Berlin

Das Parlamentarische Weinforum

Berlin ist Sitz des Deutschen Bundestages: Nicht nur während der Sitzungswochen finden hier zahlreiche Parlamentarische Abende, Empfänge und Arbeitsessen statt. Dass dazu Sekt und Wein gereicht werden, gehört nicht nur zum guten Ton.

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages: Peter Blesser CDU/CSU, Gustav Herzog SPD, Prof. Dr. Erik Schweizer FDP, Roland Claus Die Linke und Markus Tressel Bündnis 90/Die Grünen, haben sich im „Parlamentarischen Weinforum“ zusammengefunden, um fraktionsübergreifend für den deutschen Wein zu werben. Denn diese Abgeordneten sind von der Qualität des deutschen Weines überzeugt. Sie wollen dazu beitragen, dass die hervorragende Arbeit der deutschen Winzer stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. Der deutsche Wein braucht den Vergleich mit ausländischen Produkten nicht zu scheuen.

Zweimal im Jahr treffen sich die Initiatoren zur öffentlichen Präsentation: Nun fand die 11. Weinprobe und Degustation statt. Eingeladen wurde in die Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund.

Abgeordnete, Landwirtschaftsminister der Bundesländer – die zugleich für den Weinanbau in ihrem Resort zuständig trafen sich mit Vertretern des Weinbauverband Saale-Unstrut aus Sachsen Anhalt. Naumburg, Bad Kösen, Freyburg, Bad Sulza und Höhnstedt sind heute vielerorts begehrte Weinorte, mit ausgewiesener Qualität und von überraschender geschmacklicher Raffinesse.  

Parlamentarisches Weinforum

Majestäten: Martina Kühn Weinprinzessin Burgwerben Kriechau, Melissa Häßler Höhnstedter Weinprinzessin, Lisa Blumenthal Gebietsweinkönigin Saale Unstrut, Stefanie 11. Großjenaer Weinprinzessin (v.l.n.r)

„Für Weingenießer bietet das 735 Hektar große Weinanbaugebiet Saale-Unstrut an die 30 verschiedene Rebsorten. Über 50 Weingüter, die Winzervereinigung Freyburg, das Landesweingut und die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien laden an der Weinstraße Saale-Unstrut zum Probieren, Genießen und Verweilen ein“, betonte Siegfried Boy, Präsident, Weinbauverband Saale-Unstrut e.V.

Sein Verband ist die Vereinigung der im Saale-Unstrut Weinanbaugebiet ansässigen Winzer. „27 Weine und 3 Sekte von Saale-Unstrut wurden bei den diesjährigen Bundesweinprämierungen mit Medaillen geehrt“.

Dabei konnte der 2009er Riesling Sekt extra trocken vom Weingut Frölich-Hake sogar ein Großes Gold einheimsen. Das bedeutet die selten vergebene Höchstpunktzahl von 5 für diesen Schaumwein aus 2009er Trauben. Nur 62 Mal – bei über 4.700 Einreichungen - zückten die Juroren bundesweit diese Traumnote. „Dass diesmal deutlich weniger Edelmetall der DLG an die hiesigen Flaschen kam, lag an den geringen Erntemengen der letzten beiden Jahrgänge“, kommentierte Siegfried Boy, das Ergebnis.

So teilen sich fünf Erzeuger die Medaillen, im letzten Jahr waren es noch neun. Umso mehr freue man sich über die vier goldenen Ehrungen, im vergangenen Jahr kamen nur zwei Weine auf das oberste Siegertreppchen.

Vorstellung durch den Minister

Wein „Made in Sachsen Anhalt“ – Weltklasse

Der Minister für Landwirtschaft von Sachsen-Anhalt Dr. Hermann Onko Aeikens, selbst studierter Agrarwissenschaftler, betonte: „Die Weinregion Sachsen-Anhalts im Saale-Unstrut-Gebiet ist auch als mitteldeutsche Wein - und Burgenregion bekannt. Der Rebflächenanteil Sachsen-Anhalts beträgt an der deutschen Rebfläche knapp 0,6 Prozent. Trotz der Lage oberhalb des 51. Breitengrades wachsen hier Weine mit herzhaftem Charakter. Im Jahr 1998 konnte das 1.000jährige Jubiläum der Ersterwähnung des Weinbaus begangen werden“.

Lisa Blumenthal, Gebietsweinkönigin Saale, meinte: „Es steckt mehr Poesie in einer Flasche Wein als in allen Büchern dieser Welt. Daher mein Rat: Legen Sie sich einen Weinkeller an!“

Parlamentarisches Weinforum

Abgeordnete, Minister, Königinnen, Prinzessinnen, Mitglieder Parlamentarisches  Weinforum in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund 

In der gut zweistündigen Präsentation des Parlamentarischen Weinforums stellten 10 Betriebe und Erzeuger 14 verschiedene Weine vor und diese wurden mit Beifall aufgenommen.

Mit Fachwissen bis ins kleinste Detail stellte unter anderem Prof. Dr. Erik Schweikert, so manchen dieser Winzer und seine Lage, gekonnt vor. Schweikert selbst ist verbraucherschutzpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Berichterstatter für Weinbaupolitik, stammt aus Pforzheim und seine Eltern betreiben eine Wein- und Sektkellerei. Von den offerierten Weinangeboten aus Sachsen Anhalt beeindruckt war auch Bundesministerin Ilse Aigner: „Wein von Saale Unstrut kann ich immer empfehlen“, gegenüber ReiseTravel.

Folge 11. des Parlamentarischen Weinforums war eine gelungene Veranstaltung. Die eingeladenen Winzer und Unternehmer konnten sich repräsentativ vorstellen und ihre edlen Produkte kamen zur Degustation gut an. Fraktionsübergreifend wurde für den deutschen Wein gut geworben. Auch waren die Winzer aufgerufen, ihre Wünsche an die anwesende Politik, in Form der Abgeordneten und Minister, zu richten und das fand auf beiden Seiten Anklang.

Roland Claus hatte den Part der Conference für das Parlamentarische Weinforum übernommen. Gekonnt führte er durch den Abend.  

Parlamentarisches Weinforum – Deutscher Bundestag, www.bundestag.de

Weinbauverband Saale-Unstrut - Querfurter Str. 10, D-06632 Freyburg, Fon 034464-26110, info@natuerlich-saale-unstrut.de – www.natuerlich-saale-unstrut.de Siegfried Boy Vorstandsvorsitzender

Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund - Luisenstraße 18, D-10117 Berlin, Fon 030-24 34 58-0, www.sachsen-anhalt.de   

Von Gerald H. Ueberscher

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