Baikonur

Deutscher Astronaut Alexander Gerst startet in Baikonur zur ISS

Blue Dot - Shaping the future: Unter diesem Missionsmotto soll Alexander Gerst (37) als nächster deutscher ESA-Astronaut am 28. Mai 2014 vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur Internationalen Raumstation ISS starten. Nach 166 Tagen im All wird der Geophysiker am 10. November 2014 auf der Erde zurückerwartet. Alexander Gerst wird mit rund 100 Experimenten aller ISS-Partner befasst sein. Bis zu 160 Stunden Crew-Zeit stehen für die „europäische Nutzung“ der ISS zur Verfügung. In dieser Zeit wird Gerst an rund 40 ESA-Experimenten arbeiten, davon 25 unter Führung deutscher Projektwissenschaftler oder mit deutscher Industriebeteiligung. Die Experimente stammen aus den Human- und Materialwissenschaften, der Biologie, Flüssigkeitsphysik, Strahlungsdosimetrie, sind Technologiedemonstrationen oder dienen der Bildung und Nachwuchsförderung.

Per Flugzeug nach Baikonur zum Start in den Weltraum

Alexander Gerst

Das Leben auf der Erde zu verbessern, ist der wichtigste Antrieb der Forscherinnen und Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Sie arbeiten unter anderem daran, dass Flugzeuge in Zukunft weniger Lärm verursachen, eines Tages mit Kerosin aus Sonnenenergie fliegen und durch effizientere Turbinen weniger Schadstoffe ausstoßen. DLR-Forscher verbessern nicht nur die Mobilität in der Luft, sondern auch am Boden, sodass wir, zum Beispiel mit Elektrofahrzeugen, schnell und umweltschonend ans Ziel kommen.

Auch der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst wird mit zahlreichen Experimenten zum Beispiel in der Biologie und Medizin einen Beitrag für ein besseres Leben auf der Erde leisten. Dies drückt auch der Name der Mission von Alexander Gerst aus: „Blue Dot". Wie ein blauer verletzlicher Punkt sieht die Erde aus, wenn man sie aus großer Entfernung aus dem Weltall betrachtet. Ganz aus den Tiefen des Alls wird die Kometensonde Rosetta im Jahr 2014 neue Erkenntnisse zur Erde schicken. Die europäische Raumsonde erreicht nach einer Flugzeit von zehn Jahren ihr Ziel, den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Höhepunkt der Mission: Die vom DLR beigesteuerte Sonde Philae wird im November auf dem Kometen landen.
Schülerwettbewerb: Was passiert im Jahr 2114?

Werden Menschen in 100 Jahren auf dem Mars gelandet sein? Haben wir dann vielleicht schon Kontakt mit Außerirdischen, die noch viel weiter entfernt auf einem anderen Planeten leben? Errichtet die Menschheit eine Kolonie mit Treibhäusern auf dem Mond? Wie schnell fliegen Raumschiffe in 100 Jahren und womit werden sie angetrieben? Und was ist mit Urlaub im All?

Jugendliche ab der 5. Klasse können mit ihren Ideen für die Zukunft ab sofort an einem Schülerwettbewerb teilnehmen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), die Europäische Weltraumorganisation ESA und die Stiftung Lesen rufen Schülerinnen und Schüler dazu auf, mit den Gedanken 100 Jahre in die Zukunft zu reisen und sich Gedanken über mögliche Projekte und Ziele in der Raumfahrt zu machen.

Die Ideen können als Aufsatz, Comics, Videos oder auch mit anderen Mitteln präsentiert werden. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse aus ganz Deutschland - egal ob alleine, im Team oder mit der ganzen Klasse. Die Beiträge müssen bis zum 15.06.2014 per E-Mail an weltraum@stiftunglesen.de oder per Post an:

Stiftung Lesen, Stichwort: Abenteuer Weltraum, Postfach 3860, D-55028 Mainz gesendet werden. Aus den Einsendungen wählt eine Jury sechs Gewinnerteams aus. Von jedem Gewinnerteam dürfen drei Schülerinnen oder Schüler an einem Treffen mit dem deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst teilnehmen. Das Treffen ist für 2015 geplant und findet damit direkt nach dem sechsmonatigen Aufenthalt des Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS statt. Die anderen Mitglieder der Gewinnerteams erhalten ein „Raumfahrt-Überraschungspaket“ vom DLR.

Alexander Gerst ist seit 28. Mai 2014 im Weltall.

DLR - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt www.dlr.de


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