Potsdam

Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam ist die "Grüne Insel" vis-á-vis von Berlin

Wasser und Weltkulturerbe: Umgeben von einer waldreichen Landschaft und den Seen der Havel strahlt Potsdam mit seinen zahlreichen Schlössern und Gärten. Die Stadt offeriert ihren Besuchern eine super spannende Geschichte: Vom Alten Fritz, bis zur Neuzeit und immer mehr Neues entsteht, täglich. Ein paar Tage Aufenthalt, sollten zum Besuch eingeplant werden, denn es gibt wirklich viel zu Sehen und noch mehr zu Bestaunen, besonders beim Blick "Hinter den Kulissen".

Potsdam von oben

Potsdam von oben ReiseTravel.eu

Brandenburger Landtag, ehemaliges Stadtschloss: An der Westfassade des Gebäudes wurde der Schriftzug „Ceci n’est pas un château", angebracht; französisch: „Dies ist kein Schloss". Ein Hinweis darauf, dass das neue Parlamentsgebäude vom Grundriss des alten Schlosses Abweichungen, in seiner alten Größe, enthält. Es ist dennoch ein "offenes Haus" und kann besucht werden: Willkommen im Landtag! Vom Restaurant bis zum Dach, mit Lift, natürlich. Ein Blick "Hinter die Kulissen" der Parlamentarier ist lohnenswert.

Potsdam ist eine Stadt mit Tradition. "Wer in alten, patriotischen Geschichte- und Schulbüchern liest, der sieht sich bald eingehüllt vom Pulverdampf und Kanonendonner ruhmreicher Schlachten", schreibt ein Kenner der Szene, Christian Graf von Krockow. Erstmals 993 urkundlich erwähnt und Albrecht der Bär eroberte 1157 den Ort. Bekannt ist der "Tag von Potsdam". Am 21. März 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler erhoben. Später begann der II. Weltkrieg. In der Nacht zum 15. April 1945 erfolgte die Bombardierung durch die Briten, das war die "Nacht von Potsdam" und wenige Tage später besetzte die Rote Armee die Stadt. Beim Rundblick, von der Kuppel der Nicolaikirche, kann diese Geschichte optisch gut nachvollzogen werden. Der Blick reicht in die Vergangenheit und natürlich hinein in die Zukunft.    

Sebastian Stielke - Guide in Potsdam zeigt "Potsdam von oben": 

Museum Barberini: Aktuell lohnt auch ein Blick auf diesen Neubau, eingebettet zwischen Landtag und Nicolaikirche, direkt am Alten Markt. Neu erbaut nach historischer Orientierung des im II. Weltkrieg zerstörten ehemaligen Palazzo Barberini. Die Eröffnung ist für Anfang Januar vorgesehen. www.museum-barberini.de

Willy Athenstädt, Bauherrenvertreter, erläutert das Konzept Museum Barberini:

Hasso Plattner erfüllt sich hier seine Visionen und betont: "Das Palais wird allen Potsdamern dauerhaft zugänglich sein und Potsdams Alter Markt ein Anziehungspunkt für Kunstinteressierte aus aller Welt werden". Auch alle Touristen werden sich darüber sehr freuen.

Aktuell liegt der Fokus der Potsdam Marketing und Service GmbH mit "Hinter den Kulissen" im Trend unserer Zeit. Die Faszination des Films in der Stadt erleben. Seit 1912 steht Potsdam für deutsche Filmgeschichte. Hier lernten die Bilder laufen.

Action pur

Filmpark Babelsberg Stunt Show ReiseTravel.eu

Stunt Show der Crew im Filmpark Babelberg, ein super Event und das 3D Kino lockt im Filmpark Babelsberg. Potsdam ist Drehort und Filmschauplatz und das Zentrum der Filmproduktion ist natürlich Potsdam-Babelsberg mit den Studios und den großen und kleinen Produktionsfirmen. www.filmpark-babelsberg.de

Aber auch die Stadt mit ihren Parks und Gärten, interessanten Straßenzügen, Gebäuden und Landschaften wurden und werden zu Drehorten. Dazu können die Besucher einen Blick hinter die Kulissen von vielen interessanten Gebäuden, Institutionen und Projekten in Potsdam werfen. Facettenreiche Touren können gebucht werden. Per Fahrrad, per pedes oder im "Video Film Bus". Spannend und interessant zugleich. Ob "Insel der Freundschaft", die liegt zwischen Hauptbahnhof und Zentrum oder das neue "Hans Otto Theater".

