Wien

Schon beim ersten Schritt in das Hotel Ruby Lissi ist man vom ungewöhnlichen Styling überrascht: Gitarren zum Ausleihen und ein abgefahrenes Styling!

Blaue Donau: Die Raumdecke ist weiß mit vielen Rohren, als Kontrast dazu sind die Wände schwarz und werden mit Spiegeln und Metall ergänzt. Die handselektierten historischen Möbel sind restauriert und neu gepolstert. Sie können genauso wie die Lederkoffer, die schon viele Reisen gemacht haben, viele Geschichten erzählen. Die Lobby, das Café und die Bar sind ein einziger Raum und vermitteln das Gefühl eines Speisewagens in der guten alten Zeit. Man tritt ein, wird von der ungewöhnlichen Atmosphäre aufgenommen und fühlt sich gleich wohl.

Lissi statt Sissi

Das Thema, das sich durch das ganze Haus zieht, sind die Reisen der Kaiserin Elisabeth, die nur Sissi oder Sisi genannt wurde. Eigentlich wäre die richtige Kurzform von Elisabeth in Österreich aber „Lissi“ gewesen – das war die Idee für den Hotelnamen. In der Lobby hat man das Gefühl, in einem Luxus-Eisenbahnwagen zu sein: Man fühlt sich gleich in die Zeit der Dampflok, Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts, in die Zeit des eleganten Reisens versetzt. Als Kontrast zum Vintage-Stil gibt es ein paar ausgefallene moderne Designerstücke. Die Lobby des Hotels mit Bar und Café ist der zentrale Treffpunkt, hier kann man 24 Stunden sitzen und Gäste jeder Altersklasse aus der ganzen Welt treffen. Das Hotel wurde 2017 eröffnet.

Verstärker statt Minibar

Es gibt keine Minibar im Zimmer, da die Bar in der Lobby 24 Stunden geöffnet ist. Ein besonderer Gag: Man kann sich Marshall Gitarren ausleihen. Ein Verstärker steht in jedem Zimmer. Ein Tablett zum Browsen gibt es auch und wer mag, kann sich für Wienausflüge ein Fahrrad leihen. Die Lage des Hotels ist zentral, bis zum Zentrum und Stephansdom, dem Steffl, sind es nur fünf Minuten. Man wohnt also direkt in der Szene Wiens. Das Einchecken macht jeder selbst am Bildschirm. Wenn alles stimmt, es muss vorab bezahlt werden, wird die Zimmer-Schlüssel-Karte ausgedruckt. Das Zimmer ist wie ein Zugabteil mit hohen Ablageflächen dekoriert. Die Betten sind größer als normal und haben eine Matratze, die sich an den Körper anpasst.

Frühstück „On Stage“

Das Frühstück ist „On Stage“, mit der Beleuchtung wie auf einer Bühne. Es ist ein Frühstücksbüffet mit Semmeln, Brot, verschiedenen Müsli-Sorten, Käse, Schinken, frischem Obst und Beeren. Natürlich fehlen die für Österreich so typischen Aufstriche nicht. Im Café gibt es keine warmen Gerichte, da es um den Fleischmarkt viele Beisln, Cafés, Restaurants und Bars gibt. Es werden aber Brotzeiten angeboten. Da gibt es zum Beispiel eine Salami- oder Käse-Platte, wenn man nicht mehr aus dem Haus möchte. Die Bar liefert dazu alle Getränke, die man sich vorstellen kann. Im Hintergrund läuft von Ruby-Radio Musik aus den 90er Jahren.

Vom Kloster zum Hotel

Das Hotelgebäude ist ein ehemaliges Kloster aus dem 13. Jahrhundert, in dem ab 1301 Schwestern des Ordens der Dominikanerinnen lebten. Im 15. Jahrhundert wurde es in ein Chorfrauenstift umgewandelt, das zu der Zeit zu den reichsten Klöstern Wiens gehörte. Im Jahr 1638 wurde das Gebäude renoviert und zum Teil abgerissen. Die heute sichtbare und unter Denkmalschutz stehende Fassade stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Ein Ort mit Seele und Charakter

Jedes RUBY Hotel ist einzigartig, hat seinen eigenen Charakter und seine eigene Geschichte. Der Ort, das Viertel, das Design, die Immobilie spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die maßgeschneiderten Designkonzepte der Häuser werden von einem eigenen Interieur Design Team entwickelt.

Der Bezug zur Immobilie, ihrer Architektur, dem Standort oder deren Geschichte dienen dabei als Inspiration für die Gestaltung der Räume.

ReiseTravel Service

Wien Tourismus www.wien.info - Hotel Ruby Lissy, Fleischmarkt, Wien, www.ruby-hotels.com/lissi

Design: Die meisten der Möbel und Dekorationen in allen Ruby-Hotels sind handselektierte Vintage-Einzelstücke oder eigens entwickelte Maßanfertigungen. Authentizität zählt dabei eine große Rolle. Nicht nur werden original Antiquitäten verwendet, der Bezug zum Standort oder der Immobilie muss ebenfalls passen.

Expansion: Zu den vier bereits existierenden Häusern in Wien und München kommen innerhalb der nächsten zwei Jahre neben dem neuen Projekt in Frankfurt noch zwei Häuser in Düsseldorf, ein Haus in Hamburg.

Ein Beitrag mit Fotos für ReiseTravel von Gabi Dräger.

Gabi Draeger by ReiseTravel.euUnsere Autorin Gabi Dräger zeichnet bei ReiseTravel verantwortlich für die Redaktion Reise. Ihr Thema sind die Berge. Sie lebt und arbeitet in München. gabi@reisetravel.eu

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