Varazdin

„Komm' mit nach Varaždin…“

In der Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kalman wird die Stadt Varazdin im Duett „Komm' mit nach Varaždin…“ besungen. „Grüß mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien“, „Einmal möcht' ich wieder tanzen“ oder „Komm, Zigan, komm, Zigan, spiel mir was vor“ sind weitere populäre Hits.

Sissi in Varazdin: Eigentlich ein einfacher Inhalt: Da Gräfin Mariza eine lange Zeit in der Stadt verbringt, vertraut sie ihr Gut dem Verwalter - es ist der verarmte Graf Tassilo, der unter dem Namen Bela Török seinen Dienst tut - an. Aber auch Mariza erlebt eine Überraschung, denn der erfundene Bräutigam Baron Zsupán existiert wirklich. Er stellt sich als Besitzer eines Guts in Varaždin vor und hofft, die Verlobung realisieren zu können. Die betroffene Mariza kann sich dem fröhlichen Werber nicht so einfach entziehen. Während im Schloss die Verlobungsfeier beginnt, sucht Tassilo, für den als einfacher Verwalter kein Platz im Saal ist, Trost gegen trübe Gedanken im Singen: „Auch ich war einst ein feiner Csárdáskavalier“. Mariza hört seinen Gesang und fordert ihn auf, für die Gäste zu singen, doch Tassilo weigert sich. Mariza gibt im daraufhin schroff den Abschied. Nachdem aber ihre Gesellschaft in die Stadt zurückgefahren ist, versöhnen sich Mariza und Tassilo. Nun singt er - nur für sie allein. Die Operette wird natürlich regelmäßig hier in Varaždin aufgeführt.

„Komm mit nach Varaždin“ kann auch auf dem Friedhof Varaždin - Varaždinsko groblje – nach erlebt werden. Dieser Friedhof wurde im Jahre 1773 angelegt und zählt zu den Besonderheiten der Stadt. Unter der Verwaltung von Hermann Haller wurde in den Jahren 1905 bis 1946 ein „Park der Lebenden“ gestaltet. Zu den optischen Wahrzeichen von Varaždin gehört die Stadtgarde, deren Grenadiere in ihren schmucken blauen Uniformen bei allen feierlichen Anlässen im Rathaus anwesend sind.

Die ruhige Barockstadt Varaždin mit etwa 50 000 Einwohnern ist für die Touristen sehr attraktiv und die im gotischen Renaissancestil gebaute Burg Stari Grad, ist das wichtigste Kulturdenkmal in der Stadt.

Die Bewohner der Stadt Varaždin haben in der Vergangenheit fleißig gebaut. So entstand die idyllische, mitteleuropäische Kulturstadt mit zahlreichen Besonderheiten, in der der Mensch und sein Werk eine harmonische Ganzheit bilden und in der die Vergangenheit und die Modernität ganz miteinander verflochten sind. Wenn man durch die alte Innenstadt im Barockstil spaziert oder eine der zahlreichen Galerien, Vorstellungen oder eins der Konzerte besucht, kann man den Zauber dieser Stadt fühlen. Varaždin verzaubert durch seinen Liebreiz alle Besucher. Es ist eine seltene Perle unter den alten, mitteleuropäischen Städten; Gäste und Besucher genießen die in der Stadt spürbare Harmonie und Vertraulichkeit. Die spezifische Identität der Stadt offenbart sich nicht nur durch die Architektur im Barockstil, sondern auch durch die Schönheit der Plätze, Straßen und Parks. Viele Sehenswürdigkeiten der Kulturgeschichte zeugen von der mehr als 8jahrhunderten alten Stadtgeschichte und von zahlreichen bekannten Künstlern und Handwerkern, die in der Vergangenheit in dieser Stadt gelebt und gearbeitet haben.

Die alte Innenstadt bietet den Gästen die Atmosphäre der Vergangenheit und die Schönheit des modernen Lebens an. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und die Natur dieses Gebiets ziehen die Gäste das ganze Jahr hindurch an. Varaždin wird oft mit Wien verglichen; die Architektur dieser alten, mitteleuropäischen Stadt im Barockstil ist gut erhalten. Die alte Stadtburg, die Innenstadt, zahlreiche Museen, Galerien und Sammlungen, sind die wichtigsten touristischen Ziele der Stadt.

