Gmund

Wandern vom Tegernsee nach Sterzing in Südtirol in sieben Tagen

Hochalpine Naturerlebnisse, grandiose Panoramablicke, urige Almdörfer und sanfte Almwiesen: Die neue Alpenüberquerung vom Tegernsee über Achensee und Zillertal nach Sterzing ist eröffnet. Die beschilderte Route verläuft auf leichten bis mittelschweren Wegen durch abwechslungsreiche Alpen-Landschaften in Deutschland, Österreich und Italien. 

In drei Angebotsvarianten lässt sich die siebentägige Wanderung auch mit Gepäcktransport und komfortabler Unterkunft im Tal oder geführt buchen. Die Alpenüberquerung, bei der das Natur- und Kulturerlebnis sowie der kulinarische Genuss im Vordergrund stehen, führt vom Tegernsee am bayerischen Alpenrand zum „Tiroler Fjord“, dem Achensee, und weiter über das Zillertal im Herzen der Alpen nach Sterzing in Südtirol, der nördlichsten Stadt Italiens. Dank ihres einfachen bis mittleren Schwierigkeitsgrads bewältigen geübte Wanderer diese Route problemlos. Gasthöfe, Pensionen und Hotels aller Kategorien gewährleisten erholsamen Schlaf, sodass man sich tagsüber gut ausgeruht an der Schönheit der Natur erfreuen kann. Einige Teilstrecken legt man mit Bus, Zug, Schiff oder Seilbahn zurück. Beim Paket „Flexibel und Gemütlich“ wählt man den Tag der Anreise frei aus und bucht sieben Nächte mit Frühstück in ausgesuchten 3- und 4-Sterne-Hotels, Pensionen und Gasthöfen entlang des Weges. Dazu hat man die Möglichkeit, an jedem Etappenziel weitere Zusatzübernachtungen anzuhängen. Gewandert wird individuell. 

Das Paket „Komfortabel ohne Gepäck“ ist ideal für alle, die gern ohne schweren Rucksack wandern. Es beinhaltet neben sieben Nächte mit Halbpension in komfortablen Hotels, Gasthöfen und Pensionen auch den täglichen Gepäcktransport zum nächsten Übernachtungsort sowie die Rückfahrt von Sterzing nach Tegernsee. Auch hier wandert man individuell.

Bei den „Thematischen Wanderungen über die Alpen“ mit Geologen, Geografen und Biologen erfahren die Teilnehmer während der Alpenüberquerung Wissenswertes über die Entstehung der Alpen oder die alpine Tier- und Pflanzenwelt. Die Übernachtungen erfolgen in 4-Sterne-Hotels mit Halbpension. Der tägliche Gepäcktransport, der Rücktransport von Sterzing an den Tegernsee sowie die Bus-, Taxi- und Seilbahn-Entgelte sind im Preis inbegriffen. Gewandert wird in Gruppen von sechs bis zwölf Teilnehmern. www.die-alpenueberquerung.com 

Etappen der Alpenüberquerung:

Etappe 1: Gmund am Tegernsee – Wildbad Kreuth Die Einstimmungsetappe zur Alpenüberquerung führt von Gmund am nördlichen Seeufer entlang des Tegernseer Höhenwegs knapp 100 Meter oberhalb des Sees nach Tegernsee. Dabei hat man immer wieder traumhafte Ausblicke. Nach dem obligatorischen Besuch des Brauhauses fährt man mit der einzigartigen Ruderfähre nach Rottach-Egern. Der weitere Weg folgt einem naturnahen Steig entlang der Weißach bis zum Wildbad Kreuth. Diese Etappe auf leichten Wegen kann man variabel zwischen Tegernsee und dem Wildbad beenden. 

Distanz: 6 bis 22 km. Höhenmeter aufwärts: max. 250. Höhenmeter abwärts: max. 180. Höchster Punkt: 820 m. Gehzeit: variabel

Etappe 2: Wildbad Kreuth – Achenkirch

Vom historischen Wildbad Kreuth führt ein Steig durch einen Buchenmischwald ins Almgelände der Gaisalm. Entlang eines sanften Bergrückens und später durch Latschen erreicht man den Bayerisch-Tiroler Grenzkamm. Hier öffnen sich wunderbare Ausblicke in beide Richtungen, von der Ebene nördlich des Tegernsees bis zu den Zillertaler Alpen. Nach der Einkehr auf der urigen Blaubergalm wandert man durch das Jagdgebiet der habsburgischen Kaiser nach Achenwald bzw. Achenkirch.

Distanz: 17 km. Höhenmeter aufwärts: 850. Höhenmeter abwärts: 800. Höchster Punkt: 1.560 m. Gehzeit: 5 Std.

