Bad Kleinkirchen

Seit 20 Jahren gibt es das größte Open Air Musikfestival im deutschsprachigen Raum

Der „Trattlerhof“ in Bad Kleinkirchheim in Kärnten in 1.087 m Seehöhe zählte im Jahr 2014 zu den meistgebuchten Hotels des Ortes. Das Viersterne-Hotel liegt in der Nähe des Zentrums von Bad Kleinkirchheim und erhielt bereits das „Zertifikat für Exzellenz“ sowie den Green Leader Award“. Seit fast 500 Jahren gibt es den Trattlerhof, der nunmehr seit 131 Jahren von der Familie Forstnig bewirtschaftet wird.

Als Gutshof wurde das Haus erstmals 1520 erwähnt. 1642 erhielt der Trattlerhof das Tafern- und Schankrecht, das heißt das Recht, Speisen und Getränke anzubieten. 1883 erwarb Jakob II. Forstnig den Trattlerhof und betrieb die Gaststätte neben einem Steinbruch und einem Kalkofen. Seither ist die Familie Forstnig untrennbar mit der Geschichte des Trattlerhofs und Kleinkirchheim verbunden. Jakob V. Forstnig, der neben Deutsch auch Englisch, Französisch und Italienisch spricht, führt das Hotel zusammen mit seiner Frau Birgit seit 2010. Den Gästen steht eine Bade- und Saunalandschaft zur Verfügung mit Hallenbad, Whirlpool, finnischer Sauna, Zirbenbiosauna, Infrarotkabine, Dampfbad, Kneipp-Tretbecken, Schwebeliegen und Ruheraum. Massagen und Kosmetikbehandlungen gegen Gebühr. Der Trattlerhof steht für familiäre Gastfreundschaft, eine traditionell-ländliche Gemütlichkeit und den modernen Komfort eines Viersternehauses. Urige Stuben, eine sonnige Terrasse, ein großer Hotelgarten, ein Pferdestall und das rund 350 Meter entfernte hoteleigene Hütten-Restaurant- „Einkehr“ zählen zum Ensemble.

Aus ökologischer Sicht ist der Trattlerhof ein Vorzeigebetrieb: Das österreichische Umweltzeichen und den Green Leader Award in Gold von TripAdvisor gab es für hundert Prozent Strom aus Wasserkraft, der im hoteleigenen Wasserkraftwerk erzeugt wird, und der Erzeugung von Wärme aus Biomasse. Beim Hotel sowie auch beim Hüttenrestaurant „Einkehr“ kann an E-Tankstellen Strom gezapft werden. Ein elektrisch betriebener A-Klasse-Mercedes „e-cell“ steht zum Ausleihen in der Hotelgarage. Außerdem sechs Oldtimer-Traktoren von Steyr. Gäste, die an einzelnen Tagen auf die Zimmerreinigung verzichten, können sich pro Tag einen Umweltbonus von drei Euro gutschreiben lassen. Das abendliche Fünf-Gänge-Menü wird aus biologisch zertifizierten Nahrungsmitteln hergestellt. Produzenten aus der Region liefern Milchprodukte, Fleisch und Fisch. Speck, Käse, Eier und Brot stammen von Kärntner Bauern, Gewürze aus dem hoteleigenen Kräutergarten.

Rund um den Trattlerhof erstreckt sich der Biosphärenpark Nockberge mit dem größten Fichten-, Lärchen- und Zirbelwald der Ostalpen, der 2012 von der UNESCO ausgezeichnet wurde. Der Trattlerhof ist das Basiscamp für Wanderer, Mountainbiker und Reiter. E-Bikes stehen für die Gäste bereit, im hoteleigenen Reitstall stehen Warmblutpferde, Isländer und Noriker. Neben Ausritten und Kutschfahrten wird auch Reitunterricht angeboten, sechs hoteleigene Sandplätze stehen den Tennisspielern zur Verfügung und Golfer können ihre Bälle am GC Kaiserburg Bad Kirchheim schlagen. In 45 Minuten mit dem Auto sind weitere fünf Golfplätze erreichbar.

In jeder Woche gibt es neue Aktivitäten für die Gäste: Neben einem Gala-Abend sind das geführte Wanderungen im Nockgebiet, Stammtisch für Reiter, Beachvolleyball, E-Bike-Test, Livemusik in der Hüttenlounge „Einkehr“, Fackelwanderung mit Pferden und Ponys zum Lagerfeuer, Weinverkostung mit Winzern, Waffelbacken, Pizzabackkurs und E-Werk-Besichtigung. Für Familienwandertouren sind die Maibrunn- oder die Nockalm zu empfehlen. Schließlich gibt es viele Kilometer markierte und gepflegte Wanderwege für gefahrlose Gipfelwanderungen in Höhen zwischen 1.000 und 2.400 m Seehöhe. Der Biosphären-Wanderbus fährt viermal in der Woche zu einem beliebten Treffpunkt in den Nockbergen und ist um 17 Uhr wieder zurück in Bad Kleinkirchheim. Weitwanderer können sich auf eine der 43 Etappen des Alpe-Adria-Trails, der Kärnten, Slowenien und Friaul Julisch Venetien miteinander verbindet, begeben. 38 Etappen sind circa 20 km lang und eine jede kann in etwa sechs Stunden durchwandert werden. Der Trail wurde auf geschichtsträchtigen Wegen angelegt und am Ende einer jeden Etappe gibt es mehrere Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.

Bad Kleinkirchheim ist Heilbad und Luftkurort zugleich und hat rund 2.000 Einwohner. Das radonhaltige Quellwasser lindert die Schmerzen bei Gicht oder Rheuma. Die älteste schriftliche Erwähnung des Badebetriebs stammt aus dem Jahr 1670, jedoch gab es erst 1762 eine Badeordnung für eine dreiwöchige Kur. 1922 wurde eine Therme eröffnet; 1934 wurde das Thermal-Freibad in Betrieb genommen. In den 1960er Jahren errichtete man das Thermal-Hallenbad, jedoch erst 1977 durfte sich Kleinkirchheim die Bezeichnung „Bad“ zulegen. Ein zweites Thermalbad wurde 1979 eröffnet. Bekannt wurde Bad Kleinkirchheim durch nationale und internationale Ski-Wettbewerbe. Seit nunmehr 20 Jahren gibt es in Bad Kleinkirchheim das größte Open Air Musikfestival im deutschsprachigen Raum, das durch ORF und MDR übertragen wird und hohe Einschaltquoten erzielt.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

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