Potsdam Hans Otto Theater ReiseTravel.eu

10 Jahre Hans Otto Theater Potsdam: Markanter Bau auf dem Kulturareal Schiffbauergasse, direkt am Tiefen See. Ob "Ein Sommer Nachts Traum" oder "Soundfragmente", das Repertoire ist Breit gefächert. www.hansottotheater.de

Die Rad Tour "Vom Blauen Engel zur Bridge of Spies" vermittelt Eindrücke in die Filmgeschichte. „Bridge of Spies", "Grand Budapest Hotel", "Inglorious Bastards”, sind Hollywoodfilme, die in großen Teilen in Potsdam gedreht wurden.

Brücke der Agenten: Der Spion der aus der Kälte kam

Potsdam Agentenbrücke ReiseTravel.eu

Deutsche Geschichte von 1945 bis 1989

Besuchen Sie per Rad die Drehorte und schauen hinter die Kulissen bekannter Potsdamer Gebäude und Einrichtungen. Eine Tour auf den Spuren des Films durch die Potsdamer Kulturlandschaft. Entdecken Sie das das Rathaus oder den Wissensspeicher am Platz der Einheit. „Hinter den Kulissen“, mit Filmvorführungen an Originalschauplätzen. Wo und wie wohnte Marika Röck, Heinz Rühmann oder der Diktator Josef W. Stalin.

Forschung der Spitzenklasse: In keiner anderen Stadt Deutschlands finden sich mehr Wissenschaftler pro Kopf der Bevölkerung als in Potsdam. Die Stadt ist Sitz von über 40 wissenschaftlichen Instituten, in denen über 10.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Regelmäßig laden diese Einrichtungen zu Veranstaltungen in Ihre Häuser und lassen jeden Besucher, beim "Blick hinter die Kulissen" an ihrer Forschung teilhaben. Eine gute Gelegenheit bietet sich auf dem Telegraphenberg.

Sonnenobservatorium Einsteinturm

Einsteinturm Potsdam ReiseTravel.eu 

Der Einsteinturm wurde in den Jahren 1919 bis 1924 von Erich Mendelsohn errichtet.

Mitarbeiter vom Leibniz Institut für Astrophysik Potsdam führen mit viel Liebe zum Detail durch das Leben von Albert Einstein (1979 bis 1955) und seiner "Relativitätstheorie". In der Mitte des Turmes steht ein vertikal aufgestelltes Teleskop mit einem Linsenobjektiv von 60 cm Durchmesser und 14 Metern Brennweite. www.aip.de

DPG - Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V., deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale, mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. www.dpg-physik.de

Neuer Garten: Die imposante Anlage liegt am Jungfernsee. Über das Wasser hinweg bestehen gestalterische Verbindungen zu den Gärten von Sacrow, Pfaueninsel, Glienicke und Babelsberg. Seine Geschichte fängt mit dem Ankauf eines zentralen Grundstückes durch den Kronprinzen Friedrich Wilhelm II. an. Im Jahre 1787, ein Jahr nach dem Regierungsantritt, begann die Anlage des Neuen Gartens, der seinen Namen programmatisch in der Abkehr vom alten Barockpark Sanssouci erhielt. Als Gestalter wurde der Wörlitzer Gärtner Johann August Eyserbeck verpflichtet, was die Umsetzung der an englischen Gärten orientierten Idealvorstellung Friedrich Wilhelms garantierte. Das Schloss Cecilienhof, 1913 bis 1917 für den Kronprinzen erbaut, fügt sich sehr harmonisch ein. Der Palmensaal bietet eine ideale Kulisse für die Musikfestspiel Sanssouci. www.musikfestspiele-potsdam.de  - www.spsg.de - Bonjour Frankreich oder Fahrradkonzert lauten die Offerten.    

