Riedelsbach

Bier und Wohlfühlhotel am Fuße des Dreisessels

Essen und Trinken im Gut Riedelsbach: Gut Riedelsbach offeriert „wertvolles Gut“. Die Bezeichnung „Gut“ ist übrigens keine Erfindung, ein unehelicher Sohn Ludwig des III. hat an der Stelle, an der sich heute das Hotel befindet, bereits einen Gutshof errichten lassen. 1951 wurde dieses dann von den Großeltern des heutigen Besitzers, Vertriebenen aus dem Böhmerwald, gekauft.

Im Hausbladl, der Hotel eigenen Broschüre, zitiert man den amerikanischen Staatsmann Benjamin Franklin „Bier ist der überzeugendste Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will“. Diese Verbundenheit zum Bier und der Tradition spiegelt sich sowohl in der Einrichtung als auch bei den Inhabern des Hauses wieder.

In Gut Riedelsbach dreht sich alles rund ums Bier

Wie überzeugt der Wirt Bernhard Sitter vom bayerischen Nationalgetränk ist und wie viel Wissen er darüber besitzt, zeigt sich dann auch bereits am ersten Abend während der Gästebegrüßung. Sie findet am Wochenende optional mit „Haxn-Essen“ statt und führt die Besucher ein in die typisch bayerische Gemütlichkeit und das bayerisch-urige Hotel. Und vermittelt Einsichten in die Bierphilosophie, das Bierbrauen, die Zutaten und die Bedeutung des Bieres. Ganz nebenbei erfährt man auch einiges über den Chef des Hauses, einem bayerischen Original, der mit Leib und Seele vom Wert des Bieres überzeugt ist.

Das bayerische Reinheitsgebot ist das älteste noch existierende Lebensmittelgesetz der Welt. Und – „Bier hat außer dem guten Geschmack noch zahlreiche weitere positive Eigenschaften. Nur das Bier gibt nach körperlicher Arbeit schnell die Energie zurück und regeneriert den Körper“, sagt Sitter. „Leider erfährt das Bier zu wenig Wertschätzung. Die Leute zahlen mehr für ein Müsli oder Mineralwasser als für ein anständiges Bier“.

Seit 31 Jahren ist Sitter selbstständiger Wirt und hat sich vor 17 Jahren mit seiner Frau überlegt, ob sie noch mal eine größere Veränderung vornehmen sollen. Woraufhin die Brauerei entstand, Sitter ist zum 1. Diplom-Sommelier-Wirt Deutschlands geworden und betreibt das florierende erste Bier- und Wohlfühlhotel. Das bewusst nicht als Wellnesshotel bezeichnet wird. Deswegen gibt es auch keinen Wellness-, sondern einen Wohlfühlbereich.

Der Begrüßungsabend beinhaltet auch eine Führung durch das Hotel eigene Bier- und Kulturmuseum, das nicht mit einem Braumuseum zu verwechseln ist. Hier findet man alles rund ums Bier, Bierkrüge, Brauereikrüge und Glaskrüge, die es bereits seit 200 Jahren gibt. Denn wie beim Wein serviert man hochwertiges Bier in dafür passenden Gläsern. Über 2700 Bierkrüge aus den Jahren 1880 bis 1970 sowie besondere Gläser und Schilder befinden sich in Sitters Sammelsurium. Für seine Gäste organisiert Sitter Motorrad-Touren oder Stammgäste-Wochenenden. Darüber hinaus fährt er alle zwei Jahre nach Amerika, um als Jurymitglied beim World-Beer-Cup die 4000 Biere aus 800 Brauereien in 94 Kategorien zu beurteilen.

Wer mag, kann sich eingehender über die Geschichte und die Sorten des Bieres informieren während des Bier-Kulinariums, durchgeführt vom Chef persönlich oder dem Freund seiner Tochter, selbst Biersommelier. Es besteht aus einem mehrgängigen Menü und passender Bierbegleitung. Im „Wohlfühlbereich“ mit Schwimmbad kann ein bayerisches Bierbottichbad oder eine Bierstempelmassage ausprobiert werden. Oben im Restaurant gibt es typisch bayerische Schmankerl und selbstredend unzählige Sorten inländischer oder auch ausländischer Biere. Ganz auf Bier gepolt ist das Hotel also, welches auch Mitglied der Waidla-Wirte ist.

Das Hotel ist komplett in familiärer Hand, auch das Rindfleisch stammt aus dem Hof von Sitters Bruder. „Eine wichtige Aufgabe des Landwirts“, meint Sitter, „ist die Erhaltung der Naturschönheit. Die Subventionen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Gegensatz, zu dem was wir für die Landschaftspflege werden ausgeben müssen, wenn immer mehr Landwirte aufhören“. www.gut-riedelsbach.de

In der Brauerei gibt es auch eine eigene Quelle des Waldwassers, an der sich der Gast rund um die Uhr bedienen kann, auch das Wasser im Hotel stammt daraus. Gut Riedelsbach ist Waldwasser-Partnerbetrieb. „Waldwasser“ steht für den nachhaltigen Umgang mit einer wertvollen Ressource, dem heimischen Trinkwasser. www.waldwasser.eu

Anreise: Mit dem Pkw über die BAB 3 Nürnberg-Passau oder die A92 München-Deggendorf, Ausfahrt Aicha vorm Wald Richtung Freyung. Mit der Bahn über den Bahnhof Passau und mit dem Flugzeug Flughafen München II. (Entfernung ca. 180 Kilometer).

ReiseTravel Fact: Ein sehr gutes Haus, in einer schönen Gegend.

Bayerischer Wald: Hier, im Bayerischen Wald, kommt die Kraft aus der Natur wie im Kraftwerk Jochenstein in der Nähe der Dreiflüssestadt Passau. Kraft schöpfen kann der Mensch in der unberührten Natur z. B. im KuLaMu, während eines erholsamen Bierbottichbades im Bierhotel und des Nächtens in den Daunenbetten des Bettenhauses Mühldorfer.  

Tourismusverband Ostbayern, Im Gewerbepark D 04, D-93059 Regensburg, info@ostbayern-tourismus.de - www.ostbayern-tourismus.de

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Sabine Erl.

Sabine ErlRedakteurin Sabine Erl zeichnet bei ReiseTravel für die Redaktion Lifestyle verantwortlich.

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