Schlaubethal

Seenland Oder-Spree

Neue Route durch die Märkische Schweiz: Drei beliebte Ausflugsregionen im Osten von Berlin setzen gemeinsam auf umweltfreundliche Mobilität. In der Märkischen Schweiz, im Schlaubetal und jetzt auch im Scharmützelseegebiet gibt es am Wochenende und an Feiertagen spezielle Ausflugslinien, um die Ferienregionen auch ohne eigenes Auto zu erkunden. In den Bussen, erkennbar an ihren blau-weißen Schildern mit der Aufschrift „Ausflugslinie“ und der jeweiligen Region, gelten die normalen VBB-Tarife. Sie können also beispielsweise von Besitzern der Abo-Karte „65plus“ kostenfrei genutzt werden.

Beispiel Schlaubetal: Am Bahnhof Jacobsdorf hält der Regionalexpress RE1 aus Berlin. Ein großes Schild leitet die Fahrgäste zur nahegelegenen Haltestelle des Busses der Ausflugslinie A400. Dort beginnt kurz darauf die Fahrt durch das 25 km lange, wildromantische Schlaubetal. Im Erholungsort Müllrose und an vielen anderen Stellen können Fahrgäste aussteigen und ihre Wanderung beginnen. Unterwegs können sie in einer der bekannten Schlaubetal-Mühlen etwas essen und gegen Abend dann mit einem anderen Ausflugsbus wieder zum Bahnhof Jacobsdorf zurückkehren.

Bereits im vergangenen Jahr waren die wichtigsten Haltestellen im Schlaubetal mit neuen Infotafeln ausgestattet worden, die neben den Fahrplänen auch detaillierte Umgebungspläne enthalten, um Wanderern die Orientierung zu erleichtern. Auch in den Bussen selbst gibt es große Übersichtskarten und Informationsmaterialien für die Reisenden sowie nach Bedarf auch nützliche Informationen vom Fahrer. Dreimal täglich fahren die Busse an Wochenenden und Feiertagen in beide Richtungen. Das ermöglicht Reisenden eine flexible Planung ihres Ausflugs. Zum Saisonstart wird es einige Optimierungen beim Fahrplan und der Linienführung geben. So fahren die Busse der Linie A400 künftig zweimal am Tag bis zur neuen Endhaltestelle Treppeln Schlaubemühle. „Besucher können sich dort zuerst im Naturparkzentrum des BUND über Flora und Fauna im Tal informieren und dann ihre Wanderung starten“, betont Korinna Lerche vom örtlichen Tourismusverein. Von hier ist auch die Schlaube-Quelle schnell zu erreichen.

Größere Veränderungen gibt es in dieser Saison in der Märkischen Schweiz. Die Busse der Ausflugslinie A930, die bisher auf einem Rundkurs verkehrten, pendeln nun dreimal täglich auf einer Linie zwischen dem S-Bahnhof Strausberg im Westen und dem Bahnhof Seelow-Gusow im Osten. „Wir erschließen dadurch zusätzliche touristische Ziele und bieten den Besuchern eine größere Flexibilität“, erläutert Riamara Sommerschuh vom Kultur- und Tourismusamt in Buckow die Vorteile der neuen Streckenführung. Besonders positiv ist für die Besucher aus Berlin, dass sie nun auch mit der S-Bahn den Ausflugsbus erreichen können. Am S-Bahnhof Strausberg steigen sie in den Bus der Linie A930. Dieser fährt über den Ferienort Rehfelde und vorbei an der spektakulären Pyramide von Garzau in den Kneipp-Kurort Buckow. Von dort führt die Linie über Pritzhagen, Alt-Friedland und Neuhardenberg bis zum Bahnhof Seelow-Gusow. Dort besteht ein direkter Anschluss mit der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) nach Berlin.

