Toronto

Super Kanada

Eine stolze Geschichte: Ontarios reiches kulturelles Erbe ist tief mit den Ureinwohnern, die diese Provinz seit tausenden von Jahren bevölkern, verwurzelt. Als Jäger und Sammler respektierten sie das Land und hatten eine stark strukturierte Gesellschaft, in der jedes Mitglied seinen Platz einnahm. Die beiden wichtigsten Gruppen waren die Irokesen, die in Südontario in Siedlungen lebten, und die nomadisch lebenden und Wild jagenden Algonkin-Stämme im Norden und Nordwesten. Der Einfluss der Ureinwohner auf das heutige Ontario spiegelt sich in den Namen von Seen und Flüssen, Städten und Orten der Provinz wider. Ontario selbst ist ein irokesisches Wort und bedeutet „Land der schimmernden Wasser“. Ontarios „Cottage Country“, Muskoka, ist ein Wort aus den Algonkin, das frei mit „das Land der roten Erde“ übersetzt wird, während Niagara auf Irokesisch „tosende Wasser“ bedeutet.

Metropole Toronto

Ontario

Die Europäer entdecken Ontario: Französische Entdecker waren die ersten Europäer, die mit den Ureinwohnern Ontarios in Kontakt kamen. 1610 erreichte Etienne Brûlé, ein junger Franzose, das Hinterland Ontarios; es heißt, er sei der erste Europäer gewesen, der die Großen Seen und die tosenden Niagarafälle erblickt hat. Die Entdecker waren hauptsächlich am Fellhandel interessiert; bald darauf kamen noch mehr Engländer und Franzosen nach Ontario und mit Hilfe von eingeborenen Führern erkundeten sie das weite Land. Missionare folgten und 1639 wurde die erste europäische Gemeinde, eine jesuitische Mission, bei Ste.-Marie Among-the-Hurons an der Georgian Bay gegründet. Diese Mission wurde originalgetreu rekonstruiert und kann besichtigt werden. Jesuitische Priester, Abenteurer, Siedler und europäische Fellhändler kamen nach Ontario und bildeten die Grundlage für die vielfältigen Kulturen und Menschen, die heute in Ontario heimisch sind. Das Fell lockte immer mehr Europäer nach Ontario. Handelsabkommen mit den Ureinwohnern wurden geschlossen und die Briten und Franzosen kämpften um die Kontrolle des Fellmarktes.

Niagara Wasserfall

Der Einfluss Großbritanniens: 1791 wurden Upper Canada (das heutige Ontario) und Lower Canada (ein Teil der Provinz Québec), wodurch britisches und französisches Gebiet geteilt wurde. Upper Canada wurde John Graves Simcoe, Ontarios erstem Gouverneur, unterstellt. Immer mehr Siedler wurden durch Land, das verschenkt wurde, nach Upper Canada gelockt und die Bevölkerung nahm stetig zu. Niagara-on-the-Lake war Upper Canadas die erste Hauptstadt. Die Stadt gilt heute als eine der schönsten in der ganzen Provinz.

Ein Haus und in Kanada -Mit über 1,1 Millionen Quadratkilometern und über 12,5 Millionen Einwohnern ist Ontario die zweitgrößte Provinz Kanadas: So groß wie Frankreich, Deutschland und Italien zusammen. Sie liegt im östlichen Teil des Landes. Ontario grenzt im Norden an die Hudson Bay und die James Bay, im Osten an die Provinz Quebec, im Süden an den St. Lorenz Strom und die Großen Seen, sowie im Westen an die Provinz Manitoba. Die Entfernung vom südlichsten Punkt im Point Pelee National Park bis in den hohen Norden an der Hudson Bay beträgt 1.730 Kilometer. Von Ost nach West sind es 1.690 Kilometer.

Ontario ist das irokesische Wort für „schimmerndes Wasser“. Mit über 400.000 Seen besteht Ontario zu 20 Prozent aus Wasser. 70 Prozent der Provinz sind mit Wäldern bedeckt. 12 Millionen Menschen leben in Ontario. Das ist mehr als ein Drittel der kanadischen Bevölkerung.

Metropolen: Zu den Metropolen Ontarios zählen einerseits Toronto, die Hauptstadt der Provinz und gleichzeitig die größte Stadt in Kanada, und Ottawa, die Hauptstadt des Landes. Rund 4.2 Millionen Menschen leben in der Metropole Toronto, die Nord-Amerikas fünftgrößte Stadt ist. Am Ufer des Lake Ontario ragen Wolkenkratzer zwischen grünen Parks hervor, dazwischen findet man Baumbewachsene Inseln, umsäumt von Stränden und multikulturelle Stadtviertel mit verlockenden Einkaufsmöglichkeiten. In Ottawa, der Hauptstadt Kanadas herrscht eine faszinierende Mischung aus englischen und französischen Einflüssen, Historie und Moderne, aus Traditionellem und Legerem. Ottawa ist mit knapp über einer Million Einwohnern die viertgrößte Stadt Kanadas.

