Sölden

Österreichs bester Hotspot hat einfach alles, Schnee, Ruhe und Partys

Sölden ist für den Wintersport das Nonplusultra, denn zu den zwei verbundenen großen Skigebieten Giggijoch und Gaislachkogl kommen noch zwei Gletscher dazu, der Tiefenbach- und der Rettenbachferner. Dadurch ist Schneesicherheit garantiert, das ist kaum zu toppen.
„Der Schnee kimmt alleweil. Eigentlich gibt es keinen Monat, in dem es auf den Gletschern nicht schneit“, erklärt Johann, der Skilehrer. Es macht Spaß das große Skigebiet mit einem Skilehrer zu erkunden. Da beginnt man gleich mal am Giggijoch. Auf dem Hochplateau mit seinen breiten, flachen Pisten und vielen Liftanlagen fühlen sich Anfänger und Genießer richtig aufgehoben.
Hier schwingt man auf den bestens präparierten Pisten wie auf einem Samtteppich zu Tal. Wie wär’s mit einer Geschwindigkeitsmessung auf der Piste Nummer 35? Die Kinder brennen darauf, nichts wie hin und den Geschwindigkeitsrausch erleben. Für eine Pause ist Eugens Obstlerhütte an der Talabfahrt gerade richtig. Hier gibt es coole Drinks und verschiedene Knödelsuppen und vor allem eine zünftige Stimmung.

Szenewechsel, der Gletscher lockt. Der Vierer-Sessellift „Einzeiger“ und der Gletscherexpress bringen die Wintersportler direkt zum Rettenbachferner ins ewige Eis. Dann geht es sofort mit der „Schwarzen Schneid“ Bahn gleich neben der Weltcupabfahrt hinauf. Jetzt kommen die Ski wieder zum Einsatz, auf einem breiten Ziehweg fährt man bis zum Skitunnel, der mit dem Tiefenbachferner verbindet. Hier muss man erst einmal stehen bleiben, denn die Aussicht auf die Gletschereisschüssel ist gigantisch. Die Abfahrten mit bester Schneequalität sind breit und leicht. Dann geht es mit der Gondel hinauf zum Tiefenbachsteg in 3.249 Metern Höhe. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl auf dem Stahlgitter der Rampe zu stehen und hundert Meter Luft unter sich zu haben. Besser man schaut sich das Panorama mit der Wildspitze an. Wenn man sich in der dünnen Luft die Schuhe für die nächste Abfahrt schließt, kommt man ganz schön ins Japsen. Der Tiefenbachferner mit seinen blauen und roten Pisten ist sehr beliebt bei den Skifahrern. Hier kann man es auch mal so richtig „Laufen lassen“. Zurück geht es mit dem Saiterkarlift zum gleichnamigen Jöchl. Auf dem Rettenbachferner mit feinstem Schnee heißt es etwa zehn Kilometer immer hinter Johanns gelber Skijacke her zufahren. Die Farbe bewährt sich, er ist leicht von den anderen Skifahrern zu unterscheiden.

Und dann wird mit Johann der Gaislachkogl getestet.
Die neue Seilbahn von 2010 bringt 3600 Skifahrer pro Stunde in die weiße Arena, dadurch gehören Wartezeiten der Vergangenheit an. Die Pisten sind für sportliche Fahrer, sie kommen hier voll auf ihre Kosten. An den steilen Abfahrten kann man zeigen, was man so kann. Gampe ist der Flurname und Thaya ist aus dem rätoromanischen und steht für eine Einraumalmhütte in der Mensch und Tier zusammenwohnen. Fastfood und Pommes Frites sucht man hier Gott sei Dank vergebens. Hier werden nur traditionelle regionale Gerichte angeboten, wie Kasspatzn, Knödel mit Kraut und Hauswurst. Manche kommen extra wegen des Kaiserschmarrns bis herrauf, denn der schmeckt wirklich köstlich. „Am Anfang sind die Leute wieder gegangen, weil sie keine Pommes bekamen“, erklärt Jakob Prantl. Heute ist die Gampe Thaya der ultimative Treffpunkt, hier will man hin. Die große Sonnenterrasse lädt zum Relaxen ein und bei winterlichen Konditionen sind die vielen kleinen Stuben urgemütlich.

Yellow Power ist wieder angesagt, die gelbe Skijacke verliert man nicht im Skikurs auf der Piste. Dann gibt es noch ein paar Übungen mit Johann. „In die Knie und nicht aus der Hüfte heraus wie John Wayne schießen“. Es schadet nie, am Skistil zu feilen, etwas dazulernen kann man immer.
Gute vier Stunden dauert die 50 Kilometer lange Ski-Rallye am nächsten Tag, die „Big 3“ Tour mit Johann: der Gaislachkogl mit 3.058 Meter, der Tiefenbachkogl mit 3.250 Meter und die Schwarze Schneid mit 3.340 Meter. Zur Belohnung gibt es auf jedem Gipfel ein grandioses 360-Grad-Panorama.
Wer sagt, Sölden ist zu laut mit seinen vielen Partys, der irrt sich. Es gibt viele versteckte kleine Hotels am Ortsrand, Zimmer in Bauernhöfen und kleine Almen im Skigebiet. Wer noch mehr Ruhe und Natur sucht, der ist in Hochsölden besonders gut aufgehoben. In 2.000 Metern Höhe direkt am Skigebiet gibt es fünf Hotels und einige Appartements. 1924 gab es in Hochsölden eine Alpe mit 24 Betten, geschlafen wurde auf Strohsäcken und waschen musste man sich im Freien. Ein paar Jahre später wurde eine Materialseilbahn gebaut, mit einer Schubkarre wurden dann die Lieferungen zu den Häusern transportiert. Nach dem Bau der Straße im Jahre 1956 wurde alles einfacher.

