Hamburg

Die Verspätung eines Fluges ist immer ein Ärgernis. Wichtige Termine werden versäumt oder ein Urlaub, für den lange gespart wurde und der große Vorfreude ausgelöst hat, kann nicht angetreten werden.

Aktuell sorgt die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook für Diskussionen. Da auch die Fluglinie Condor von der Insolvenz betroffen ist, sitzen tausende Urlauber fest und können derzeit nur auf Umwegen in ihre Heimat zurückkehren. In Deutschland gibt es viele Urlauber, die bereits vor längerer Zeit einen Flug mit Condor gebucht haben und nun ihre Reise nicht antreten können. Gerichte haben entschieden, dass es keine Entschädigung für die Freude auf den Urlaub und für den entgangenen Erholungswert gibt. Geschädigte haben jedoch einen Anspruch auf die Erstattung ihrer Kosten. Dies gilt nicht nur bei einem Ausfall von Flügen, wie es aktuell als Folge der Insolvenz von Thomas Cook vorkommt. Auch für Flugverspätungen können Regressforderungen angemeldet werden.

Passagiere müssen Flugverspätungen nicht hinnehmen

Eine Flugverspätung kann zu Regressforderungen vonseiten der Passagiere berechtigen. Hier kommt es darauf an, um welche Zeit sich der Flug verspätet hat oder ob er ganz ausgefallen ist. Wurde der Flug nicht durchgeführt und konnte der Passagier nicht ohne Mehrkosten auf einen anderen Flug umgebucht werden, erhält er den kompletten Flugpreis zurück. Sollte die Fluggesellschaft insolvent sein, wenden sich die Passagiere an den Insolvenzverwalter. Von Vorteil ist es, wenn die Kosten für die Reise mit einem Reisesicherungsschein abgesichert wurden. In diesem Fall übernimmt die Versicherung die Kosten und die Reisenden werden in jedem Fall entschädigt. Es gibt jedoch auch ein Recht auf Entschädigung bei einer Flugverspätung. Ob ein Anspruch auf eine Entschädigung besteht, kann auf Flightright kostenlos geprüft werden. Das Unternehmen unterstützt Fluggäste bei der Durchsetzung ihrer Entschädigungsansprüche. Ab einer Verspätung von 3 Stunden steht Reisenden je nach Flugstrecke eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro zu.

Details zu den Ansprüchen bei einer Flugverspätung

Verspätet sich der Flug bis zu zwei Stunden, müssen die Reisenden dies in Kauf nehmen. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf eine Entschädigung. Warten die Reisenden länger als zwei Stunden, haben sie das Recht auf zwei kostenlose Telefonate. Alternativ können auch die Versendung von Fax oder E-Mail gefordert werden. Sollte sich durch die Flugverspätung die Notwendigkeit einer Übernachtung am Flughafen ergeben, muss die Fluggesellschaft die Kosten für den Transfer zu einem Hotel und für eine Hotelübernachtung übernehmen.

Finanzielle Entschädigung bei Flugverspätungen

Ein Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung entsteht ab einer Verspätung von drei Stunden. Abhängig von der Länge des Fluges und dem Umfang der Verspätung haben die Reisenden einen finanziellen Anspruch, der zwischen 250 und 600 EUR liegt. Wichtig ist, dass dieser Anspruch schriftlich geltend gemacht werden muss. Eine automatische Zahlung der Summe erfolgt nicht.

Außergewöhnliche Umstände muss die Airline nicht verantworten

Nicht immer hat die Fluggesellschaft die Verspätung zu verantworten. Sollten außergewöhnliche Umstände vorliegen, haben die Reisenden keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Über die Frage, welche Umstände als außergewöhnlich betrachtet werden können, kommt es häufig zu Auseinandersetzungen zwischen den Reisenden und der Airline, die mitunter vor einem Gericht ausgetragen werden. In diesen Fällen ist die Gerichtsentscheidung abzuwarten, bevor die Entschädigung beansprucht werden kann.

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