Marktl

Papst Benedikt XVI. Rücktritt am 28. Februar: Nachfolger seit 13. März Franziskus I.

Back to the roots – Zurück zu den Ursprüngen“, zurück zur Natur. Oberbayerns ursprüngliche Dörfer, die Seen und Flüsse und die natürlich erhaltenen Landschaften bieten sich geradezu an für diesen Trend. Die ideale Umgebung zum Erholen und Entspannen. Zum Radfahren, Wandern, Bootpaddeln, Golfen oder einfach nur die Ruhe und Stille genießen. Da kann es schon mal vorkommen, dass sich einem eine Kuh in den Weg stellt. Das typische Bild der freilaufenden Wiederkäuer auf der Alm ist ein beliebtes Postkartenmotiv.

Es heißt nicht umsonst, der Rest der Welt belächelt die Bayern, fährt aber immer wieder gerne hin. Oberbayern bietet immer Platz für Klischees – Schuhplatteln, Fingerhakeln, Blasmusik und Tracht sind nur einige davon. Oberbayern – das spricht aber auch für landschaftliche Idylle, saftige Wiesen, schroffe Felsen, mächtige Bergmonumente und anspruchsvolle Wanderwege. Der Starnberger See, das Berchtesgadener Land, der Tegernsee und der Chiemgau sind Destinationen, die weit über Deutschland hinaus zum Inbegriff geworden sind. Dabei ist Oberbayern „viel vielfältiger“.

Das „andere“ Oberbayern: Oberbayern kann auch mit sanfteren, flacheren Landschaften aufwarten. Für diejenigen Urlauber, denen die gewaltigen Berge zu bedrohlich nah scheinen oder der Sport dort zu anspruchsvoll ist. Gerade an der Grenze zu Niederbayern ist die Umgebung nicht weniger malerisch, etwas zarter aber ebenso schön. Die für viele bezeichnende Berglandschaft Oberbayerns findet sich hier nicht. Und das ist besonders reizvoll.

In diesem grün geschwungenen Teil Oberbayerns im Landkreis Altötting in Süd-Ostbayern liegt die Marktgemeinde Marktl am Inn. Marktl ist ein oberbayerischer Ort mit der Faszination der niederbayerischen Hügellandschaft. Etwa vierzehn Kilometer von dem berühmten Wallfahrtsort Altötting entfernt, zwölf Kilometer von der Burgstadt Burghausen mit Europas längster Burg. Irgendwo zwischen München und Passau oder Straubing und Berchtesgaden. Nur sechzig Kilometer weit weg von der österreichischen Festspielstadt Salzburg. Ein idealer Ausgangspunkt für Ausflugsziele in die bayerische und österreichische Nachbarschaft.

Seit 1422 existiert der Ort, landschaftlich zauberhaft zwischen Inn und Alz gelegen, was ihm zwei Naturschutzgebiete beschert. Seit 1477 nach Genehmigung des Herzogs Ludwig des Reichen mit eigenem Wappen - Schiffshaken und Streichmaß, als Symbole der Schifffahrt und des Handels. Ein Zeichen dafür, dass schon immer reger Betrieb herrschte in der heutigen 2.700-Seelen-Gemeinde.

Geburtsort von Papst Benedikt XVI. 

Tourismus im Erholungsort Marktl: Es gibt einen kleinen See mit Campingplatz, den Inntalradweg entlang des Flusses, zahlreiche Wander- und Radwege zu Naturschauplätzen und Aussichtspunkten. Typisch bayerische Biergärten, Themenrundgänge und Badeplätze. Angeln, Golfen und Kegeln gehören zum Freizeitangebot. Die Menschen sind bodenständig, leben von der Landwirtschaft oder der Industrie ringsum und vom Tourismus. Sie freuen sich über die Besucher aus der Ferne und erzählen gerne mit Begeisterung von ihrem Dorf. Und stoßen dabei seit einigen Jahren auf besonderes Interesse.

Marktstraße 11, D-84533 Marktl Geburtshaus des Papstes mit der Benediktsäule

Seit „Deutschland Papst ist“ strömen regelrechte Menschenmassen in den pittoresken Ort, genießen den ländlichen Charakter und die erholsame Umgebung. Und wollen zum großen Teil eins – den Geburtsort des Oberhauptes der katholischen Kirche besuchen. Der kleine Joseph Ratzinger wurde in Marktl am Inn geboren.

Benedikt XVI. wurde in Marktl geboren 

Das Haus ist im ländlichen Stil, so wie die meisten alten Anwesen in Oberbayern. Viele sind noch erhalten, werden bewohnt und liebevoll gepflegt. Man pflegt Bräuche, Traditionen und Erhaltenswertes. Dieses Gebäude aus dem Jahr 1701 direkt am Marktplatz der Gemeinde Marktl in der Marktstraße 11 wurde beinah über Nacht zum Wallfahrtsort. Der am 13. Juli 1997 zum Ehrenbürger von Marktl ernannte Kurienkardinal wurde zu Papst Benedikt XVI. Und das Wohnen in seinem Geburtshaus für die Eigentümer unerträglich. Unzählige Gläubige pilgerten seitdem tagtäglich dorthin und wollten hinein in das Privathaus. Souvenirjäger aus aller Welt entfernten den Putz mit den Fingernägeln von den Wänden, um ein kleines Stück Papsthaus mit nach Hause zu nehmen. Andere begnügten sich damit nicht und nahmen gleich die Pflastersteine mit.

Man versuchte, durch die Fenster einen Blick ins Innere zu werfen, wollte das Geburtszimmer besichtigen. Das für Bayern so berüchtigte „Fensterln“ erreichte hier eine völlig neue Dimension. Die Bewohnerin verkaufte ihr Wohnhaus an die neu gegründete „Stiftung Geburtshaus Papst Benedikt XVI“. Diese errichtete dort das Papstmuseum.

