Bremen

Wer bezahlt die Polizeieinsätze bei Fußballspielen – am Ende der Steuerzahler

Randale und Gewalt bei Fußballspielen eskalieren: Der Stadtstaat Bremen will als erstes Bundesland die Bundesliga für Polizeieinsätze bei Fußballspielen mit Gewaltpotenzial zur Kasse bitten. Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) kündigte an, die „Rot Grüne Landesregierung werde das Gebührenrecht ändern“. Der Bremer Innensenator bezifferte die Kosten für einen Polizeieinsatz, beispielsweise bei einem Nordderby mit Werder Bremen als Gastgeber gegen den Hamburger SV oder VFL Wolfsburg sowie Hannover 96, mit bis zu 300.000 Euro.

Erste Reaktionen von Vertretern des Deutschen Fußball Bundes und der Deutschen Fußballliga zeigen keinerlei Begeisterung und Verständnis für diese Idee aus Bremen. Liga Präsident Dr. Reinhard Rauball sagte: „Der Bremer Alleingang ist mit den verfassungsrechtlichen Grundsätzen nicht vereinbar, die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ist allein Aufgabe des Staates“.

ReiseTravel sprach über die „Bremer Vorschläge“ mit dem Berliner CDU Abgeordneten Tim Zeelen, der gehört dem Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses an: „Der Bremer Weg wird scheitern. Der Fußballzirkus bringt jedes Wochenende viele Touristen in die Städte, es entstehen Arbeitsplätze. Ganze Regionen profitieren vom Marketing, den der Fußball bringt. Deshalb halte ich es für falsch, hier Kosten gegenseitig aufzurechnen. In der Tat sind die Vereine angehalten, durch eine gute Fan Arbeit Problem Fans in den Griff zu bekommen. Hier ist die Arbeit der Bundesliga und all ihrer Vereine schon heute international vorbildhaft. Es wäre schade, wenn die Fans vom SV Werder Bremen und der Nationalmannschaft die fehlerhafte Haushaltspolitik der SPD geführten Hansestadt Bremen ausbaden müssten“. www.tim-zeelen.de

ReiseTravel Fact: Großveranstaltungen sind ohne die lenkenden Hände des Staates, dazu zählt auch die Polizei, nicht denkbar: Auch beim Fußball Bundesligaspiel. Wer soll zur Kasse gebeten werden, wenn die Polizei tätig ist?

Hier mein Vorschlag: Das Verursacher Prinzip walten lassen!

Im Klartext heißt das: Wer randaliert, Personen verletzt oder Sachen beschädigt zahlt alle Folgekosten. Ob Schmerzensgeld, Arztkosten, Wiederaufbau, Reparatur, alles aus eigener Tasche. Zusätzlich sollte ein „verantwortungsbewusster“ Richter – aber gibt es diese, eine empfindliche Geldstrafe für die Übeltäter verhängen. Dieses Geld kommt der Landeskasse Bremen zugute!

Wer Gewalt sät, soll empfindliche Strafe ernten. Zusätzlich müssen die verurteilten „Idioten“, denn von „Fans“ kann man bei diesen Typen nicht reden, ein konsequentes Stadionverbot in ganz Deutschland erhalten. Sollten diese das ignorieren und erwischt werden, notfalls mal für lange Zeit in einem Gebäude wohnen, das der Volksmund mit „Knast“ bezeichnet.

Wahrscheinlich habe ich zu viele Ideale. Nach dem Fußballspiel folgt erneut der Polizeieinsatz: Diese Kosten trägt wieder der Steuerzahler.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Volker T. Neef.  

Volker T. Neef ReiseTravelUnser Autor berichtet aus der Bundeshauptstadt und ist in Berlin wohnhaft.

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