Berlin

Der Balkan, die Seidenstraße, Pakistan, Türkei, Iran und Irak begrüßen den Frühling

UNESCO Welterbe: Rund 300 Millionen Menschen auf der Erde feiern das „Nowruz Fest.“ Das altpersische Wort heißt auf Deutsch übersetzt „Neuer Tag.“ Im Iran, in Pakistan, in der Türkei, auf dem Balkan, dort besonders im islamisch geprägten Albanien, und bei vielen Völkern in der ehemaligen UdSSR wird es gefeiert, seit 2009 gehört das „Nowruz Fest“ zum UNESCO-Welterbe.

Frühlingsfest Nowruz Die unterschiedliche deutsche Schreibweise, mal beispielsweise Nowruz, mal Nourouz, mal Nourous, mal Navruz lassen sich daher erklären, dass die Schreibweise und Aussprache in einem Land wie dem Iran, wo Farsi gesprochen wird, anders ist als im kurdischen Teil des Irak oder in den zentralasiatischen Republiken Tadschikistan und Usbekistan. Mit Musik und Tanz wird der Einzug des Frühlings gefeiert, gleichzeitig daran erinnert, der helle Tag im Frühling besiegt die dunklen Wintertage.

Im „Ethnologischen Museum“ in D-14195 Berlin-Dahlem fanden Veranstaltungen zum Nowruz Fest statt, an der zahlreiche Botschaften beteiligt waren. So traten beispielsweise Musiker, Sänger und Tänzer aus dem Iran, Pakistan, Aserbaidschan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan, der Türkei, Tadschikistan und Kasachstan auf. Zeitgleich fanden für Kinder Workshops und Führungen statt. www.smb.museum/em 

In den Botschaften der betreffenden Länder fanden in der Zeit des Nowruz zahlreiche Veranstaltungen statt, um das Fest gebührend zu feiern. Der Frühling wurde in den jeweiligen Botschaften auf eine Art und Weise begrüßt, wie sie für das Land bzw. die Region üblich sind, dabei kann es durchaus vorkommen, dass die kulturellen Unterschiede sich zeigen.

RTEmagicC_Nourouz-1_01.jpg.jpgEs ist ja auch so, von einem Land wie dem zentralasiatischen Tadschikistan bis zur Türkei liegen mehrere tausend Kilometer, somit erklären sich Unterschiede beim Feiern des Nowruz Festes. Erinnert sei daran, dass in Deutschland beispielsweise der „Heilige St. Nikolaus“ auf einem Schimmel reitend daherkommt, in unserem Nachbarland Holland ist „St. Niklas“ ein Seemann, der per Schiff zu den Kindern kommt. Der Botschafter der Republik Tadschikistan in Deutschland, Seine Exzellenz Herr Dr. Imomudin Sattorov, lud zum Frühlingsfest „Navruz“ (so die dortige Schreibweise ein) ein und betonte in seiner Begrüßungsrede: „Allen Landsleuten, Freunden, Gästen gratuliere ich; die Natur und die Menschen bekommen neue Kräfte. Nun kann man neue Pläne schmieden, die Innovation setzt ein. Die Dunkelheit weicht, die Tage werden heller und dadurch für uns länger. Das Fest ist Teil unserer Kultur. Wir Menschen sind der Natur sehr dankbar für die Geschenke, die sie für uns bereithält.“ www.botschaft-tadschikistan.de

ReiseTravel Fact: Ein Fest, das weltweit 300 Millionen Menschen feiern, konnte man in der multi-kulti Metropole Berlin mehrfach erleben, mal iranisch geprägt, mal tadschikisch, mal türkisch und auf viele andere Weisen. Das ist eine Bereicherung für alle, denn ein Fest zu feiern, verbindet Nationen und Völker und man darf auch daran erinnern: Sie dienen dem Frieden, der nicht vom Himmel fällt, sondern für den die Menschheit tagtäglich arbeiten muss, das zeigt sich in der jetzigen Zeit ganz besonders. Wir müssen unseren Blick nur ostwärts Richtung Krim richten.

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Volker-T. Neef.  

Volker T. Neef  

Unser Autor berichtet aus der Bundeshauptstadt und ist in Berlin wohnhaft.

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