen. Schwarzwälder Schinken, Rauchware und Corned Beef sind die Klassiker beim Schwalbenhof von Neusatz und Edith Kull, vom Dobel präsentiert ein vielfältiges Sortiment an frischem Obst und Gemüse. Aus Schorndorf bei Stuttgart sind Christine und Günther Lang angereist und sind vom Tannenhonig begeistert. „Der ist so wunderbar kräftig im Geschmack“, so das Credo der Besucher, die bei Imker Torsten Schiebenes die Gelegenheit nutzen, um nicht nur Blüten- und Waldhonig, sondern zudem Honigmet und Honigbier zu verkosten, bevor sie sich aufmachen die restlichen Stände des Herbstmarktes zu erkunden.

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Sabine Zoller

Circus Salto Mortale ist ein Familienunternehmen

Mittlerweile steht das rot-weiß gestreifte Zelt, und Adriano Bügler findet Zeit nach seinem tierischen Nachwuchs zu sehen. „Das ist Pascal, unser sechs Monate altes Kamelfohlen. Er wurde bei uns im Zirkus geboren.“ Liebevoll streichelt der 26-jährige Juniorchef den Höckerträger, der vom Säugen noch ein weißes Schnäutzchen zeigt. „Das ist derzeit der Star unter unseren Zirkustieren“, so der Artist der lachend ergänzt: „Die Tiere gehören zu uns wie die eigenen Kinder, denn wir sind eine große Familie.“ Und tatsächlich sind Familie und Circus wie aus einem Guss. Der Zirkus "Salto Mortale" wurde 1811 in Rheinland-Pfalz gegründet und noch heute ist Oma Monika (71) der heimliche Chef. Als Akteure sind Kinder, Enkel und Urenkel in der Manege, die Zeit ihres Lebens Zirkusluft geschnuppert haben.

Adriano Bügler ist stolz auf das Kamelfohlen, das sich prächtig entwickelt

Adriano Buegler und Kamel Pascal

Das bunte Programm wird alleine von 17 Personen bestritten, die allesamt den Namen Bügler tragen. „Ich bin Messerwerfer, mache die Luftakrobatik, Saltos und mein zehn Monate alter Sohn Giano zeigt, dass er bereits auf meiner Hand balancieren kann.“ Für die Clown Nummern „Charly und Gagy“ ist der Onkel Ronald (30) mit seinem Sohn Vincenzo (5) zuständig und für die Tierdressuren sein Bruder Toni (23). Dabei werden nicht nur Kaltblüter und rassige Araberpferde gezeigt, sondern mit einem feinen Gespür für Rinderrassen auch Zuchten aus unterschiedlichen Kontinenten wie tibetanische Yak, indisches Zebu-, schottisches Hochland- oder ungarisches Steppenrind. Insgesamt gibt es 30 Vierbeiner, die neben den Kamelen auch ein Dromedar, Esel und Lamas umfassen. Über das was und wie freilich will Adriano Bügler noch nichts verraten, denn nun müssen zuerst noch die knapp dreihundert Sitzgelegenheiten rund um die Manege aufgestellt und festgemacht werden. 

Für das rund zweistündige Programm gibt es die Karten im Vorverkauf ausschließlich an der Zirkuskasse täglich von 10.00 bis 12.00 Uhr. 

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Sabine Zoller

"Findelkinder" freuen sich auf ein neues Zuhause

Charlotte Willuhn ist ratlos: Die Tierklinik in Gaggenau entwickelt sich zur Auffangstation für ausgesetzte Haus- und Jungkatzen. „Es gibt tatsächlich Menschen, die sich Haustiere mit der dazugehörenden Verantwortung angeschafft haben und diese nun in der Urlaubszeit regelrecht entsorgen“, stellt die junge Tierärztin  fest, die ihr Augenmerk auf die Pflege und Versorgung von kranken Tieren richtet. „Wir haben einfach keinen Platz, um uns zusätzlich um gesunde Vierbeiner zu kümmern. Zudem sind unsere Kapazitäten auf der hausinternen Station begrenzt und wir benötigen die Räumlichkeiten für unsere zu behandelnden Patienten“, so der Tenor der Tiermedizinerin, die binnen zwei Wochen 15 Jungtiere und Mutterkatzen als Findlinge vor der Tür der Klinik vorgefunden hat. 

„Wir können uns nicht erklären, was die Besitzer dazu bewegt fünf Katzen in einen kleinen Karton zu sperren und ohne Wasser oder Futter bei einer Nacht- und Nebelaktion auszusetzen.“ Der Stimmlage der jungen Tierärztin ist anzumerken, dass sie entsetzt darüber ist, dass sich Menschen nicht nur vor der Verantwortung drücken, sondern auch ihren Schmusetigern so etwas antun können. Dabei bringt sie völliges Unverständnis den Menschen gegenüber auf, die ihre Tiere auf diese Art und Weise „entsorgen“. Für sie sind solche Taten unverantwortlich, zumal bei einem weiteren morgendlichen Fund zwei trächtige Katzenweibchen und zwei knapp acht Wochen alte Kätzchen darunter waren. „Die Mütter mit ihren Neugeborenen sind wohlauf“, so die Aussage der Betreuerin, die sich darüber freut, dass der Buchtunger Tierhof diesen Katzenwurf übernommen hat. Nun aber sind noch immer die Jungkatzen zu vermitteln. „Wir haben die Katzen entsprechend ärztlich versorgt, unter anderem auch von Zecken und Flöhen befreit.“ Für das langbeinige Geschwisterpärchen und die knapp acht Wochen alten Kätzchen soll nun ein neues Zuhause gefunden werden, da die Tierheime schon längst mit Corona Flüchtlingen überfüllt sind.

Charlotte Willuhn mit getigerten Jungkatzen

Charlotte Willuhn mit getigerten Jungkatzen

„Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine müssen eine Ohrmarke tragen, warum gibt es keine Chip-Pflicht für Katzen?“ Mit einer Registrierungspflicht könnte man nicht nur den Tierärzten und Behörden helfen. „Bei der Internationalen Suchplattform TASSO ist die Markierungsnummer einsehbar und die Besitzer können verständigt werden“, so Willhun, die dazu anmerkt: „Das ist besonders hilfreich bei Unfallkatzen.“ Oftmals werden ihre verwundeten Fellnasen nur durch einen Aufruf auf Facebook gefunden, und so könnte alles unter der Einhaltung von Datenschutzrichtlinien vereinfacht werden. Für Willuhn geht es um das Wohl der Tiere, die unverschuldet in Not geraten sind und um deren Menschen, die die Verantwortung für dieses Wohl übernommen haben sich dieser leider entziehen.

Wer also den Findelkindern ein behütetes und liebevolles Zuhause schenken möchte, darf sich gerne melden unter 07224/3396

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Sabine Zoller

Zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann

Unter dem Titel „Kreislerina“ gestalteten die Pianistin Evelin Grizfeld und der Musikwissenschaftler Wolfgang Seibold zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann ein  überaus abwechslungsreiches Gesprächskonzert mit Texten von E.T.A. Hoffmann und dem dazu komponierten Klavierzyklus von Robert Schumann, der als Schlüsselwerk der romantischen Klavierliteratur gilt.

Pianistin und Referent im Forum Königs-Karls-Bad

Todestag von E.T.A. Hoffmann

Zum Auftakt der Veranstaltung im Forum Königs-Karls-Bad brachte die Pforzheimer Pianistin Evelin Grizfeld die letzte Nummer aus Schumanns „Kreisleriana“ zu Gehör, und eröffnete damit den literarischen Part rund um das Matinee-Thema, das in diesem Jahr sowohl dem Ehepaar Schumann, als auch E.T.A. Hoffmann gewidmet war.

Im Sommer 1859 weilte die Pianistin Clara Schumann (1817-1896) zu einem längeren Kuraufenthalt in Bad Wildbad und hat in diesem Jahr nach Recherchen von Wolfgang Seibold auch erstmals Stücke aus der von ihrem Mann Robert Schumann komponierten „Kreislerina“ in ihr Konzertprogramm aufgenommen. Das war drei Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes, der bereits 1838 die nachfolgenden Worte an seine Verlobte Clara geschrieben hat: „Meine Kreisleriana spiele manchmal! Eine recht wilde Liebe liegt darin in einigen Sätzen, und Dein Leben und meines und mancher Deiner Blicke.“ Für die Komposition hatte Schumann verschiedene Vorlagen aus einem Buch von E.T.A. Hoffmann entnommen, die als „Fantasiestücke in Callots Manier“ beschrieben und dem Kapellmeister Johannes Kreisler gewidmet ist.

Als versierter Musikwissenschaftler berichtet Seibold: „Hier hat Hoffmann (1776-1822) viel Biographisches mitverarbeitet, war er doch selbst nicht nur Dichter, sondern auch Musikkritiker, Dirigent und Komponist, und darüber hinaus auch ein begabter Zeichner und Maler seiner Zeit.“ Dass Seibold nun zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann zu dieser „Kreislerina“ referiert, hat einen ganz besonderen Grund: „Die erste Spur von Hoffmann findet sich bei Schumann in einem Tagebucheintrag von August 1828, wo er über sein Lieblingslokal, dem Kaffeebaum in Leipzig, räsoniert und „Wirthshäuser als die Orte bezeichnet, wo man seine Leute kennenlernt.“ Dort liest Schumann die Literatur von E.T.A. Hoffmann und ist vom Kapellmeister Kreisler angetan. „Hoffmann hatte in den Bamberger Jahren, wo er ab 1808 Theaterkapellmeister war, viele Kämpfe mit den „Bildungsphilistern“ dort auszutragen, und hierin war Schumann geradezu ein Nachfolger“, berichtet Seibold, der ein Zitat von Schumann über den „Kampf gegen die Talentlosen!“ folgen lässt.

Als ein weiteres Phänomen, in dem sich Hoffmann und Schumann ähneln, bezeichnet Seibold die für beide Männer durchaus spürbaren Doppelnaturen, die sich in der Literatur durch Veröffentlichungen in der „Allgemeinen Musikalischen Zeitung“ (1810) und „Der Zeitung für die elegante Welt“ (1814) herauslesen und in der Kreislerina Opus 16 heraushören lassen. Seibold rezitierte dazu zunächst Auszüge aus den Hoffmann´schen Texten, dann folgt das aus mehreren Sätzen bestehende Werk Opus 16 von Robert Schumann. Denn wie schon dem Literaten, war es auch dem Komponisten ein ganz besonderes Anliegen ein Bild seines Charakters darzustellen. Aus dem etwa halbstündigen Werk, das aus acht Einzelstücken besteht, ließ die Pianistin den stark kontrastreichen Charakter in G-Moll, B-Dur und weiteren quintverwandten Tonarten des Stückes erkennen. Das Publikum ist begeistert und Wolfgang Trautz von der Touristik Bad Wildbad überreicht als Dank für die Matinee allen Akteuren jeweils ein Gläschen mit dem begehrten Rosenblütengelee, das aus den Rosen des Kurparks gewonnen wird.

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Sabine Zoller

Sonnenblumen XXXL

Für ihre stattlichen, über drei Meter hohen Sonnenblumen im Stadtteil Rüppurr ist Hanne Bayerl gerne schon früh morgens mit der Gießkanne unterwegs. „Die haben wir alle aus einzelnen Samenkörnern gezogen“, so der Tenor der rüstigen Rentnerin, die im Vorjahr ihren 90. Geburtstag feiern konnte. „Die Bewegung im Garten ist genial, denn das hält fit“, verrät die einstige Sportlehrerin. Als Lehrerin hat sie an der Realschule in Rüppurr unterrichtet und selbst noch 1987 am Deutschen Turnfest in Berlin teilgenommen. Gerne bleibt sie bei den Riesengewächsen stehen und zählt gemeinsam mit den vielen Betrachtern die unglaublich große Knospenpracht, die sich an einer einzigen Sonnenblume herausgebildet hat.

Sonnenblumen XXXL 

Sonnenblumen XXXL

„Man muss schon genau hinschauen, aber es sind tatsächlich 22 Blütenknospen an einem einzigen Sonnenblumenstiel – und so etwas habe ich selbst noch nie gesehen.“ Vielleicht liegt das an der großen Fürsorge, oder auch an der kontinuierlichen Wasserversorgung, die einzig und alleine aus einem Regenwasserreservoire entnommen wird. Tatsache ist und bleibt, die Riesen-Sonnenblumen sind eine ganz besondere Augenweide.

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Sabine Zoller

Kinder Ferienprogramm: Sommer, Sonne, Eisvergnügen

Wie in jedem Jahr ist der Andrang beim Kinderferienprogramm zur Eisherstellung besonders groß. „Wir nur für eine begrenze Anzahl an Kindern Platz“, erklärt Barbara Russo vom Eiscafé La Vita, die sich dafür engagiert, dass jungen Naschkatzen „einen Bezug zu einem Produkt bekommen, das handwerklich hergestellt ist.“  Seit drei Jahrzehnten ist Russo nicht nur Eismacherin, sondern zudem eine diplomierte Fachfrau, die die Herstellung von Speiseeis in Italien von der Pike auf gelernt hat und nun 14 Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren in die Geheimnisse der Eisherstellung einweiht. Das ist Mathi (7) aus Bad Herrenalb eine „super spannende Sache“, denn es gibt nicht nur den Blick hinter die große Eistheke mit den vielen verschiedenen Sorten, sondern zudem Zutritt in die sonst für Besucher nicht zugängliche Eisküche, wo das Speiseeis in großen Kühlmaschinen entsteht.

Kinder Ferienprogramm: Sommer, Sonne, Eisvergnügen

Kinder Ferienprogramm: Sommer, Sonne, Eisvergnügen

Doch zunächst werden die Kinder in vier Gruppen aufgeteilt. „So können die Kinder selbst mixen, und abwiegen“, erklärt Russo, die für die Herstellung von Zitronen-, Mango-, Erdbeer- und Himbeer-Eis wissenswertes über die Früchte berichtet. Denn je nach Zuckergehalt der Frucht ist auf eine entsprechend veränderte Rezeptur zu achten. Daher haben Sarah (8), Sofie (7) und Philius (9) darauf zu achten, dass exakt 1000 Gramm Zucker in den Behälter für das Zitroneneis wandern, während Sina (6), Lennard (10) und Theodor (10) zur Vorbereitung für das Himbeereis nur 900 Gramm abwiegen dürfen. „Früchte mit viel Fruchtzucker wie zu Beispiel Himbeeren benötigen nicht so viel Zucker wie das Zitroneneis“, so die Erklärung von Russo, die die Kinder mit Schneebesen ausstattet und den Zucker mit einem veganen Bindemittel vermengen lässt. Dann wird heißes Wasser aufgeschüttet und die Ansage lautet: „Bitte kräftig rühren, denn das ist unsere Grundmasse für das Fruchteis.“ Die jungen Gelati-Hersteller sind eifrig bei der Sache. „Das ist cool“, meint Lennart, der ohne Mühe immer wieder den Schneebesen kreisen lässt, um daraus eine sämige Masse zu machen, die Theodor salopp als „dicke Zucker-Pampe“, bezeichnet. Am Nebentisch sind Tobias (8) und Leo (8) mit der Mango-Masse beschäftigt und wechseln sich beim intensiven Rühren immer wieder ab. „Ich liebe Mango auch als Frucht“, so Tobias, der sich auf das Eis-Ergebnis seiner Lieblingssorte freut. „Jede Fruchtkomposition einzigartig“, so Russo, die den Kindern erklärt, dass zwischen 40 und 60 Prozent Fruchtanteil auf einen Liter Eis benötigt werden. Nun darf die sechsjährige Sina einen großen Eimer Himbeeren in die Grundmasse geben, die Lennard im Anschluss mit dem überdimensionalen Turbo-Stabmixer gründlich vermengt. „Hier entsteht das Eis noch in reiner Handarbeit“, sagt Russo, die peinlich genau darauf achtet, dass eine cremige Eismasse entsteht, die im Anschluss erst einmal ruhen muss, bevor sie in die Eismaschine kommt. „In Deutschland wird durch Kontrollen streng darauf geachtet, dass nicht nur die Hygienemaßnahmen eingehalten werden, sondern auch die Deklaration der Eissorten stimmt“, so der Tenor der Eismacherin, die sich über den Eifer ihrer jungen Helfer freut. Denn nach rund zehn Minuten heißt es ran an den Eisschaber, um die fertige Eismasse aus der Gefriermaschine in einen zuvor gekühlten Behälter zu packen.  Lennard packt beherzt den Eisschaber, um das sämig aus der Eismaschine quellende dunkelrote Himbeermasse zu bändigen und nutz im Anschluss die Chance, um das frische Eis zu probieren. Das Ergebnis ist mehr als nur zufriedenstellend, denn so wie er testen auch die anderen Eismacher ihre Sorte und freuen sich auf eine extra große Packung, die sie als erfolgreichen Abschluss ihrer Arbeit mit nach Hause nehmen können.

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Sabine Zoller

Spectaculum

Spektakuläres mittelalterliches Lager mit rund 600 Mitwirkenden auf dem Dobel zieht ein vielfaches an Gästen an: Grandioses Wetter, bunte Kleider und sehenswerte Schauspielszenerien verwandeln den kleinen Ort im Nordschwarzwald in eine mittelalterliche Oase der Glückseligkeit. Keine Uhren und keine Handys sind die Voraussetzung für alle Mitwirkenden, die sich in die Zeit um 1500 zurückbeben, um schlicht und ergriffen zu endschleunigen. Das erstrebenswerte Ziel zieht Kreise, denn es kommen viele Gäste, die sich das aus nächster Nähe anschauen wollen. 

Spectaculum

Spectaculum

Bereits am Freitag eröffnete Organisator Markus Bröhmer als Marktvogt von der Bruchsaler Ritterschaft das Spektakulum nach zwei Jahren Corona-Auszeit mit einem Festumzug der bunt gemischten Gruppen und dem traditionellen Fassanstich mit Bürgermeister Christoph Schaack. Für das mittelalterliche Lagerleben waren erneut die „Satzveyaner“ aus Pfronten im Allgäu und die Tomburg Riitter aus Worersdorf bei Bonn angereist, um die grandiose Aussicht ins Rheintal bei einem entschleunigten Wochenende zu erleben. „Unsere Gruppe ist insgesamt mit elf Zelten vertreten“, berichtet Volker Reutier aus Pfronten, der alias „Marquardt von Schellenberg“ auf das Holzfeuer und die Verpflegung der Gruppe im „Pfundstopf“ achtet. „Das Lagerleben entschleunigt“, berichtet Bernd Trojandt, der eigens aus Sachsen-Anhalt angereist ist, um sich der Gruppe anzuschließen und Kim Vischer aus Conweiler erklärt nicht ohne Stolz: „Wir sind seit Anfang an dabei.“ Ebenso wie ihr Vater Eddy gehört sie zur Mittelalter Gruppe >Dragonari< und freut sich Jahr um Jahr auf das Treffen, „das für uns zu einer wunderbaren Auszeit ohne Handy zählt.“  Was für die einen als Hobby und „Urlaub im Ländle“ gilt, ist für andere eine Augenweide zum Schauen und Staunen. „Hier lagern nicht nur 25 unterschiedliche Gruppen, die in ihrer Freizeit das mittelalterliche Leben und Treiben nachstellen, sondern zudem Händler, die ein erlesenes Angebot anbieten“, so Bröhmer, der sich über das große Interesse an Besuchern freut. Denn geboten wir alles, was das Herz begehrt. „Sarazenenmaul“ heißt der Döner mit Putenfleisch und „Hexengesöff“ der Apfelsaft mit Calvados. Für Vegetarier gibt es Falafel oder Fladenbrote und gezahlt wird mit „Talern“. Wer sich gestärkt hat, kann sich dem bunten Treiben widmen und sich bei „Luftikus“ alias Eberhard Nitsche aus Ludwigsburg die Zukunft aus der Kristallkugel vorhersagen lassen, bei den Handwerkern wie Seiler, Lederer und Steinmetze bei der Arbeit zuschauen, oder die Gravuren bei Karl-Heinz Fleck bestaunen. Zur musikalischen Umrahmung sind „Ryanmar der Fidler“ aus Fellbach und „Petrus Fortunatus“ aus Trier angereist und begeistern den fünfjährigen Ben aus Schöllbronn, der selbst Gitarre spielt. „Unser Junge ist von den Rittern und Gauklern begeistert“, verrät sein Vater Hans-Jürgen Weber, der das „gigantische Lager mit der tollen Atmosphäre und den eindrucksvollen Schwertkämpfen“ lobt. Zum Schlendern, Schauen und Kaufen werden nicht nur Mitmachangebote für Kinder angeboten, sondern zudem originalgetreu nachgearbeitete Belagerungswaffen gezeigt. „Das ist ein Trebouchet, ein Katapult-Modell aus Holz und Seilen gefertigt, das bei Belagerungen zum Beschuss von Burgen eingesetzt wurde“, erläutert Frank Stühle aus Schwäbisch Gmünd. „Hier ist alles Natur“, freut sich Stefan Kling vom Dobel, der das Fest mit seiner Tochter Lina besucht und sich bei Einbruch der Dämmerung die eindrucksvolle Feuershow der „Plattenwald Barbaren“ nicht entgehen lässt.

