Hoyerswerda

Surfer, Segler und Taucher tummeln sich um die 23 Seen in Sachsen

Eine neue Reisedestination mit Zukunft: 20 Jahre nach Beginn der Bergbausanierung in den ostdeutschen Braunkohlerevieren ist in der Lausitz zwischen Berlin und Dresden eine einmalige Seenlandschaft erschlossen und zu einem großen Teil bereits der touristischen Nutzung übergeben worden. Das Land hat jetzt die Initiative "23 Seen für Ihre Ideen“ gestartet. Unter diesem Motto sollen verstärkt Projekte und Investitionen im Lausitzer Seenland initiiert werden.

Ganz aktuell erfolgte die Grundsteinlegung für das 4-Sterne-Hotel „Der Leucht Turm“, maritimer Botschafter des sich entwickelnden Lausitzer Seenlandes. Es setzt ein Zeichen am Geierswalder See. Geschäftsführerin Heike Struthoff erläutert: „… und am Leuchtturm findet sich noch mehr. Gebäude sind aneinandergereiht, etwas abseitsstehen einzelne Häuser, fast wie ein kleines Fischerdorf. Maritime Farben und Paneele bestimmen die Fassaden. Fenster sind mit Teilungen versehen und mit Rahmen eingefasst. Maritime Accessoires, Modellsegelboote und Laternen ergänzen die Ausstattung“ www.leuchtturm-lausitz.de

Schon etabliert am See sind Campingplatz, Marina, schwimmende Häuser, Grillandchill-Boote (donuts) sowie das Rundwegenetz für Radfahrer. Da gilt die Devise "Klar zum Ankern!“ neben Urlaubern auch für Geschäftsleute. Inzwischen kommen Tagesgäste und Kurzurlauber nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Tschechien, Polen und Ungarn. Unter Caravan-Touristen und Reisemobilisten aus Skandinavien hat sich herumgesprochen, dass ein Stopp im Lausitzer Seenland lohnt. Neue Ferienwohnungen tragen zur gestiegenen Attraktivität bei, z. B. die von Familie Ittmann in Klein Partwitz. Neben dem Gasthof „Zum Anker“ betreiben die Gastgeber auch eine Quad-Station, die selbst Anfänger zum Fahrspaß einlädt www.gasthof-zum-anker.de  

Nicht weit entfernt von der Drehscheibe Geierswalder See befindet sich die Pferdestation terranova. Interessante Ausflugsziele in der Nähe sind u.a. die Energiefabrik Knappenrode, die Krabatmühle in Schwarzkollm mit zünftigem Kupfer-Bier aus Wittichenau, die IBA Terrassen Großräschen, das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld (Brandenburg) oder ab 2013 der „schnelle“ Spreetaler See für alle Jetskifahrer. Qualitätsinitiative „Lausitzer Gastlichkeit“ Hotels, Gaststätten und Restaurants haben 2012 die Marketing- und Qualitätsinitiative „Lausitzer Gastlichkeit“ begonnen, zum ersten Mal länderübergreifend im Lausitzer Seenland. Stichworte sind: Aufmerksamer Service, regionale Küche, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und angenehme Atmosphäre. Auch in der Tourismuswerbung tut sich viel. Das Lausitzer Seenland präsentiert sich nach außen nunmehr geschlossen und hat dafür ganz neu den länderübergreifenden Tourismusverband mit Sitz in Hoyerswerda gegründet. Urlauber und Investoren können sich unter www.lausitzerseenland.de über Angebote an allen 23 Seen informieren oder Ansprechpartner für eigene Ideen und Vorhaben finden.

Die Hauptereignisse von 2013 wecken schon heute neue Bedürfnisse: Bereits im April lädt Senftenberg ein zur Eröffnung des Stadthafens. Im Juni werden alle Uferbereiche des Geierswalder und Partwitzer Sees in Sachsen übergeben und am 1. Juni 2013 soll der Koschener Kanal, der sogenannte Überleiter 12, die Länder Sachsen und Brandenburg schiffbar miteinander verbinden. Insgesamt werden im Lausitzer Seenland zehn Seen über Kanäle und Schleusen miteinander verknüpft. Dafür wird jetzt die Fahrgastschifffahrt ausgeschrieben; gesucht wird der künftige Reeder. Der Vorsitzende des Zweckverbandes Lausitzer Seenland, Michael Harig, nannte ein ehrgeiziges Ziel für die touristische Vermarktung der neu entstandenen Urlaubsregion: „Von derzeit 400.000 Übernachtungen jährlich wollen der länderübergreifende Tourismusverband und die kommunalen Zweckverbände in Sachsen und Brandenburg bis 2020 für ein Wachstum auf 1 Million Übernachtungen pro Jahr sorgen. Voraussetzung dafür sind allerdings Investitionen in neue Herbergsbetriebe“. Das Lausitzer Seenland ist eine Urlaubsregion im Entstehen, die sich immer erkennbarer vom Braunkohlerevier zur größten von Menschenhandgeschaffenen Wasserlandschaft Europas entwickelt.

Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen, Henriette Schindler, Friedrichstraße 12, D-02977 Hoyerswerda, Tel.: 03571/6054302; zvsachsen@lausitzerseenland.de  - www.lausitzerseenland.de

Ein Beitrag für ReiseTravel von Günter Knackfuß. Freier Journalist.

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