Essen

Gaumenfreuden am RuhrtalRadweg

Zugvögel kreisen am Horizont, die Natur hüllt sich in farbenfrohe Gewänder, die Sonnenstrahlen werden länger und tauchen das Ruhrtal in diesen Tagen in stimmungsvolles Licht: Eine ganz besonders schöne Zeit für Radtouren auf dem RuhrtalRadweg, die sich bestens für naturbegeisterte Entdecker und erlebnisorientierte Kunst- und Kulturfreunde eignen und mit dem Genuss regionaler Köstlichkeiten verbinden lassen: Nach einem Tag auf dem Rad stellt sich der Appetit meist ganz von selbst ein und was wäre ein Genuss für alle Sinne ohne gutes Essen und Trinken? Mitglieder des Arbeitskreises RuhrtalRadweg haben nun ihre ganz persönlichen kulinarischen Herbst-Highlights zusammengestellt, wobei sie betonen, dass sich die Liste ihre Anregungen beliebig lang fortsetzen ließe.  

Wie ein Spannungsbogen verbindet der RuhrtalRadweg auf 230 Kilometern zwei sehr unterschiedliche Regionen:

Das Sauerland im Osten und das Ruhrgebiet im Westen. Genauso unterschiedlich wie vielfältig sind auch die regionalen Gaumenfreuden:

Die Sauerländer Küche ist zum Beispiel eher deftig und rustikal, aber vielseitig. Was daran liegt, dass insbesondere die klimatischen Bedingungen für eine reichhaltige kulinarische Produktpalette sorgen. Bei der Fleischproduktion sind saftige Wiesen ausschlaggebend für hohe Qualitäten. Dazu kommen heimische Fische aus zahlreichen Seen, Flüssen und Bächen und, besonders im Herbst, Wild aus den großen Wäldern. Viele Gastronomen bieten hausgemachte Wurst- und Schinkenspezialitäten an, unterschiedlichste Kartoffelvariationen und - ebenfalls in der goldenen Jahreszeit - verschiedene Pilzsorten. 


Zum Beispiel schon mal eine „Karre Mist“ gegessen?

Diesen deftigen Genuss aus knusprigen Bratkartoffeln, Schweinelendchen, Röstzwiebeln

und Spiegelei, genießen Sie im Gasthof zur Post im Kneip-Kurort Olsberg direkt am RuhrtalRadweg. Wild, Wald und Wiese spielen im Herbst auch im kulinarischen Schinkenwirtkalender des gleichnamigen Hotel- und Gastronomiebetriebes, ebenfalls in Olsberg, eine tragende Rolle. Weiter westlich in Arnsberg gehört das Hotel-Restaurant Menge an der Schlacht zu den Favoriten. Hier kommt zum Beispiel feinstes Sikawild aus

den umliegenden Wäldern auf den Tisch. Oder Flusskrebse aus dem Hellefelder Bachtal. Als Herbst-Highlight bietet der Küchenchef des RuhrtalRadweg Partnerbetriebes zum Beispiel Wildfasanenbrust auf Papaya-Wirsinggemüse mit Mohnknödeln. Wem läuft dabei nicht das Wasser im Mund zusammen? Das Rezept dazu hat der Koch gleich mitgeliefert und kann unter www.ruhrtalradweg.de - Kultur & Lebensart - abgerufen werden.  

Die „Entschmeckertour RuhrtalRadweg“ führt weiter nach Menden. Die Mendener Schlossmühle wurde vermutlich im 14. Jahrhundert erbaut. Heute ist im Inneren eine Erlebnisgastronomie untergebracht, die mit mediterranen bis gutbürgerlichen Speisen auf Gaumen jeden Alters eingestellt ist.

Am nördlichen Ruhrufer kommen Käsefeinschmecker auf ihre Kosten: In Fröndenberg, etwa 300 m vom Streckenverlauf des RuhrtalRadweges entfernt, empfiehlt das ansässige Stadtmarketing-Team die Hofkäserei Wellie. Im eigenen Hofladen kann man sich zum Beispiel für ein Picknick am Ruhrufer mit ausgefallenen Käsesorten aus eigener Produktion, wie dem „Schwatten“, einer Käsespezialität mit Möhrensaft, Honig und einer essbaren Pfefferrinde eindecken.