Raimund Jennert, Geschäftsführer Potsdam Marketing und Service GmbH, erläutert die touristische Konzeption der Stadt Potsdam:

Raimund Jennert ist Radler und Geschäftsführer der Potsdam Marketing und Tourismus Service GmbH (PMS). Der versierte Touristiker war unter anderem Geschäftsführer des Landestourismusverbands Brandenburg (1999 bis 2008) und von 2012 bis 2014 Chef des Tourismusverbands Fischland-Darß-Zingst.

Potsdam Nicolaikirche ReiseTravel.eu

ReiseTravel Fact: Hinter den Kulissen in der Landeshauptstadt Potsdam führt den Besucher zu facettenreichen Erfahrungen, ist es doch quasi die "Grüne Insel" vis-á-vis von Berlin. Es sollte nicht nur Sanssouci oder der Alte Fritz auf dem Besuchsprogramm stehen. Zu jeder Jahreszeit ist die Stadt einen Besuch wert, denn: Es muss nicht nur Berlin sein!

ReiseTravel Service: Potsdam Marketing und Service GmbH, Humboldtstraße 1-2, D-14467 Potsdam, Information & Reservierung 0331-27558899, info@potsdamtourismus.de  - www.potsdamtourismus.de

Potsdam ist Brandenburgs Landeshauptstadt und quasi die "Grüne Insel" vis-á-vis von Berlin. Jegliche Anreise ist deshalb relativ unkompliziert, per Flug, im ICE oder Pkw.

Hotels aller Preisklassen warten auf Gäste, mitten im Zentrum oder auch in den Vororten. Restaurants offerieren Köstlichkeiten, auch regionale Spezialitäten.

PS: Angesagt ist Flanieren im Holländischen Viertel, mit seinen Cafés, Kneipen und Restaurants. Direkt am Nauener Tor lockt "Café Haider" und "Freitags kommt manchmal Wolfgang Joop", sagt das Personal unter vorgehaltener Hand. Der Modezar wohnt am Heiligen See, ein paar Meter entfernt. 

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt zur Einstimmung auf die Potsdam Reise:

Babelsberg und Sanssouci: Das ist wohl das Erste, was man mit Potsdam assoziiert. Doch die ehemalige preußische Residenz- und heutige Landeshauptstadt Brandenburgs hat weit mehr zu bieten als Filmstadt und Sommerschloss.

Architekturführer Potsdam von Uta Keil, DOM publishers Berlin

Landtagsgebäude und Garnisonkirche: Eine einzigartige Schlösser- und Parklandschaft inmitten der idyllischen Seenkette der Havel, ein bedeutendes historisches Architekturerbe und einen attraktiven Wohnort für Berlinmüde und so manchen Prominenten. Gegliedert nach Epochen, präsentiert dieser Architekturführer mehr als 200 Bauten und Projekte der Stadt vom Absolutismus bis in die Gegenwart. Harald Bodenschatz und Erich Konter führen in die Stadtentwicklung der jeweiligen Epochen ein. Ein Exkurs nach Babelsberg, kurze Porträts wichtiger Architekten und andere Zusatzinformationen machen das Buch zu einem angenehmen und praktischen Begleiter beim Spaziergang durch das „Arkadien des Nordens“.
Uta Keil, Jahrgang 1971, Geschichte- und Literaturstudium in Berlin, freie Redakteurin und Lektorin. Mitarbeit an zahlreichen Veröffentlichungen zur Architektur und Stadtgeschichte, darunter Luftbildatlas Köln (2011), Architekturführer Usbekistan (2012).