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Sabine Zoller

Schwarzwald Verein Calw begeistert mit dem „brandheiss“ Konzert

Klassischer Big Band Sound mit Melodien die Begeistern, kulinarische Besonderheiten aus der Küche, ein Biergarten mit beleuchtetem Baumbestand und ein sonnig warmer Sommerabend werden von über 200 Gäste beim Open Air-Konzert des Calwer Schwarzwald Vereins in Zavelstein bejubelt, bei dem zuweilen sogar das Tanzbein geschwungen wird.

Mit einem riesigen Applaus bedankt sich das Publikum nach einem knapp dreistündigen Konzert beim 20-köpfigen Orchester von „brandheiß“ und fordert in rhythmischen Ton „Zugabe“, „Zugabe“ und noch mal „Zugabe“. Keiner will nach Hause gehen, denn sowohl die Beleuchtung mit Kerzenschein auf den Tischen, als auch die Lichteffekte an den Bäumen im Bierzarten zaubern in Kombination mit dem swingenden Sound der Big Band eine besonders romantische Stimmung. „Es ist unglaublich, heute hat uns diese grandiose Band einen zauberhaften Sommerabend mit so vielen Besuchern wie noch nie beschert“, erklärt ein sichtlich gerührter Organisator Jürgen Rust und erklärt via Mikrofon: „Sie können sich gar nicht vorstellen wie das berührt.“ Berührend und mitreißend zugleich folgt darauf die Zugabe mit dem ABBA Evergreen „Thank you for the Music“. Kaum hat Sängerin Birgit Pressel die ersten Töne angestimmt, folgt das Publikum als Chor und klatscht vor Begeisterung. Danach neigt sich ein musikalisch klangvoller Abend erst kurz vor Mitternacht langsam aber sicher dem Ende entgegen.

„Das Konzert stand schon lange in unserem Terminkalender, denn wir lieben diesen wunderschöne Biergarten in Zavelstein“, urteilt ein Ehepaar, das aus Weil der Stadt angereist ist und sich schon rechtzeitig einen der schönen Sitzplatz mit bester Sicht auf das Orchester gesichert hat. Ganz vorne hat sich auch Gerlinde Roller mit Bekannten und Freunden einen Tisch ausgesucht. „Das hier ist der schönste Biergarten weit und breit“, sagt sie bei strahlendem Sonnenschein. Bei den Worten: „Ich freue mich schon sehr auf diesen Konzertabend“, ahnt sie jedoch noch nicht, dass dieses Konzert mit einer prickelnden Überraschung für sie beginnt. Denn kaum startet die Big Band aus Pforzheim mit der Melodie von „Fly me to the Moon“, die einst Frank Sinatra so eindrucksvoll interpretierte, folgte ein Tusch und eine Ansage von Jürgen Rust: „Heute haben wir ein Geburtstagskind zu Gast. Wir gratulieren herzlichst!“ Es folgt ein konzertantes Ständchen und dazu ein Glas Sekt, denn immerhin muss der 80. Geburtstag auch gebührend gefeiert werden. Dann folgen Ohrwürmer, die aus den Federn berühmter Komponisten wie Benny Goodmann, Cole Porter stammen, und zu den Lieblingsstücken von Baritonsaxofonistin Claudia Walter zählen.

Mit Melodien wie „Remember When“ wird  an Bandleader Bert Kaempfert erinnert, das Martin Fuchs mit einem Trompetensolo eindrucksvoll in Szene setzt. Der Vollblutmusiker selbst ist begeistert von dem eindrucksvollen Ambiente. „Das Musizieren macht uns allen heute Abend besonders viel Freude, denn hier können wir zeigen, was in uns steckt. Open Air ist eben ein ganz anderes Feeling als ein Konzert in einem Saal.“ Kein Wunder also, dass die Programauswahl auch den langsam aufsteigenden Vollmond bedacht hat. „Der nächste Song handelt von einem Mond, der jedoch nicht weiß, gelb oder rot, sondern blau eingefärbt ist und den Titel „Blue Moon“ trägt, moderiert ein gut gestimmter Bernd Windelband, der als Bandchef nicht nur den Takt für die nachfolgenden Titel angibt,  sondern auch an Stelle von Bill Ramsey seine Stimme für  „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ leiht. Mit lateinamerikanischen Rhythmen begeistert zudem die Band, die mit Gitarrist Herbert auf „Don´t Know Why“ von Nora Joes einstimmt und danach als Stimmungsmacher von Mary Roos den Ohrwurm „Einmal um die Welt“ folgen lässt, den Sängerin Birgit Pressel eindrucksvoll interpretiert. „Wir sind aus Oberreichenbach mit dem Rad gekommen. Das sind nur knapp neun Kilometer“, berichtet Ricarda Becker, DeHoGa Campus Leiterin in Calw, die sich schon vor Tagen die begehrten Tickets zum nun ausverkauften Konzert besorgt hat. „“Was kann es denn schöneres geben, als in entspannter und einzigartiger Atmosphäre sich selbst etwas Gutes zu tun und zeitgleich eine kleine Spende für krebskranke Kinder zu machen?“ Freudestrahlend nickt Franziska Bürkle, die Tourismuschefin aus Teinachtal, die beim stimmungsvollen Abend auch ihr Spendenkässle kreisen lässt und Geld für ihre „Teinachtal hilft – Aktion“ zur Unterstützung krebskranker Kinder kreisen lässt.

Schwarzwald Verein Calw begeistert mit dem „brandheiss“ Konzert 

brandheiss Konzert Calw

 „Die Geselligkeit im Wanderheim stiftet einen unglaublichen Gemeinschaftssinn“, freut sich auch Jenniver Neubauer, die in doppelter Funktion als Schriftführerin des Schwarzwald Verein Calw und Mitarbeiterin der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald vor Ort ist. „Veranstaltungen wie diese sind identitätsstiftend für die Vereine und die gesamte Region“, so das Credo der Tourismusfachfrau, die zudem das kulinarische Gesamtpaket von Franz Berlin in den Fokus rückt. Serviert wird nicht nur Krustenbraten und Wurstsalat, sondern auch eine speziell für den Abend kreiertes Bachforellenfilet im Sesamfladen mit einem Dill-Sauerrahmdip. „Was für eine Nacht“ lautet dazu schlicht die musikalische Umrahmung, die alle Besucher begeistert. Mit eigens in Auftrag gegebenen Arrangements punktet die Band, die als Klangkörper der Feuerwehr Pforzheim zugehörig ist und daher auch den Namen „brandheiß“ trägt. Brandheiß endet das Konzert mit einer zweiten Zugabe und stimmt „Ain´t she sweet“ an, woraufhin ein glücklicher Jürgen Rust für das kommenden Jahr ein weiteres Konzert verkündet, bei dem man dann auch den 70. Geburtstag vom Wanderheim feiern kann.

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Sabine Zoller

Tiroler Bergfest auf dem Hausberg der Pforzheimer

Das sonnige Wochenende bescherte dem Dobler „Dorfwiesen-Fescht“ mit vielen partyfreudigen Gästen einen großen Zulauf. Unter dem Motto  „Tiroler Bergfest“ wurde nach zwei Jahren Pandemie-Pause mit live Musik und Barbetrieb bis drei Uhr früh gefeiert.  

Als Veranstaltung hat das Dorfwiesenfest der Freiwilligen Feuerwehr Dobel mittlerweile Kult-Charakter und wird nicht nur von Gästen aus nah und fern besucht. Das zünftige Fest beim Feuerwehrhaus hat Tradition und daher kommen auch die Feuerwehr-Kameraden aus der Region. Mit großem Applaus begrüßt Kommandant Sven Schatz die Besucher von der FFW aus Dennach, Schömberg, Straubenhardt und Höfen, sowie die FFW aus Bad Herrenalb, Neusatz, Bernbach, die eigens zum „Tiroler Bergfest“ gekommen sind, und damit die gute Kameradschaft und den Teamgeist zwischen den Feuerwehrleuten pflegen, die sich im Einsatz blind aufeinander verlassen müssen. „Wir sind mit der ganzen Familie hier“, berichtet Tamara Posteur (17), die erst jüngst ihre Truppmann Ausbildung absolviert hat und nun ebenso wie ihre Brüder Daniel und Marvin zur FFW Höfen zählt, deren stellvertretender Kommandant ihr Vater Timo Grossmann ist. „Zusammenhalt ist Ehrensache“ lacht Sven Schatz, der zu den intensiven Vorbereitungen zum Fest nicht nur über nicht nur über Zeltaufbau und 100 Biertischgarnituren, sondern auch die schon Tage zuvor begonnene Renovierung der leeren Hütte auf dem „Hausberg“ berichtet. „Zehn Kameraden haben renoviert und das Wasserrad samt Seilbahn zu unserem Themenfest instandgesetzt.

Tiroler Bergfest auf dem Hausberg der Pforzheimer

Tiroler Bergfest auf dem Hausberg der Pforzheimer

Die liebevoll ausgewählte Dekoration kommt von Elke Friedrich und unserem Dekoteam“, so Schatz, der nicht ohne Stolz argumentiert, „bei uns hilft jeder mit und unser gesamtes 43-köpfiges Team ist im Einsatz.“ Dabei wird am Holzkohlegrill der beliebte Bergspieß gebrutzelt, oder als Küchenmannschaft mit Schnitzel und Maultaschen gewerkelt, um den Bedarf der zahlreichen Besucher zu decken. „Für den Service haben wir nicht nur zum Mittagstisch und zur Kaffeetafel, sondern auch jetzt am Abend Unterstützung vom Musikverein bekommen“, freut sich Bürgermeister Christoph Schaack, der zunächst als Kamerad an der Kasse sitzt und dann zur offiziellen Eröffnung gemeinsam mit dem Kommandanten das Bierfass ansticht. Für die Bar an der Hütte zeichnen Elke Friedrich du Gerda Treiber verantwortlich und für die Cocktail-Bar im Zelt daneben erhält der stellvertretende Kommandant Alexander Lutz von Bauwagen-Freunden Unterstützung. Für problemlosen Transfer zum Fest sind die Kameraden Mike und Simon Großmann mit dem Fahrdienst unterwegs und für den passenden Sound sorgen die Vollblutmusiker aus Simonswald. Das „Schwarzwald Quintett“ ist erstmals auf dem Dobel präsent und begeistert mit ihrem „Alpenrock“ bis weit nach Mitternacht. Mit einem festlichen Mittagstisch, Kaffee und Kuchen sowie einer Schauübung der Jugendfeuerwehr gab es am Sonntag einen gemütlichen Ausklang des erfolgreichen Festes.

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Sabine Zoller

Nordschwarzwald Spenden Wander Marathon

Neue Tradition: Am 1./2. Oktober 2022 rückt der erste Schwarzwälder Spenden-Wander-Marathon das idyllisch gelegene Teinachtal im Nordschwarzwald in den Fokus. Wiesen und Wälder bieten für die Wanderer nicht nur weite Ausblicke und würzige Schwarzwaldluft, sondern zudem einen ganz besonderen Mehrwert, denn alle, die ihre Wanderstiefel schnüren beteiligen sich an einem wohltätigen Zweck. 

Schwarzwald Spenden Wander Marathon

Schwarzwald Spenden Wander Marathon

„Mit unserem Spenden-Wander-Marathon wollen wir nicht nur das Wohlbefinden der Wanderer steigern, sondern den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V. unterstützen“, erklärt Franziska Bürkle, Leiterin der Teinachtal-Touristik. Unter dem Motto „Teinachtal hilft“ haben sich die Schwarzwälder Gemeinden Bad Teinach-Zavelstein, Neubulach und Neuweiler zusammengeschlossen, um nicht nur eine olympische Streckenlänge von 42 Kilometern für Wanderer auszupflocken, sondern darüber hinaus ein Wander-Wochenende für die ganze Familie anzubieten. „Wir bieten vier unterschiedliche Wanderungen mit entsprechenden Streckenführungen“, ergänzt Michael Stahl von der Teinachtal-Touristik. Für die außergewöhnliche Wanderveranstaltung in Deutschlands größtem zusammenhängenden Mittelgebirge werden für diesen Wandertag besonders attraktive Abschnitte auf prädikatisierten Wanderwegen angeboten. 

Mit viel Fingerspitzengefühl hat Michael Stahl die Wegestrecken ausgelotet, die mit 42,2 Kilometern eine olympische Streckenlänge umfassen, mit 27,2 Kilometern zu einer normalen Wanderung, mit 16,7 Kilometern zu einem Spaziergang und mit 7,8 Kilometern zu einer Familientour zählen.

Für den Start der Streckenführung wurde der Wasser-, Wald- und Wiesenpfad ausgewählt der im Landkreis Calw als Genießerpfad und Premiumweg ausgeschildert ist und neben urigen Wäldern und idyllischen Bachläufen herrliche Aussichten bis zur Schwäbischen Alb bietet. Wie bei einem echten Marathon werden die Anmeldungen elektronisch erfasst, damit für jeden Teilnehmer die Bestzeit gemessen werden kann. „Für diesen Wander-Marathon sind sogar schon Anmeldungen aus den USA bei uns eingetroffen“, berichtet Franziska Bürkle, die auf die limitierte Teilnehmerzahl von 500 Wanderern verweist, „weil das sonst organisatorisch nicht mehr zu stemmen ist.“ Über 150 Helferinnen und Helfer haben sich für die Aktion gemeldet, die als Streckenposten, oder in der Verpflegung der Teilnehmer eingesetzt werden können, „damit der Erlös aus Startgeld und Spenden einen möglichst hohen Betrag ergibt“. So der Wunsch von Franziska Bürkle, die mit diesem außergewöhnlichen Projekt junge Patienten unterstützt, die viel Kraft und Energie für ihre Chemo- und Cortisonbehandlungen aufbringen, um sich im Kampf gegen Leukämie zur Wehr zu setzen. „Jährlich erkranken in Deutschland rund 2000 Kinder an Krebs und die Diagnose ist ein unfassbarer Schock für die Eltern“, erläutert Stahl ergänzend, der das Schicksal der fünfjährigen Lara, hautnah erlebt hat, die in der Gemeinde wohnt. Das quirlige Mädchen ist gerne in der Natur, liebt das Versteck spielen und Beeren sammeln im Wald. Nach 14 Monaten Therapie ist die Kleine nun auf dem Weg der Genesung. „Das hat sie der Forschung zu verdanken, die heute schon vieles über die Entstehung von Kinderkrebs weiß“, berichtet Bürkle, die sich mit ihrem engagierten Team mit ganzem Herzen für diese Spendenaktion einsetzt. „Das Wohlbefinden aller liegt uns am Herzen. Jeder Schritt in der Natur fördert unsere Gesundheit und in diesem Fall ist es einfach damit auch einmal etwas Gutes für sich und andere zu tun.“

Also: Wer die Region noch nicht kennt oder wer sie schon kennt und liebt, wer am Wochenende noch nichts vorhat und wer dabei noch eine soziale Sache unterstützen möchte – anmelden und am ersten Oktoberwochenende die Wanderschuhe schnüren. Schwarzwälder Spenden-Wander-Marathathon am 01. & 02. Oktober 2022 - https://www.teinachtal.de/de/aktuelles/teinachtal-hilft-2022/1-schwarzwaelder-spenden-wander-marathon/ - www.teinachtal.de

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Sabine Zoller

Mitgelacht und mitgesungen wurde beim Fest der Feste

Mit insgesamt 51 Ausstellern bot das Klosterfest in Bad Herrenalb an zwei sonnig schönen Sommertagen zudem eine vielfältige Flaniermeile zum Feiern, Schlemmen, Schlendern und Genießen. Das schönste Kompliment kommt von einem Gast: „Dass so eine kleine Stadt so etwas auf die Beine stellt, ist schon etwas ganz Besonderes.“ Und tatsächlich ist die 45. Auflage des beliebten Festes „so wie es wir es aus den Anfängen kennen, ein Fest, das alle Sinne berührt“, berichtet  Gerlinde Weiß. „Wir haben überall Bands, die musikalische Highlights bietet, besondere Orte für Kleinkinder und Jugendliche, sowie Kunsthandwerker aus der Region“ so Weiß, die sich nach einer Corona bedingten Auszeit über die große Beteiligung und das unermüdliche Engagement der ortsansässigen Vereine freut. „Mit unserer Trachtengruppe sind wir heute zum 45. Mal auf dem Klosterfest dabei und servieren nicht nur herzhafte Kost, sondern zeigen auch unsere Tanztradition“, erklärt Rosalinde Wetzel, deren Gäste im zelt mit den schwungvollen Melodien vom Musikverein Bad Herrenalb-Gaistal unterhalten werden, während Genya Kai und Ralph Hammer bei ihren Orgelkonzerten mit klassischen Werken von Bach und Brahms eine „Atempause der besonderen Art“ in der Klosterkiche erklingen lassen.

Mitgelacht und Mitgesungen wurde beim Fest der Feste

Mitgelacht und mitgesungen wurde beim Fest der Feste

Neben Klosterführungen und dem Café im Gemeindehaus, bei dem Kaffee und Kuchen für den Chor und die Jugendarbeit angeboten wird, ist das Klosterareal ein attraktiver Anziehungspunkt für Ritter, Gaukler und Mittelalterspezialisten. Die Zelte und Lagerstätten von Druiddenheim, Uweaner und Ignis Bubo lassen die Herzen von Till (12) und Bela (6) höher springen, denn die Gäste aus Marburg lernen bei Kerstin und Tom aus dem Kinzigtal, wie man mit Feuersteinen ein Lagerfeuer entfacht. Während Väter, Mütter und Kleinkinder sich hinter der Klosterkiche beim Spielemobil erfreuen, ist für Sara die Kletterwand der Sportfreunde das auserkorene Ziel. „Wenn ich oben bin und die Glocke läute, dann gibt es ein Geschenk“, betont die achtjährige, die gut gesichert die acht Meter hohe Wand erklimmt. Für Roswitha Kolb steht das Klosterfest als ein absolutes „Muss“ im Kalender, denn ein Besuch vor Ort hat für sie schon Tradition. „Ich bin jedes Jahr dabei“, so der Tenor der Herrenalberin, die nicht nur Freunde und Bekannte trifft, sondern „stets Neues entdeckt“ und sich bei der großen Vielfalt von handgefertigten Scherenschnitten am Kunsthandwerkerstand von Anika Kötz erfreut. Konzept der Vielfalt kommt an. Überall herrscht großes Stimmengewirr und Freude über Freunde, die ganz spontan auch in den Arm genommen werden. „Die Musik macht unglaublich viel aus“, urteilt Gerlinde Weiß, die nicht nur die Rock-Klassiker „Hard Cover“ vor der Villa Lina und „Pik As“ vor dem Gemeindehaus in einem Atemzug nennt, sondern auch die marschierenden Guggenmusiker "Transpiratio" aus Bruchsal und vor dem Herrenalber Paradies die „Singende Mönche“ als krönenden Höhepunkt und Abschluss einer erfolgreichen Veranstaltung mit vielen zufriedenen Besuchern der Klosterstadt hervorhebt.

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Sabine Zoller

Erster Tourismustag im Nordschwarzwald

Die neue Strategie der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald stand im Fokus der ersten Tourismustagung im Kurhaus von Bad Liebenzell, um Experten aus Politik, Tourismus, Gewerbe und Hotellerie ebenso wie Bürgern und Vertretern von Schwarzwaldvereinen sowie den Schwarzwald Guides der Region über die weiteren Ziele zum Thema Nachhaltigkeit und Qualität zu informieren.

Mit einem hochrangigen Aufgebot an Referenten und Podiumsteilnehmern war es der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald gelungen, zahlreiche Interessensvertreter aus den umliegenden Orten sowie die Bürger der anliegenden Gemeinden mit der neuen Strategie vertraut zu machen.  „Wir Touristiker kennen keine Grenzen“, so René Skiba, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, der als Gastgeber den Vortragsreigen mit anschießendem Workshop eröffnete.„Auf Basis unserer Mission möchten wir Ihnen zeigen, warum wir die Natur als unser wertvollstes Gut sehen und wie wir als Initiator für einen wertvollen Lebensraum nutzenstiftend agieren wollen“, so Skiba, der Carolin Deberling, Geschäftsführende Gesellschafterin der Agentur für strategisches Marketing Gruppe Drei als Mitgestalter der Strategie und Moderatorin des Tages begrüßte. Unter dem Motto „Stärken stärken“  gab Landrat Helmut Riegger nicht nur einen Rück-, sondern zudem einen Ausblick in den stärksten Wirtschaftsfaktor des Landkreises Calw, der seit der Gründungsphase der Tourismus GmbH im Jahr 2013 die 14 einzelnen Gemeinden unter einer Marke zu vereint. „Tourismus hat Zukunft“, so Riegger der über neue entwickelte Tourismusziele in der Region berichtet, die 2016 als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert wurde. „Während die Pandemie den Übernachtungstourismus lahmlegte, boomte der Tagestourismus und Straßen zu Ausflugszielen mussten gesperrt werden.“  Eindrücklich beschreibt Riegger das auslösende Moment zur Neugestaltung der Marke, die daraus Impulse zum Start einer Neuausrichtung im Nordschwarzwald gezogen hat.