Ganz kurz entschlossene RuhrtalRadweg-Radler können all die deftigen Gaumenerlebnisse noch mit einem kräftigen Schlückchen abrunden: Aktive Entdecker haben die Möglichkeit, im lauschigen Brennereigarten der seit 1858 produzierenden Kornbrennerei Gut Lenninghausen in Iserlohn Schnäpse und Liköre zu verkosten. Hausgebackene Kuchen, Kaffee und erfrischende Getränke runden das Angebot ab. Danach schließt der Garten bis Mai 2009. Die Brennerei ist aber ganzjährig einen Ausflug wert, denn hier können vorangemeldete Gruppen Haus und Produktion besichtigen, inklusive Verkostung versteht sich. Wer traditionelle Produktionsverfahren liebt, sollte weiter westlich in Schwerte auf keinen Fall den Besuch der historischen Senfmühle direkt am RuhrtalRadweg verpassen. Noch heute wird hier nach überlieferten und neuen Rezepten Senf hergestellt, der buchstäblich in „aller Munde“ ist. Die Schwerter selbst lieben ihren Senf und auch viele Gastronomen entlang des RuhrtalRadweges und darüber hinaus, sogar bis ins süddeutsche Senfmekka München, schwören auf die Produkte.  

Inzwischen ist man auf dem RuhrtalRadweg schon längst ins Ruhrgebiet eingefahren. Die heute als Metropole Ruhr bezeichnete Region hat längst den angestaubten Charme eines staubverhangenen Bergbaureviers verloren und sich zu einer pulsierenden, polyzentrischen Großstadt entwickelt, mit vielfältigem kulturellen Potenzial, großen Festivals, erlebbarer Industriekultur und reich an Naturschönheiten. Mit Menschen aus 140 Nationen verwundert auch der international kulinarische Reichtum kaum, der in dieser Dichte seinesgleichen sucht und häufig an ehemaligen industriellen Produktionsstätten zu Hause ist:

Wie zum Beispiel in den Elbershallen in Hagen. Zwar nicht unmittelbar am RuhrtalRadweg gelegen, aber sicher einen Abstecher wert, bietet das ehemalige Firmengelände des Textilfabrikanten Elbers etwa italienische, australische und sogar mongolische Gaumenfreuden. Und wer doch eher rustikalere Küche bevorzugt, ist im Gewölbekeller des RuhrtalRadweg- Partnerbetriebs Hotel Arcadeon bestens aufgehoben.  

Die Identifikationsspeise der ehemals liebevoll als „Ruhrpott“ bezeichneten Region sind allerdings Fritten. Pommes, auch gerne als „rot-weiß“ oder als Beilage zur Currywurst, gehören zur Metropolregion genau wie das Oktoberfest nach München. Ob der von einem ehemaligen Sternekoch betriebene Profi-Grill in Wattenscheid, der Rathausgrill in Oberhausen oder Erika´s Braterei in Mülheim an der Ruhr - jeder Imbiss hat hier seine

Fangemeinden. Zwar liegen nur wenige „Pommesbuden“ direkt am RuhrtalRadweg, aber die Extra-Pedaltritte lohnen sich in jedem Fall. Im Frittenrevier zurecht finden kann man sich beispielsweise mit dem „Frittenführer Ruhrgebiet“, der in jedem Buchhandel erhältlich ist. In Duisburg fließt die Ruhr in den Rhein und hier endet auch die

kulinarische Reise über den RuhrtalRadweg.

Die gastronomische Meile im Innenhafen Duisburg lockt ganzjährig mit vielfältigen Genüssen in fast mediterranem Flair. Die Stadt ist zudem traditionell der Bierbraukunst sehr verbunden. So stammen zum Beispiel die Biere der Brauerei König aus dieser Binnenhafenstadt. In den Herbstferien empfehlen die RuhrtalRadweg Macher deshalb die Ausstellung „Frisch gezapft - Duisburger Bier- und Brauereigeschichte (n)“ im Kultur- und Stadthistorischem Museum direkt am Innenhafen.

Die Liste der kulinarischen Empfehlungen entlang des RuhrtalRadweges ließe sich noch unendlich fortführen. Die RuhrtalRadweg-Macher verweisen dazu auf die unzähligen Partnerbetriebe, die an jedem Etappenort zu finden sind. Diese Qualitätsbetriebe sind besonders fahrradfreundlich und auf die speziellen Bedürfnisse der Radler eingestellt.  

Der Radführer RuhrtalRadweg hält zusätzlich neben allen Kultur- und Erlebnishighlights der Radstrecke weitere persönliche Gaumentipps des Autors bereit und ist für 14,95 Euro über die RuhrtalRadweg-Hotlines bestellbar oder im Buchhandel erhältlich.

 

Ruhr Tourismus - Fon 01805 / 18 16 30 (0,07 € /30Sek.)

Sauerland-Tourismus e.V. - Fon 01802 / 40 30 40 (0,06 € /Anruf)

www.ruhrgebiettouristik.de - www.ruhrtalradweg.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gesa Delija.

 

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