Berlin

Pkw-Produktion an deutschen Standorten wächst um 2 Prozent auf 5,5 Millionen

Das Automobiljahr 2014 ist geprägt durch erhebliche Unsicherheiten und geopolitische Konflikte: Stichworte hierfür sind die Krisen in der Ukraine und Russland sowie im Nahen Osten. Hinzu kommt, dass in einigen wichtigen europäischen Ländern der Konjunkturmotor stottert. Und auch für Deutschland wurden die BIP-Prognosen für 2014 in den vergangenen Monaten von vielen Instituten deutlich nach unten korrigiert.

Dennoch, das Automobiljahr 2014 ist keine „Sonate in d-Moll“. Die Lage ist besser als die Stimmung betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) und präsentierte Fakten.

Der Pkw-Weltmarkt legt auch im Jahr 2014 zu, weil die drei großen Regionen Westeuropa, USA, China wachsen. Damit können Rückgänge in anderen Märkten mehr als ausgeglichen werden. Für den Pkw-Weltmarkt erwarten wir in diesem Jahr ein Plus von 2 Prozent auf 74,7 Mio. „Von großer Bedeutung für unsere Unternehmen ist natürlich die Entwicklung des westeuropäischen Marktes. Unser Marktanteil beträgt dort 50 Prozent. Die Wachstumsrate in Westeuropa insgesamt überdeckt die Tatsache, dass die EU-Länder mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorankommen“.

Der deutsche Pkw-Markt wird 2014 die 3-Millionen-Marke leicht überschreiten. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein leichtes Plus von rund 2 Prozent. Zuversichtlich stimmt uns, dass der inländische Auftragseingang bis November um 5 Prozent zugelegt hat.

„Sorgen hingegen bereiten uns weiterhin die Märkte in Italien und Frankreich. Zwar wird Italien in diesem Jahr um 3 Prozent zulegen, doch ist das Volumen noch weit unter dem Vorkrisenniveau“.

Die Pkw-Produktion an den deutschen Standorten wächst 2014 um 2 Prozent auf über 5,5 Mio. Neufahrzeuge. Die Auslandsproduktion steigt um 6 Prozent auf knapp 9,2 Mio. Autos. Insgesamt wird damit die Pkw-Weltproduktion der deutschen Konzernmarken um 4 Prozent auf 14,7 Mio. Einheiten zulegen. Der Export erreicht im Gesamtjahr ein Volumen von gut 4,3 Mio. Einheiten (+3 Prozent). Der Auslands-Auftragseingang ist bis November um 7 Prozent höher als vor einem Jahr. Mit 784.200 Mitarbeitern in den Stammbelegschaften ist die Beschäftigung im Inland gegenüber dem Vorjahr um 23.400 Mitarbeiter gestiegen. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres verzeichnete die deutsche Automobilindustrie ein Umsatzplus von gut 6 Prozent auf 284,6 Mrd. Euro. Die Umsatzzahlen gingen bei allen drei Herstellergruppen – Pkw- und Nutzfahrzeughersteller, Zulieferer, Hersteller von Anhängern, Aufbauten und Bussen – nach oben. „Für die deutsche Automobilindustrie ist 2014 durchaus ein erfolgreiches Jahr Export, Produktion, Umsatz und Beschäftigung legen zu“, betonte Wissmann.

Herausforderungen Elektromobilität, Wettbewerbsfähigkeit und TTIP

Im bisherigen Jahresverlauf wurde in Deutschland erstmals ein fünfstelliges Marktvolumen erreicht: Die Neuzulassungen von Elektroautos (rein batterie-elektrischer Antrieb, Range Extender, Plug-in-Hybrid) stiegen bis Oktober um 68 Prozent auf knapp 10.400 Einheiten. „Die deutschen Hersteller sind auch auf diesem Technologiefeld führend. In keinem anderen Land ist die elektromobile Vielfalt höher. Wie der aktuelle Electric Vehicle Index (EVI) von McKinsey zeigt, hat Deutschland in den vergangenen vier Jahren beim Angebot von Elektroautos den größten Fortschritt aufzuweisen. Bis Ende dieses Jahres werden von deutschen Herstellern 17 Serienmodelle mit Elektroantrieb auf dem Markt sein. 2015 kommen zwölf Weitere hinzu. Das Ziel „Leitanbieter“ ist erreicht.

Doch vom zweiten Ziel, Deutschland als „Leitmarkt“ für Elektromobilität zu etablieren, sind wir noch weit entfernt – trotz hoher Zuwachsraten. Dabei haben wir im Inland nahezu alle notwendigen Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dieses Potenzial gilt es umzusetzen. Hier ist vor allem die Politik gefordert. Die Zeit drängt“, sagte Wissmann. www.vda.de

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