Tourismustag im Nordschwarzwald

Die Strategie lautet daher: „Natur erleben, ohne sie kaputtzumachen.“ Wie der Tourismus in diese Richtung zu entwickeln ist beleuchtete Angela Giraldo, die Begründerin der TourCert gGmbH, die sich von dem „immer schneller, weiter und öfter“ im Tourismus abwendet und eine neue Denkweise einfordert, die im Bewusstsein der begrenzten natürlichen Ressourcen, des Klimawandels und drohenden Artenverlustes darauf abzielt die Natur zu schützen, zu erhalten und zu fördern. Mit der neuen Strategie sollen Gäste ebenso wie die lokal ansässige Bevölkerung nicht nur die Natur, sondern auch den touristischen Mehrwert genießen. 

Weitere Ausführungen zur Umsetzung nennt René Skiba. „Wir verfolgen Ziele mit dem, was wir tun.“ Im Bewusstsein der begrenzten natürlichen Ressourcen, des Klimawandels und des drohenden Artenverlusts soll Energie und Material gespart werden. Um das zu erreichen werden Strukturen gebildet, die durch Netzwerke und Kooperationen sichtbar sind. „Der Markt hat sich nach Corona verändert. Früher stand der Gast im Fokus, heute ist es die Natur.“  Daher bestimmt nun der Dreiklang „Natur, Bürger, Gast“ die strategische Ausrichtung der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald, die dazu beitragen will, dass ein sanfter Tourismus „dem Gast und dem Gastgeber Freude bereitet.“ 

Mit einer grafischen Aufbereitung aller schriftlich fixierten Ausführungen erläuterte Skiba die neue Ausrichtung der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald (TNS), die als „Strategie-Baum“ gestaltet ist. „Als Wurzelwerk dienen die Kommunen und Gemeinden und als Baumkrone die Orte mit ihren touristischen Produkten. Dazwischen bildet der Landkreis den Stamm, um dem gesamten Konstrukt den Halt zu geben, der mit neuen Impulsen durch die TNS versorgt wird.“ Als Ziel wird eine erlebnisreiche Gesamtjahresdestination für Gäste angegeben, die nachhaltig allen Akteuren dienen soll.

Bei einer Podiumsdiskussion berichtete Profis zum Thema Nachhaltigkeit. Neben Hansjörg Mair, Geschäftsführer Schwarzwald Tourismus GmbH, Angela Giraldo, TourCert, Inge Hormel, Landratsamt Calw, Abteilung Forstwirtschaft, Ricarda Becker, DeHoGa, Kreisverband Calw und Corinna David, Leitung Marketing TNS, war unisono eine zuversichtliche Grundstimmung für eine gute Zukunft des Schwarzwalds zu vernehmen. „Die Qualität stimmt und die Angebote passen“, so Mair, der darüber berichtete, dass die Übernachtungszahlen von Mai 2022 bereits höher liegen als die Übernachtungen aus demselben Zeitraum im Jahr 2019. Zwar sehen die Klimaprognosen nicht so gut aus, doch nach Aussage von Inge Hormel, wird der „Schwarzwald bis 2050 noch immer grün sein.“

Stimmen zur Veranstaltung:

Andrea Matt – Unternehmerin  aus Bad Liebenzell

„Ich freue mich, dass der nachhaltige Tourismus hier in der Region so ein Gewicht hat, denn auch wir als Unternehmer können nur davon profitieren. Denn es ist auch schön, den Schwarzwald anderen zugänglich zu machen.

Jürgen Rust - Schwarzwald Verein Calw

„Wir pflegen mit rund 13.000 Kilometer ein weitverzweigtes Wegenetz für Touristen und leisten damit die Basis für einen nachhaltigen Tourismus um Wanderer auf unseren Routen ohne Overtourismus zu erfreuen.“

Martin Buchwald aus Neuweiler

„Den Tourismus gemeinsam darstellen, ist Richtungsweisend für die Region.“

Roberto Chiari, BM Bad Liebenzell

„Tourismus ist für unsere Region essenziell wichtig. Wir stehen nicht im Wettbewerb untereinander, sondern stehen als Region mit anderen potenziellen Reisezielen im Wettbewerb.“

Marco Gauger, BM  Bad Wildbad

„Tourismustag heute war wertvoll, um das Thema Qualität im Tourismus zu beleuchten.

Die steigenden Übernachtungszahlen zeigen, dass Qualität überzeugt und unsere hochwertigen Angebote wahrgenommen werden.“

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Sabine Zoller

Feuerwehr und Feuershow im Fokus

Zu einem Sommerfest für die Vereine gibt es in Höfen vieles zu bestaunen: Nach Einweihung der neuen Enzauenhalle am Donnerstag stand unter dem Dreiklang Feuerwehr, Vereine und Feuershow tags darauf das Sommerfest im Mittelpunkt der Gemeinde Höfen. Zum Auftakt übergab Bürgermeister Heiko Stieringer symbolisch den Schlüssel für das neue Feuerwehrzeug an Feuerwehr Kommandant Thomas Braune und betonte: „Bereits 2019 stand das Mittlere Löschfahrzeug (MLF) im Feuerwehrbedarfsplan, und nun wird der Wunsch auch offiziell Wirklichkeit.“ In Summe mussten für die moderne Ausstattung und Technik rund 283.000 € für Fahrgestell, Auf- und Ausbau sowie Beladung aufgewendet werden. Zuwendungen des Feuerwehrwesens und Zuschüsse aus dem Ausgleichstock ergaben in Summe 143.000 €, so dass für die Gemeinde letztlich noch rund 140.000 € an Kosten verbleiben.

Feuer Lichtershow vor der Enzauenhalle

Feuer-, Flammen- und Lichtershow vor der neuen Enzauenhalle

„Mit der modernen Feuerwehrausstattung haben wir einen Löschwassertank mit 1.000 Litern an Bord und damit ist das Fahrzeug einsatztaktisch wesentlich wertvoller als das Vorgängerfahrzeug,“, so Kommandant Thomas Braune. Das alte LF8 geht nach 28 Dienstjahren allerdings nicht in Rente. Es wurde für 9.000 Euro an die evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck verkauft, um dort als künftig als „Papamobil“ Vater-Kind Aktionen zu begleiten. Nach den Segenswünschen von Pfarrer Emanuel Ruccius-Rathgeber war das Sommerfest am neuen Standort vor der multifunktionalen Enzauenhalle eröffnet. Für ein vielfältiges Angebot an Speisen und Getränken sorgten die ortsansässigen Vereine und ihre ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die nicht nur Steak, Flammkuchen und Waffeln, sondern zudem eine große Auswahl an selbst gemachten Likören boten. Während bei sommerlichen Temperaturen das Fest in der Talaue bei geselligem Beisammensein endlich wieder Raum und Zeit für Gespräche und Kontakte bot, gab es für viele Kinder nur ein Ziel: „Alle wollen mit dem Löschfahrzeug mitfahren“, so der 

zehnjährige Tim, der bereits aktiv bei der Jugendfeuerwehr mitwirkt und gemeinsam mit Finn (8) in einer langen Schlange ansteht, um einen Platz im Feuerwehrfahrzeug zu bekommen. Auch Lara (9) und Annika (9) wollen wissen, wie es drinnen in einem Löschfahrzeug aussieht und finden eine Fahrt mit der Feuerwehr „echt cool“.  Während Dennis und Tim als Discjockey vom VfL Höhen die Gäste mit einem schwungvollen Sound auf die Tanzfläche locken, ist Wolfgang Stier als Tourismusbeauftragter der Gemeinde mit vielen Kindern damit beschäftigt die Motive der 2.500 bunten Lichterbecher zu entzünden.  Fulminanter Höhepunkt des Abends ist die mit Musik begleitete Feuer-, Flammen- und Lichtershow der Pyrotechniker Jonathan Kees und  Alex Mospanow, die mit viel Applaus begleitet wird.

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Sabine Zoller

17 neue Schwarzwald Guides ausgebildet

Mit großem Jubel und lautem Hurra, präsentieren sich die frischgebackenen Schwarzwald-Guides zum Gruppenfoto vor dem Bärenschlössle in Christophstal. Nach neun Monaten Ausbildung kommen nun 17 neu ausgebildete Natur- und Landschaftsführer/innen für den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord hinzu, die in Zukunft auf ihren Wandertouren durch den nördlichen und mittleren Schwarzwald interessante Fakten zu den Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft vermitteln.

Neue Schwarzwald Guides ausgebildet

Im Oktober 2021 startet in Kooperation mit der Volkshochschule des Landkreises Freudenstadt der neue Ausbildungskurs zum „Schwarzwald-Guide im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord“ zunächst Corona bedingt in online Präsenz. Dann aber wurden 2022 die Unterrichtseinheiten live und vor Ort im Landkreis Freudenstadt durchgeführt. „Bereits 2004 war die VHS Freudenstadt der erste Kooperationspartner, der in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord e. V. die allerersten Schwarzwald Guides ausgebildet hat“, so Elke Stehle, Sachgebietsleiterin Beruf und Karriere Kreisvolkshochschule Freudenstadt, die die Ausbildung federführend begleitet hat und nach der praktischen Prüfung im Christophstal  als Prüferin urteilt: „Uns hat es von der VHS viel Freude bereitet, die neuen Schwarzwald Guides in der Ausbildung zu begleiten. Sie sind alle voll motiviert und sie können den Schwarzwald und die Region mit ihren Spezialthemen hervorragend vermarkten und den Gästen sehr gut nahebringen.“ In den vergangenen neun Monaten waren die Teilnehmer mit ausgewählten Dozenten, Forst- und Fachleuten in Wald und Wiesen unterwegs, um ihren persönlichen Horizont in Theorie und Praxis zu erweitern. „Zum Schwarzwald-Guide ausbilden lassen kann sich jeder, der Interesse an Natur, Landschaft, Kultur und Geschichte des Schwarzwalds hat und sein Wissen gerne an andere Menschen weitergibt“, so Stefanie Bäuerle, die beim Naturpark für die Betreuung der derzeit rund 80 Schwarzwald-Guides zuständig ist und ebenfalls bei den Prüfungen dabei war. Bei über 140 Anmeldungen von Interessenten fiel die Auswahl auf 17 Anwärter, die im Umkreis von bis zu 100 Kilometern die Anreise zur Ausbildung nach Freudenstadt auf sich genommen haben, um nun künftig als zertifizierte Natur- und Landschaftsführer nach den Richtlinien des „Bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Umweltbildungsstätten im Natur- und Umweltschutz“ (BANU) sowohl Einheimische als auch Gäste für die Region zu begeistern.

Bei der Übergabe der Urkunden lobt Dr. Sascha Falk, Direktor der VHS Freudenstadt nicht nur die hervorragenden Prüfungsergebnisse, sondern auch das vielfältige Spezialwissen der neuen Schwarzwald-Guides „das durch die eng zusammengewachsene Gruppe nun einen großen Wissensaustausch untereinander und für den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord eine unschätzbare Bereicherung zur Vermittlung von Wissen bietet.“ www.schwarzwaldguides.de

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Sabine Zoller

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KSC Allstar Profis kicken für krebskranke Kinder

Mit der Ganzjahresaktion „Teinachtal hilft“ hat sich Franziska Bürkle von der Teinachtal-Touristik ein großes Ziel gesetzt. „Es sollen bis zum Jahresende möglichst viele Spendengelder für den Förderverein krebskranke Kinder in Tübingen gesammelt werden“, so der Tenor der Tourismuschefin, die mit Michael Stahl einen unermüdlichen Mitarbeiter und Ideengeber im Team hat, der stets neue Konzepte zum Spendensammeln erarbeitet.

„Unser jüngstes Projekt ist das BENEFIZ- Fußball Spiel mit den KSC Allstars“, berichtet Michael Stahl, der dazu verschmitzt die Augen zusammenkneift. „Die Zusage der KSC Profi-Spieler aus der erfolgreichen Zeit der 80-er und 90-er Jahre ist für uns eine grandiose Bestätigung für unser Spenden-Marathon-Jahr 2022.“ Die KSC Allstars verstehen sich als Imageträger des KSC und treten auch für soziale Projekte als Förderer auf. „Wir unterstützen als ehemalige Europa Cup-Helden auch gerne soziale Projekte“, so KSC Allstar Präsident Burkhard Reich, der mit seinen KSC-Urgesteinen am 22. August nach Neubulach zum Kicken kommt. Wer also KSC-Spieler wie Rainer Krieg, Gerhard Kleppinger, Dubravko Kolinger, Michael Wittwer, Eberhard Carl, Werner Heinzen, Sebastian Freis oder Edmond Kapllani mal wieder Fußball spielen sehen möchte, der ist herzlich willkommen. 

Teinachtal soll gro&amp;szlig; in Szene gesetzt werden

Teinachtal soll groß in Szene gesetzt werden, damit viele Spenden generiert werden können

Die KSC-Allstars verstehen sich als Imageträger des KSC und treten nicht nur als Förderer der KSC-Jugendabteilung auf, sondern unterstützen in diesem Fall die Aktion „Teinachtal hilft“. Alle Einnahmen des Spiels kommen dem Förderverein krebskranker Kinder in Tübingen zu Gute, die sich, darum bemüht kleinen Patienten die bestmögliche Betreuung zukommen zu lassen. Gespielt wird gegen die „Teinachtal hilft Fußballmannschaft“, die sich aus erfahrenen Spielern der umliegenden Gemeinden zusammensetzt. Ausgetragen wird das Spiel auf dem Sportgelände Neubulach. Anpfiff ist um 17.30 Uhr mit einem Einlagenspiel „Jugend / Bambini“. Anpfiff des Benefizspiels ist um 19.00 Uhr.  Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten.

Für alle Frauen-Fußball Fans wird zudem ein Trikot von Profi Fußballspielerin Chantal Hagel aus Wildberg verlost. Die Fußballspielerin, die seit 2019 für den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim spielt, gab ihr Debüt am 24. August 2019 beim 4:0 Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Köln mit Einwechslung für Franziska Harsch in der 74. Minute.

 Blick zurück: Seit Jahresbeginn hat die Teinachtal-Touristik als Spendenaktion nicht nur den Wander-Marathon im Oktober im Fokus, sondern darüber hinaus auch weitere Aktivitäten geplant, um möglichst viele Spenden für krebskranke Kinder zu generieren. „Jährlich erkranken rund 2000 Kinder an Krebs und die Diagnose ist ein unfassbarer Schock für die Eltern“, erläutert Stahl ergänzend, der das Schicksal der fünfjährigen Lara, hautnah erlebt hat, die in der Nähe von Bad Teinach wohnt. Das quirlige Mädchen ist gerne in der Natur, liebt das Versteck spielen und Beeren sammeln im Wald. Doch nun musste die junge Patientin viel Kraft und Energie für ihre Chemo- und Cortisonbehandlungen aufbringen, um sich im Kampf gegen die Leukämie zur Wehr zu setzen. Ein Kampf der sich lohnt, denn die tapfere Lara ist nach 12 Monaten Therapie nun auf dem Weg der Genesung. „Das hat sie der Forschung zu verdanken, die heute schon vieles über die Entstehung von Kinderkrebs weiß“, berichtet Bürkle, die sich mit ihrem engagierten Team mit ganzem Herzen für diese Spendenaktion einsetzt.

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Sabine Zoller

Schlagerstar schwingt den Golfschläger

Hansy Vogt auf der Golf-Genuss-Tour in Freudenstadt

Hans Vogt ist nicht nur „Offizieller Schwarzwald Botschafter“ und beliebter SWR-Moderator, sondern zudem über die Schwarzwald Tourismus GmbH in Freiburg auf Genuss-Touren unterwegs im Ländle. „Diese Touren versprechen besondere Naturerlebnisse, und mit Badischem Wein und Schwarzwälder Schinken jede Menge Köstlichkeiten“, betont Jürgen Walther. Der Gründer der VUD Medien GmbH feiert in diesem Jahr mit seinem Magazin für den Schwarzwald & Elsass Golfurlaub das 25-jährige Jubiläum und ist nicht nur Mitglied im Golfclub Freudenstadt, sondern auch als Ideengeber und Initiator der Golf-Genuss-Touren in Kooperation mit der Schwarzwald Tourismus GmbH bekannt. Sichtlich stolz urteilt er über das Konzept: „Mit Hansy Vogt als Schwarzwaldbotschafter kommen Sportler und Hansy-Fans aus allen Himmelsrichtungen zu uns in die Hauptstadt des Schwarzwalds, um die herrliche Natur und die kulinarischen Erzeugnisse unserer Region zu genießen.“

Schlagerstar schwingt den Golfschläger

Schlagerstar schwingt den Golfschl&amp;auml;ger

Mit über 50 Teilnehmern war das Starterfeld der Sportler und Newcomer, die sich bei einem Schnupperkurs über den Sport in der Natur informieren konnten, komplett. Aus Stuttgart und Hechingen, dem Breisgau und Rickenbach an der Schweizer Grenze waren Golfer gekommen, um sich bei hochsommerlichen Temperaturen auf einer der ältesten Golfanlagen Deutschlands für das Spiel zu treffen, während Nicht-Golfer sogar aus der Bodensee-Region im Wohnmobil angereist waren, um „Ihren“ Hansy live als Star zu erleben. Für Eberhard Armbruster, Vizepräsident des GC Freudenstadt ein eindeutiges Zeichen, dass die „Genuss-Tour mit Golfformat“ Golfer und Nicht-Golfer zusammenführt und damit einen „repräsentativen Querschnitt durch die gesamte Gesellschaft anspricht.“

Der 1929 gegründet Golfclub hat sich nach Aussage von Gunther Hardt  hervorragend entwickelt. Der promovierte Vorsitzende des Ausschusses Umwelt und Platzpflege beim Deutschen Golf-Verband (DGV) kennt die mehr als 90 Golfplätze in Baden-Württemberg und lobt den 18-Loch-Platz in Freudenstadt, der nach seiner Aussage für alle Spielstärken hervorragend geeignet und sehr gut bespielbar ist. Für alle Beteiligten bot zudem das gesellige Zusammensein und die unbeschwerte Zeit auf der sonnigen Golfterrasse mit Anekdoten aus dem großen Repertoire des aktiven Golfspielers Hansy Vogt einen besonders angenehmen Nachmittag, zumal der mittlerweile leidenschaftliche Golfspieler seine ersten Golferfahrungen unter Anleitung von Saskia Klima und Jürgen Walther in Freudenstadt gemacht hat.

Bei schwungvollen Liedern schunkelte das gesamte Publikum und nicht nur Golfer begleiteten textsicher die mitreißenden Schlager des vielseitigen Moderators und Schlagerstars.  Als Fans dabei waren Rosi und Georg Grün aus einer Gemeinde im Landkreis Konstanz. „Wir haben für dieses Jahr alle sechs Touren mit Hansy Vogt gebucht. Das war unsere dritte Genusstour, bei der wir anders als beim Wandern zum ersten Mal auf einem Golfplatz unterwegs waren.“

Die Genuss Touren mit Schwarzwaldbotschafter Hansy Vogt werden immer an einem speziellen Wochentag veranstaltet. „Das ist der Mittwoch und das ist absichtlich so geplant“, lacht Entertainer Hansy Vogt und ergänzt: „Die Leute sollen sich freinehmen, um den Schwarzwald auch unter der Woche zu genießen. Und dann kommen nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste.“

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Sabine Zoller

Schach. Das „Spiel der Könige“. Über 100 Spieler beim international besetzten Schach-Turnier in Bad Herrenalb

Erstmals finden die 7. Offenen Baden-Württembergischen Schach-Senioren Einzel Meisterschaften im Kurhaus von Bad Herrenalb statt. Das Turnier ist international besetzt, denn vor Ort spielen 146 Teilnehmer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Niederlande und der Schweiz um den Meistertitel.

In den Vormittagsstunden spielen an 75 separaten Zweiertischen Schachspieler in den separaten Altersklassen 50plus und 65plus, die einem Verein zugehörig sind und nach dem „Schweizer-System“ in neun Runden mit gleichem Punktestand fortschreitend gepaart werden. Der älteste Spieler ist 93 Jahre alt, denn „Schach ist Sport und hält fit“, so Hauptschiedsrichter Matthias Kleifges aus Bruchsal.

