Jens Meiners

Endstation der Visionen

Ein Lockdown bis Mitte April: Dabei wird es nicht bleiben. Europa wird das soziale und wirtschaftliche Leben wohl deutlich länger herunterfahren müssen. Nur so lässt sich gewaltiges menschliches Leid verhindern und die Gefahr durch den Coronavirus, dessen Ausbreitung die vermeintlich allwissenden Behörden über viele Wochen hinweg ungerührt zugesehen hatten, bannen.

Für die Automobilindustrie sind das ungünstige Aussichten. Ihre Neuwagenverkäufe sind dramatisch eingebrochen, die Werke bis auf Weiteres geschlossen; neue Modelle werden verschoben, vielleicht auch gestrichen.

Angesichts der zu erwartenden Flut an Insolvenzen und Arbeitsplatzverlusten ist überdies nicht davon auszugehen, dass der Verbraucher wieder in Kauflaune ist, sobald die Beschränkungen aufgehoben werden.

Tatsächlich entlarvt der Lockdown gerade einige der Lügen, mit denen Politik, Justiz und staatlich gepäppelte NGOs den autofahrenden Bürger in den letzten Jahren gegängelt haben

So hat sich die Luftqualität am berüchtigten Stuttgarter Neckartor und anderswo keineswegs verbessert, obwohl dort inzwischen kaum noch Autos fahren.
Sogar von Fahrten mit Bus und Bahn, die Städteplanern bislang als Allheilmittel für ihre selbsterzeugten Verkehrsprobleme galten, wird immer häufiger abgeraten. Kein Wunder, denn sie sind das ideale Milieu zur massenhaften Verbreitung von Infektionen aller Art. Umso unbegreiflicher, dass sich viele Städte wie etwa Stuttgart nach wie vor weigern, die erwiesenermaßen sinnlosen Einfahrbeschränkungen aufzuheben und es vorziehen, die oft älteren Bürger, die sich kein nagelneues Auto leisten können, der Seuchengefahr im kollektiven Massentransport auszusetzen.

Eine Rechnung ohne Kunden
In diesem Zusammenhang darf die Frage gestellt werden, ob die Zukunft des Automobils tatsächlich so “autonom” und “elektrisch” sein wird, wie Politik und Industrie seit vielen Jahren beteuern. Die entsprechenden Visionen wird man künftig mit einer gehörigen Portion Skepsis bewerten müssen.
Denn ob sich die Menschen wirklich nichts sehnlicher wünschen, als in autonome Taxis einzusteigen, in denen sich zuvor unbekannte Personen niedergelassen haben, darf angesichts eines neuerwachten Hygienebewusstseins mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Und das so eifrig verfolgte Ziel, dem Fahrer das Lenkrad aus der Hand zu nehmen, dürfte in weite Ferne rücken. Denn mit den Plänen zur “Autonomie” sind gewaltige Summen in Kommunikation, Technik und Infrastruktur nötig, die aktuell und auf absehbare Zeit sehr viel sinnvoller eingesetzt werden können.
Das Gleiche gilt für die Elektromobilität. Bei diesem Thema sind die Kunden ohnehin nie mitgegangen: Trotz großzügiger Förderungen blieb das Interesse sehr überschaubar. Das kann auch nicht überraschen, denn die konzeptionellen Nachteile von Elektroautos bedeuten, dass der Kunde viel mehr Geld für ein viel schlechteres Produkt ausgeben muss, das obendrein zum finanziellen Totalschaden wird, wenn die Batterie nach einem knappen Jahrzehnt den Geist aufgibt.
Auf welch schwankendem Boden die Elektro-Strategie der Industrie steht, beweisen übrigens nicht zuletzt die Kommentare auf ihren eigenen Seiten in den sozialen Medien. Dort, wo sich üblicherweise die Fans gegenseitig ihrer Markentreue versichern und über neue Modelle freuen, finden sich unter den Beiträgen über E-Autos reihenweise Negativkommentare. Der Duktus bewegt sich dabei zwischen Belustigung und bitterem Sarkasmus.
Denn es hat sich mittlerweile fast bis zum letzten Autofahrer herumgesprochen, dass Elektroautos nicht den geringsten Beitrag zum Umwelt- Leisten, oft sogar schlechter dastehen. Diese Tatsachen wird keine Desinformationskampagne mehr unter den Tisch kehren können.

Politik mit Korrekturbedarf
Die Industrie hatte bislang keine andere Wahl als auf die E-Mobilität zu setzen, weil die wahnwitzigen Brüsseler Emissionsvorgaben nur mit Elektroautos, die allen Ernstes als “emissionsfrei” deklariert werden, erreicht werden können. Beim Verfehlen der Ziele drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe.
Dabei gäbe es weitaus bessere und kostengünstigere Möglichkeiten, die Emissionen zu verringern. Beispielsweise mit modernen Dieselmotoren, mit Erdgas-Fahrzeugen oder auch mittels der überfälligen Anrechnung synthetischer Kraftstoffe.
Wenn die aktuelle Krise überstanden ist, brauchen die Menschen zuverlässige und erschwingliche Fahrzeuge mit bewährten Diesel- und Ottomotoren. Sie brauchen keine luftigen Visionen selbstfahrender Elektromobile – Visionen, die angesichts der aktuellen Herausforderungen eine blanke Zumutung sind.
Die Corona-Krise ist der richtige Zeitpunkt, um die von vielen Politikern längst erkannten Fehlentwicklungen zu stoppen und ohne Gesichtsverlust zu korrigieren. Die Förderung für Elektroautos gehört nicht aufgestockt, sondern ersatzlos gestrichen. Und wer in der tiefsten Krise auf unerfüllbaren Emissionsvorgaben besteht, wird bald keine Industrie mehr haben, der die Milliardenstrafen abgepresst werden können.

Ein Beitrag für ReiseTravel von Jens Meiners.

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