München

Nach Dampfnudelblues, Winterkartoffelknödel, Schweinskopf al dente und Grießnockerlaffäre ist Sauerkrautkoma die fünfte Verfilmung der Franz-Eberhofer-Serie basierend auf den Romanen von Rita Falk.

Film: Der fünfte Film mit dem Dorfpolizist Eberhofer zeigt Bayern mit seinen liebenswerten Klischees, mit vielen guten Slapsticks und einer Menge guten Humor. Alles geht irgendwie drunter und drüber – und am Ende wird doch alles gut – so oder so. Mit Eberhofer kann man herrlich lachen. Die einzelnen Charaktere in Sauerkrautkoma sind so gut besetzt, dass es Spaß macht, den Film anzusehen. Auch als Quereinsteiger, der die anderen Eberhofer Filme nicht gesehen hat, wird man sofort von der bayerischen, chaotischen und verrückten Handlung gefangen genommen.

Sauerkrautkoma von Rita Falk, dtv

Handlung: Der Film fängt an, wie alle anderen Filme: Mit einem Blick auf Autos, die im Kreisverkehr fahren, das ist schon Tradition in allen Eberhofer Filmen. Weil sich der Provinzpolizist Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen bei der Verbrechensbekämpfung so verdient gemacht hat, wird er in die bayerische Metropole des Verbrechens versetzt. Aber für Franz Eberhofer ist es eher so etwas wie eine Strafversetzung, er möchte in Niederkaltenkirchen bleiben, schon allein wegen seiner Freundin Susi. „München kann mich am Arsch lecken“, ist sein Kommentar. Erschwerend kommt hinzu, dass seine Freunde ihm klar machen, dass er endlich um die Hand seiner Freundin Susi anhalten soll.

Es droht Konkurrenz in Form eines ehemaligen Mitschülers: Früher dick und pickelig, hat sich „Fleischi“ in einen geschniegelten Schönling verwandelt, der Karriere in Silikon Valley gemacht hat. Susi tanzt gleich ganz begeistert mit dem Schönling.

Eberhofer kann die Versetzung nach München nicht verhindern, keiner kann ihm helfen in München wohnt Eberhofer bei seinem sonderbaren Freund Rudi, der Privatdetektiv ist. Eberhofers Zimmer ist winzig klein und mit einer Kindertapete dekoriert. Ein Selbstmörder hat vorher in dem Zimmer gewohnt. Rudi ernährt sich ausschließlich von Ravioli aus der Dose. Gut nur, dass ihn die Oma Eberhofer mit Carepaketen versorgt. Im Präsidium macht ihm die strenge Chefin „Thin Lizzy“ klar, dass es für Eberhofer keine Alleingänge mehr gibt und das PC- und Teamarbeit zu seinen Aufgaben gehören.

Als die Eltern zum ersten Mal im Admiral zu Besuch nach München kommen, will sich Franz, sein Vater, einen Joint anzünden. Eberhofer ist entsetzt und sagt: „Wenn du den anmachst, erschieß ich dich.“ Der geparkte Admiral wird in München sofort geklaut. Eberhofer bekommt den Tipp, dass der Admiral bei Moosburg im Wald steht. Er stapft mit Rudi über den schlammigen und sumpfigen Waldboden und sie finden das Auto. Doch damit fängt der Stress erst richtig an: Im Kofferraum befindet sich die Leiche einer jungen Frau, die in Frischhaltefolie eingewickelt ist. Eberhofer bringt die Leiche zum Pathologen nach München. Der stellt fest, dass die junge Frau offenbar erwürgt wurde und auch Spuren von Marihuana wurden im Auto gefunden. Die Chefin „Thin Lizzy“ ist von Eberhofers Alleingang nicht begeistert und macht ihn zur Schnecke. Eberhofer erklärt, dass er im Wald im Funkloch war.

Die Spuren führen Franz Eberhofer in eine ihm völlig fremde Welt: nach Grünwald zum neureichen Bürgermeister. Das Au-Pair-Mädchen aus Serbien hat dort gearbeitet. In ihrem Zimmer findet Eberhofer 800 Euro hinter einer Kommode.

Bei einem Besuch zu Hause ist Eberhofer entsetzt, dass sein Bruder Leopold, der gerade Eheprobleme mit seiner asiatischen Frau Panida hat, das Zimmer von Eberhofer im Elternhaus besetzt hat. Da Susi heftig mit Fleischmann flirtet, macht Eberhofer ihr, vor den versammelten Freunden, einen Heiratsantrag in der Amtsstube inmitten ihrer Kollegen: "Susi, sollten wir ned langsam mal heiraten?“ Susi lehnt natürlich ab.