Dabei muss die einzigartige Sammlung von 10 000 präparierten Insekten erwähnt werden, die Franjo pl. Koš?ec gesammelt hat. Die Sammlung befindet sich in der Entomologischen Abteilung im Palast Herzer. Von besonderer Bedeutung sind zahlreiche Unterhaltungsmöglichkeiten und kulturelle Veranstaltungen: eine der wichtigsten musikalischen Veranstaltungen in Kroatien ist sicher die Veranstaltung „Barockabende in Varaždin“. Unter anderem kann man das „Internationale Festival der Blasinstrumente“, „Tage der Literatur“ und das so genannte „Španzierfest“ sehen.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Garde der Stadt Varaždin, die so genannten «purgari", die in ihren schönen blauen Grenadieruniformen bei allen wichtigen Feierlichkeiten im Rathaus anwesend sind.

Die Stadt Varaždin wurde schon in ihrer frühen Stadtgeschichte ein bedeutender Mittelpunkt. Im 13. Jahrhundert kam der Johanniterorden nach Varaždin. Der Orden erbaute die Kirche des hl. Johannes des Täufers und ihr Kloster. In der Mitte des 13. Jahrhunderts übernahmen die Franziskaner das Kloster und die Kirche.

Die Jesuiten gründeten im Jahre 1636 ihr Gymnasium. Das Gebäude wurde im Jahre 1648 durch einen Brand ganz beschädigt. Danach baute der Jesuitenorden das Gymnasium wieder auf und vereinte es gleichzeitig architektonisch mit der errichteten Kirche der Hl. Muttergottes. Nach dem Brand im Jahre 1776 wurden in der Stadt Varaždin und der Vorstadt von Varaždin Gebäude im Baustil des Rokoko und des Klassizismus erbaut.

Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt Varaždin Sitz kroatisch-politischer Größen der „Banska Hrvatska“. Die Jahre von 1767 bis 1776 gelten als die glanzvollsten der Stadt Varaždin. Im Jahre 1776 wurde dieser Fortschritt durch einen Brand jäh beendet.

Varaždin wurde erstmals 1181 als Siedlung erwähnt. Das heutige Varaždin entwickelte sich aus der an die Burg (Altes Schloss) sich anlehnenden Vorstadt. Auf Erlass des kroatisch-ungarischen Königs Andreas II. erhält es 1209 die Privilegien einer freien königlichen Stadt, die im Jahre 1220 von König Béla IV. bestätigt werden. Ende des 14. Jh. fällt die Festung an die Grafen von Cilli (Celje). Im Verlauf der nächsten Jahrhunderte wechselt die Anlage mehrmals ihre Besitzer. Den größten Einfluss auf ihre Entfaltung nehmen Markgraf Georg von Brandenburg und insbesondere Baron Ivan Ungnad, der die bestehenden Befestigungsvorrichtungen umbauen und verstärken lässt.

„Bitte kosten Sie!“ - Die Drau und der See Varazdinsko jezero sind ein wahres Anglerparadies: hier tummeln sich die Fische und die Gegend ist zudem für ihre gute Küche bekannt. Zu empfehlen sind die traditionelle Buchweizengrütze, Pute mit “mlinci” (Teigware), mit Frischkäse gefüllte und gebackene Teigtaschen (“Strukli”), Topfkuchen aus Maismehl (“zlevka”), Varazdiner Salzstangen (“klipici”) und Wildgerichte. Dazu serviert man ausgezeichnete einheimische Weine oder das Varazdiner Knaput-Bier.

„Komm' mit nach Varaždin…“, ist auch heute und noch immer, eine freundliche Einladung zum Besuch einer attraktiven Stadt.  

Kontakt

 

Kroatische Zentrale für Tourismus

Kaiserstraße 23, D-60311 Frankfurt/M

Fon +49 (0)69 238 535 0, Fax +49 (0) 69 238 535 20, 

www.kroatien.hr

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher  

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