Schach. 100 Spieler beim international besetzten Schach-Turnier in Bad Herrenalb

„Unsere Teilnehmer kommen nicht nur aus Berlin, London und Paris, sondern wir haben zudem acht FIDE-Meister, eine Internationale Meisterin und zwei Internationale Meister dabei“, erklärt Bernd Fugmann, Badischer Schachverband e.V., der gemeinsam mit Thomas Müller vom Schachverband Württemberg e. V. bereits seit sieben Jahren das gemeinsame Event der Seniorenmeisterschaften organisiert. Obwohl die zwei Schachverbände bis heute eigenständig sind und der Württembergische bereits 30 und der Badische über 60 Meisterschaften ausgetragen hat, gibt es nun zum siebten Mal das gemeinsame Turnier, das nun erstmals in Bad Herrenalb stattfindet. „Schach ist viel mehr, als nur eine Freizeitbeschäftigung“, erklärt Hans-Michael Rappold von den Schachfreunden Bad Herrenalb e. V. Der Verein mit 26 Mitgliedern unterstützt die Planungen der Meisterschaft und sieht darin nicht nur eine Chance neue Schachspieler kennenzulernen, sondern diese auch für die Region zu begeistern.

Die Meisterschaft ist straff organisiert. Es gilt eine Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge sowie zusätzlich 30 Minuten für den Rest der Partie dauert. Die gesamte Meisterschaft dauert eine Woche, denn täglich werden ab zehn Uhr spannende Schachpartien mit digitalen Zeitmessen zur Zeitkontrolle gespielt. „In der Regel ist das Brettspiel nach vier Stunden beendet“, so Fugmann, der neben den schachlichen Fähigkeiten als Dreiklang körperliche Fitness, geistige Frische und soziale Kontakte als beste Voraussetzungen für die Meisterschaften nennt, was Martin Böhm (70) gerne bestätigt, der nach einem knapp vierstündigen Turnier die Partie gewonnen hat. Der Spieler aus Kaiserslautern lobt den großen und gut belüfteten Spielsaal, was dazu beiträgt einen kühlen Kopf zu bewahren, und betont die idealen Voraussetzungen: „Zum Schach ist für mich auch Kultur und Sport entscheidend. Ich habe mein Wohnmobil und mein E-Bike dabei und radle jetzt auf den Dobel.“ Ausgangsbasis für die Freizeitaktivitäten sind die Teilnahmebedingungen, die Bernhard Weber aus Frankfurt in den Fokus rückt. „Bei den Senioren wird außer sonntags nur eine Partie am Tag gespielt. Da wir täglich um 10 Uhr beginnen, sind wir bis 14 Uhr fertig und so ist Zeit, um am Nachmittag noch etwas zu unternehmen.“ Weber, der gerne wandert und die Therme zur Entspannung nutzt, genießt eine Woche „Urlaub mit Schach“.

Auch wenn sich die Spieler beim Turnier anschweigen, ist für Keith Parker aus London das Turnier sehr kommunikativ. Da es in Großbritannien s nur wenige Senioren-Schachturniere gibt, nutzt er die Möglichkeit, die einzelnen Züge nach der Partie mit seinem Gegner zu analysieren. „Strategisches und strukturiertes Denken waren schon immer meine Stärken“, betont Brigitte Burchardt aus Berlin, die bereits mit neun Jahren in einen Schachklub eingetreten ist und zu den Favoritinnen des Turnieres zählt. 2019 wurde sie in Norwegen Senioren-Europameisterin und war Deutsche Seniorenmeisterin. Mit der Mannschaft wurde sie schon mehrfach Senioren Mannschafts-Weltmeisterin und Senioren Mannschafts-Europameisterin, woran auch Mira Kierzek vom SC Fulda nicht unbeteiligt war, die ebenfalls in Bad Herrenalb angetreten ist.

Für die Internationale Meisterin vom Schachklub Rotation Pankow bietet das Turnier ideale Bedingungen. „Man fühlt sich sofort wie zu Hause. Das beginnt mit der Begrüßung des Bürgermeisters als Schirmherr der Veranstaltung und wird von den Mitarbeitern der Stadt ebenso wie den Schachfreunden Bad Herrenalb gelebt, die uns fast jeden Wunsch von den Augen ablesen.“ Auch sie hat sich fußläufig rund 30 Minuten vom Kurhaus einquartiert, um vor dem Turnier ein ganz persönliches Fitnessprogramm für die straff organisierte Meisterschaft zu absolvieren. Für 40 Züge gibt es eine Bedenkzeit von 90 Minuten sowie zusätzlich 30 Minuten für die restliche Partie. Die Ergebnisse der Spiele täglich online gestellt und veröffentlicht.

Ergebnisse 50plus: https://chess-results.com/tnr651842.aspx?lan=0

60plus: https://chess-results.com/tnr651865.aspx?lan=0

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Sabine Zoller

Digitalisierung und Gästeverhalten

Unter dem Motto „Tourismus im Dialog“ veranstaltete die Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald gemeinsam mit der Tourismus Gemeinschaft Albtal Plus e.V. ein Netzwerktreffen für Gastgeber und Touristiker in Bad Herrenalb.

„Es ist schön, wieder einmal alle persönlich begrüßen zu können“, so Bettina Reitze-Lotz, Geschäftsführerin Albtal Plus, die die gut besuchte Veranstaltung im Kurhaus von Bad Herrenalb eröffnete. Schwerpunktmäßig war die Veranstaltung rund um das Thema Digitalisierung auf potentielle Kunden ausgerichtet, die ihre Übernachtungen in Hotels, Pensionen und Ferienhäusern buchen und dazu vorab Informationen auf den entsprechenden Webseiten suchen. „Die Webseite ist die Visitenkarte im Netz“, so der Tenor der ersten Referentin Christine Spät, die unter dem Label „Markenrebellin“ informiert. Dabei stehen Erreichbarkeit ebenso wie Imagepflege im Fokus, um beim Gast eine gute Wirkung zu hinterlassen. Auch Marie-Luise Gerber, Geschäftsführende Gesellschafterin der hogaQ UG fokussiert sich bei ihrem Vortrag auf die Sicht des Gastes, der den Aufenthalt erst nach ausführlichen Informationen bucht und dessen Abreise beispielsweise durch digitale Hilfsmittel vereinfacht werden kann. David Moliterni richtete bei seinem Impulsvortrag den Fokus auf Erlebnisangebote. Als Manager der Regiondo GmbH empfiehlt er den Verkauf von online Buchungen und online Tickets für alle Freizeitanbieter, um damit die regionalen Vertriebskanäle auch national verfügbar zu machen, um im Netz besser sichtbar und auch schneller gefunden und gebucht zu werden. „Freizeit Erlebnisse sind buchbar“, so das Credo von Moliterni, der bereits über 80 live Angebote, darunter geführte Wanderungen und Erlebnisse in der Region Nördlicher Schwarzwald sowie Survival Camps und Biketouren im Albtal nennt, die online gebucht werden können. „Die meisten Buchungen kommen am Wochenende und dann meist nach 18 Uhr, wenn sich die Gäste Gedanken über ein Geschenk oder ihre nächsten Freizeitaktivitäten machen“, so Moliterni, der damit auf die Wichtigkeit und Präsenz der Angebote im Web verweist. „Das Reiseverhalten der Gäste hat sich verändert“, sagt auch Markus Kamp von der lohospo GmbH. Das Unternehmen, das sich auf die weithin sicht- und buchbare Unterkünfte der Gastgeber spezialisiert hat, kooperiert bereits seit über zehn Jahren mit den Gastgebern der Veranstaltung und nennt die Vorzüge der digitalen Lösungen im touristischen Markt, die Gästen auch kurzfristige Entscheidungen für eine Reise erleichtern.

Netzwerkertreffen von Gastgebern und Touristikern im Nordschwarzwald

Netzwerkertreffen von Gastgebern und Touristikern im Nordschwarzwald

Mit der Darstellung rund um Statistik und Datensicherheit erläuterte Bettina Reite-Lotz die zentrale Pflege aller Aktivitäten, die schlussendlich der Region zu Gute kommen. Ein Thema, das Jennifer Neubauer vom Tourismus Nördlicher Schwarzwald aufgreift und als „digitalen Lebens-, Erlebnis- und Arbeitsraum“ bezeichnet, der „ebenso wirkungsvoll ist wie das Kirschwasser in der Schwarzwälder Kirschtorte.“ Gemeint ist damit das harmonische Zusammenspiel von Partnern, die Veranstaltungen, Events und Aktionen planen, auf den Webseiten von Hotels und Übernachtungsbetrieben zu finden sind und gemeinsam einen bleibenden Eindruck bei den Gästen hinterlassen.

Für René Skiba, Geschäftsführer Nördlicher Schwarzwald GmbH eine wichtige Erkenntnis, die dazu helfen soll „mit starken Betrieben die Region zu stärken“. Als Fazit des Tages fasst er zusammen: „Das Gästeverhallten hat sich verändert. Die Digitalisierung hat Einzug in unser Leben gehalten und wir müssen mit unseren vielfältigen Erlebnissen für unsere Gäste buchbar und erreichbar sein.“

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Sabine Zoller

We are Family Schlagersommer im Schwarzwald

Gute Laune, Musik und Tanz gab es in Bad Teinach-Zavelstein im Wanderheim. Über vier Stunden rockten die Schlagerstars die Bühne, allen voran Hansy Vogt sowie Oliver Thomas und Marcella Carin, die ihre Hits zum Besten gaben.

Moderiert von Edi Graf und Veronika Wieland ging die Open Air Party bis weit in die Nacht hinein. Ein Erfolg, der auch Franziska Bürkle, Chefin der Teinachtal Touristik und Veranstalterin des Abends beflügelt, da sie für ihre Herzenssache, das Projekt zur Förderung krebskranker Kinder, hierzu auch ihre Spendenkasse kreisen lassen konnte. Für 2023 ist zudem ein dritter Schlagersommer geplant.

We are Family Schlagersommer im Schwarzwald

Für die Open-Air-Party war aber nicht nur der vielseitige Entertainer, Schlagerstar und Schwarzwaldbotschafter Hansy Vogt der Star, der bereits zum zweiten Mal beim Schlagersommer vor seinen Fans steht. Mit seiner guten Laune und den Liedern aus dem neuen Album bringt er die Gäste im Biergarten in Stimmung. Auch der aus Alpirsbach stammende Oliver Thomas begeistert das Publikum, das schon nach wenigen Songs vor der Bühne steht und tanzt. Der Schwarzwälder Hühne, der mittlerweile mit seinem eigenen, groovigen Stil deutschlandweit unterwegs ist, um mit seiner eigenen Band aufzutreten, lobt bei seinem ersten Auftritt auf der Bühne in Zavelstein die „Bombenstimmung“ und gibt weitere Zugaben. Auch für Marcella Carin ist der Schlagersommer eine Premiere. Mit ihren Liedern und Cover Songs mischt sie sich direkt unter das Publikum, zumal ihr Fan Club aus Rottenburg am Neckar zum Event gekommen ist. Sabine Raible ist eine große Verehrerin von Marcella Carin und schwärmt von dem „grandiosen Programm mit stimmungsvollen und besinnlichen Liedern, die besonders gut zur Location unter den alten Bäumen im Biergarten passen.“ Kurzweilig ist der rund vierstündige Unterhaltungsabend auch für Monika Bacher aus Neubulach, denn nicht nur die Schlagemelodien, sondern auch die literarischen Häppchen mit der Lesung zu „Wolfssonne“, dem neuen Roman von Edi Graf macht Lust auf mehr. Ein Thema, das auch Franziska Bürkle, Chefin der Teinachtal Touristik aufgreift. „Die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten ist grandios. Jeder hat seine Stärken eingebracht und trägt damit zum Gelingen des Abends bei. Das macht Lust auf einen dritten Schlagersommer im kommenden Jahr.“ Kein Wunder also, dass Hansy Vogt bei der Verabschiedung aller Künstler auf der Bühne den Song „We are family“, von  der amerikanischen Vokal Gruppe Sister Sledge, also zu deutsch „Wir sind eine Familie“ anstimmt. Das überzeugt Franz Berlin, der sich bereits Gedanken über den kommenden Schlagersommer 2023 macht, um mit einer neuen Bühne und einer dazu passenden Tanzfläche noch mehr Gäste vom Schlager-Sommer-Feeling im Schwarzwald zu überzeugen.

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Sabine Zoller

Midsommar Havn Fest: Skandinavische Leckereien gehören zum Lebensgefühl im Europa-Park Erlebnis-Resort

Das traditionelle Midsommar-Fest zum längsten Tag des Jahres begeistert nicht nur Menschen in Skandinavien. Auch im Europa-Park Erlebnis-Resort wird zur Sommersonnwende im Süden Deutschlands getanzt und gefeiert – und das mit einer exzellenten Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten und namhaften Köchen aus Skandinavien.

Für das „Midsommar Havn-Fest“ haben Brian Bojsen, der „verrückte dänische Fernsehkoch“, Fanø Oyster King Jesper Danneberg vom Wattenmeer und der Sternekoch aus Kopenhagen Mikael Koop Christensen für das Europa-Park Erlebnis-Resort besondere Spezialitäten aus ihren Ländern kreiert.

Jesper Danneberg Voss

Jesper Danneberg Voss, besser bekannt als Fanø Oyster King, geboren in Kopenhagen und in Luxemburg aufgewachsen, lebt mittlerweile auf der Insel Fanø und brennt für seine große Liebe, die Austern.  „Ich habe für das Havn-Fest meine Spezialitäten mitgebracht“, so der leidenschaftliche Allrounder, der für das Geschmackserlebnis aus dem Meer verschiedene Zubereitungsmethoden zelebriert. „Mein Klassiker ist die Auster mit Erdbeere, Limette und Pfeffer, aber auch die gebackene Version mit Gorgonzola, Honig und Pfeffer ist ein Genuss.“ Schwärmerisch verzieht er dabei sein Gesicht zu einem breiten Grinsen und zeigt für Interessierte Kenner seine aktuelle Kreation und besprüht eine rohe Auster mit Whiskey. „Das schmeckt einfach Klasse!“ Thomas Mack, Geschäftsführender Gesellschafter des Europa Park in Rust bestätigt diese Aussage und lässt sich gerne mit dem Fanø Oyster King ablichten.

Denn speziell für das „Midsommar Havn-Fest“ hat Mack ganz besondere Highlights nach Baden-Württemberg gebracht und bietet vom 23. Juni bis zum 26. Juni einen Hauch von Skandinavien, der rund um den See der nordisch-thematisierten Wasserwelt Rulantica und des Hotels „Krønasår“ die Gäste zum Staunen und Genießen einlädt. Mit dabei ist der Sternekoch Mikael Koop Christensen aus Kopenhagen, der einen gegrillten Toast mit Lachsfüllung anbietet und Brian Bojsen, der seinen Rentier-Burger direkt vor den Augen der Zuschauer zubereitet. „Das ist schon spektakulär, wie hier an offener Flamme gegrillt wird“, so ein Besucher, der dem frisch zubereiteten Burger mit Roter Beete sichtlich entgegenfiebert.

Für das Dessert hat Maik Rossow mit seinem Team aus Admannshagen Molkereiprodukte aus Dänemark verarbeitet. „Wir haben einen Käsekuchen to Go, der besonders cremig und frisch im Geschmack ist.“ Die Eigenkreation wird nicht gebacken, sondern als Masse aus entrahmter Milch, Sanddorn und Vanille hergestellt. Kombiniert mit frischen Früchten und Keksen entsteht daraus eine süße Leckerei, der nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene kaum widerstehen können.

Für alle, die Lust auf noch mehr nordisches Lebensgefühl haben, gibt es ab dem 23. Juni die erste Episode der neuen Serie „Mack & Bojsen“ kostenfrei auf VEEJOY zu sehen. Darin erleben Thomas Mack und Brian Bojsen eine abenteuerliche Entdeckungstour durch Lappland und erkunden dabei besonders die kulinarische Vielfalt Skandinaviens. https://www.europapark.de/en/events/midsommar-havn-festival

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Sabine Zoller

Schlager, Spannung und Genussmomente im Nordschwarzwald

Die sommerlichen Aktivitäten im Teinachtal bieten einen Schlagersommer, der Lust macht auf geselliges Zusammensein an einen lauen Sommerabend. „Und genau dafür haben wir das passende Geselligkeitskonzept entwickelt“, strahlt Franziska Bürkle. Die Touristikchefin aus dem Teinachtal hat für den 1. Juli eine besonders attraktive Mischung an Unterhaltung zusammengestellt und für den Zavelsteiner Schlagersommer nicht nur Stars und Sternchen aus der Schlagerszene, sondern zudem Schriftsteller und sogar einen Sternekoch sprichwörtlich „unter einen Hut“ gebracht.

Schlagerabend im Wanderheim in Zavelstein

Franziska Bürkle, Touristikchefin  Teinachtal,  Franz Berlin, Sternekoch Zavelstein, Veronika Wieland, Buchautorin und Buchautor Edi Graf (v.l.n.r.)

„Nach dem genialen, aber leider verregneten Auftakt unseres Schlagersommers 2021 haben wir am Konzept gefeilt und nun ein Programm zusammengestellt, das jung und alt ebenso wie Silver Surver und Twens begeistert“, so Bürkle, die nun endlich für die Open Air Party im lauschigen Biergarten des Zavelseiner Wanderheims die Namen der Künstler verrät: „Bei uns singen und unterhalten ausschließlich echte Schwarzwälder Urgeisteine unsere Gäste. Das sind Hansy Vogt, Oliver Thomas und Marcella Carin.” Als Frontmann der Feldberger ist Hansy Vogt bekannt für seine Stimmungslieder und hat als „Schwarzwald-Botschafter“ zudem neue Melodien aus seinem aktuellen Repertoire im Gepäck. Oliver Thomas überzeugt mit einem groovigen Stil, der sich zwischen Deutschrock und modernem Popschlager einordnen lässt und schließlich und endlich ist Marcella Carin als Neuentdeckung am Schlagerhimmel mit ihrer glockenklaren Stimme zu erleben.

Doch nicht genug damit, als kongeniale Partner ist Radiomoderator und Schriftsteller Edi Graf dabei, der gemeinsam mit Co-Autorin Veronika Wieland einen Einblick in seinen jüngst erschienenen Kriminalroman bietet. „Ich habe mich total in den Nordschwarzwald verliebt“, so das Credo des Buchautors, der sich gerne von real existierenden Begebenheiten inspirieren lässt. Kein Wunder also, dass er in seinem neuen Buch besondere Aufmerksamkeit dem aufwendig restaurierten Theurerhof widmet und dem Wirt des Wanderheims einen besonderen Platz in seinem Werk einräumt. „Wir haben für unseren Schwarzwaldkrimi ausführlich in der Region recherchiert“, so Edi Graf, der mit „Wolfssonne“ auch ein besonderes Utensil vom Wirt in den Fokus rückt. 

„Wer zum Schlagersommer kommt, wird mehr über den Panamahut im Teinachtal erfahren“, berichtet Veronika Wieland, die bereits im vergangenen Jahr in Kooperation mit Edi Graf aus ihrem Erstlingswerk „Maultaschen in love“ gelesen und die Gäste begeistert hat. „Schließlich und endlich geht Liebe und Genuss auch durch den Magen“, so Franz Berlin. Der Sternekoch von Berlins KroneLamm ist der kulinarische Mitstreiter des Veranstaltungs-Kleeblatts. Denn schon im Vorjahr standen seine Maultaschen-Burger auf der Hitliste der Schlagersommer-Besucher, die sich die neue Kreation des Kochs in Zavelstein nicht nur auf der Zunge zergehen lassen konnten. Unglaublich ungewöhnlich, aber wahr, es gibt die kulinarische Komposition seit knapp einem Jahr auch in destillierter Form als Gin-Komposition, die der besonders charmanten Hartnäckigkeit des Autoren-Duos zu verdanken ist. „Zum Schlagersommer gibt erstmals einen besonderen Gin-Longdrink, und eine neue Überraschung aus der Küche“, erklärt Franz Berlin, der damit bereits im Vorfeld Lust und Laune für die Premiere und das besondere Event aufkommen lässt.

Schlagerabend im Wanderheim in Zavelstein

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Sabine Zoller

Pavillon im SOPHI Park: Zur offiziellen Einweihung des neuen Pavillons im SOPHI Park waren über 100 Gäste nach Bad Liebenzell gekommen

Darunter Förderer, Sponsoren, Künstler und Wegbereiter, sowie die Gäste aus der französischen Partnerstadt Villaines-la-Juhel. Passend zu den Feierlichkeiten des 30-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit Villaines-la-Juhel konnte dabei mit einem Glas Chardonnay Blanc de Blanc aus dem Nachbarland Frankreich zur Einweihung des „mediterranen Sitzplatzes“ angestoßen werden. Der Pavillon ist die neuen Attraktion im SOPHI Park und Bürgermeister Robert Chiari begrüßte die Gäste aus der Partnerstadt, darunter Bürgermeister Daniel Lenoir, die Präsidentin des Städtepartnerschaftsvereins I´Á.V.I., Nathalie Leroux sowie die Initiatorin des SOPHI Parks, Ines Veith, die Bürger der Stadt und darunter den Kulturverein. Allen voran aber grüßte Chiari dessen Vorsitzenden Günther Wallburg, der das Projekt „Mediterraner Sitzpavillon“ im April 2021 angestoßen hatte und nun den Parkbesuchern zur Verfügung stellt.  Chiari dankte für die Idee, für die Initiative, und für das generell großartige Engagement und den unermüdlichen Einsatz in den unterschiedlichsten Bereichen. „Genauso wenig, wie man sich Bad Liebenzell ohne Park nur sehr schwer vorstellen kann, genauso so wichtig ist für Bad Liebenzell der Bürger- und Kulturverein.“ Lobende Worte für Günther Wallburg, der im Anschluss bei seiner Rede über das Procedere und den Werdegang des Pavillons berichtet und diesen als eine „ganz besondere Wohlfühl-Oase“ bezeichnet. Als Simultan Übersetzerin war seine Frau Denise Wallburg-Forestier zugegen, um die Gäste aus Frankreich allumfassend zu informieren.