ReiseTravel Fact: Im Architekturführer Potsdam von DOM publishers zeigt Autorin Uta Keil die Entwicklung der Garnisons- und Soldatenstadt als militärisches und politisches Zentrum der preußischen Herrschaft auf der einen, und dem Sehnsuchtsort im idyllisch antik-italianisierenden Gewand der Residenzstadt auf der anderen Seite. Letzteres brachte der Stadt den Namen „preußisches Arkadien“ ein. So war Potsdam schon immer eine Stadt der Herrscher, auch im Nationalsozialismus, der sich die preußische Tradition zunutze machte. Während der DDR wiederum fielen noch erhaltene stadtbildprägende Bauten der sozialistischen Stadtplanung zum Opfer: Das Stadtschloss und die Garnisonkirche sind die prominentesten Beispiele. Doch neben gesichtslosen Plattenbauten entstanden auch typische Bauwerke der Ostmoderne, die heute denkmalgeschützt sind. Die Kontroversen um Neu- und Wiederaufbau von Garnisonkirche und des im Sommer 2014 vom Landtag bezogenen Stadtschlosses werden in diesem Buch ebenso thematisiert wie der Bau neuer Stadtquartiere, etwa das Bornstedter Feld, das Kirchsteigfeld oder die Speicherstadt. Lobenswert sind die zahlreichen Fotos in Form attraktiver Luftbilder, super.

Architekturführer Potsdam von Uta Keil, DOM publishers Berlin, 134 × 245 mm, 348 Seiten, über 300 Abbildungen, Softcover, ISBN 978-3-86922-185-4, www.dom-publishers.comwww.gisela-graf.de

Das Buch kostet im Buchhandel 38 Euro.

Ferientag in Caputh

Die Landeshauptstadt Potsdam – quasi vis-á-vis von Berlin – ist umgeben von einer lieblichen und waldreichen Landschaft: Brandenburg!

Jederzeit wurde über diese Region in den Medien berichtet, besonders im Fernsehen: „Es ist Ferienzeit. Erholung, Erlebnis oder Abenteuer sind für viele Menschen angesagt. In Pensionen oder Ferienhotels wohnen. Gut Essen und Trinken. Vor allem preiswert soll dies alles sein. Life ist live. In der Nähe von Potsdam liegt der Schwielowsee und Caputh ist dort ein altes Fischerdorf. Eine Idylle. Im Mittellpunkt steht die betagte Fähre „Tussy“. Ein Schifflein, zwei Ufer verbindend. Sechs Minuten Fahrtzeit für einen Törn. Zeit für einen Plausch. Ein Disput in Sachen Tourismus. Unsere Reportage soll eine Anregung zum Besuch werden“, lautete die Anmoderation am 10. August 1993 zur TV-Sendung „Ein Ferientag in Caputh“.

Ferch – Caputh – Fähre „Tussi“ - Märkische Wildschweinbäckerei – Haus am See – „Übern Berch nach Ferch“ – Potsdam

Ferientag in Caputh: Die „Märkische Wildschweinbäckerei“ in D-14548 Schwielowsee war bereits 1993 gut besucht und die Gäste waren voller Lob. Das Hotel „Haus am See“ war gerade neu eröffnet. Es gehört zu den bekanntesten und sicher auch ältesten Restaurants in Ferch. Direkt am Schwielowsee gelegen, erwartet es seine Gäste seit mehr als 100 Jahren. Brigitte Stein geb. Wilke erlernte den Beruf als Köchin. Fähre „Tussi“ Caputh: Nachdem über Jahrhunderte der Fährbetrieb mit einem Handkahn erledigt wurde, kam ab dem 19. Jahrhundert eine hölzerne Wagenfähre zum Einsatz, welche Anfangs mit Rudern und Stakstangen gesteuert wurde. Später kamen Führungsseil, Spill und Kurbel, und ab 1928 wurde die Seilfähre sogar mit einem Motor ausgestattet. 1942 beauftragte der damalige Besitzer Kurt Bastian einen neuen Fährprahm aus Stahl auf der Brandenburger Wiemann-Werft. Der Campingplatz Himmelreich bietet eine Kombination aus Natur und Metropole. Auf einer Halbinsel gelegen mit Badestrand und Wasserfront. Das Himmelreich ist nicht parzelliert und liegt auf einer Halbinsel ohne Durchgangsverkehr. Der Musiktitel „Vision of Ireland“ kam aus Dublin.

Seit 1993 sind einige Jahre vergangen. Die Region Ferch und Caputh ist noch immer einen Besuch wert. „Übern Berch nach Ferch“ – Wandern, mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln: Eine Reise „Hinter die Kulissen“ in das Bundesland Brandenburg!

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher.

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