Ontario

Provincial Parks & National Parks: In Ontario finden Naturliebhaber in über 280 Provinzparks eine breite Palette an Aktivitäten in freier Natur: Touren mit dem Kanu oder Kajak werden in fast allen Naturparks in allen Regionen angeboten.

Am bekanntesten ist hierfür der Algonquin Provincial Park, Ontarios ältester und bekanntester Park und mit knapp 8.000 Quadratkilometern Fläche auch einer der größten. Wanderer finden im Killarney Provincial Park ein ausgedehntes Netz an Wanderwegen. Der Park bietet landschaftlich einen schönen Gegensatz zum Algonquin Park, der für seine Herbstfärbung berühmt ist. In Killarney überwiegen dagegen Nadelbäume durchzogen von Quarz- und Granit-Felsen, Überreste des ehemaligen Gebirges der La Cloche Mountains. Neben den Provinzparks existieren sechs National Parks: Bruce Peninsula, Fathom Five - Kanadas erster Unterwasser-Park, Georgian Bay Islands, Point Pelee -ein Paradies für Ornithologen, Pukaskwa im hohen Norden und St. Lawrence Islands.

Wirtschaftliche Entwicklung: Lange Zeit waren Landwirtschaft und Bergbau die wichtigsten Handelszweige. Der Beginn der Industrialisierung veränderte jedoch große Teile Kanadas rapide und katapultierte es zu einer der wichtigsten Produktions- und Handelsnationen in der Welt. Forstindustrie und Tourismus bestimmen heute den nördlichen Teil der Provinz Ontario. Die Hauptstadt Toronto hat sich im Laufe der vergangenen 10 Jahre zum Finanzzentrum des Landes entwickelt. Die Stadt boomt und verändert sich Jahr um Jahr aufs Neue.  

Anreise: Größter kanadischer Flughafen und wichtigstes europäisches Gate ist der Pearson International Airport (YYZ), Toronto.

Flugverbindungen: Direktflüge ab Deutschland bieten z.B. Air Canada/Lufthansa ganzjährig, LTU und Condor und die kanadische Chartergesellschaft Air Transat von Mai bis Oktober. Die Flugzeit beträgt ca. 8 Stunden. Innerkanadisch bietet sowohl Air Canada, als auch Westjet Flüge zwischen verschiedenen Städten und Provinzen an.

Einreise: Für die Einreise benötigen Besucher aus dem deutschsprachigen Raum einen mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass; es besteht keine Visumpflicht (auch nicht für Journalisten). Ein internationaler Führerschein wird empfohlen.

Währung: Kanadischer Dollar (CAN $); 1 € entspricht 1,51 CAN $ (Stand 01/07) In den großen Städten kann in fast jeder Bank Bargeld umgetauscht werden, darüber hinaus kann hier fast überall mit Kreditkarte bezahlt werden. Geht es raus in die Wildnis, ist es ratsam genügend Bargeld bei sich zu haben. Für Deutsche Bank Kunden gibt es mit der EC-Karte bei der Scotiabank kostenlos Bargeld (Scotia Plaza, 44 King Street West, Toronto; Scotiabank, 392 Bay Street, Toronto; Scotiabank Queen & Church, 79 Queen treet East, Toronto).

Steuern: Sämtliche Preisauszeichnungen für Güter und Dienstleistungen in Kanada sind netto. Zu der Rechnungssumme addiert sich noch sieben Prozent Mehrwertsteuer (GST = General Sales Tax). Zusätzlich wird in manchen Provinzen, auch in Ontario, acht Prozent PST (Provincial Sales Tax) aufgeschlagen. Reisende können sich diese, während des Aufenthaltes in Kanada gezahlte Verkaufssteuer, gegen Vorlage der Originalquittungen zurückerstatten lassen. Voraussetzung ist, dass der Gesamtbetrag eines Einkaufs 50 kanadische Dollar übersteigt. Formulare für die Rückerstattung gibt es an jedem internationalen Flughafen. Insgesamt zahlt man in Ontario somit 15 Prozent Steuern auf jedes Produkt, das ohne die Steuern ausgezeichnet wird. Daher sollte man bei teuren Produkten immer 15 Prozent hinzurechnen, damit es an der Kasse keine böse Überraschung gibt.

ONTARIO TOURISM - Fon: 089 689 06 3838, ontario@lieb-management.de - www.ontariotravel.net/dewww.aircanada.com - www.steiff.dewww.der.net

 

Von Sabrina Hasenbein, Fotos Gerald H. Ueberscher  

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