Einweihung des Pavillons mit dem Buergermeister von Bad Liebenzell

Einweihung des Pavillons mit dem Bürgermeister von Bad Liebenzell

„Bei den Städtepartnerschaften sprechen wir gerne von >verbindend<. Im Park der Philosophen von bewahrend und pflegend und im Bürger- und Kulturverein Bad Liebenzell von beratend und fördernd.“ Mit diesen Adjektiven verbindet Wallburg den „Schlüssel zum Erfolg“, denn nach seinen Worten gilt der Beweis, dass „sich vernetzen zu wirklich wahrem Erfolg führen kann.“

Im Vorjahr hatte der Vorstand des Bürger- und Kulturvereins beschlossen den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt im SOPHI Park eine weitere Spende in Form eines Sitz- und Tischensembles aus heimischem Holz, zwischen Platane und Bouleplatz im vorderen Feld der Antike zukommen zu lassen. Die Investitionen konnten durch eine direkte Förderzusage der Vereinigten Volksbanken sichergestellt werden.  Da aber zur selben Zeit seitens der Stiftung eine Andenken Bank in Auftrag gegeben wurde, führte das das ursprüngliche Bank-Projekt des Bürger- und Kulturvereins ad absurdum. Als alternative Lösung wurde ein Sitzpavillon mit Sonnensegel entwickelt, wobei auch hier die Volksbank ihre Förderzusage erneut bestätigte. Entstanden ist nun daraus ein Gartenpavillon, der im hinteren Bereich des Parks „zum Verweilen und Philosophieren, ganz im Sinne des Leitmotivs des SOPHI Parks entstanden ist“, so Wallburg, der dazu den Philosophen und Humanisten Michel de Montaigne zitiert: „Die Seele fühlt sich wohl, wenn Philosophie in ihr wohnt.“ Wallburg, der dazu auf die transparenten Sitz- und Tischelemente im Pavillon verweist, wünscht sich einen Ort mit adäquater Rankbegrünung, damit die Gäste zwischen den Themenbereichen Renaissance und Aufklärung „vom hetzenden Alltag etwas Abstand gewinnen können“ und formuliert geschickt, dass die „städtischen Gärtner die finanziellen Mittel und den konkreten Auftrag dafür von der Stadt erhalten mögen.“ Insgesamt konnte der gesamte Pavillon sowie Tisch und Stuhl von den Geldern der Direktförderung finanziert werden. Der zweite Stuhl, sowie die Terrassensteine wurden von der Freizeit und Touristik in Bad Liebenzell gestiftet. 

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Sabine Zoller

Der perfekte Tag - Jubiläumstour zum Geburtstag

Damals wie heute war es das Ziel der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus etwas Neues und Einzigartiges zu schaffen. „Der Erfolg des Albtal. Abenteuer. Trails bestätigt den Mut und die Mühen“, betont die Geschäftsführerin von Albtal Plus, Bettina Reitze-Lotz, die dazu nicht nur die Nominierung zum Outdoor Award 2019 und die Nomminierungen zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2021 und 2022 aufzählt, sondern zudem über konkrete Besucherzahlen berichtet: Seit einem Jahr hängt zu Beginn der Steilpasssage ein Besucherzählgerät, das bis zum fünften Mai diesen Jahres insgesamt 5.157 Wanderer auf dem Albtal.Abenteuer.Trail gezählt hat.“

Tourismusgemeinschaft Albtal

Diese stattliche Zahl an Besuchern bestätigt die Tour, die die einzigartige Schönheit der Natur hervorhebt und damit den ganzjährigen Zuspruch an Wanderern für das außergewöhnliche Outdoor Erlebnis. Selbst in den Wintermonaten nehmen mehr als 200 Sportler die Herausforderung an und beweisen das Machbare als sogenannte „Trailrunner“ mitunter durch beeindruckende Videos, die auf Social-Media-Kanälen gepostet werden.

Allein auf der ersten Etappe des zweitägig ausgelegten Trails sind rund 1.000 Höhenmeter zu bewältigen. Das Gelände ist unwegsam und statt ausgewiesener Qualitätswanderwege geht es auf alten Forstschneisen oder Holzrückerrouten über Stock und Stein. Der zwölfjährige Noah Kraft aus Waldbronn ist der jüngste Teilnehmer der Jubiläumswanderung. Er bezeichnet diese Wege als „Wurzelrouten“ und findet die Tour „echt cool“, weil „man auch schon mal die Hände braucht, um über große Steine zu klettern.“ Die steilen und schwierigeren Wege, sind anstrengend, weil man seinen eigenen Weg finden muss. Für Noah ist aber genau das, was beim Wandern Spaß macht. „Das ist so ein bisschen wie bei den Tieren im Wald. Man nutzt die kleinen Trampelpfade, um voranzukommen.“ Auch sein Vater Alexander Kraft  lobt die Tour, „die erfordert mit offenen Augen durch den Wald zu gehen.“ Allerdings, so sein Tenor, „ist es bei einer Wanderung mit einem Guide wesentlich entspannter voran zu kommen.“  

Unter Leitung von Schwarzwald-Guide Monika Amann, die als Wegepatin für die Üerprüfung der Sprühmarkierungen zuständig ist und diese bei Bedarf auch nachsprüht, wurden die Gäste der Jubiläumstour sicher ans Ziel geführt. „Die körperlichen Anstrengungen wurden durch ein optisch besonders schönes Farbenspiel mit leuchtendem Maigrün und dunkelgrünen Tannen im Wald belohnt,“ so Amann, die den Weg mit seinen Herausforderungen wie folgt beschreibt: „Man geht über Stämme und muss auch mal unten durch. Aber das ist normal, weil die Wegführung so besonders spannend ist.“ Bei dem mittlerweile in allen Altersgruppen beliebten Trail geht es allerdings nicht um sportliche Höchstleistungen. Vielmehr soll ein authentisches Outdoor-Feeling vermittelt werden, bei dem auch etwas Kondition erforderlich ist. 

Ein Lob, das Bettina Reitze-Lotz freut und Anlass gibt, weitere Details zur Zukunft des Weges zu verkünden: „Wir wollen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen. Altal Plus hat in diesem Jahr die Planung für weitere Etappen im Fokus, die an die zweite Etappe angrenzen sollen.“ Eine Aufwertung der zweiten Etappe, die über landschaftlich imposante Höhenzüge von Bad Herrenalb nach Marxzell führt ist ebenfalls geplant, um noch mehr „Abenteuer“ zu integrieren. Ein Förderantrag beim Naturpark Schwarzwald Mitte-Nord ist dazu nach Aussage von Reitze-Lotz bereits gestellt, damit sich in Zukunft noch mehr sportliche Wanderer und Abenteurer für das Albtal begeistern. https://www.albtal-tourismus.de/tour/albtal.abenteuer.track-etappe-1-a68a8c0570

Ihre

Sabine Zoller

Schwarzwälder Spenden Wander Marathon - Ehrenamtliche Helfer gesucht

Seit Monaten werden in der Touristikabteilung im Teinachtal fleißig Termine geplant, Kooperationspartner gesucht und Kontakte geschnürt, um das Thema „1. Schwarzwälder Spenden-Wander-Marathon“ voranzutreiben. https://my.raceresult.com/190282/info 

„Wir haben uns ein ehrgeiziges Ziel gesetzt und wollen mit dem ersten 42 Kilometer langen Wandermarathon nicht nur Gäste und Wanderer zur Ertüchtigung ihrer Fitness anregen, sondern zudem zu einem Spenden Marathon aufrufen, der den Förderverein für krebskranke Kinder in Tübingen e.V. unterstützt“, berichtet Franziska Bürkle. Die Tourismusleiterin vom Teinachtal hat dazu ein konkretes Ziel vor Augen. Sie berichtet vom Schicksal der fünfjährigen Lara, die in Bad Teinach-Zavelstein lebt und vor über einem Jahr an Krebs erkrankt ist. 

„Uns beschäftigt diese Tatsache, denn die Diagnose einer solchen Erkrankung ist nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern ein Schock, der von heute auf gleich das Leben total verändert“, erklärt Michael Stahl, der im Team der Teinachtal-Touristik seit Monaten die „Ärmel hochkrempelt“ und sich für das Projekt „Teinachtal hilft 2022“ engagiert. „Wir haben im Ort einen unglaublich großen Zusammenhalt und viele Menschen haben nach Lara´s Krebs-Diagnose geholfen die vielen alltägliche Arbeiten der Familie zu meistern, damit sich die Eltern Zeit für ihr Kind nehmen konnten.“ Diese Hilfsbereitschaft war Auslöser für die Kooperation der Teinachtal-Touristik mit dem Förderverein krebskranke Kinder Tübingen e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat Familien und Angehörige zu unterstützen sowie die Forschung auf diesem Feld voranzutreiben. „Mit unserer Spendenaktion wollen wir Kindern wie Lara eine positive Perspektive ermöglichen“, berichtet Stahl, der darüber hinaus auch noch für die Organisation des 1. Schwarzwälder Spenden-Wander-Marathons zuständig ist, den die Gemeinden Bad Teinach-Zavelstein, Neubulach und Neuweiler gemeinsam am 1. und 2. Oktober veranstalten. „Allerdings“, so Stahl, „benötigen wir für dieses große Projekt auch personelle Unterstützung.“ 

Michael Stahl Teinachtal Touristik

Michael Stahl von der Teinachtal-Touristik koordiniert die Organisation des  Schwarzwälder Spenden-Wander-Marathons

Jeder Einzelne weiß, dass es nicht einfach ist dazu passende Unterstützer zu finden und das Wörtchen „Ehrenamt“ fast schon antiquiert und ein bisschen angestaubt klingt. Mit einem verschmitzten Lachen im Gesicht zitiert Stahl einen Vers, der aus der Feder von Wilhelm Busch stammt: „Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben“, und fügt mit launigen Worten hinzu: „Ehrenamt ist keine Arbeit die nicht bezahlt wird, es ist Arbeit die unbezahlbar ist.“ 
Wilhelm Busch, der mit den Bubenstreichen von Max und Moritz bis heute zu einem Klassiker der Kinderliteratur zählt, ist für Michael Stahl geradezu das ideale Vorbild, um auch Kinder und Jugendliche für „Teinachtal hilft 2022“ zu begeistern. „Eine Spende ist nicht alleine an Münzen oder Geldscheinen gekoppelt. Wer seine persönliche Zeit für unser soziales Tun und Handeln spendet, ist herzlich willkommen, denn nur gemeinsam können wir dieses vielfältige Projekt in die Tat umsetzen.“ Wer also Interesse hat zu unterstützen, kann das alleine, mit Freunden oder sogar mit Kindern machen. Für den 1. und 2. Oktober werden zum Beispiel noch an verschiedensten Verpflegungsstationen für die Wander-Marathon-Teilnehmer helfende Hände gesucht. Als Ansprechpartner steht Michael Stahl für Auskünfte und Zusagen unter Tel. 07053-9205042 stahl@teinachtal.de zur Verfügung.

Ihre

Sabine Zoller

Michael Hoppe und seine Ehefrau Elke unterstützen den Tafelladen in Bad Herrenalb

Persönliches Engagement hilft Helfen durch den Verkauf ihrer Lederkunst-Friedenskissen und sorgen mit dem Erlös der Kissenverkäufe für die dringend benötigten Lebensmittel im Tafelladen.

„Michael Hoppe ist unser unermüdlicher Unterstützer“, erklärt Gertrud Waidner vom Tafelladen in Bad Herrenalb und hilft dem Lederkünstler aus Bad Herrenalb die Kisten und Kartons aus seinem Auto in das kleine Domizil des Tafelladens hinter der evangelischen Kirche zu tragen. „Er weiß, was uns fehlt und hat immer ein offenes Ohr für uns“, ergänzt Sibylle Brüsewitz, die gemeinsam mit Gertrud Waidner den Tafelladen im Ehrenamt betreut und sich nun darüber freut die neu angelieferten Waren in die leeren Regale zu packen. „Wir bekommen fast kein Material mehr“, so die Aussagen der fleißigen Helferinnen, die dienstags und freitags den Tafelladen nicht nur für eine Stunde geöffnet haben, sondern mit vielen Vor- und Nacharbeiten beschäftigt sind.

Seit April 2010 gibt es den Tafelladen als Ausgabestelle für bedürftige Personen aus Bad Herrenalb und Dobel. Aufgrund der Pandemie hat es bereits eine Verschiebung bezüglich der Kunden ergeben, doch seit dem Krieg in der Ukraine zählen auch Flüchtlinge verstärkt zum Kundenstamm, sodass mittlerweile Übersetzungslisten in russischer Sprache für die Lebensmittel angefertigt wurden, um die Kommunikation beim Einkauf zu erleichtern. Allerdings, so die Aussage von Gertrud Waidner, sind die Spenden an Lebensmitteln in den vergangenen Wochen deutlich weniger geworden. „Es fehlt an Tee, Nudeln, Eier Haferflocken, Kaffee und Keksen“, berichtet Waidner, die zudem ergänzt, dass die Lieferungen der Tafeln aus Neuenbürg, Conweiler und Ettlingen nur spärlich fließen „weil die ja selber nur wenig haben.“ Für sie ist die mittlerweile erfolgreiche Friedenskissen-Spendenaktion von Michael Hoppe zu einem „wahren Segen“ für den Tafelladen geworden.

Hoppe, der sich seit vielen Jahren nicht nur als Künstler, sondern auch als kreativer Akteur bei Spendenaktionen für Bedürftige in der Stadt Bad Herrenalb einsetzt, hat bereits im Vorjahr 1.000 Euro an die Tafel in Bad Herrenalb gespendet. 

Michael Hoppe ist aktiver Unterst&amp;uuml;tzer des Tafelladens

Michael Hoppe ist aktiver Unterstützer des Tafelladens und wünscht sich viele Unterstützer, die entweder ein Friedenskissen kaufen oder mit einer Spenbde direkt den Tafelladen unterstützen Gertrud Waidner links Michael Hoppe, Sibylle Brüsewitz

Untätig rumsitzen, ist nichts für den kreativen Rentner, der seit 2003 seine kleine Liebhaber Werkstatt auf dem Dobel betreibt. „Wir wollen aktiv unterstützen“, so das Credo des Ehepaares, das seit Anfang März Friedenskissen in den Landesfarben der Ukraine herstellt. Die zunächst auf zehn Kissen limitierte Hilfsaktion für die Ukraine hat sich mittlerweile zu einem Erfolgsprojekt entwickelt. Zunächst spendete Hoppe den Erlös der ersten zehn Kissen mit 1.000 Euro komplett zugunsten von Ärzte ohne Grenzen - Ukrainehilfe. Dann begann sich das Ehepaar Hoppe für die Flüchtlinge in der Stadt Bad Herrenalb zu engagieren. „Wir haben mittlerweile 28 Friedenskissen aus Leder mit der markanten weißen Taube genäht“, so das Credo eines sichtlich glücklichen Künstlers, der nicht ohne Stolz verrät, dass binnen zwei Monaten nicht nur die 1000 Euro an Ärzte ohne Grenzen, sondern an die Stadt Bad Herrenalb 240 Euro als Flüchtlingshilfe und zudem weitere 1.780 Euro an die Tafel gespendet werden konnte. Das sind Summa summarum über 3.000 Euro alleine durch die Initiative eines Ehepaares, das nicht nur das Leder für die Kissen spendiert, sondern auch ihre Näharbeit und die Nebenkosten ebenso wie die Zeit für die Einkäufe und Besorgungen der Lebensmittel für den Tafelladen einsetzt, um zu helfen.  „Es ist Bedarf ohne Ende“, berichtet Hoppe, der sich zudem dafür engagiert hat, dass „nun endlich ein Spendenkonto für den Tafelladen in Bad Herrenalb eingerichtet wird.“ Da die Bad Herrenalber Tafel als Außenstelle des gemeinnützigen, ehrenamtlichen Projektes des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirchenbezirke im Landkreis Karlsruhe verwaltet wird, konnte das bislang nicht mit einem einfachen Überweisungsträger erledigt werden. „Doch jetzt ist es möglich, direkt für Bad Herrenalb zu spenden“, freut sich Hoppe, der darüber hinaus aber auch gerne weitere Bestellungen von Friedenskissen telefonisch unter 0171 7183992, oder direkt Mittwochs und samstags ab 14 Uhr in seiner Ausstellungs-Werkstatt gegenüber der Sparkasse auf dem Dobel entgegennimmt und sich für die Unterstützung zur Einrichtung des Spendenkontos bei Christa Sagawe vom Stadtmarketing bedankt.

Ihre

Sabine Zoller

Treuhandkonto  TAFEL

Die Spendengelder  werden  ohne  Abzug  zu  100%  für  Lebensmitteleinkäufe  für  den Tafelladen Bad Herrenalb verwendet.

Kontonummer:  DE03  6665  0085  0005  0726  62

Freizeitexpress „Albtäler“ - Nachhaltig und bequem mit der Bahn in Baden-Württemberg

Zwar gibt es schon 16 unterschiedliche Freizeitexpress Routen in Baden-Württemberg, die am Bodensee, auf der Schwäbischen Alb und im Donautal begeistern, aber erst jetzt wurde die Strecke ins Albtal eröffnet. Diese punktet mit einer Baden-Württembergischen Besonderheit: Die umsteigefreie Bahnverbindung ist möglich, weil der Zug aus Zweisystem-Stadtbahnfahrzeugen (TramTrains) der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft gebildet wird. Das Besondere daran ist, dass damit sowohl auf den Eisenbahnstrecken der Deutschen Bahn, als auch auf den mit 750 Volt Gleichspannung betriebenen Strecken im Albtal gefahren werden kann. Der Freizeitzug bildet neben dem regulären Stadtbahnnetz ins Albtal eine neue Linienführung, die in der Region für ein neues touristisches Angebot sorgt und vom Land Baden-Württemberg sowie den Landkreisen Karlsruhe und Calw gemeinsam finanziert wird.

Aus  Politik und Wirtschaft waren viele gekommen, um per Sonderzug die Premierenfahrt nach Bad Herrenalb zu genießen

Freizeitexpress &amp;bdquo;Albtaeler&amp;ldquo; - Nachhaltig und bequem mit der Bahn in Baden-Wuerttemberg

Bei der prominent besetzten Premierenfahrt waren Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann, Landrat Christoph Schnaudigel aus Karlsruhe, Landrat Helmut Riegger aus Calw, sowie Oberbürgermeister Frank Mentrup aus Karlsruhe, Oberbürgermeister Johannes Arnold aus Ettlingen und Alexander Pischon, Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) gemeinsam mit weiteren Bürgermeistern und Vertretern der Gemeinden anwesend, um Klaus Hoffmann, Bürgermeister von Bad Herrenalb und Vorsitzender der 2013 gegründeten Tourismusgemeinschaft Albtal Plus e. V. ihre Aufwartung zu machen.

„Das ist ein richtig gutes Angebot für alle Menschen, die gerne in den Schwarzwald gehen, die gerne in der Natur wandern und sich bewegen wollen“, so Winfried Hermann, der damit einen Aufruf zum „um-steigen“ und „um-denken“ startet, um die Ausflugstipps und Wanderrouten entlang des idyllischen Schwarzwaldtals zu genießen. „Das ist die perfekte Einladung, die Natur entspannt zu erleben.“ Da bislang ein Teil der Strecke lediglich von Güterverkehrsfahrzeugen genutzt wurde, lobte Herrmann die Reaktivierung einer Teilstrecke, die durch die Kooperation der beteiligten Landkreise und Kommunen möglich wurde.

Organisiert von der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus, der Stadtinformation Ettlingen und der Touristik Bad Herrenalb entstand daraus in Zusammenarbeit mit dem KVV ein gelungener Auftakt für ein neues touristisches Projekt.

Damit soll der neue „Albtäler“ zur Etablierung einer neuen Reisekultur beitragen. „Der Freizeitexpress ist eine ideale Möglichkeit, Menschen die Vorzüge des öffentlichen Verkehrs bequem und einfach näher zu bringen“, so Hermann, der sich über die dazu passenden Informationen im Zug für alle Reisenden freut.

