München

California, so nennen die Münchner das Restaurant

Ein kalifornischer Hauch weht durch München: Die Lage ist perfekt, das neue Restaurant „Kuffler California Kitchen“ befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Staatsoper, am Beginn von Münchens luxuriösester Einkaufsstraße, der Maximiliansstraße. Der Haupteingang des Restaurants ist etwas versteckt um die Ecke am Hofgraben Hausnummer neun. Von der Maximilianstraße gibt es zusätzlich einen kleinen Seiteneingang, der durch einen schmalen, langen Gang mit witziger Streetart-Malerei ins Restaurant führt.

Interieur: Das Restaurant teilt sich in zwei Räume, in den großen modernen Hauptgastraum und in den etwas eleganteren Oakroom. Warme Farbtöne ziehen sich konsequent durch den großen Raum. Der Farbton „Schlamm“ ist modern, ohne aufdringlich zu sein, und strahlt elegante Gemütlichkeit aus. Auf kaltes modernes Design wurde bewusst verzichtet, denn der Gast soll sich wohlfühlen. Die hohen Fenster zum Hofgraben durchfluten den Raum mit Tageslicht. Die Stühle sind komfortabel mit dicken Polstern ausgestattet, sodass man entspannen und mit Genuss essen und trinken kann. Für kräftige Farbtupfer sorgen großformatige Gemälde von Münchner Künstlern. Stephan Kuffler sagt: „Kuffler California Kitchen ist unser gastronomisches Statement für das junge Jahrtausend.“ Ein großes Fenster mitten im Lokal, umrahmt von Zementfliesen, gibt Einblicke in die Showküche und auf die Seafood Variationen wie Austern, Muscheln, verschiedene Fische und Hummer, die man sich als Gast gleich aussuchen kann. Die Rückwand des Restaurants ist mit 190 Fischen in Silber und einem kleinen Goldfisch geschmückt, die durch die changierenden LED-Beleuchtung das Gefühl vermitteln, als würden sie wellenförmig im Schwarm vorwärts schwimmen.

Bar und Oakroom: Die Bar rechts vom Eingang ist amerikanisch rustikal angehaucht, die marokkanischen Fliesen in kräftigen Farben in rot-blau-violett bilden einen spannenden Kontrast zum warmen Holz. Im denkmalgeschützten, holzgetäfelten Oakroom verbreiten die weiß gedeckten Tische ein angenehmes, elegantes Ambiente. Die Säulen und der Kamin tun ihr übriges dazu. Im gesamten Restaurant haben die Architekten des eigenen Innenarchitekturbüros „Kuffler Inn Design“ die Ideen von Doris und Roland Kuffler perfekt umgesetzt.

Terrasse: Die Terrasse gehört wohl ohne Übertreibung zu einer der schönsten in der Innenstadt Münchens. Vor der denkmalgeschützten Fassade in pompejischen Rot von Leo von Klenze, hat man einen ungehinderten Blick auf den Max-Joseph-Platz mit der Residenz und der Staatsoper.

Die Stühle versehen mit sandfarbenen Hussen und die Tische in schwarzem Lack harmonieren aufs Vortrefflichste mit der Klenze Loggia. Von hier kann man wunderbar bei einem Kaffee oder einer kleinen Genusssünde beobachten, wie tagsüber diverse Fashion-Victims auf High Heels zu den bekannten Designern, wie Hermes, Dior, Sander und Gucci oder Luis Vuitton, die allesamt auf der Maximiliansstraße residieren, eilen. Wenn abends die Oper beginnt, sieht man Luxuslimousinen, denen Operngäste in Abendroben und Smoking entsteigen. Dazwischen gibt es einen nicht enden wollenden Touristenstrom und Skater erproben ihre Künste vor dem Residenztheater.

Die Küche: Salate, Suppen, Pasta, Seafood, BBQ Meat und Burger stehen auf der Speisekarte. Vor allem Salate, Gemüse, Früchte, Nüsse sowie Fisch und Meeresfrüchte sind das Thema der leichten kalifornischen Küche. Der gedünstete Lachs mit Gemüse schmeckt vorzüglich. Daneben gibt es auch die deftigere Küche, die nach dem Geschmack von Cowboys und Rangern zubereitet wird, wie zum Beispiel Rindfleisch vom Grill. Cheesecake oder Applepies sind die perfekten amerikanischen Nachtische. Nicht nur die Qualität ist gehoben – auch die Preise sind es. Surf und Turf kostet 37 Euro, ein einfacher, aber köstlicher Burger mit Pommes frites 17 Euro. Das preiswerteste Gericht ist eine Tortillasuppe für 6,50 Euro.

Bei der Zusammensetzung der Speisekarte hat Eckart Witzigmann, der „Koch des Jahrhunderts“ die Kufflers beraten. „Man kann sich noch so gut vorbereiten, erst im Tagesbetrieb werden die Schwachstellen sichtbar. Und die gilt es dann zu beseitigen“, so Witzigmann. Natürlich gibt es am Anfang Schwierigkeiten bis alle Mitarbeiter, wie ein Uhrwerk perfekt zusammenarbeiten. Die ersten 100 Tage gelten als Probezeit – erst wenn danach nicht alles wie am Schnürchen läuft und der Koch die Öfen im Griff hat, wird es problematisch. Das ist allerdings bei der Erfahrung der Wirtsfamilie nicht zu erwarten. Das Personal ist hilfsbereit und fröhlich. Außerdem ist es auf äußerste Freundlichkeit getrimmt und gleicht so lange Wartezeit oder zu trocken geratenes Fleisch charmant aus.

Weinkarte: Die Weinkarte ist groß. Es werden Weine aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und natürlich Kalifornien angeboten. Die Preise für eine Flasche variieren von 28 für den Kuffler Hauswein bis hin zu 155 Euro für den 2004 Pensées de Lafleur Pommerol AC. Für einen Dom Pérignon Brut Jahrgang muss man schon 295 Euro berappen.

„California“, so nennen die Münchner das Restaurant nur kurz: Da das Restaurant so neu und angesagt ist, ist es ratsam zu reservieren. Die Gäste sind Münchner, die sich das neue Lokal anschauen, um zu entscheiden, ob es in Zukunft zu den Lieblingslokalen gehören wird, Geschäftsleute und Touristen. Nach dem Kino oder der Oper ist es fast ein „must“ noch auf einen Drink ins California zu gehen. Je später der Abend, um so jünger und hyper wird das Publikum.

Kuffler California Kitchen, Hofgraben 9, Ecke Maximilianstraße, D-80539 München, Tel.: 089-2422484-0, kck@kuffler.de - www.kuffler.de

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger.

Gabi Dräger
 

Unsere Autorin Gabi Dräger zeichnet bei ReiseTravel verantwortlich für die Redaktion Hotels & Restaurants. Ihr Thema sind die Berge. Sie lebt und arbeitet in München. gabi@reisetravel.eu

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