Salzburg

Erlebnisse eines Gaumenreisenden im Ikarus Salzburg Hangar7

Matthew Lightner, Atera, New York, USA: Ein hervorragendes Gericht ist wie ein gutes Buch: Es verbindet die Erlebnisse, Gefühle und Weltsichten, die ein Koch gesammelt hat, zu einem einzigartigen Genuss. Matthew Lightner beherrscht diese Kunst perfekt: Nachdem er die Welt bereist und in den unterschiedlichsten Küchen verschiedenste Philosophien kennen und lieben gelernt hat, erntet er nun die Früchte seiner Reisefreudigkeit. Das Resultat: Zwei Michelin-Sterne sowie zahllose begeisterte Gäste.

Als Matthew Lightner im März 2012 sein Restaurant Atera im lebendigen Viertel Tribeca mitten im Herzen von New York City eröffnete, lag eine bereits mehr als zehnjährige kulinarische Reise durch die ganze Welt hinter ihm. Nach seinem Abschluss am Western Culinary Institute in Portland 2001 zog es ihn die Westküste hinunter, wo er in den verschiedensten Restaurants Erfahrungen sammelte, die er schließlich unter dem mit dem James Beard Award ausgezeichneten Paul McCabe im L’Auberge, nördlich von San Diego, anzuwenden wusste. 2007 folgte der Sprung über den Ozean: Als einer von jährlich 15 Köchen weltweit wurde Matthew Lightner für ein Stipendium für Jungköche in Spanien auserwählt, wo er auf seinen späteren Mentor, den ehemaligen Ferran-Adrià-Schüler Andoni Aduriz traf. Aduriz schickte Lightner durch ganz Spanien, um die nationale Küche kennen und die Sprache sprechen zu lernen, und nahm ihn im Anschluss als Koch in seinem Restaurant Mugaritz auf. Nach einem weiteren Engagement im Kopenhagener Noma kehrte Lightner zurück in die USA, im Gepäck tonnenweise Erfahrungen und Geschmäcker, mit denen er seine eigene, moderne Küche begründen sollte.

Dass seine Kochkunst im Atera eine Heimat gefunden hat, war beinahe ein Zufall: Das Lokal war kurz zuvor – ebenfalls mit dem Ansinnen, hochwertige, moderne Küche zu servieren – pleite gegangen. Was die meisten anderen Gastronomen abgeschreckt hätte, motivierte Lightner regelrecht: „Ich hatte zuvor in einem sehr konventionellen Restaurant in Portland gearbeitet und wollte nun etwas Neues machen, etwas von Anfang an neu aufziehen“, erzählt Lightner. „Wenn man seine Gerichte in einen Ort hineinzwingt, geht das gerne mal schief. Hier allerdings hatte ich die Möglichkeit, ein neues Design zu erschaffen und ein Konzept zu entwickeln, das sich nahtlos in meine Küche eingliedert.“ Sein Plan ging auf: Bereits im Juli 2012 erhielt er von Pete Wells, dem renommierten Restaurantkritiker der New York Times, 3 von 4 möglichen Sternen. Kurz darauf folgte die Aufnahme des Atera in den Guide Michelin, ausgezeichnet mit 2 Sternen. Eines der Geheimnisse des Atera ist die europäische Esskultur: In einem normalen Restaurant kommt direkt im Anschluss an das Dessert die Rechnung, um den Tisch für die nächsten zahlenden Gäste frei zu machen – Lightner dagegen gibt seinen Gästen alle Zeit, die sie wollen. Die europäische Gemütlichkeit hat es ihm einfach angetan.

Und auch die europäische Liebe zum Gemüse ist in Matthew Lightners Küche allgegenwärtig: Bei ihm treffen Jakobsmuscheln auf Wirsinggemüse oder gegrillte Tintenfische auf italienische rote Zwiebeln, kandierte Rote Bete verbinden sich mit Grapefruit-Sorbet oder Boskop-Birnen mit frischer Haselnussbutter zu unvergesslichen Desserts, die das Beste aus Natur und Kultur in sich vereinen. Sein Faible für saisonale und regionale Produkte verbindet Lightner mit seiner Leidenschaft für die individuelle Zubereitung. Jedes neue Gemüse, jedes ihm bislang unbekannte Gewürz weckt seinen Ehrgeiz als Koch aufs Neue.

Wenn man beobachtet, wie Matthew Lightners Augen zu leuchten beginnen, sobald er über die Möglichkeiten des Kochens spricht, bekommt man eine Idee davon, mit welchem Elan er die Welt erkundet hat. Der Monat im Restaurant Ikarus wird für seine Gäste nicht weniger als ein einzigartiger grenzüberschreitender Genuss werden – für Matthew Lightner jedoch wird es ein ganz neues Kapitel auf seiner kulinarischen Weltreise.

Im Monatsrhythmus gastieren die besten Köche der Welt im „Restaurant Ikarus“ im Hangar-7 am Salzburg Airport und präsentieren in enger Zusammenarbeit mit „Restaurant Ikarus“ Patron Eckart Witzigmann & Executive Chef ihre besten Kreationen.
Öffnungszeiten Hangar-7 Flugzeugmuseum von 09.00 bis 22.00 Uhr, Restaurant Ikarus Küche von 12.00 bis 14.00 und 19.00 bis 22.00 Uhr

Salzburg Airport – Wilhelm-Spazier-Straße 7A, A-5020 Salzburg - www.hangar-7.com  

Von Marisa Wutschl.  

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