Längst hat man sich an all die Besucher gewöhnt, die im Anschluss an einen Besuch des Museums und der Taufkirche noch einkehren. Und direkt am Marktplatz im Cafe am Rathaus den Blick auf das geschäftige Treiben genießen. Aber auch an die Radler, die hier eine kleine Verschnaufpause einlegen. Leben oder Urlaub machen auf dem Land und doch im Blickpunkt der Welt – das ist Marktl.

„Deutschland Papst ist“ in Marktl

Markt Marktl - Marktplatz 1, D-84533 Marktl, Tel. +49 (0) 8678 98880, markt@marktl.de - www.marktl.de  

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt

Benedikt XVI. Joseph RatzingerBenedikt XVI.  

Wir sind Papst, lautete der damalige Titel einer großen Tageszeitung. Jetzt kommt Papst Benedikt XVI. persönlich nach Deutschland. Berlin, Erfurt und Freiburg stehen auf seinem Reiseprogramm. So gibt es allein für den Gottesdienst in Erfurt fast 200.000 Anmeldungen von Besuchern. Vorher wird er in Berlin Tegel landen, vom Bundespräsidenten im Schloss Bellevue begrüßt und im Olympiastadion Berlin eine Eucharistiefeier zelebrieren.

Wer ist Benedikt XVI.: Ein Buch informiert über Joseph Ratzinger: Die Biografie diese außergewöhnlichen Mannes, angefangen von seinen Kindheitstagen in Bayern, seine frühen Jahre als Priester, sein rasanten Aufstieg in Rom bis in die ersten Jahre seines Pontifikats als Papst.

Deutschland ist im Papst-Fieber, alle warten auf das Großereignis. Das Buch informiert und beleuchtet das bisherige Leben „unseres Papstes Benedikt XVI.“ in facettenreicher Form. 

Der Autor Klaus-Rüdiger Mai studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Halle-Wittenberg und arbeitet als Regisseur und Autor für das Theater. „Klaus-Rüdiger Mai ist der sorgfältigste Biograf“ titelte die Rheinische Post und das Sonntagsblatt bestärkt: „Wer gut recherchierte Informationen über den Papst sucht, ist mit diesem Buch bestens bedient.“

Benedikt XVI. Joseph Ratzinger: sein Leben – sein Glaube – seine Ziele, von Klaus-Rüdiger Mai, Bastei Lübbe, D-51063 Köln, ISBN 978-3-404-61664-0, www.luebbe.de

Das Buch kostet im Buchhandel 9,99 Euro.  

Sabine Erl ReiseTravelEin Beitrag für ReiseTravel von Sabine Erl.

Unsere Redakteurin Sabine Erl zeichnet bei ReiseTravel für die Redaktion Lifestyle verantwortlich.

Sehr geehrte ReiseTravel User, bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung, senden uns Ihre Fragen oder Wünsche. Vielen Dank. Ihr ReiseTravel Team: feedback@reisetravel.eu

 

NEWS - Der Vatikan meldet: Liebe Mitbrüder,

Ich habe euch zu diesem Konsistorium nicht nur wegen drei Heiligsprechungen zusammengerufen, sondern auch um euch eine Entscheidung von großer Wichtigkeit für das Leben der Kirche mitzuteilen. Nachdem ich wiederholt mein Gewissen vor Gott geprüft habe, bin ich zur Gewissheit gelangt, dass meine Kräfte infolge des vorgerückten Alters nicht mehr geeignet sind, um in angemessener Weise den Petrusdienst auszuüben.

Ich bin mir sehr bewusst, dass dieser Dienst wegen seines geistlichen Wesens nicht nur durch Taten und Worte ausgeübt werden darf, sondern nicht weniger durch Leiden und durch Gebet. Aber die Welt, die sich so schnell verändert, wird heute durch Fragen, die für das Leben des Glaubens von großer Bedeutung sind, hin- und hergeworfen. Um trotzdem das Schifflein Petri zu steuern und das Evangelium zu verkünden, ist sowohl die Kraft des Körpers als auch die Kraft des Geistes notwendig, eine Kraft, die in den vergangenen Monaten in mir derart abgenommen hat, dass ich mein Unvermögen erkennen muss, den mir anvertrauten Dienst weiter gut auszuführen.

Im Bewusstsein des Ernstes dieses Aktes erkläre ich daher mit voller Freiheit, auf das Amt des Bischofs von Rom, des Nachfolgers Petri, dass mir durch die Hand der Kardinäle am 19. April 2005 anvertraut wurde, zu verzichten, sodass ab dem 28. Februar 2013, um 20.00 Uhr, der Bischofssitz von Rom, der Stuhl des heiligen Petrus, vakant sein wird und von denen, in deren Zuständigkeit es fällt, das Konklave zur Wahl des neuen Papstes zusammengerufen werden muss.

Liebe Mitbrüder, ich danke euch von ganzem Herzen für alle Liebe und Arbeit, womit ihr mit mir die Last meines Amtes getragen habt, und ich bitte euch um Verzeihung für alle meine Fehler. Nun wollen wir die Heilige Kirche der Sorge des höchsten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus, anempfehlen. Und bitten wir seine heilige Mutter Maria, damit sie den Kardinälen bei der Wahl des neuen Papstes mit ihrer mütterlichen Güte beistehe. Was mich selbst betrifft, so möchte ich auch in Zukunft der Heiligen Kirche Gottes mit ganzem Herzen durch ein Leben im Gebet dienen.

Meldung, Sekretariat Vatikan Rom.

 

 

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