ReiseTravel Fact: In Sölden kann man auf der Partymeile so richtig abfeiern. Wer dem Aprés Ski nicht widerstehen kann, der findet im Kuhstall, Almrausch, Schirmbar, Kuckuck, Mogul, Bierhimmel, Giggytenne und Fire and Ice die ideale Nachtpisten, hier geht es so richtig ab, bis die Piste wieder ruft.
Ötztal Tourismus, Tel.:0043-57200200, soelden@oetztal.com - www.info@soelden.com
Bergbahnen Sölden, Tel.: 0043-5254 508, bergbahnen@soelden.com - www.soelden.com
Skischulen: www.soelden.com/main/DE/SD/WI/Skigebiet/Skischulen
Wintersaison: Von Ende September 2012 bis zum 5. Mai 2013.
Events: Der Sölder Gletscherwinter hat in dieser Saison gleich zwei seiner Mega-Events zu bieten: Vom 1. Dezember 2012 bis zum 5. April 2013 findet zum zweiten Mal das Electric Mountain Festival statt. Einmal im Monat treten hochkarätige DJs auf dem Giggijoch auf. In der Festival Woche vom 2. bis 5. April gibt es dann zusätzliche Konzerte in den Bars in Sölden.
Am 12. April 2013 lassen Pistenbullis, Skifahrer, Skidoos und Fallschirmspringer wieder Hannibal und seine Elefanten über die Berge ziehen. Das legendäre Gletscher-Schauspiel findet alle zwei Jahre parallel zum Electric Mountain Festival statt.
Die neue Saison auf dem Gletscher wird vom 13. bis 14. Oktober beim Maxxx Mountain Gletscheropening mit Ski- und Snowboardtests und Livemusik gefeiert. Weiter geht es vom 26. bis 28. Oktober 2012 mit dem FIS Skiweltcup und mit den Gletscherpartys am 3. und 10. November 2012. Das Winterskigebiet wird dann am 17. November mit dem Maxxx Mountain Winterstart Event geöffnet.
Das Ende der Saison markiert das Maxxx Mountain Gletscherfestival vom 26. bis 28. April 2013.
Ausflugstipp: Die Therme Aqua Dome zum Beleben und Entspannen. Inmitten der Ötztaler Bergwelt befindet sich seit acht Jahren ein echter Hotspot für Genießer. Die heißen Quellen in der modernen Thermalanlage sind ideal zum Entspannen. Es gibt nichts Schöneres als im wohlig warmen Wasser der Soleschale zu sitzen, sich die frische Luft um die Nase wehen zu lassen und die Berge quasi in Augenhöhe zu haben. Auf Kinder und Familien wartet eine eigene Wasserwelt mit zwei Schwimmbecken, einer Riesenrutsche und Spielräumen. Wer die Therme mit dem Heilwasser, Sauna, Massagen und guter Küche ausgiebig testen möchte, kann im Vier-Sterne-Superior Hotel Aqua Dome ein paar Entspannungstage einlegen. Die stetig wachsende Beliebtheit von Therme und Hotel ergab eine großzügige Erweiterung des Aqua Domes. www.aqua-dome.at
Hotels:
In Hochsölden gibt es 5 Hotels, die alle 4 Sterne haben.
Hotel Schöne Aussicht, Cornelia und Erwin Fender, Tel.: 0043-5254-2221, www.schoeneaussicht.at, Im Hotel „Schöne Aussicht“ beeindruckt der Weinkeller, der aus Ziegeln, die aus der K&K Zeit stammen, gebaut wurde. Hier lagern etwa 8.000 der edelsten Flaschen.
Hotel Alpenfriede, Gustav Lengler, Tel.: 0043-5254-2308, www.hochsoelden.at. Eigener Hauswein.
Hotel Edelweiß, Herbert Fender, Tel.: 0043-5254-2298, www.skihotel-edelweiss.at
Alpenhotel Enzian, Ulrich Riml, Tel.: 0043-5254-2252, www.hotel-enzian.at
Sonnenhotel Hochsölden, Familie Gurschler, Tel.: 0043-5254-2229-0, www.sonnenhotels.at
Sölden
Hotel Bergland - Holz, Filz und Stein prallen auf modernes Design mit klaren Linien, es gibt nichts Verschnörkeltes. Seit Generationen ist das Haus im Familienbesitz. 2010 wurde das Hotel von Elisabeth und Sigi Grüner risikobereit abgerissen und in sechseinhalb Monaten wieder aufgebaut. In der Lobby beruhigt der Wasserfall, der in verschiedenen Farben leuchtet. Der Spa-Bereich ist nicht in den Keller verbannt, sondern befindet sich im fünften Stock mit Aussicht auf das Talende. Morgens fährt man mit Shuttle direkt neben dem Hotel ins Skigebiet. Mit vier bis fünf Zimmern hat das Haus Bergland angefangen und hatte das erste Schwimmbad im Tal. Viele Einheimische haben damals hier schwimmen gelernt. www.bergland-soelden.at
Hotel Central: Das Hotel ist das einzige 5-Sterne Haus in Sölden und bietet den perfekten Service und Luxus rund um den Wintersport.
www.central-soelden.at 
Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger.

Gabi Dräger ReiseTravelUnsere Autorin Gabi Dräger zeichnet bei ReiseTravel verantwortlich für die Redaktion Hotels & Restaurants. Ihr Thema sind die Berge. Sie lebt und arbeitet in München.
Sehr geehrte ReiseTravel User, bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung, senden uns Ihre Fragen oder Wünsche. Vielen Dank. Ihr ReiseTravel Team: feedback@reisetravel.eu

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