In Zusammenarbeit mit der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus e. V. bietet der KVV eine 68 Seiten umfassende Broschüre die Touren für Entdecker, Genießer und Kulturliebhaber rund um die Gemeinden Ettlingen, Karlsbad, Waldbronn, Marxzell, Malsch, Dobel, Straubenhardt und Bad Herrenalb aufzeigt.

Seit 1898 verbindet der Albtäler Schienenstrang Karlsruhe mit Bad Herrenalb und seit 1961 ist die AVG der zuverlässige Partner, der nicht nur Pendler, sondern immer mehr Ausflügler und Naherholungssuchende befördert. Während Frank Mentrup die Stadtbahn längst als „Grundnahrungsmittel für die Beförderung bezeichnet“, sieht Bettina Reitze-Lotz, Geschäftsführerin der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus noch viel Potenzial, um Tagesausflügler wie Wanderer und Radfahrer ebenso wie Besucher von Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und Gastronomie mit diesem Freizeitexpress ins nördlichste Schwarzwaldtal zu locken. „Aufgrund der guten Anbindung des ÖPNV an die Schiene können alle Angebote optimal genutzt werden“, so der Tenor der Touristikerin, die die Anliegergemeinden ebenso wie die Kulturschaffenden und Veranstalter dazu auffordert den Zug gemeinsam mit ihren Events zu bewerben.

Darüber hinaus betont Klaus Hoffmann den wirtschaftlichen Faktor, der zwei starke Regionen miteinander verbindet und begrüßt als Bürgermeister der Stadt Bad Herrenalb zudem den Aspekt der Nachhaltigkeit. „Man muss nicht immer den PKW bewegen, denn bei einer genügend hohen Auslastung kann der Freizeitexpress künftig auch als Alltagsstrecke genutzt werden.“ Kein Wunder also, dass sich Karlsruhes Landrat Christoph Schnaudigel ab 2023 einen „Albtal-Kaichgau Express“ wünscht, der dann in beide Richtungen fährt und dem Motto des Bundeslandes entsprechend die Menschen bewegt.

Service

Vom 1. Mai bis 16. Oktober rollt der Freizeitexpress „Albtäler“ an allen Sonn- und Feiertagen mit rund 190 Sitzplätzen von Menzingen bis nach Bad Herrenalb. Abfahrt 9.00 Uhr – Ankunft 10.28 Uhr. Rückfahrt ab Bad Herrenalb um 16.35 Uhr. Fahrgäste können die Züge zum normalen KVV-Tarif nutzen. Für einen Tagesausflug bietet sich eine Tageskarte Regio an. In den Monaten Juni, Juli, August wird es zudem die bundesweit im Nahverkehr gültige 9-Euro-Monatskarte geben.

Ihre Sabine Zoller

Nordschwarzwald: Im Outdoor Bereich soll die beliebte Destination des Nördlichen Schwarzwalds bereits im kommenden Jahr in die Königsklasse unter den Wanderregionen aufsteigen

Als Königsklasse wird die höchste Klasse einer Sportart bezeichnet. „Das ist uns in der Regel aus dem Formel-1 Motorsport bekannt“, erklärt Jürgen Rust. Der Vorsitzende vom Schwarzwaldverein Calw ist von der Idee begeistert den Nordschwarzwald in die Königsklasse der Wanderregionen zu katapultieren. Mit seinem Hinweis zum Motorsport unterstreicht er die Herausforderungen deutlich: „Wer Formel-1-Weltmeister werden will, muss sich an ein standardisiertes Regelwerk halten - und das betrifft Rennfahrer und Ingenieure gleichermaßen.“ In Bezug auf die Urlaubsregion vergleicht er die Aufgabenfelder des Schwarzwaldvereins als sinnreiche Erfindung. „Wir sind die Pioniere der Streckenfindung und kümmern uns um den Erhalt und die Pflege von Wegen sowie die Beschilderungen.“ Mit dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder fördert und unterstützt der Schwarzwaldverein das Wandern in der Region. Das alleine allerdings genügt nicht, um „ein garantiert vollendetes Wandererlebnis“ für das Label „Qualitätsregion“ zu erreichen.

Juergen Rust - Vorsitzender Schwarzwaldverein Calw. Vanessa Lotz

Jürgen Rust - Vorsitzender Schwarzwaldverein Calw. Vanessa Lotz - Outdoor Spezialistin der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald sind zuversichtlich, dass der Nördliche Schwarzwald in die Königsklasse unter den Wanderregionen aufsteigt

„Durch Covid befindet sich der Inland-Tourismus auf Erfolgskurs“, so Vanessa Lotz, Outdoor Spezialistin der Tourismus GmbH, die über einen stetig steigenden Prozentsatz an Tagesausflüglern berichtet und bestätigt, dass „das Thema Wandern nach wie vor an Beliebtheit gewinnt.“  Auserkorenes Ziel ist es daher die Region weiterhin zu stärken und das begehrte Urlaubsziel „mit dem Thema Wandern so attraktiv und begehrlich zu machen, dass weitere Übernachtungsgäste kommen.“ Um bei den Bezeichnungen aus dem Motorsport zu bleiben, hat sie dazu die Position eines „Konstrukteurs“ übernommen, und agiert mit allen wichtigen Akteuren, die das Wandern in der Region fördern und unterstützen.

Die Auszeichnung „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ tragen bislang nur fünf Regionen in Deutschland. Denn für die Zertifizierung sind insgesamt 43 gewichtige Kriterien zu erfüllen. Vanessa Lotz, die sich bereits intensiv mit dem umfangreichen Maßnahmenkatalog beschäftigt hat, berichtet: „Dabei geht es nicht nur um die Wege-Infrastruktur, die Qualität der Markierungen und die Wegweiser für die Wanderer.“ Vielmehr muss das Profil der gesamten Region geschärft werden, um das Thema Wanderqualität über die hochmotivierten Wanderexperten und Schwarzwaldguides hinaus bis zu den Gastgebern und in die Bevölkerung hineinzutragen. Ein Vorhaben, das viele Multiplikatoren benötigt. „Unsere Gastgeber sind mit ihren Stammgästen vertraut, die gerne zum Wandern kommen, doch eine Qualitätsregion muss darüber hinaus einen besonderen Service bieten.“ Für die Anforderungen lässt Vanessa Lotz weitere Erklärungen folgen. „Ein schönes Domizil zur Übernachtung ist gut, um den Gästen aber genau diesen Extra-Service zu bieten, bedarf es weiterer qualitativ hochwertiger Angebote.“ Dazu gehören beispielsweise Wanderkarten, die der Gastgeber vorhält und die er erklären kann, Lunchpakete, die frisch zubereitet sind, Trockenräume für nasse Wandersachen sowie bei wechselnden Unterkünften oder Mehrtagestouren mit großem Gepäck ein Transfer von Koffer und Ausrüstung zum nächsten Gastgeber. „Qualität ist ein Entscheidungskriterium für Urlaubsreisen, denen der Nördliche Schwarzwald mit besonderen Angeboten gerecht werden möchte“, so der Tenor der Touristikerin, für die die Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort ein wichtiger und entscheidender Bestandteil des Reisens sind. „Bei uns kann der Gast die Vielfalt der Natur genießen und zudem die Destination nicht nur erwandern, sondern zudem fühlen und schmecken.“ Mit der Arbeit an der Qualitätsregion soll daher das Reiseziel nicht nur für Wanderer attraktiver gemacht werden. Die erweiterten Angebote steigern den Freizeitwert der Bewohner, die darüber hinaus auch als wichtige Botschafter dienen, um die Destination zur Königsklasse des Wanderns zu erheben und den Titel „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ mit Leben und Authentizität erfüllen.

Ihre Sabine Zoller

Von Hütte zu Hütte

Neue Wandertour „Von Hütte zu Hütte“: Karl-Heinz Lucke wandert aus Leidenschaft und beobachtet dabei Flora und Fauna.

Als Wanderführer ist er ehrenamtlich für die Tourismus und Stadtmarketing Bad Herrenalb das ganze Jahr auf verschiedenen Touren in der Region unterwegs. Seit 2020 hat er sein Hobby professionalisiert und Lektüre zu Landschaft, Land und Leuten konsumiert. „Wenn man im Ruhestand ist, dann fehlen die Leute und die geführten Wandertouren sind eine wunderbare Möglichkeit alles was mir Freude macht miteinander zu verknüpfen und aktiv mit Menschen verschiedener Altersgruppen ins Gespräch zu kommen.“ Mit leuchtenden Augen berichtet Lucke über seine neue Tour unter dem Motto „Über drei Gemarkungen auf der Sonnenseite von Hütte zu Hütte“.

Wanderführer Karl-Heinz Lucke

Schwarzwald Karl-Heinz Lucke

Die Wandergruppe fährt zunächst mit dem Linienbus vom Bahnhof Bad Herrenalb zum Höhenstadtteil Neusatz, wo an der 610 m ü.N. N. gelegenen Freizeitanlage „Neusatzer Pfütz“ eine kurze Einweisung und Vorstellung der Wanderroute erfolgt.  Weiter geht es ab dort auf dem eben verlaufenden Herrlingsweg am „Gashäusle“ - der ersten Hütte - vorbei, zunächst noch das Dobeltal querend zur zweiten Hütte, der „Brentenwaldhütte“. Diese bietet eine gute Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause und zum „Wasser fassen“.

Ab jetzt geht es wiederum auf gutem Weg leicht bergab bis zur Einmündung des Mittleren Mayenbergwegs, dem wir ab jetzt nahezu eben verlaufend folgen. Vorbei an einer kleinen Forsthütte genießen wir an mehreren Stellen die herrliche Aussicht auf Bernbach, die Kullenmühle, das Steinhäusle, Frauenalb, Burbach und Schöllbronn.

Weiter auf der Südseite gehend folgenden wir dem ebenen Weg bis zum Gaisbrunnenplatz, der wiederum eine gute Gelegenheit zur Rast bietet. Ab hier nun in entgegen gesetzter Richtung auf dem „Gaisbrunnenweg“ stetig bergab, das Neubaugebiet „Rennberg“ zur linken Seite im Blick.

Nach der Einmündung des „Grafenwegs“ verlassen wir den bis dahin abschüssigen Gaisbrunnenweg und laufen auf dem schmalen, romatischen „Forstgarten-Pfad“ weiter bis zum Wasserhochbehälter und sodann abwärts über die „Alte Dobler Straße“ zum Rathausplatz/Kurpark. Im „Städtle“ lassen wir bei einer Einkehr unsere „Hüttentour“ Revue passieren bevor wir schließlich wieder über den Kurpark unseren Ausgangspunkt, den Bahnhof Bad Herrenalb, erreichen.

Für die Tour ist eine Zeitdauer von etwas mehr als drei Stunden veranschlagt.

Info: Für die geführten Wanderungen der Touristik besteht keine Anmeldepflicht. Wer mit wandert, bezahlt einen Beitrag von drei Euro, der beim Wanderführer zu entrichten ist. Treffpunkt ist immer montags und ab März zudem mittwochs, und damit zwei Mal wöchentlich jeweils 12.50 Uhr vor dem Bahnhof in Bad Herrenalb. Einen Flyer zur Tourenliste liegt im Tourismusbüro gratis aus und für Touren in die Höhenorte wie Bernbach wird gerne der öffentliche Nahverkehr genutzt, um zu Start der Wanderroute zu kommen.

Ihre Sabine Zoller

Zwei neue Qualitäts-Wanderwege ausgezeichnet

„Doinich Ursprung/Neubulach“ und „Doinich Ursprung Neuweiler“ heißen die beiden neuen Wanderwege im Teinachtal die aktuell von sich reden machen. Die beiden Wege wurden nicht nur als Qualitätswanderwege zertifiziert, sondern zudem mit dem begehrten Siegel „Wanderbares Deutschland“ vom Deutschen Wanderverband mit einer offiziellen Urkunde als „Traumtour“ ausgezeichnet.

Ein Erfolg, der die Touristiker vor Ort begeistert. Denn mittlerweile hat sich das Teinachtal mit seinen fünf zertifizierten Qualitätswanderwegen zum „Zugpferd beim Thema Wandern in der Region“ entwickelt, wie Vanessa Lotz von der Tourismus GmbH Nördlicher Schwarzwald unlängst bei einem Pressegespräch in Bad Teinach bestätigte. Für den Zavelsteiner Hotelier und Genussbotschafter des Landes, Rolf Berlin, wurde durch das Ausweisen der beiden neuen Wanderwege sogar „ein Schatz im Teinachtal“ gehoben, um dadurch die Einzigartigkeit dieses Kleinods noch bekannter zu machen. Eine Lobeshymne also direkt vom Ideenengeber und Initiator einer Route, die mit dem Flüsschen Teinach auch die drei Teinachtal-Gemeinden Bad Teinach-Zavelstein, Neubulach und Neuweiler miteinander verbindet.

Schwarzwald Wanderwege

Schwarzwald Wanderwege

Dass dafür allerdings eine Vorbereitungszeit von über fünf Jahren dahintersteckt, werden wohl nur diejenigen bestätigen können, die aktiv in das Projekt involviert waren. Und so spricht Bürgermeister Markus Wendel von einem „Langstreckenlauf“, dessen Anfänge auf das Jahr 2017 datiert sind und nun im Frühjahr 2022 abgeschlossen werden konnte. Für Franziska Bürkle von der Teinachtal-Touristik eine Zeit mit intensiven Gesprächen, Kontakten und Abstimmungen zur Routenabstimmung und Wegeführung, die „ohne die ehrenamtliche Unterstützung der Schwarzwaldvereine nicht möglich gewesen wäre.“ Denn immerhin ist für Wanderer auf beiden Wegen eine Länge von 27,2 Kilometern zu bewältigen. Für die Rundwege, die üblicherweise an zwei Tagen zu bewältigen sind, gab es erst 2019 eine finale Tourenplanung und schließlich 2021 eine Prüfung durch Michael Schanz, dem ausgebildeten Prüfer für Qualitätswanderwege. Last, but not least haben die Wege auch die anonyme und externe Prüfung durch den Deutschen Wanderverband bestanden, sodass sich mit der Förderzusage des Naturpark Schwarzwald Mitte Nord und einem Zuschuss von 60 Prozent die Investition von rund 30.000 Euro für die drei Kommunen mehr als gelohnt hat. Für Neuweilers Bürgermeister Martin Buchwald ein „tolles Wegeprojekt“, das nicht nur die Attraktivität der Region stärkt, sondern zudem einen Mehrwert für die lokale Bevölkerung schafft. Zum „Tag des Wanderns“ sollen die beiden neuen „Doinich Ursprungswege“ am 14. Mai 2022 offiziell eingeweiht werden.

Ihre Sabine Zoller

Ziegelmuseum Bad Herrenalb: Öffnung nach der Winterpause

Das Museum, das sich lediglich über Spenden, Eintrittsgelder und Mitgliederbeiträge finanziert, musste in der Pandemie den Publikumsbetrieb einstellen. Im Jahr 2019 zählte das Ziegelmuseum noch rund 900 Gäste, doch „danach waren es deutlich weniger Besucher“, sagt Christa Sagawe, die nach Corona bedingten Schließungszeiten auch von finanziellen Verlusten berichtet.

Christa Sagawe Ziegelmuseum Bad Herrenalb

Das Museumsgebäude in der Fußgängerzone von Bad Herrenalb beherbergt seit 2006 das Ziegelmuseum. Auf rund 100 Quadratmetern sind in einer Dauerausstellung 180 Feierabendziegel aus der Sammlung Bernd zu sehen, die Motivziegel zeigen, auf denen die Ziegler Alltägliches und Außergewöhnliches in den noch feuchten Ton ritzten. Weiterhin widmet sich die Ausstellung der Herrenalber Klosterziegelhütte und Exponaten aus dem 15. Jahrhundert. Ferner sind Firstziegel zu sehen, die als tönerne Plastiken in unterschiedlichen Ausprägungen die Funktion hatten Böses vom Dach fernzuhalten. Da in der Schreibwerkstatt der Zisterziensermönche im Jahr 1484 das Herrenalber Gebetbuch entstanden ist, hat eine originalgetreue Faksimile Ausgabe zudem einen würdigen Platz im Museum gefunden.

Seit September 2019 im Amt, versucht Sagawe mittels Sonderführungen und -aktionen die Museumskasse zu füllen. „Im letzten Sommer war der Verkauf von bepflanzten Ziegeln mit Sukkulenten recht erfolgreich und drei Sonderausstellungen boten zusätzlich ein interessantes Erlebnis im Museum.“ Nun aber kommt das Geld aus Mitteln der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) genau zum richtigen Zeitpunkt, um mit in Modernisierungs- und Ausstattungsmaßnahmen neu durchzustarten.  „Wir haben den Flur und Veranstaltungsraum neu gestrichen und in Medientechnik samt Monitor investiert“, so Sagawe, die zudem über die Anschaffung von 20 Stühlen und fünf Tischen berichtet. Während sich im ersten Geschoss der „Bastelraum“ im Museum zur Ausrichtung von speziell angebotenen Kindergeburtstagsfesten eignet, soll künftig der Veranstaltungsraum mit Platz für bis zu 30 Gästen verstärkt für Vorträge, Lesungen und Informationsveranstaltungen vermietet und genutzt werden.  Die variabel einsetzbare Bestuhlung eignet sich dafür ebenso wie für die Idee zum Museum´s Café, das bereits im Vorjahr im Vorgarten des Museums Premiere feierte, nun aber verstärkt in den Fokus rücken soll.

Ihr Sabine Zoller

Viele schaffen mehr - um die Karl-Bäuerle-Hütte zu sanieren

Der Schwarzwaldverein Badengruppe Pforzheim e. V. konnte gemeinsam mit der Volksbank Pforzheim eG eine Spendensumme in Höhe von 6.820 Euro sammeln, um die Karl-Bäuerle-Hütte zu sanieren.

Die Wanderhütte liegt direkt an dem vom „Badischen Schwarzwaldverein“ im Jahr 1900 angelegten Westweg, der von Pforzheim nach Basel führt. Mit 13 Betten bietet die Karl-Bäuerle-Hütte den Wanderern nach der ersten, anstrengenden Etappe nicht nur eine willkommene Unterkunft, sondern zudem einen ganz besonderen Flair mit heimeligem Ambiente und rot-weiß karierten Tischtüchern in der guten Stube. „Unsere Blockhütte ist aus dem Jahr 1927, aber wenn man drinnen saß, dann hat es ordentlich durch die Ritzen gezogen“, betont Rolf Meßer. Der zweite Vorsitzende des Vereins weiß über die sorgsame Pflege der Hütte und die Sorgen des Vereins um die Wetterseite zu berichten, die zwar „über 50 Mal gestrichen wurde, aber nach über 90 Jahren total verrottet war.“  

Um für die Sanierung und fachgerechte Isolierung der Hüttenfront an finanzielle Mittel zu gelangen, wendete sich der Verein an die Volksbank Pforzheim eG, die im vergangenen Jahr dazu beigetragen hat das Projekt zu unterstützen. Martin F. Sailer, Prokurist der Volksbank Pforzheim eG., der den Dobel bereits aus Kindertragen kennt, betont: „Hier hat meine Tochter Skilaufen gelernt“, und berichtet über das Prozedere zur Unterstützung von Vereinen und Institutionen: „Bürgerschaftliches Engagement liegt uns am Herzen. Denn was einer nicht schafft, das Schaffen viele.“

Corona bedingt erfolgte die symbolische Scheckübergabe zur Sanierung der Karl-Bäuerle-Hütte auf dem Dobel erst jetzt

Viele schaffen mehr

Patrick Neuweiler, Filialleiter der Volksbank Niederlassung Dobel. Martin F. Sailer, Prokurist der Volksbank Pforzheim eG. Barbara Schoedsack, Presse Schwarzwaldverein Badengruppe Pforzheim e. V. Bärbel Frank, in Vertretung für ihren Mann Hans-Bernhard Frank, 1. Vorsitzender Schwarzwaldverein Badengruppe Pforzheim e. V. Rolf Meßer, 2. Vorsitzender Schwarzwaldverein Badengruppe Pforzheim e. V. (v. l. n. r.)

Seit 2019 unterstützt die Volksbank mit ihrer Crowfunding Plattform viele Projekte von Vereinen und Institutionen, wenn diese etwas investieren wollen. Der englische Begriff der Crowd lässt sich mit Menge und Publikum übersetzen. Konkret bedeutet das, dass eine Vielzahl an Menschen mit einbezogen werden, wenn es sich um ein großes Spendenprojekt wie zu Beispiel der Sanierung der Karl-Bäuerle-Hütte in Dobel handelt. Sobald es eine gewisse Anzahl an Unterstützern gibt, zahlt die Volksbank bis zu 50 Euro extra auf jede Erstspende hinzu und motiviert somit weitere Interessenten zur Förderung eines Projektes. „Im Fall der Karl-Bäuerle-Hütte hat sich die Volksbank mit 2.165 Euro beteiligt“, berichtet Patrick Neuweiler, Filialleiter der Volksbank Niederlassung Dobel, der sich damit über das erste Spendenprojekt der Plattform "Viele schaffen mehr" auf dem Höhenort Dobel freut. Das erste Projekt in dieser Form war die Unterstützung der Kunstmanufaktur der Lebenshilfe Pforzheim. Doch nun freuen sich viele Wanderer auf die sanierte Karl-Bäuerle-Hütte, die somit auch in Zukunft ein attraktives Ziel bleibt.