Wer zunächst das Schloss in Neuhardenberg besichtigen möchte, fährt mit der Bahn bis Gusow und steigt dort in den Ausflugsbus. Vier Stunden später kann man mit dem nächsten Bus zum nächsten Ziel starten – und beispielsweise vom Halt in Pritzhagen aus zur Pritzhagener Mühle und weiter nach Buckow wandern. In Buckow besteht nicht nur Anschluss an die Ausflugslinie A930. Der Kurort in der Märkischen Schweiz ist auch über die Buslinien 928 und 939 mit dem Bahnhof und der Stadt Müncheberg verbunden. In allen Linien gilt der VBB-Tarif, man kann also in einer Gruppe von bis zu fünf Personen mit dem Brandenburg-Berlin-Ticket einen ganzen Tag lang nach Herzenslust ein-, aus- und umsteigen.

Busse mit dem Zusatz „Ausflugslinie“ verkehren dieses Jahr erstmals auch an den Wochenenden und Feiertagen in der Scharmützelsee-Region. Dort besteht bereits ein dichtes Netz an regulären Busverbindungen, mit denen man die Region täglich erkunden kann. „Dieses Angebot haben wir jetzt für Gäste von außerhalb handhabbarer gemacht“, erklärt Laura Beister vom örtlichen Tourismusverein. Ein Ausflugsflyer stellt die für Touristen relevanten Strecken mit den dazugehörigen Sehenswürdigkeiten anschaulich dar. Besucher können zum Beispiel von Berlin mit dem Regionalexpress RE1 zunächst bis Fürstenwalde fahren. Von dort kann man mit der Buslinie 430 das östliche Ufer des Scharmützelsees erkunden, mit der Linie 431 das Westufer und mit der Linie 435 das Seengebiet um Storkow. Alle drei Linien enden an Bahnhöfen der Linie OE 36 der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG), die über Königs Wusterhausen und Schöneweide nach Berlin-Lichtenberg fährt. So kann man auch das Gebiet des Scharmützel- und des Storkower Sees umweltfreundlich und preiswert mit Bussen und Bahnen erkunden. Gut lässt sich auch eine Schiffstour auf dem Scharmützelsee in das Programm des Wochenendausflugs einbauen.

Die Ausflugsbusse verkehren bis zum 3. Oktober sonnabends, sonntags und feiertags. Zum Saisonstart am 1. Mai im Schlaubetal, empfängt Milorad, Symbolfigur und Namensgeber von Müllrose, die Gäste persönlich mit einem Willkom­mensgetränk und Informationsmaterialien. Bis zum 3. Juni nehmen Fahrgäste der Ausflugslinie Schlaubetal an einer Verlosung teil, bei der sie unter anderem einen Wochenendaufenthalt in der Region gewinnen können. In der Märkischen Schweiz sind verschiedene Aktivitäten am 5. und 6. Mai, dem „Wochenende der offenen „Ateliers“, geplant. Viele Einrichtungen sind mit der Ausflugslinie gut zu erreichen.

Die Entwicklung von Ausflugslinien im Seenland Oder-Spree sind das Ergebnis eines zweijährigen Kooperationsprojekts der Lokalen Aktionsgruppen Oderland und Märkische Seen. Es wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds zur Entwicklung des ländlichen Raums und vom Land Brandenburg mitfinanziert. Zu den Projektpartnern gehören die örtlichen Busgesellschaften und Touristikorganisationen sowie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Im Rahmen des Projekts entstand auch die Ausflugskarte „Mit Bahn und Bus durch das Seenland Oder-Spree“, die bei den Tourismusinformationen der Region kostenlos erhältlich ist. Zum Projekt gehört auch der Aufbau eines Internetportals. Dort sind die zahlreichen Möglichkeiten für Ausflüge mit Bahn und Bus im Seenland Oder-Spree ausführlich beschrieben. Außerdem sind dort alle Hinweise über Fahrzeiten und Tarife zu finden. www.ausflugslinien-seenland.de

Von Klaus Klöppel, team red Deutschland GmbH

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