Stubaital

Vom Grawa Wasserfall auf die Sulzenaualm

Die Stille ist in unserer lauten Welt selten geworden: Droben auf der Alm findet man sie noch – als etwas Beruhigendes und Heilendes. Viele Menschen suchen heute wieder die Geborgenheit in der Natur abseits vom Trubel und genießen das Schweigen der Wälder, die Spiegelung des Himmels in den Wasserflächen und das Summen der Insekten begleitet vom leisen Hauch des Windes.

Wasserkraft am Wasserfall

Nach etwa einer Stunde erreicht man das zauberhafte Sulzenautal

Auch das laute Rauschen des Grawa Wasserfalles zu Beginn der Wanderung stört diese Ruhe nicht. Eine eindrucksvolle Demonstration seiner Schönheit bietet sich bereits bei der Anfahrt von Neustift in Richtung Stubaier Gletscher. Je mehr man ihm sich nähert, desto lauter übertönt das gewaltige Rauschen des Wasserfalls die Geräusche ringsum. Bis er sich bereits nach wenigen Gehminuten von der Grawa-Alm (1530 Meter) her kommend in seiner ganzen Pracht zeigt.

Auf den Weg in den Talkessel der Sulzenaualm begleitet den Wanderer eine ganz besondere Quelle der Erholung im wahrsten Sinne - das Wasser. Die Urgewalt, mit der die unzähligen Wassertropfen in die Tiefe stürzen, hinterlässt unvergessliche Eindrücke und hat dabei noch einen weiteren positiven gesundheitlichen Aspekt. Neben dem Balsam für die Seele sind Wasserfälle mit ihrem durch das versprühte Wasser erzeugten Kleinklima wohltuend für die Atemwegorgane, insbesondere für die Bronchien.

Wasserläufe im Allgemeinen - aber ganz besonders die mächtigen Wassermassen, die sich bei Wasserfällen um die Felsen wälzen - beeindrucken uns Menschen ohnehin jederzeit. Der tosende Grawa-Wasserfall mit seinen gewaltigen Ausmaßen begleitet den Wanderer etwa ein Drittel der Strecke.

Sage und schreibe einhundert Meter stürzt sich der Sulzbach hinab, um mit schäumender Gischt auf dem Boden aufzuschlagen. Er ist einer der schönsten Wasserfälle Österreichs und einer der breitesten der Ostalpen, weswegen er auch die Auszeichnung Naturdenkmal erhielt. Besonders nahe ist man ihm am Fuße aber auch auf den beiden Aussichtsplattformen entlang des Wanderpfades. Dort kann man sich auf einer Bank niederlassen und glatt ins Träumen versinken.

Wandern erschließt den Reichtum der Natur: Allerdings sollte man die Zeit nicht vergessen, es gibt oben am Ziel noch vieles zu genießen. Nach einem ca. einstündigen, etwas anstrengenden Aufstieg über verflochtenes Wurzelwerk und Steine erreicht man ein kleines Paradies, dessen Schönheit nicht mit Worten zu beschreiben ist. Mit zwei weiteren, allerdings kleineren Wasserfällen, die sich aber nicht weniger eindrucksvoll über die Abhänge stürzen. Sie benetzen die umliegenden Felsen und bahnen sich anschließend ihren Weg durch das kleine Tal und die grünen, etwas sumpfigen Wiesen.

Einem Meisterwerk von Mensch und  Natur begegnet der auf der Jausenstation angekommene Wanderer auf der Sulzenaualm (1847 Meter). Die Alm selbst wurde von seinem Besitzer in liebevoller Kleinarbeit mit handgeschnitzten Stühlen bestückt. Verschiedene Skulpturen in Holz zieren die Tische, Bänke und sogar den Zaun. Wer möchte kann hier in der gemütlichen Hütte Einkehr halten, sich am Ufer des Baches in den grünen Wiesen niederlassen und weiterträumen. Oder sich auf den Weg macht noch ein Stückchen höher hinauf. Die Sulzenauütte ist nach etwa einer weiteren Stunde zu erreichen.

Dieses Stückchen Strecke ist Teil des WildeWasserWeges, der zu den schönsten Wasserplätzen des Stubaitals führt. Im Winter wird der Wasserfall zum Eldorado für Eiskletterer. 

Tourismusverband Stubai Tirol - Dorf 3, A-Neustift im Stubaital, Tel. +43 501 8810, www.stubai.at 

Sabine Erl ReiseTravelEin Beitrag für ReiseTravel von Sabine Erl. 

Unsere Redakteurin Sabine Erl zeichnet bei ReiseTravel für die Redaktion Lifestyle verantwortlich. 

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