Etappe 3: Achenkirch – Maurach am Achensee 

Die Route führt auf einem der schönsten Wege Tirols entlang des Westufers des Achensees. Von Achenkirch wandert man immer in leichtem Auf und Ab auf einem sehr gut ausgebauten Steig zur Gaisalm, der einzigen Alm Tirols, die man nur zu Fuß oder mit dem Schiff erreicht. Hier wartet eine grandiose Landschaft mit kleinen Wasserfällen, Mischwäldern und Schwemmkegeln, die bis in den „Tiroler Fjord“ hineinreichen. An vielen Stellen gibt es Bademöglichkeiten. Entlang des Uferwegs erreicht man Pertisau und später am Weg neben der Achensee-Dampf-Zahnradbahn das Etappenziel Maurach. 

Distanz: 13,5 km. Höhenmeter aufwärts: 200. Höhenmeter abwärts: 200. Höchster Punkt: 1.000 m. Gehzeit: 4 Std. 

Etappe 4: Maurach am Achensee – Hochfügen Nach der Fahrt mit Bus oder Achensee-Dampf-Zahnradbahn und Zillertalbahn erreicht man nach einem Spaziergang durch das Dorf Fügen die Bergbahn auf das Spieljoch. Hier eröffnen sich majestätische Ausblicke auf die Bergwelt des Zillertals, auf das Karwendel, Rofangebirge und den Wilden Kaiser. Zwischen jahrhundertealten Zirbenbäumen, Almrosen und Granitsteinen beginnt die Wanderung entlang eines traumhaften Steigs über die Gartlalm zum Loassattel. Auf einem gemütlichen Weg wandert man das letzte Stück in den bekannten Wintersportort Hochfügen. 

Distanz: 13 km. Höhenmeter aufwärts: 450. Höhenmeter abwärts: 750. Höchster Punkt: 2.040 m. Gehzeit: 3 Std. 

Etappe 5: Hochfügen – Mayrhofen 

Der Tag führt durch historische Almdörfer, wie es sie nur im Zillertal gibt. Vorbei an vom Gletscher geschliffenen Felsen wandert man auf das Sidanjoch und zur nahen Rastkogelhütte. Danach wartet noch ein kurzer Aufstieg auf den Mitterwandskopf, ehe der wunderschöne Steig vorbei an eiszeitlichen Lacken entlang eines Bergrückens zum Melchboden an der Zillertaler Höhenstraße führt. Knieschonend wählt man statt des weiten und steilen Abstiegs den Linienbus hinab ins Tal. 

Distanz: 11 km. Höhenmeter aufwärts: 900. Höhenmeter abwärts: 400. Höchster Punkt: 2.280 m. Gehzeit: 4 Std. 

AlpenüberquerungDer Anstieg zum Pfitscherjoch führt über einen komfortablen Steig vorbei an Wasserfällen und entlang des mäandernden Bachs.

Etappe 6: Mayrhofen – Schlegeis – St. Jakob bzw. Kematen im Pfitschtal 

An diesem Tag wird der Alpenhauptkamm überschritten. Von Mayrhofen geht es per Linienbus zum Schlegeis-Speichersee auf 1.800 Meter. Hier öffnet sich ein Traumblick über den hellblauen See und zu den mächtigen Gletschern dahinter. Der Anstieg zum Pfitscherjoch führt über einen komfortablen Steig vorbei an Wasserfällen und entlang des mäandernden Bachs. Kurz hinter der italienischen Grenze liegt das Pfitscherjochhaus auf 2.275 Meter. Über sanfte Almwiesen und einen Mischwald wandert man hinab zum Talboden des Pfitschtals. Auf einem leicht erhöhten Wiesenweg erreicht man St. Jakob. Distanz: 13 bis 18 km. Höhenmeter aufwärts: 500. Höhenmeter abwärts: 850. Höchster Punkt: 2.275 m. Gehzeit: 4 bis 5 Std. 

Etappe 7: St. Jakob bzw. Kematen im Pfitschtal – Sterzing 

Eine Etappe mit wenig Höhenmetern, aber vielen Höhepunkten zum Ende der Alpenüberquerung: Der malerische breite Talboden mit urigen Bauernhäusern, typische Südtiroler Steinkirchen, und zum Abschluss das gotische Ortszentrum von Sterzing. Die Wege sind meist leicht, an ganz kurzen Stellen auch mittelschwierig. Mit dem regelmäßig verkehrenden Bus kann man die Strecke auch beliebig abkürzen. Distanz: 15 bis 20 km. Höhenmeter aufwärts: 150. Höhenmeter abwärts: 650. Höchster Punkt: 1.460 m. Gehzeit: 4 bis 5 Std.

Tegernsee Tal Tourismus GmbH, info@tegernsee.com - www.tegernsee.com 

Achensee Tourismus, info@achensee.info - www.achensee.info 

Zillertal Tourismus GmbH, holiday@zillertal.at - www.zillertal.at 

Tourismusverein Sterzing, info@infosterzing.com - www.sterzing.com

Ein Beitrag mit Foto für ReiseTravel von Elke Backert.

Elke Backert ReiseTravelUnsere Autorin ist freie Reisejournalistin und lebt in Hamburg. www.elkebackert.de

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