Koblenz

Die Mobilität 4.0 wird das Geschehen im Straßenverkehr immer mehr bestimmen: Sensoren, Computer sowie modernste Infrastruktur ebnen den Weg zum autonomen Fahren!

Mobilität 4.0 - was hat das mit Verkehrssicherheit zu tun? Eine Menge! Moderne Mobilität könnte den Straßenverkehr, wie wir ihn kennen, revolutionieren. Schon heute regulieren Fahrerassistenzsysteme die Geschwindigkeit, halten das Fahrzeug in der Spur und warnen, sobald der Abstand zum Vorausfahrenden kritisch wird. Autos lernen, miteinander zu kommunizieren und die Fahrweise anzupassen. Das kann helfen, Unfälle zu vermeiden. Diesen und weiteren Fragen widmete sich ein DVR Presseseminar „Schöne neue Welt? – Mobilität 4.0 und die Herausforderungen für die Verkehrssicherheit“ in Höhr-Grenzhausen.

Ist der Mensch nur noch überwachend tätig?

„Im Zuge des von der Automobilindustrie angestrebten raschen Wandels zum automatisierten Fahren stellt sich die Frage, in welchem Maße sich die Anforderungen an den Fahrer als Nutzer von automatisierten Systemen verändern. Im Hinblick auf die Kraftfahrzeugeignung eröffnet die Präsentation eine Diskussion darüber, welche Aspekte der geistigen, körperlichen und charakterlichen Eignung des Fahrers im Zuge der Automatisierung der Fahrzeuge neu definiert, operationalisiert oder auch nur angedacht werden müssen“, betonte Dr. Thomas Wagner, DEKRA.

Einfluss fahrfremder Tätigkeiten

„Die intendierte Entlastung des Fahrers erweist sich bei näherer Betrachtung als recht widersprüchlich und schwierig. Obwohl hochautomatisiertes Fahren es gestattet, während der Fahrt andere Aufgaben zu erledigen, bleibt die Anforderung an den Fahrer, in bestimmten Situationen die Kontrolle zu übernehmen und adäquat zu reagieren. Daraus resultiert eine psychische Belastung, die im Widerspruch zur eigentlichen Entlastung steht“, referierte Prof. Dr. Sebastian Pannasch, Universität Dresden. 

Autonomes Fahren aktuelle Abfolge:

+Der Mensch fährt ohne Unterstützung von Fahrerassistenzsystemen.

+Fahrerassistenzsysteme greifen unterstützend ein.

+Teilautomatisierte Fahrerassistenzsysteme verstärken Komfort und Sicherheit. Das Fahrzeug kann teilweise selbstständig fahren. Der Mensch muss jedoch stets eingreifen können.

+Das Fahrzeug beherrscht hochkomplexe Verkehrssituationen ohne Eingriff des Fahrers. Der Mensch am Lenkrad muss dennoch bei Bedarf übernehmen können.

+Beim völlig autonomen Fahren sind weder Fahrtüchtigkeit noch Fahrerlaubnis erforderlich - Lenkrad und Pedalerie fehlen. Das Fahrzeug übernimmt alle Fahrfunktionen.

Und was bedeutet Mobilität 4.0 dann für die Vision Zero, einer Welt ohne Getötete und Schwerverletzte im Straßenverkehr?

Doch wie halten wir mit dieser Entwicklung Schritt und was bedeutet der Weg dahin für die Sicherheit auf unseren Straßen?
Viele offene Fragen!

ReiseTravel Fact: Nach und nach wird gleichzeitig die Mobilität 4.0 das Geschehen auf Autobahnen, später auf Land- und Stadtstraßen bestimmen: Sensoren, Computer, eine modernisierte Infrastruktur und eine Kommunikation der Fahrzeuge untereinander erleichtert die Fahrweise und ebnet den Weg zum Ziel des völlig autonomen Fahrens.

DVR - Deutscher Verkehrssicherheitsrat: Seit 2007 ist die Vision Zero Basis für die Arbeit des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, also die Vermeidung von Getöteten und Schwerverletzten im Straßenverkehr. Daran erinnerte DVR-Geschäftsführerin Ute Hammer. Immerhin soll am Ende der Entwicklung von Mobilität 4.0 mit autonom agierenden Fahrzeugen dieses Ziel in greifbare Nähe rücken.

Die Aufgabe des DVR ist die Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkte sind Fragen des menschlichen Verhaltens, der Fahrzeugtechnik, der Infrastruktur, des Verkehrsrechts, der Verkehrsüberwachung und der Verkehrsmedizin. Der Verein koordiniert die vielfältigen Aktivitäten seiner Mitglieder, entwickelt Programme und passt diese kontinuierlich neuen Anforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen an. Eine seiner zentralen Aufgaben liegt in der Bündelung der Bemühungen aller beteiligten Stellen zu einem gemeinsamen und wirksamen Handeln (Koordinierungsfunktion). Der DVR vertritt die Positionen, die geeignet sind, Leben zu retten bzw. schwere Verletzungen zu vermeiden, deutlich in der Politik, den gesellschaftlichen Gruppen, den Medien, den Bundes-, Landes-, europäischen und sonstigen nationalen und internationalen Institutionen. www.dvr.de

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher.

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