Ihre Sabine

Jugendstil Ausstellung im Schloss Karlsruhe

Die Ausstellung vereint Werke des Jugendstils: aus den Beständen der drei Kooperationspartner Badisches Landesmuseum Karlsruhe, dem Allard Pierson Amsterdam und dem Braunschweigischen Landesmuseum sowie internationaler Jugendstil-Sammlungen des Königlichen Museums für Kunst und Geschichte in Brüssel, aus dem Reichsmuseum Amsterdam, dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, dem Institut Mathildenhöhe Darmstadt oder aus Privatbesitz.

Die Zeit um 1900

Die Schau im Schloss Karlsruhe präsentiert die Zeit um 1900 und damit gesellschaftliche Umbrüche, in denen die Frau in den Mittelpunkt von künstlerischen Darstellungen in Erscheinung tritt. Unter dem Motto „Frauen erobern die Kunst!“ werden nicht nur verführerische und florale verspielte Frauendarstellungen gezeigt, sondern darüber hinaus auch ein sich wandelndes Frauenbild dargestellt. Frauen werden nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend unabhängiger, ergreifen Berufe und treten als gefeierte Künstlerinnen in Erscheinung.

Gesellschaftlichen Umbreche

Die Industrialisierung wirkt sich massiv auf Gesellschaft und Umwelt der Menschen aus. In vielen Ländern erstarkt der Nationalismus und ein von europäischen Großmächten ausgehender Kolonialismus prägt die gesamte Welt. In den Städten etablieren sich neue Formen der Konsum- und Unterhaltungskultur. Wissenschaftliche Erkenntnisse sowie philosophische und neue religiöse Ansetze bringen das bisherige Menschenbild ins Wanken.

 Schloss Karlsruhe Jugendstil

„Göttinnen des Jugendstils“

Für die Pariser Weltausstellung von 1900 schuf Alfons Mucha die Büste La Nature, die als besonderes Highlight der Ausstellung gilt, zumal sie auch zu den Sammlungen des Landesmuseums zählt. „Eine Frau von überirdischer Schönheit verkörpert die Natur und gilt heute als Inbegriff des Jugendstils“, so der Tafeltext der Ausstellung. Sie steht symbolhaft für den befürchteten kulturellen Verfall des ausgehenden 19. Jahrhunderts, wodurch die Natur als Stilmittel besonders im Fokus steht.

Die Welt um 1900 wandelt sich. Frauen organisieren sich erstmals in Vereinen und verlangen nach Bildung, Beruf und politischer Mitsprache. In Karlsruhe wird 1893 das erste Mädchengymnasium Deutschlands eröffnet. Erste Studentinnen schreiben sich an den Universitäten von Freiburg und Heidelberg ein und Frauen wagen sich als freischaffende Künstlerinnen auf den Kunstmarkt. Sie befreien sich im wahrsten Sinne des Wortes von alten Korsetts, entwerfen Reformkleider, die mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen, werden sportlich aktiv, auf dem Fahrrad und treten an Weltstars zu werden, wie die Tänzerin Loie Fuller oder die Schauspielerin Sarah Bernhardt.

Die Ausstellung bildet eine Zeitreise ab, die den Wandel sowohl im kulturellen, als auch im eigenen Haushalt vor Augen führt. Bunt, vielfältig und vor allen Dingen informativ ist die Ausstellung ein absolutes Highlight für alle Kunstinteressierten.

„Göttinnen des Jugendstils“ - Ausstellung bis zum 19.6.2022. Di – So, Feiertage 10 – 18 Uhr, Euro, erm. 9 Euro, Kinder 4 Euro. www.landesmuseum.de

Ihre Sabine

Fünf Sterne Qualitätssiegels Wellness Stars: Therme Vierordtbad ausgezeichnet

Damit zeigen die umfangreichen Umbaumaßnahmen des letzten Jahres ihre Wirkung, denn nun glänzt das Vierordt Bad mit fünf von fünf möglichen Sternen des Gütesiegels Wellness Stars. Für das Qualitätssiegel mussten strenge Anforderungen erfüllt werden, die dann durch Prüfer vor Ort anhand von ca. 400 unterschiedlichen Kriterien bewertet wurden. Dabei erfolgt die Bewertung der Einrichtung aus der Perspektive des Gastes. Geprüft werden im Wellnessbereich unter anderem dessen Ausstattung, die Durchführung der Wellnessanwendungen, die Qualifikation des Personals und der Servicegedanke der Einrichtung. Ebenso wichtig sind Authentizität, Wellnesskompetenz, ganzheitliche Angebote, der Aspekt der Regionalität und Nachhaltigkeit.

Therme Vierordtbad

„Mit der Neugestaltung der Therme Vierordtbad im Jahr 2021 wurden neue attraktive Angebote geschaffen, welche die Therme zu einer besonderen Wellnessoase und wichtigen Insel der Erholung inmitten der Stadt Karlsruhe machen“, so Bürgermeister Dr. Martin Lenz, „ich freue mich, dass wir zur Bäderstadt Karlsruhe, neben dem Europabad Karlsruhe, nun wohlverdient eine weitere 5-Sterne-Anlage zählen können.“ Auch Oliver Sternagel, Amtsleiter der Bäderbetriebe Karlsruhe, ist stolz darauf, „mit den Umbaumaßnahmen in der Therme Vierordtbad einen attraktiven und 5-Sterne-ausgezeichneten Ort mit vielfältigen Möglichkeiten zur Entspannung für unsere Gäste zu bieten.“ Allerdings sei dies kein Grund, sich darauf auszuruhen, erklärt der Bäderchef, „unser Ziel ist es, uns stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern.“

Grundlagen für den Aufstieg in die Fünf-Sterne-Riege sind unter anderem die neue Markgrafen-Sauna mit Panoramafenster, der neue Solehof mit drei Außenbecken und unterschiedlichen Anwendungen, sowie neue Ruhemöglichkeiten vor dem Kaminfeuer oder inmitten von Salzkristallen und Solevernebelung.

Im Herzen der Fächerstadt Karlsruhe zählt nun das historische Badehaus zu einer attraktiven Anlaufstelle für Wellnessfreunde. https://www.ka-vierordtbad.de

Ihre Sabine

Gästeführer präsentieren gerne ihr Spezialgebiet

Im idyllisch gelegenen Städtchen Ettlingen muss es bei einer Führung durch die Stadt nicht zwingend die Geschichte um eine historische Persönlichkeit sein. Denn für die „Grand Dame“ der Gästeführerinnen gibt es neben historischen Persönlichkeiten auch weitere Themen.

Und so beschreibt Herta Ockert, die seit den 1990-er Jahren zu den Gästeführerinnen zählt, dass es für sie nichts schöneres gibt, als „als Interessenten die Stadt und ihre Förderer näher zu bringen." Gerne taucht sie bei ihren Rundgängen in der Altstadt mit ihren Gästen ein in die Zeit des Barock, oder aber gibt Auskünfte über die Altstadtsanierung, die „schließlich und endlich bereits seit fünf Jahrzehnten als leuchtendes Beispiel einer autofreien Innenstadt in die Welt getragen wird.“ Seit 40 Jahren lebt Herta Ockert in Ettlingen, „weil ich verliebt bin in diese wunderschöne Stadt, die an jeder Ecke etwas Besonderes zu bieten hat.“ 

Als „waschechte Ettlingerin“ ist auch Elke Vogel begeisterte Museums- und Stadtführerin, die sich mit Vorliebe mit der Geschichte des Schlosses aus Sicht der Frauen beschäftigt. „Das Thema habe ich bei Herta Ockert kennengelernt“, so die Ausführungen von Vogel, die sich intensiv mit der leidenschaftlichen Liebesgeschichte der Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg beschäftigt hat, die bereits als 15-jährige die Ehefrau des Türkenlouis wurde. Seit 2016 begeistert sie die unterschiedlichsten Gruppen und weiß über die Vorlieben der Besucher zu berichten, denn „jede ist anders und binnen weniger Minuten muss man sich auf einen Betriebsausflug, Jahrgangsgruppen oder Besucher vom Kaninchenzüchterverein einstellen.“ 

Und eben diese Begeisterung, die ein Gästeführer vermittelt, war das zündende Moment für Friederike Sterz, um sich selbst als Guide zu betätigen. „Meine Initialzündung war in den 80-er Jahren. Aus Spaß an der Freude bin ich mit meiner Mutter bei einer französischen Stadtführung in Ettlingen mitgelaufen und dann dachten wir, wir sind im Urlaub.“ Begeistert über die neuen Entdeckungen in der Heimat wurde es ihr ein großes Anliegen auch anderen wissenswertes zu Ettlingen zu vermitteln. Dazu hat sie sich das Format „Speed Dating mit historischen Persönlichkeiten“ ausgedacht, bei dem sie die Besucher interaktiv in ein Fragenspiel einbindet. 

Spielerisch vermittelt auch Thilo Florl sein Wissen, denn seit über 20 Jahren restauriert er nicht nur die historischen Instrumente im Musikkabinett des Museums, sondern vermittelt dort auch ehrenamtlich die Funktion und Arbeitsweise von pneumatischen Musikautomaten. „Da hat man wirklich die unterschiedlichsten Besuchergruppen vor sich stehen“, so Florl, der sich an eine ganz besondere Führung erinnert: „Eine knapp 80-jährige Lady kam mit ihrer Familie ins Musikkabinett. Ich erkläre den Klavieraufbau und wunderte mich über die vielen interessierten Fragen, die sonst ein Museumsbesucher nicht stellt.“ Und nicht ohne Stolz fährt Florl in seinem Bericht fort: „Am Ende der Führung stellte sich die Familie mit ihrem Namen vor. Da standen 12 Klavierbaumeister vor mir, die allesamt aus der Klavierbauerdynastie Heinrich Engelhard Steinweg stammten, dem Gründer der 1854 in New York seinen Namen anglisierte und Steinway and Sons gegründet hat.“

Gästeführer im Schloss

Gaestefuehrer in Ettlingen

„Das Heu muss der Kuh und nicht dem Bauern schmecken“, lautet ein wichtiger Ausbildungssatz der Gästeführer, die sich mit Leidenschaft und Akribie für ihre Touren in du um Ettlingen vorbereiten, um ihre Stadt zu präsentieren. 

Ihre Sabine

„Enztalperle“ im Schwarzwald nennt sich das Waldfreibad in Calmbach

Mit rund 40.000 Badegästen pro Saison ist das Waldbad nach Aussage von Betriebsleiter Fabian Schmitt ein „Kleinod im Schwarzwald“, das mit seinem großen Einzugsgebiet zudem viele Besucher aus Karlsruhe und Stuttgart anlockt. „Wir sind überregional bekannt. Und das vor allem durch unsere Veranstaltungen.“ Schmitt betont dabei das Beach Volleyball Turnier mit Teilnehmern aus Baden-Württemberg und das „36-Stunden-Schwimmen“ für das sogar Gäste aus ganz Deutschland anreisen. Die fast 90-jährige Geschichte der einst als „Enztalperle“ bezeichneten Badeanstalt, die nach den Plänen des Calmbacher Bautechnikers Karl Kiefer entstanden ist und am 17. Juni 1934 eingeweiht werden konnte, ist „bis heute ein Eldorado für Kinder, die hier schwimmen lernen“, so Sandra Barth, zweite Vorsitzende des Fördervereins, die sich über 60 bestandene „Seepferdchen“ Prüfungen des Vorjahres freut. „Mit unserem Verein fördern wir den Schwimmsport und unterstützen die Stadt bei Maßnahmen zum Erhalt des Freibades“, zitiert Fritz Kiefer die Statuten des Fördervereins, der im kommenden Jahr in Calmbach sein 20-jähriges Jubiläum feiert. 

Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten in der Enztalperle

Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten in der Enztalperle

Hans Schabert, Heimatforscher. Fritz Kiefer, Kassierer des Fördervereins. Sandra Barth, zweite Vorsitzende des Fördervereins. Manfred Erlenmaier, Bademeister. Ingeborg Rentschler, Gründungsmitglied des Fördervereins. Dietmar Fischer. Karl Heinz Bäder, Kioskbetreiber. Fabian Schmitt, Betriebsleiter der städtischen Bäder in Bad Wildbad. (v.l.n.r.)

Während man sich noch an Sommertage in den 70-er Jahren erinnert, an denen „man an sich auf der Liegewiese ein Plätzchen suchen musste“, gab es nun Corona bedingt weniger Badegäste. Um die Anziehungskraft zu steigern sind Sanierungsmaßnahmen geplant, die darauf abzielen 2034 das 100-jährige Jubiläum der Badanstalt zu feiern. Grund genug, um sich die Meinung eines Sachkenners einzuholen, der in den vergangenen Jahren die Attraktivität des Bad Liebenzeller Freibades maßgeblich mitgestaltet und verantwortet hat. „Wir haben dort über fünf Jahre lang kontinuierlich erneuert“, so Dietmar Fischer, der zudem ausführlich über seine Erfahrungen als Bürgermeister beim Sanieren des historischen Gebäudes berichtet und Parallelen zum Waldfreibad in Calmbach aufzeigt. „Das Freibad könnte zum einen nachhaltig mit Abwärme und Solarenergie betrieben, oder zum anderen mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet werden.“ Für Fischer, der Schwimmunterricht als feste Einrichtung im schulischen Lehrplan verankert sieht, bieten Freibäder zudem ein ideales Freizeitangebot, das in Kommunen aufrecht erhalten bleiben muss. Karl Heinz Bäder, der den Kiosk im Waldfreibad betreibt, spricht sogar von einem Treffpunkt für junge und Junggebliebene Leute, die immer wieder kommen. „Wir haben hier ganz viele nette Menschen kennengelernt, die wir mögen und die uns mögen“. Ingeborg Rentschler, Gründungsmitglied des Fördervereins seit 2003, bestätigt diese Ansicht und erinnert sich an die vielen Ehrenamtlichen Stunden, die sie und viele weitere Calmbacher Bürger bereits zum Erhalt des Waldbades beigetragen haben. Schlussendlich bieten die vielen historischen Aufnahmen aus dem Archiv des Fördervereins die Vorlage für einen Aufruf, den der Vorstand nun direkt an alle Calmbacher startet. „Wer seine schönsten Erinnerungen mit seiner Familie, Freundin, Kindern und Enkelkindern rund um das Waldfreibad mit uns teilen möchte, hat ab sofort die Gelegenheit seine Geschichten im Briefkasten am Freibad einzuwerfen. Wenn möglich bitte mit Namen und Telefonnummer, damit wir uns bei Rückfragen melden können“, so Fritz Kiefer, der für den Förderverein eine kleine Festschrift unter dem Titel „Enztalperle – gestern – heute – morgen“ plant und damit einen öffentlichen Aufruf zum Erhalt des Waldfreibades startet.

Ihre Sabine

Nachtwächter Rundgang vermittelt wissenswertes aus dem Mittelalter

Bernhard Lohner wohnt seit einem Jahrzehnt in Bad Herrenalb und schlüpft seit 2020 in die Rolle des Nachtwächters, um seinen Gästen die Geschichte des einstigen Zisterzienserklosters näherzubringen. Er selbst bezeichnet sich dabei als „Zeitenwanderer“, der nächtens im Schein der Laternen dunkle Wege und verborgene Plätze aufsucht, um über Sagen, Legenden und wahre Begebenheiten des 1149 gegründeten Klosters Alba Dominorum bis hin zur Flösserei auf der Alb im 19. Jahrhundert zu berichten.

Zeitenwanderer Bernhard Lohner Nachtwaechter

Bernhard Lohner berichtet wissenswertes aus dem Mittelalter

Lohner, dem die Freude am Umgang mit Menschen sichtlich anzumerken ist, lässt sich von den Gästen duzen. „Ich heiße Bernhard, denn einst war Bernhard von Clairvaux (1090-1153) verantwortlich für die Ausbreitung des Zisterzienserordens in ganz Europa - und eben von diesem Bernhard habe ich meinen Namen.“

Der einstige Leiter der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe vermittelt seine Kenntnisse allerdings nicht durch Zahlen und Fakten. Akribisch aufbereitetes Wissen weiß er pointiert und wirkungsvoll zu berichten, indem er sein aufmerksames Publikum immer wieder durch Fragen konkret in das Geschehen einbindet und dann schmunzelnd die Lösungen präsentiert. So ist zu erfahren, dass sich das faltenreiche, mantelähnliche Obergewand der Mönche Kukulle nennt und die Herrgottsbscheißerle, also die allseits beliebten Maultaschen, von findigen Mönchen erfunden wurden, um Fleisch auch in der Fastenzeit zu genießen. 

Von der 200-jährigen Wunderkiefer im Paradies führt Lohner die Gäste an der Klosterkirche vorbei zur historischen Klostermauer am Gaisbach, und dann über den Kurpark bis hin zur Schweizer Wiese, um auch über die Falkenburg und Flößerei zu berichten. Für Nicolai Esch und seine Familie ist die knapp zweistündigen Tour etwas ganz Besonderes. „Wir kommen aus Gießen und sind hier, um unsere Oma zu besuchen. Aber nun sie hat uns mit dem Rundgang und diesem interessant gestalteten Geschichtsunterricht überrascht.“

Termine 2020 sind 4. März, 1. April, 6. Mai, 10. Juni. 15. Juli, 12. August, 9. September, 7. Oktober, 4. November. Anmeldung unter info@badherrenalb.de

Ihre Sabine

Wandermarathon sammelt Spenden für krebskranke Kinder

„Während sich in Peking die Sportler mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen einen Kindheitstraum erfüllen, bieten wir im Schwarzwald ein sportliches Herbstereignis, bei dem alle Akteure helfen, Träume von krebskranken Kindern zu erfüllen“, erklärt Franziska Bürkle von der Teinachtal-Touristik.

Mit großer Begeisterung verfolgt sie die aktuellen Berichterstattungen, und ist schon jetzt Feuer und Flamme für den Spenden-Wander-Marathon im Teinachtal. So absurd es klingen mag, auch wenn die Olympische Flamme in Peking erlischt, ist im Teinachtal die Vergabe der Startplätze zum ersten Schwarzwälder-Spenden-Wander-Marathon bereits freigeschaltet. Dass damit eine olympische Sommerdiszipin in den Fokus rückt, ist weniger verwunderlich. Neu ist allerdings der Gedanke, der in diesem Fall mit Wanderschuhen und Rucksack verknüpft ist und die olympische Streckenlänge von 42 Kilometern mit einem sozialen Zweck verbindet. „Wir wollen mit unserem Spenden-Wander-Marathon nicht nur Naturliebhaber zu uns in den Nordschwarzwald locken“, lacht Bürkle, die in der Urlaubsregion über ein Wegenetz von über 250 Kilometern wacht. Unter dem Motto „Teinachtal hilft“ haben sich die Gemeinden Bad Teinach-Zavelstein, Neubulach und Neuweiler zusammengeschlossen, um erstmals ein Sportevent auf prädikatisierten Wanderwegen zu organisieren, das zudem die Erforschung von Kinderkrebs unterstützen.

Franziska Bürkle freut sich auf den Start des Spenden-Wander-Marathons und gibt offiziell die Seite für die Anmeldungen frei

Franziska Buerkle freut sich auf den Start des Spenden-Wander-Marathons und gibt offiziell die Seite fuer die Anmeldungen frei     

„Mit unserem Marathon machen wir nicht nur auf den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e. V. aufmerksam, sondern wir helfen direkt.“ 

Bürkle, die das Schicksal der fünfjährigen Lara aus der Region vor Augen hat, setzt sich mit ihrem gesamten Team für eine groß angelegte Spendenaktion ein. „Wir planen unser Event für den 1. und 2. Oktober 2022 und können auf dem ausgeschilderten Streckennetz bis zu 500 Teilnehmer betreuen.“ Eine Mammutaufgabe, die nur durch akribische Vorarbeiten in die Tat umgesetzt werden kann. „In den vergangenen drei Monaten haben wir für die Wegenutzung alle offiziellen Genehmigungen eingeholt und unsere Streckenführung finalisiert.“ Nicht ohne Stolz präsentiert Bürkle zwei Monitore im Touristikbüro, die auf der eigens angelegten Webseite zum einen die Wandertouren mit exakten Längenangaben, und zum anderen die Startgebühren für unterschiedliche Zielgruppen anzeigen. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Etappen mit unterschiedlichen Streckenlängen. Die „Familientour“ ist mit 7,8 Kilometern die kürzeste Tour, gefolgt von einem „Spaziergang“ mit 16,7 Kilometern und einer „Wanderung“ mit 27,2 Kilometern Länge. Als Königsdisziplin ist mit 42,2 Kilometern der Marathon ausgeschrieben, der als Rundweg nur einen Start- und Zielpunkt kennt. Alle anderen Touren sind mit einem Shuttlebus kombiniert, um die geologischen und kulturhistorischen Besonderheiten im Teinachtal nebenbei zu genießen. „Damit bieten wir für jede Altersgruppe eine passende Tour“, so Bürkle, die darüber hinaus verkündet, dass 50 Prozent der Anmeldegebühren in den Spendentopf fließen. Wer sich zügig anmeldet und zu den ersten 100 Wanderern zählt, wird mit einem Frühbucher Rabatt von bis zu 20 Prozent belohnt. Darüber hinaus werden eine personalisierte Startnummer mit offizieller Zeitmessung ebenso wie eine Rundenverpflegung und Starterpräsente garantiert. Wer also seine Wanderschuhe schnürt und damit Gutes tut, soll nach ihrer Aussage zudem selbst etwas Gutes in der Schwarzwaldluft erfahren. Anmeldung und Infos: www.teinachtal.de

Ihre Sabine Zoller 

Wanderführer starten in die Saison mit Karl-Heinz Lucke, Karlheinz Priessnitz, Helmut Boht, Karl Nofer Bad Herrenalb

Die einst als „Kurgast Wanderungen“ bekannten Streifzüge durch den nördlichen Schwarzwald haben sich mittlerweile als „Geführte Wanderungen“ mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Schwierigkeitsgraden rund um Bad Herrenalb etabliert.

