München

Sushi am Mittwochabend und Beifallklatschen in Schwabing

COVID-19: Es gibt gegen Corona bisher keine Impfung und noch keine Medizin, also heißt es Kontakte minimieren. Abstand halten und die Vernunft der Menschen ist angesagt. Das Coronavirus verändert mein Leben, ich kann nicht reisen, mich nicht mit Freunden im Restaurant treffen und Kultur ist auch abgesagt. Gut, dass ich so viel Arbeit habe. Um 21:00 Uhr am Mittwochabend haben viele Leute in Schwabing am offenen Fenster geklatscht, Hunde fanden das nicht so toll, sie haben gebellt und den Beifall damit unterstützt.

Lieferant mit Mundschutz

Ich habe dann getestet, wie der Lieferservice zu Corona-Zeiten in München funktioniert und habe mir Sushi bestellt. Der Lieferant, der mir das Sushi lieferte, trug einen Mundschutz. Ich habe mit Karte bezahlt, denn man soll ja Bargeld meiden. Denn auf Metall kann das Virus mehrere Stunden überleben. Da der Virus neu ist, gibt es noch keine aktuellen Untersuchungen wie lange der Virus auf verschiedenen Oberflächen aktiv bleibt. Die gehamsterten Ostereier von Lindt mussten gestern Abend daran glauben, sie konnten Ostern leider nicht mehr erleben.

Pralinen für Angestellte im Feinschmecker

Bei meinem Gang am Donnerstag zum Kurfürstenplatz ist mir aufgefallen, dass in den Straßenbahnen sehr wenig Fahrgäste saßen. Beim Feinschmecker habe ich Huhn mit Rosmarin gegessen. Es gibt dort jetzt nur noch einen, statt vier Hochtischen innen und zwei im Freien. Hauptsächlich wird das Essen abgeholt. Eine Kundin hat dem Personal hinter der Theke eine große Schachtel Pralinen geschenkt, als Dank, dass der Feinschmecker noch geöffnet ist und dass, das Personal so tapfer arbeitet. Im Pfister Brotladen gibt es rot-weiß gestreifte Klebestreifen am Boden, so wird der Abstand eingehalten. Heute gab es endlich wieder genug Brot.

Eine Packung Toilettenpapier pro Person

Corona CORVID-19 by ReiseTravel.eu

Im Supermarkt waren das Toilettenpapier, Papiertücher und Bohnen in Dosen aus. Beim Toilettenpapier hängt ein Hinweis, dass jeder Kunde nur eine Packung mitnehmen darf. Fisch in Dosen gab es wieder in allen Variationen. Durch den Sicherheitsabstand war die Schlange zu den Kassen sehr lang. Eine Frau kam aus einem Nebengang und stellte sich vor mich in die Abstandslücke. „Ja, wo kommen sie den her?“ habe ich sie gefragt. „Das Ende der Schlange ist ganz hinten.“ Missmutig zog sie zum Schlangenende. Die Kassiererin hat Handschuhe an und eine große Flasche Desinfektionsmittel steht neben ihr. Natürlich habe ich wieder mit Karte bezahlt. Zu Hause angekommen wird das gründliche Handwaschen zelebriert.

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Gabi Dräger.

Gabi Draeger by ReiseTravel.euUnsere Autorin Gabi Dräger zeichnet bei ReiseTravel verantwortlich für die Redaktion Reise. Ihr Thema sind die Berge. Sie lebt und arbeitet in München. gabi@reisetravel.eu

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