Klaus Erfort

Klaus Erfort vom Gäste Haus Erfort Saarbrücken kocht im Ikarus

Hangar 7 Restaurant Ikarus: Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, und darüber streiten lässt sich vortrefflich. In der gehobenen Gastronomie könnte man gar von einem Systemstreit sprechen. Da gibt es jene Küchenchefs, die ihre Gerichte dann als ausbalanciert verstehen, wenn möglichst viele Geschmäcker und Aromen miteinander kombiniert werden. Und es gibt jene, die diese Balance in der Einfachheit suchen. Zur zweiten Gruppe gehört definitiv Klaus Erfort, Chef im Gäste Haus Klaus Erfort in Saarbrücken. Sein Erfolg macht ihn sogar zu einem Leader in diesem System – wenn auch zu einem sehr ruhigen und bescheidenen.

„Es ist viel schwieriger, ein Gericht auf wenige Komponenten zu reduzieren, als viele verschiedene Aromen miteinander zu vermischen“, sagt Klaus Erfort. Sein Küchenstil richtet sich nach einem klaren Motto: Die Wahrheit liegt auf dem Teller. Denn Erfort will mit seinen Kreationen nicht etwa persönliche Befindlichkeiten befriedigen, sondern einzig und allein seine Gäste durch Genuss glücklich machen. „Das Schöne am Kochen ist: Man kann mit seiner Arbeit die Stimmung der Menschen beeinflussen.“

Heute kaum vorstellbar, dass Klaus Erfort einst nicht im Traum daran gedacht hat, diesen Karriereweg einzuschlagen, wenn er sagt: „Ich fand es früher langweilig, beim Kochen dabei zu sein.“ Die Faszination der Gastronomie packte ihn erst durch Zufall, als er ein Schulpraktikum in einem kleinen Restaurant im Saarland absolvierte. Einmal mit der Begeisterung infiziert, startete er dann dafür so richtig durch. Erst arbeitete er unter Claus Peter Lumpp im Restaurant Bareiss, später unter Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube, dem renommierten Restaurant des Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn.

Spätestens, als er mit erst 21 Jahren als Küchenchef des Restaurant Orangerie im Parkhotel Gengenbach seinen ersten Stern im Guide Michelin erkochte und dies wenig später im Gourmet-Restaurant Imperial im Schlosshotel Bühlerhöhe wiederholte, war sein Weg in die höchsten Ebenen der Spitzengastronomie vorgezeichnet. Die Ehrungen sollten ihn auf diesem Weg weiterhin begleiten. Als er 2002 das Gästehaus Klaus Erfort  eröffnete, dauerte es nicht lange, bis ihn der Guide Michelin erneut mit einem Stern auszeichnete. 2004 folgte der zweite Stern, 2007 gar der Dritte. Damit ist Klaus Erfort einer von nur zehn deutschen Köchen in dieser Kategorie.

Dass der Saarländer dies trotz seiner großen Zurückhaltung im zuweilen lauten Business der Spitzengastronomie erreicht hat, spricht noch mehr für ihn. Erfort kommt ohne eigene Kochsendung im TV aus und hat auch noch kein Kochbuch geschrieben. Seine ganze Konzentration widmet er der Arbeit in der Küche. Hier findet er die Erfüllung und kreiert seine so einzigartigen puristisch-eleganten Menüs.

Nur wenige Kilometer von der französischen Grenze aufgewachsen, schlägt sich der Einfluss der Grande Nation der Kulinarik auch in den Gerichten von Erfort nieder. Dabei bleibt er seiner Linie, die Kreationen auf das Wesentliche zu reduzieren, selbstverständlich treu. Die Mieral-Taube fertigt Erfort in der Meersalzkruste gebacken und kombiniert sie mit Trüffel-Jus und Selleriecreme. Den Steinbutt gibt es mit Champignons, Spinatcreme und Champignon-Sud. Und das Gänsestopfleber-Pavé serviert er mit Texturen von Roter Bete.

„Ich koche mit Respekt vor dem Produkt und verarbeite es deshalb möglichst komplett und schonend“, sagt Klaus Erfort. Regionalität um jeden Preis – das muss nicht sein, auch wenn er natürlich immer wieder gerne auf typisch saarländische Zutaten zurückgreift. „Für mich kommt die Qualität an erster Stelle.“

Es ist diese Perfektion und die Kreativität in seinen Gerichten, mit denen er unvergessliche Geschmackserlebnisse erzeugt.
ReiseTravel Fact: Im Oktober kommt der Dreisterne-Koch aus dem Saarland ins Restaurant Ikarus. Dann können sich auch die Gäste im Hangar-7 ein Monat lang von Klaus Erfort in ihrer Stimmung beeinflussen lassen.
Im Monatsrhythmus gastieren die besten Köche der Welt im „Restaurant Ikarus“ im Hangar-7 am Salzburg Airport und präsentieren in enger Zusammenarbeit mit „Restaurant Ikarus“ Patron Eckart Witzigmann & Executive Chef Roland Trettl ihre besten Kreationen.
Öffnungszeiten Hangar-7 Flugzeugmuseum von 09.00 bis 22.00 Uhr, Restaurant Ikarus Küche von 12.00 bis 14.00 und 19.00 bis 22.00 Uhr

Salzburg Airport – Wilhelm-Spazier-Straße 7A, A-5020 Salzburg - www.hangar-7.com  

 

Von Marisa Rubenbauer

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