Berlin

Für den Regionalverkehr gibt es noch keine Entscheidung

Bahnkunden profitieren vom harten Wettbewerb im Fernverkehr: In diesem Jahr gibt es zum zweiten Mal in Folge kaum Preiserhöhungen auf der Langstrecke. "90 Prozent der Tickets bleiben unverändert", kündigte Fernverkehrschefin Birgit Bohle in Berlin an. Das gelte etwa für Normalpreise, Sparpreise und Bahncards. Teurer werden Fahrten über die Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig, die ab Dezember deutlich kürzere Reisezeiten bringt. Auch die Kunden im Regionalverkehr müssen mit Preiserhöhungen rechnen. "Wir greifen an", sagte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber.

Stabile Preise im Fernverkehr: "Mit dem weitgehenden Verzicht auf Preiserhöhungen reagieren wir auf veränderte Wettbewerbsbedingungen. Damit folgen wir konsequent unserer neuen Fernverkehrsstrategie“, so Berthold Huber, Vorstand Verkehr und Transport der DB. Der Sparpreis ab 29 Euro wird zum 13. Dezember noch kundenfreundlicher: Künftig entfällt die Vorverkaufsfrist. Damit können Fahrkarten je nach Verfügbarkeit noch am Reisetag zum Sparpreis erworben werden. Ein Umtausch oder eine Erstattung des Sparpreises ist dann auch am geplanten Reisetag möglich. „Mit den neuen Konditionen wird der Sparpreis gerade für Nichtbahnfahrer deutlich attraktiver“, so Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr. „Wir möchten mit diesem günstigen, einfachen und komfortablen Mobilitätsangebot mehr Menschen fürs Bahnfahren gewinnen.“

Abgesehen von diesen regionalen Anpassungen bleiben Normalpreis, Sparpreise, BahnCards und Streckenzeitkarten im Fernverkehr preislich stabil. Schon im Vorjahr sind die Preise im Fernverkehr für alle Kunden in der 2. Klasse unangetastet geblieben. BahnCard 100 und Streckenzeitkarten sind 2016 sogar so günstig wie im Jahr 2012.

Zudem wird die Nutzung aller ICE-Sprinter künftig günstiger. Ab Dezember entfallen die Reservierungspflicht und der Sprinteraufpreis in Höhe von 11,50 Euro. Der „Normalpreis“ wird in „Flexpreis“ umbenannt, die Angebotskonditionen bleiben unverändert. Damit bietet die DB ein attraktives Angebot für alle Reisenden, die spontan ohne sich auf eine Zugbindung festzulegen, volle Flexibilität genießen möchten.

Für den Regionalverkehr gibt es noch keine Entscheidung, da stimmt sich die Bahn noch mit den Verkehrsverbünden der Länder und Kommunen ab. Sie machen die Preise für 80 Prozent der Regionalfahrscheine. Große Verbünde wie Berlin-Brandenburg, Hamburg und Rhein-Ruhr bereiten Aufschläge zwischen knapp zwei und knapp drei Prozent vor oder haben diese schon beschlossen. www.bahn.de

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