Jeder Wanderführer zeigt gerne seine liebsten Strecken. „Ich gehe gerne vom Dobel aus in Richtung Schwanner Warte. Das sind so ungefähr zwölf Kilometer, die einfach zu bewältigen sind und zudem mit schönen Aussichten locken.“ Helmut Boht berichtet von Gruppen bis zu zwölf Personen, die  teilweise einen festen Stamm an Wanderern bilden und sich bereits im Vorfeld zu den ausgeschriebenen Touren fest verabreden. Zweimal jährlich erscheint in der Touristik von Bad Herrenalb der Wanderplan, der von Januar bis Juni und im Anschluss von Juli bis Dezember die konkreten Tourenziele aufzeigt. Als engagierte Wanderer sind neben Helmut Boht zudem Karlheinz Priesnitz, Karl Nofer, Karl-Heinz Lucke und Werner Kull in einem festgelegten Plan zwei Mal wöchentlich auf verschiedenen Touren unterwegs.

„Wir warten immer montags und mittwochs um 12.50 Uhr am Bahnhof von Bad Herrenalb“, so Karlheinz Priessnitz (70), der mit seinen Gästen gerne im Albtal wandert. Der gebürtiger Saarländer engagiert sich seit 2016 als Wanderführer, „um nicht alleine wandern zu müssen.“ Unter dem Motto man ist an der frischen Luft, tut etwas für die Gesundheit und kann im Anschluss auch noch gemeinsam zu einem Umtrunk einkehren, werden stets neue Touren entwickelt.

„Wir sind nicht nur auf dem Graf Rhena Weg unterwegs, sondern fahren auch mit dem Bus nach Bernbach und laufen dann gemütlich nach Fischweier zurück.“ Je nach Wochentag sind die Touren einfacher oder etwas anspruchsvoller, wie Karl Nofer (72) aus dem Gaistal berichtet. „Ich laufe immer gerne Strecken, die ich selbst noch nicht kenne und meine Wanderbegleiter wissen schon, dass es bei mir dann auch mal bergauf gehen kann.“ Zu entdecken gibt viele schöne Winkel, die nicht nur um Bernbach, Rotensol oder Neusatz führen. „Vom Gaistal aus gehe ich zur Teufelsmühle, nach Loffenau und Gernsbach, denn die Gäste wollen nicht immer denselben Pfad laufen.“ Das bestätigt auch Karl-Heinz Lucke (67) aus Neusatz. Erst im Sommer 2020 hat er sich dazu entschieden den Ruhestand zu nutzen, um aktiv mit Menschen verschiedener Altersgruppen ins Gespräch zu kommen. Seine Wanderziele führen ihn zum Quellen Erlebnispfad zum Großen Loch oder Bernstein. „Wir duzen uns beim Wandern und so kommen Karlsruher mit Gästen ins Gespräch, die in Bad Herrenalb Urlaub machen und die Region entdecken“, so Lucke, der sich auch über Kinder und junge Gäste freut.

Die Wanderführer freuen sich auf viele Gäste

Karl-Heinz Lucke, Karlheinz Priessnitz, Helmut Boht, Karl Nofer Bad Herrenalb

Karl-Heinz Lucke, Karlheinz Priessnitz, Helmut Boht, Karl Nofer (v.l.n.r.)  

Info: Für die Wanderungen besteht keine Anmeldepflicht. Wer mit wandert, bezahlt einen Beitrag von drei Euro, die beim Wanderführer zu entrichten sind. Treffpunkt ist Montag und Mittwoch jeweils 12.50 Uhr vor dem Bahnhof in Bad Herrenalb. Einen Flyer zur Tourenliste liegt im Tourismusbüro gratis aus. https://www.badherrenalb.de/downloads/?aktuelles=2291&fbclid=IwAR2ZKb5iBg7cqR4tU8yrGROTPcpF2q5i1MDCPjcoESa_rQzr9YoKRQn9MnI

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Olympische Streckenlänge im Schwarzwald zu erwandern

Eine olympische Streckenlänge von 42 Kilometern steht im Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Veranstaltung im Schwarzwald.  Terminiert auf den zweiten Oktober 2022 ist der „Spenden-Wander-Marathon im Teinachtal“, der die Stiftung des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen e. V. unterstützt.

„Wir wollen mit unserem Spenden-Wander-Marathon das Wohlbefinden der Wanderer steigern“, so Bürkle, die die Naturliebhaber dazu aufruft die Premiumwanderwege im Nördlichen Schwarzwald zu entdecken und ihre Freude darüber mit anderen zu teilen. „Wer mit uns wandert, hilft anderen“, ergänzt Michael Stahl, Mitarbeiter in der Touristik von Bad Teinach.  „Jährlich erkranken rund 2000 Kinder an Krebs und die Diagnose ist ein unfassbarer Schock für die Eltern“, erläutert Stahl ergänzend, der das Schicksal der fünfjährigen Lara, hautnah erlebt hat, die in der Nähe von Bad Teinach wohnt. Das quirlige Mädchen ist gerne in der Natur, liebt das Versteck spielen und Beeren sammeln im Wald. Doch nun musste die junge Patientin viel Kraft und Energie für ihre Chemo- und Cortisonsbehandlungen aufbringen, um sich im Kampf gegen die Leukämie zur Wehr zu setzen. Ein Kampf der sich lohnt, denn die tapfere Lara ist nach 12 Monaten Therapie nun auf dem Weg der Genesung. „Das hat sie der Forschung zu verdanken, die heute schon vieles über die Entstehung von Kinderkrebs weiß“, berichtet Bürkle, die sich mit ihrem engagierten Team mit ganzem Herzen für diese Spendenaktion einsetzt. „Das Wohlbefinden aller liegt uns am Herzen. Jeder Schritt in der Natur fördert unsere Gesundheit und in diesem Fall ist es einfach damit auch einmal etwas Gutes für sich und andere zu tun.“

Organisations Marathon

Schwarzwald Wander Marathon

Franziska Bürkle, Leiterin der Teinachtal Touristik plant für die Outdoor Saison 2022 gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Michael Stahl einen Wander-Spenden Marathon, dessen Erlös krebskranken Kindern zu Gute kommt.

Eine ebenfalls sportliche Leistung wurde bereits auf organisatorischer Ebene erbracht. „Nach zwei Monaten Planungs- und Recherchearbeiten haben wir für die gesamte Wanderstrecke nun die offizielle Genehmigung vom Landratsamt erhalten“, freut sich die Tourismusleiterin des Wandereldorados. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Stahl hat Bürkle Anfang Dezember die finalen Start- und Endpositionen des geplanten Events beim Konsul Niethammer Kulturzentrum (KoNi) in Zavelstein festgelegt. „Von hier aus haben wir die Möglichkeit einen groß angelegten Wander-Event wunderbar zu koordinieren“, berichtet Michael Stahl, der das gesamte Streckennetz erarbeitet und für den Start der Streckenführung den beliebten Wasser-, Wald- und Wiesenpfad ausgewählt hat. „Das ist im Landkreis Calw unser Genießerpfad, der neben urigen Wäldern und idyllischen Bachläufen auch Aussichten bis zur Schwäbischen Alb bietet.“ Für die außergewöhnliche Wanderveranstaltung lockt Deutschlands größtes zusammenhängendes Mittelgebirge mit zusätzlichen prädikatisierten Wanderwegen, die am Wandertag in unterschiedlichen Abschnitten erkundet werden können. „Wie bei einem echten Marathon werden die Anmeldungen elektronisch erfasst, dazu greifen wir auf Experten zurück, die uns bei diesem Thema unterstützen werden“, berichtet Bürkle, die die vielen weiteren Extras und Überraschungen für die rund 500 erwarteten Wanderer noch nicht verrät. Wer seine Wanderschuhe schnürt und damit Gutes tut, soll nach ihrer Aussage zudem selbst etwas Gutes erfahren. www.teinachtal.de

Gern gesehener Gast - Eine herausragende Erscheinung auf Stelzen

„Um die Welt ein bischen bunter zu machen und das zauberhafte in den Alltag zu bringen“, ist die Winterfee auf ihren Stelzen ein gern gesehener Gast bei Events, Veranstaltungen und eben jetzt auch bei ausgefallenen Weihnachtsmärkten wie in Bad Herrenalb.

Wenn die Winterfee erscheint gibt es alles andere als eine frostige Stimmung. Die Figur aus einem fernen Feenland ist die Kreation von Sabine Schäfer, die sich vor 21 Jahren mit der Idee zu außergewöhnlichen Walk-Acts selbständig gemacht hat und von einem „der schönsten Berufe die es gibt“ schwärmt.

Auf Stelzen schreitet sie in luftiger Höhe elegant durch die Straßen und ist eine durchaus herausragende Erscheinung, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringt. Mit den an ihren Beinen angeschnallten Stelzen erreicht sie eine Größe von knapp drei Metern. Das wallend weiße Gewand wirkt dabei weder kühl noch abweisend, denn das selbstgeschneiderte Kostüm samt Kopfschmuck ist bei Dunkelheit beleuchtet, um „Licht in die Herzen der Menschen bringen“. Mit schwungvollen Bewegungen lässt die Fee mit dem phantasievollen Namen „Saa“ die weit ausladenden Flügelpaare mit ihren Armen kreisen. Eine Geste die Neugierde weckt, denn wer zu ihr spricht bekommt eine Glückskugel aus Glas für seine Wünsche. „Das sind wunderschöne Begegnungen und dabei kommen auch die Erwachsenen nicht zu kurz“, freut sich Sabine Schäfer, die sich mit ihrer märchenhaften Gestalt  ganz und gar identifiziert und im Traum nie daran gedacht  hätte, sich damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Im richtigen Leben hat die kreative Künstlerin und Mutter von zwei Kindern zunächst einen „bodenständigen“ Beruf erlernt. „Ich bin Bürokauffrau und habe meine Ausbildung bei der Stadtverwaltung in Schwäbisch Gmünd gemacht, und bin danach als Rucksacktourist auf Weltreise gegangen.“ Geplant war das zunächst als Auszeit vor dem Studienbeginn, doch dann kam alles anders. „Die Welt ist bunt und ich wollte alles sehen.“  Mit Aushilfsjobs verdient sie sich immer wieder Geld, um neue Abenteuer in fernen Ländern zu erleben. „Ich war unter anderem in Argentinien, Indonesien, Malaysia, Thailand und Neuseeland und habe ein Jahr in Australien gelebt“, so der Tenor der Weltenbummlerin, die auf dem Inselkontinent auf der südlichen Hemisphäre zwar von Heimweh geplagt wird, aber dort gefunden hat, was ihr Leben erfüllt.

Mit einem Aushilfsjob als Wassernixe begann ihre Karriere als Straßenkünstlerin und damit die Idee auch in Deutschland als Performance-Künstlerin zu leben. „Ein Freund aus dem Zirkus hat mir das Stelzen laufen beigebracht und dann habe ich geübt und geübt, denn auch das Fallen aus luftiger Höhe will gelernt sein um Verletzungen zu vermeiden.“  Die Performance ist auch bei Schnee- und Eistreiben möglich, denn „dann werden Stelzen mit einem breiteren Fuß angeschnallt, um eine bessere Bodenhaftung zu haben.“

Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach e.V. https://www.gc-bh.de/ - https://www.facebook.com/gcbadherrenalb1968

Akkordeon Konzert - Eine Welt voll Bücher und Musik

„Vor zwei Jahren hatten wir hier in dieser Halle unseren letzten gemeinsamen Auftritt“, berichtet Margit Karcher, Erste Vorsitzende des Akkordeon Orchester Gernsbach zur Eröffnung des knapp 90-minütigen Konzertes.

Unter dem Titel  „Eine Welt voll Bücher und Musik“ verspricht sie einen „genussreichen Abend für alle Sinne“ und  berichtet über die Idee zu diesem außergewöhnlichen Konzert, das in Zeiten des Lockdowns entstanden ist und „uns allen bewusst gemacht hat, welche Bedeutung Musik für uns hat.“ Außergewöhnlich das Konzept und das Ambiente des Abends. Auf der Bühne ist nicht nur Platz für die Musiker, sondern zudem für Bücherfreunde, die es sich neben dicken Folianten in einem Ohrsessel gemütlich machen, die Stehlampe anknipsen und dem Publikum aktuell spannende Literaturerscheinungen präsentieren. Mit einem charmanten Intro starten die Schwestern Charlotte (12) und Frieda (8) Merkel aus Selbach bei Gaggenau mit einem Dialog zu „Frag doch mal die Maus“ und erhalten als Resonanz prompt darauf die musikalische Antwort vom Orchester, das die Titelmelodie der „Sendung mit der Maus“ erklingen lässt.

In der Kombination von Literatur und einem dazu passenden Sound folgt ein ausgeklügeltes Programm, bei dem Marie Hahn (17), Schülerin des Albert Schweizer Gymnasiums und Fabian Betting aus Freiburg den Part der Vorleser übernehmen. Liebesgeschichten in Mexiko und Italien werden gepaart mit passenden Melodien des entsprechenden Landes und auf Science Fiction Stories folgen Kochbuch-Impressionen mit Welthits aus der Filmgeschichte. Insbesondere der Klassiker „My heart will go on“ von Célinne Dion ergänzt musikalisch besonders gefühlvoll die Liebesgeschichte von „Zeit der Kirschen“ die Kochkurse beim Sternekoch beschreibt. Schwungvoll ehrt der Evergreen „Mein kleiner grüner Kaktus“ die Malerin Maria Sybilla Merian, die im 17. Jahrhundert nicht nur Kakteen malte und der „Kriminal Tango“ vom legendären Hazy Osterwald Sextett untermalt einen Kriminalfall in Schweden. Bei der Neuerscheinung von Schwarzwald´s Krimiliebling Bernd Leix wird das Publikum zunächst literarisch auf einen heißen Sommertag eingestimmt und in die mystisch dunklen Tannenwälder des Schwarzwalds entführt, um direkt im Anschluss Horst Jankowski´s weltberühmte „Schwarzwaldfahrt“ mit wippenden Beinen und Händen zu begleiten.

Akkordeon Orchester Gernsbach  

Stilistisch und technisch bewegen sich die beiden harmonisch aufeinander abgestimmten Vereine dabei durch verschiedene Musikrichtungen. Die virtuosen Interpretationen erfordern ein Höchstmaß an Konzentration und die volle Beherrschung der Instrumente. Dabei werden alle Register genutzt, um das Publikum zu begeistern. Passend zum Geburtstagskonzert gibt es wissenswertes zu „Kesselkohl und Kirschenplotzer“ vom Gernsbacher Autor Alexander Hoff zu erfahren und zudem für alle Gäste eine kulinarische Überraschung von Petra Seehase. Sie selbst ist Mitglied im AO Gernsbach und verteilt als Gaumenschmaus en Miniature einen selbst gebacken Kirschenplotzer der das passende Sahnehäubchen vom Orchester mit dem musikalischen Gruß von Udo Jürgens „Aber bitte mit Sahne“ serviert bekommt. Für einen krönenden Höhepunkt am Samstagabend sorgt ein sportliches Ereignis und damit der wohlklingende Sound zum „aktuellen Sportstudio“, der trefflich auf die vorgestellte Vita des zweitbesten Tennisspielers der Welt, dem Tennisbaron Gottfried von Camm abgestimmt ist. Die gut 100 begeisterten Zuschauer erklatschen sich zum Abschluss eine Zugabe und erhalten mit „Thank you for the music“ einen Welthit der legendären schwedischen Kultband ABBA, deren Song längst zu einem Klassiker geworden ist. Für die literarische Form an Klassikern zeichnete an diesem besonderen Konzertabend die Gernsbacher Bücherstube verantwortlich, und Margit Karcher findet lobende Worte für die Zusammenarbeit mit Sabine Katz, die zur Lesung alle Texte vorbereitet hatte.

Das Konzert in der Stadthalle Gernsbach war eine Premiere: der erste Auftritt seit Langem und noch dazu ein Jubiläum für die Spielgemeinschaft von HSR Weisenbach und AO Gernsbach. Zwei Vereine, die seit zehn Jahren gemeinsam musizieren und unter Leitung von Dirigent Reiner Löffler ein breites Spektrum der Akkordeonmusik präsentieren.

Wandern mit Wissen verknüpfen können nun Gäste im Nordschwarzwald

Auf zwei neuen Erlebniswegen lässt sich die Gemeinde Dobel nicht nur umrunden, auf 28 unterschiedlichen Thementafeln ist zudem wissenswertes über den Ort und informatives über die Natur und die Heimat zu erfahren.

„Die Wege sind nicht nur für Touristen, sondern auch für unsere Bewohner interessant“, resümiert Bürgermeister Christoph Schaack bei der Eröffnung. Dabei stellt er nicht nur den ehrenamtlichen Ideengeber und Texter Bernhard Kraft, sondern auch den Gestalter Peter Mast in den Mittelpunkt. Für die Informationstafeln hat Mast ein auffälliges und zudem außergewöhnliches Format gewählt, das bei genauer Betrachtung  die Umrisse der Gemarkung der Gemeinde Dobel zu erkennen gibt.

Der ortshistorische Erlebnisweg

Der ortshistorische Erlebnisweg ist acht Kilometer lang. Er berichtet über die Urbesiedelung und geizt nicht mit geologischen Daten, um die Zusammenhänge der Sorgen und Nöte der Bewohner aufzuzeigen. Bei der geschichtlichen Entwicklung des Dorfes, das ist eng mit den Lebensbereichen von Landwirtschaft und Waldarbeit verbunden ist und nicht immer einfach war. Verteidigungslinien, die der Dobel dem Sonnenkönig Ludwig XIV (1638-1715) zu verdanken hat zeigen die politisch wichtige Stellung des Höhenortes, auf dem 1813/14 russische Truppen bei den Befreiungskriegen lagerten. Die ausführlichen Beschreibungen zur Dobler Redoute und den Dobler Schanzen bis hin zum Pfarrhaus und dem Ortskern sind Bernhard Kraft zu verdanken, der dafür in mühevollen Recherchearbeiten ehrenamtlich viele Archive durchforstet hat.

Der waldhistorische Erlebnispfad

Mit dem waldhistorischen Erlebnispfad, der am neu geschaffenen Aussichtsstand beginnt, startet ein zweiter Rundweg, der auf der Hochfläche von Wald umgeben ist und zu den Volzemer Steinen führt. Neben wissenswerten Informationen über Flora und Fauna sowie den Gesteinen im Wald und die alten Waldberufe, gibt es auf dem rund fünf Kilometer langen Rundweg auch familienfreundliche Stationen. Kindgerecht aufbereitet sorgen ein Klangspiel, eine Rutsche mit Seilaufstieg, ein Balancierpfad und ein Klettergestell für ein besonderes Vergnügen.

Informationstafeln

Auf den wetterbeständigen Kunststofftafeln im Format von 1,30 auf 1,70 Metern sind zudem Codes zum Scannen angebracht, die nicht nur zur Recherche dienen. Mit einem speziell entwickelten Spielecode geht es für die Wanderer auf Entdeckungstour, bei dem eine Ziffernreihe ebenso wie Bildmaterial an das Tourismusbüro auf dem Dobel zu senden sind, um monatlich einen der fünf ausgelosten Gewinne zu erhalten.

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Sabine Zoller.

Sabine Zoller by ReiseTravel.euSabine Zoller lebt im Schwarzwald. Als freie Journalistin schreibt sie für verschiedene online Portale, Magazine und Tageszeitungen. Kultur,  Handwerk und Brauchtum fasziniert Sie ebenso wie gute Küche und Natur. Ihre Berichte beschäftigen sich mit historisch attraktiven Themen, landschaftlich reizvollen Regionen und lukullisch attraktiven Stationen und machen Lust auf Reisen.

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