Die Freunde sind entsetzt: Der Heiratsantrag ist keine KFZ-Zulassung im Amt, denn zum Heiratsantrag gehören Rosen und Eberhofer müsse dabei schon auf die Knie gehen. Daraufhin kauft Eberhofer, auf den Tipp seiner Mutter, ganz viel Rosensträuße im Baumarkt. Der nächste Heiratsantrag mit den Rosen läuft auch wieder schief, denn Eberhofer hat keinen Verlobungsring dabei. Seine Freunde sagen, dass Eberhofer ein unromantisches Rindvieh ist und sogar als Heiratschwindler wäre er der totale Versager.

Damit Eberhofer wieder nach Hause zurückkehren kann, wenn sich die Kriminalrate im Ort erhöht, beschließen die Freunde, den Maibaum umzuhacken, der dann auf ein Auto fällt. In München hat Eberhofer die Nase voll von den Ravioli, er geht in die Küche und kocht. Es gibt, das von der Oma mitgebrachte Sauerkraut und Bauchspeck. Rudi überfrisst sich am Sauerkraut und hat so heftige Verdauungsprobleme, dass Eberhofer den Pathologen anruft und um Hilfe bittet.

In München im Polizeipräsidium hat der Pathologe festgestellt, dass, das Opfer, schwanger war. Der Onkel des Mädchens, der einen Imbisswagen hat, wird verdächtigt. Er erklärt, dass er seiner Nichte 800 Euro für eine Abtreibung gegeben hat. Als Nächstes wird der Arbeitgeber des Au-Pair-Mädchens, der Bürgermeister, verdächtigt. Gas wird in der Straße abgestellt und ein Handwerker gibt vor, den Gasschaden zu reparieren und dabei nimmt er zur DNA Überprüfung vom Bürgermeister Zahn- und Haarbürste aus dem Bad mit. Die DNA-Probe, stimmt mit der des toten Embryos überein. Als der Bürgermeister verhaftet werden soll, erklärt er, dass er keine Kinder zeugen kann. Da es keine unbefleckte Empfängnis sein konnte, wird überlegt, wer noch in Frage als Erzeuger kommt, denn der wird wahrscheinlich der Mörder sein ....

Eberhofer kauft einen furchtbar teuren Verlobungsring für Susi und diesmal sie ist begeistert und ihre Freundinnen platzen vor Neid. Endlich nimmt Susi den Heiratsantrag an. Fleischmann ist verzweifelt, er betrinkt sich und fährt mit dem Auto davon. Er fährt im Kreisverkehr in ein rückwärtsfahrendes Auto, in dem zwei bekiffte Freunde von Eberhofer sitzen. „Passt scho, der Fleischmann ist betrunken Auto gefahren“. Der Polterabend der Freunde und Freundinnen findet statt. Kommt es zur Hochzeit oder nicht? Gibt es ein Happy End für Eberhofer und Susi?

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt: Sauerkrautkoma von Rita Falk, dtv Verlag: Der Buch Bestseller zum Film Sauerkraut Koma.

Sauerkrautkoma von Rita Falk, dtv

ReiseTravel Fact: Der fünfte Fall für den Eberhofer: Ein Provinzkrimi! Weil sich der Eberhofer in Niederkaltenkirchen bei der Verbrechensbekämpfung so verdient gemacht hat, wird er in die bayerische Metropole des Verbrechens versetzt. Von der Buchautorin Rita Falk spannend geschrieben. Höchst erfolgreiche Kino-Verfilmung der Eberhofer-Serie mit Sebastian Bezzl und Simon Schwarz in den Hauptrollen.

 

 

 

Sauerkrautkoma von Rita Falk, dtv. Der fünfte Fall für den Eberhofer. Ein Provinzkrimi. ISBN 978-3-423-08658-5, www.dtv.de

Das Buch kostet im Buchhandel 9.95 Euro.  

 

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger.

Gabi Draeger by ReiseTravel.euUnsere Autorin Gabi Dräger zeichnet bei ReiseTravel verantwortlich für die Redaktion Reise. Ihr Thema sind die Berge. Sie lebt und arbeitet in München. gabi@reisetravel.eu

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